Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

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Redaktion
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Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von Redaktion » Sa Feb 09, 2019 3:56 pm

Die Formel E sei sei ein "Marketing-Gag", findet Helmut Marko und bezeichnet sich als "Rennpuristen" - Lucas di Grassi kontert: "Soll er doch Pferderennen verteidigen"

Red Bull kann sich einen Wechsel von der Formel 1 in die Elektro-Rennserie Formel E derzeit nicht vorstellen. "Weil wir Rennpuristen sind", sagt Motorsportkonsulent Helmut Marko im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. "So gut wir in Marketing sind, aber die Formel E ist für uns nur eine marketingtechnische Ausrede der Automobilindustrie, um vom Dieselskandal abzulenken."

Mit Audi, BMW, Jaguar, Mercedes, Nissan und Porsche engagieren sich sechs große Automobilhersteller in der Formel E - oder haben ihren Werkseinstieg bereits beschlossen. Die Formel E bietet zwar wesentlich geringere globale Reichweiten als die Formel 1, doch Elektromobilität ist aktuell ein Thema, an dem kein großer Hersteller vorbeikommt.

Aufgrund dieses Aufschwungs beim Thema E werden in der Rennserie hinter den Kulissen enorme Geldbeträge bewegt, und zwar nicht nur im Sponsoring. Ein Hype, den Marko als übertrieben wahrnimmt: "Der Diesel", sagt er, "ist unterm Strich bei weitem der effizienteste Motor."

Und wenn sich in Rennserien große Hersteller engagieren und auch Sponsoren viel Geld investieren, wird das Kerngeschäft Racing für die privaten Teams in der Regel schnell teurer. Ein Grund, warum Red Bull die Formel E aktuell nicht reizt: "Am Anfang lagen die Kosten bei acht Millionen. Jetzt sind es weit über 20", weiß Marko. "Wenn die ganz Großen wie Porsche und Mercedes kommen, wird das noch einmal hinaufgehen."



Der 75-jährige Österreicher befürchtet ein ähnliches Phänomen wie in der Formel 1, als sich im Zuge der Finanzkrise ab 2007 der Reihe nach BMW, Honda, Renault und Toyota aus dem Grand-Prix-Sport zurückgezogen haben: "Es kann nur einer gewinnen. Und wenn die Budgets dann in Richtung 40, 50 Millionen gehen, wird einer nur Fünfter und Sechster werden. Ich glaube, dann ist die Euphorie gleich wieder vorbei."

Insofern betrachtet Marko die Formel E als "super Marketing-Gag, mitten in den Städten. Fragen Sie mal Ihre Freundin, ob sie lieber nach Spa oder nach New York fahren will! Das ist das Grundkonzept der Formel E: zu den Leuten zu gehen." Aber: "Die TV-Außenwirkung ist kaum gegeben."

Und auch sportlich ist er kein Fan der Autos und der Rennen: "Die Formel-E-Autos sind wie ein Formel-3-Auto mit einer 400 Kilo schweren Batterie. Man muss dort nicht der Schnellste sein, sondern man muss dort viel mehr mit der Energie haushalten als es in der Formel 1 oder in anderen Rennserien der Fall ist. Es ist kein Speed da. Das wirkt nur durch diese engen Stadtkurse so."

Der Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner, der auf Social-Media-Plattformen derzeit heiß diskutiert wird, scheint nun also auch den Motorsport zu erfassen. Lucas di Grassi, Formel-E-Champion von 2016/17 und einer der glühendsten Fans der noch jungen Rennserie, kann mit Markos Argumentation zum Beispiel gar nichts anfangen.

"Dr. Marko sagt, dass er ein Rennpurist ist. Für mich ist das kein zulässiges Argument, denn was ein Rennpurist ist, bewertet jeder ein bisschen anders", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich weiß nicht, was er sich dabei denkt. Würde er auch verteidigen, dass wir lieber Pferde- statt Autorennen fahren sollen?"



Es sind die gleichen Reflexe, wie sie in zahllosen Facebook-Gruppen auftreten: Die Verbrenner-Fans verteidigen ihr Revier mit der (noch?) praxistauglicheren Technologie, mit dem Appell an Traditionsbewusstsein und Emotion und mit dem Hinweis, dass die E-Mobilität gar nicht so grün ist, wie sie vorzugeben scheint.

Wird die Diskussion im Automotive-Bereich vorwiegend um Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt geführt beziehungsweise um Reichweiten, so geht's in Bezug auf die Formel E beispielhaft um die Dieselgeneratoren hinter den Paddock-Zelten, mit denen der Strom für die Akkus in den Rennwagen erzeugt wird.

Ein Urteil, wer denn nun recht hat oder falsch liegt, steht (wenn überhaupt) nur Technologie-Experten zu. Aber dass die Diskussion emotional geführt wird, ist Tatsache. Di Grassi legt nach: "Wenn Dr. Marko ein echter Rennpurist ist, bitteschön, dann soll er doch Pferderennen machen. Oder Rennen mit Verbrennungsmotoren, nicht mit den Hybridsystemen, mit denen die Formel 1 heutzutage fährt."

An dem Punkt sei erwähnt: Es ist schon seit Einführung der Hybridantriebe in der Formel 1 konstante Linie von Red Bull, dass sich die Formel 1 wieder ihrer Wurzeln besinnen und technologisch einen Schritt zurück zu spektakulären und lauten Verbrennungsmotoren ohne Hybridkomponenten machen sollte. Alleine schon aus Kostengründen. Doch was vielen Puristen sicher gefallen würde, ist mit den engagierten Herstellern anno 2019 nicht mehr denkbar.

Di Grassi greift Marko auf persönlicher Ebene an, wenn er sagt: "In Wahrheit bringt er doch nur seine persönliche Meinung zum Ausdruck: 'Schaut her, ich will nicht Formel E machen, ich bin zu alt für sowas! Ich will lieber Verbrennungsmotoren in der Formel 1.' Die Formel 1 ist die Königsklasse des Motorsports, gar keine Frage. Aber die Zukunft der Hersteller ist ganz sicher elektrisch."



"Audi", fährt er fort, "profitiert in der Formel E mehr als in der Formel 1. Es ist Tatsache, dass jeder Audi in Zukunft einen Elektromotor haben wird. Wir müssen verstehen, welche limitierenden Faktoren es da in der Technologie gibt, was die besten Materialien sind und wie wir Software entwickeln können, die den Elektromotor am besten steuert."

Es ist die berühmte Formel, Technologie vom Motorsport in die Serie zu transportieren, mit dem die Hersteller ihre millionenschweren Engagements in der Formel E begründen. Neben dem "grünen" Marketing. Und natürlich ergibt ein Formel-E-Engagement nur für Marken Sinn, die auch planen, E-Autos auf den Markt zu bringen - oder schon welche verkaufen.

Audi bringt 2019 den E-Tron auf den Markt, bei Mercedes steht der EQC in den Startlöchern. Porsche plant die Markteinführung des Taycan ebenfalls noch 2019. BMW war mit dem i3 einer der ersten Premiumhersteller, der sich über das Thema Elektro getraut hat. Der Jaguar I-Pace wird schon proaktiv mit markeninternen Autorennen promotet. Und der Nissan Leaf ist in der Nische der E-Autos eine feste Größe.

"Wir entwickeln die Technologie für die Elektroautos der Zukunft", sagt di Grassi. "Beim Verbrennungsmotor wissen wir schon, wie er funktioniert. Das Spannende ist, dass wir herausfinden wollen, wie Elektroautos schneller, effizienter und billiger werden können. Genau das tun wir in der Formel E. Nicht nur Audi, sondern alle. Unsere Entwicklung ist so gesehen viel mehr für den Serienmarkt relevant als die in der Formel 1."

Informationen zu den neuesten E-Autos, Testberichte und Videos, auch zum Thema Automotive insgesamt, gibt's übrigens auf unserem Schwesterportal Motor1.com.

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MotoGPFan1977
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von MotoGPFan1977 » Sa Feb 09, 2019 6:55 pm

Nach 3 min musste ich umschalten, da mir die Ohren weh getan haben.
Schrecklich dieses pfeifgeräusch der e Motoren.

Ich verstehe dieses Konzept einfach nicht. Bei der Batterie Produktion stehen die herstellungspraktiken und Arbeitsbedingungen unter einen schlechten Stern.
Der Strom kommt mit aus Atomkraftwerken und auch Braunkohlekraftwerken.

Was bitte ist dann daran Öko?

Es wird hier ein Produkt angeboten, welches nicht besser ist als der Verbrennungsmotor.

Cave
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von Cave » Sa Feb 09, 2019 7:37 pm

MotoGPFan1977 hat geschrieben:
Sa Feb 09, 2019 6:55 pm
Nach 3 min musste ich umschalten, da mir die Ohren weh getan haben.
Schrecklich dieses pfeifgeräusch der e Motoren.

Ich verstehe dieses Konzept einfach nicht. Bei der Batterie Produktion stehen die herstellungspraktiken und Arbeitsbedingungen unter einen schlechten Stern.
Der Strom kommt mit aus Atomkraftwerken und auch Braunkohlekraftwerken.

Was bitte ist dann daran Öko?

Es wird hier ein Produkt angeboten, welches nicht besser ist als der Verbrennungsmotor.
na ja. auch wenn der mix noch schlecht ist und man strom aus braunkohlekraftwerken, atomkraftwerken, etc in die akkus lädt hat man diesbezüglich immer noch die chance den mix zu verändern in zukunft, bzw erdöl mit höherem wirkungsgrad zu verbrennen. diese probleme hat man aber bei jeder alternative zum klassischen verbrenner.

bei der herstellung und der entsorgung sehe ich das problem. da fallen ja problemstoffe an.

das witzige ist ja: jeder wird denken, dass genau er den strom aus erneuerbarer energie tankt und hat damit ein reines gewissen

indyauto
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von indyauto » So Feb 10, 2019 8:48 am

Also das mit den deutschen Autofirmen stimmt auf jeden Fall ! Die wollen nur ablenken vom Dieselskandal und sich ein sauberes Image zulegen.

automatix23
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von automatix23 » So Feb 10, 2019 9:29 am

erst wenn Motorsport mit der Brennstoffzelle kommt wirds sinnvoll. Die Formel E fährt ja deswegen auf Stadtkursen, weil sie für echte Rennstrecken nach wie vor zu langsam ist. Laß die mal in Monza fahren.... Es hat schon seine Gründe, warum a uch die Serien E-Autos meist abgeregelt sind.

orschd
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von orschd » So Feb 10, 2019 11:14 am

Reden wir mal kurz über E-Autos.
Bis 2030 sollen fast alle Automobile umgestellt sein, so die Regierung. Die Idee dahinter ist allerdings eine Farce, wie ich gerne erläutern würde!
Selbst mit Schnelllader würde ein "betanken" eines E-Autos gut und gerne 4-6 Minuten dauern. Zumindest wenn kein neuer revolutionärer Akku gebaut wird, der sämtliche Kosten sprengt und dazu den Preis eines Neuwagens um das dreifache erhöht.
Doch angenommen es wäre so...würde nun jeder Mensch mit einem KFZ in einer Schlange an den Tankstellen stehen, sehr wahrscheinlich bis zu 30 Minuten, um überhaupt tanken zu können. Je nach Akku-Größe sogar länger, da auf Kwh umgerechnet werden muss.
Das wird nicht passieren!!
Im Gegenteil! Es wird nicht mehr getankt, sondern die Akkus werden ausgetauscht. Bestenfalls nochmal für 1-2 User aufgeladen (Gebrauchtware) oder eben nicht weil entsorgt.
Die Raffinerie von seltenen Erden wird dadurch immens steigen und mehr Schadstoffe ausstoßen als es jemals zuvor in der Geschichte der Erde (bis auf die toxische Phase derer) gab. Reine Logik!
Und da komm mir jetzt keiner mit Natur- oder Luftschutz. Als ob jene sich in Staatsgrenzen einteilen lassen :)
Nene, das wird ein richtig böses Ei dass sich die Menschheit da legt. Komisch dass noch keiner mal nachgefragt hat wie viele Ressourcen ein Akku für 500 km Fahrt verbraucht? Nicht des aufladens wegen, sondern des wechselns in naher Zukunft.
Es gab in der Geschichte schon oft neue Motoren die ohne fossilen Brennstoff auskamen. Sind alle gescheitert, eben aus genannten Gründen.
Proteste gegen E-Autos gab es schon vor der Zeit als die Grünen überhaupt im Parlament waren. Die haben dass wohl nicht mit bekommen. Auch die Gründe dafür nicht.
Anders gesagt...ich sehe das so: :shake:
Bedenkt man den Verbrauch eines F1 Boliden gegenüber Straßenwagen...grober Unfug sich auf E zu konzentrieren!

Mechanikgott
Beiträge: 1
Registriert: So Feb 10, 2019 11:46 am

Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von Mechanikgott » So Feb 10, 2019 11:51 am

Die sollten das Glycerin das in den Stromgeneratoren verbrannt wird lieber gleich Tanken.
Dann sind die Autos viel umweltfreundlicher und schneller.

Shapeshifter
Beiträge: 93
Registriert: Sa Jun 16, 2018 11:41 am

Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von Shapeshifter » So Feb 10, 2019 2:56 pm

orschd hat geschrieben:
So Feb 10, 2019 11:14 am
Reden wir mal kurz über E-Autos.
Bis 2030 sollen fast alle Automobile umgestellt sein, so die Regierung. Die Idee dahinter ist allerdings eine Farce, wie ich gerne erläutern würde!
Selbst mit Schnelllader würde ein "betanken" eines E-Autos gut und gerne 4-6 Minuten dauern. Zumindest wenn kein neuer revolutionärer Akku gebaut wird, der sämtliche Kosten sprengt und dazu den Preis eines Neuwagens um das dreifache erhöht.
Doch angenommen es wäre so...würde nun jeder Mensch mit einem KFZ in einer Schlange an den Tankstellen stehen, sehr wahrscheinlich bis zu 30 Minuten, um überhaupt tanken zu können. Je nach Akku-Größe sogar länger, da auf Kwh umgerechnet werden muss.

Im Gegenteil! Es wird nicht mehr getankt, sondern die Akkus werden ausgetauscht. Bestenfalls nochmal für 1-2 User aufgeladen (Gebrauchtware) oder eben nicht weil entsorgt.

Und da komm mir jetzt keiner mit Natur- oder Luftschutz. Als ob jene sich in Staatsgrenzen einteilen lassen :)
Nene, das wird ein richtig böses Ei dass sich die Menschheit da legt. Nicht des aufladens wegen, sondern des wechselns in naher Zukunft.
Es gab in der Geschichte schon oft neue Motoren die ohne fossilen Brennstoff auskamen. Sind alle gescheitert, eben aus genannten Gründen.
Was für ein Blödsinn!!!
Ein E Auto kann ganz entspannt zu Hause über Nacht aufgeladen werden... so ganz ohne Wartezeit an irgendeiner Tankstelle. Und wenn dann noch induktiv zu ladende Akkus Serienreif sind, wird dies noch einfacher.....
Versuchen Sie dies mal mit einem Verbrenner.....
Unterwegs könnte dies natürlich zu einem Problemchen werden.... Wer einen Wagen mit großem Tank sein eigen nennt, für den sind auch heute schon Tankzeiten von 5- 6 Minuten keine Seltenheit.
Im übrigen sind die Vorräte an Fossilen Brennstoffen begrenzt, falls Sie dies nicht mitbekommen haben..... also kommt die Menscheit, wenn sie weiter die individuelle Mobilität erhalten möchte, nicht um eine Alternative herum!

Ich weiss ja nicht woher sie ihre "Weisheiten" bezüglich des Akkutausches herhaben, meiner bescheidenen Meinung nach sind sie einfach nur dumm. Warum sollte man einen Akku nach 1-2 Ladezyklen wegschmeissen, wenn er für über 1000 Zyklen konstruiert wurde?? Das müssten Sie mir mal erklären......

Cave
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von Cave » Mo Feb 11, 2019 10:04 am

Shapeshifter hat geschrieben:
So Feb 10, 2019 2:56 pm
Was für ein Blödsinn!!!
Ein E Auto kann ganz entspannt zu Hause über Nacht aufgeladen werden... so ganz ohne Wartezeit an irgendeiner Tankstelle. Und wenn dann noch induktiv zu ladende Akkus Serienreif sind, wird dies noch einfacher.....
Versuchen Sie dies mal mit einem Verbrenner.....
Unterwegs könnte dies natürlich zu einem Problemchen werden.... Wer einen Wagen mit großem Tank sein eigen nennt, für den sind auch heute schon Tankzeiten von 5- 6 Minuten keine Seltenheit.
Im übrigen sind die Vorräte an Fossilen Brennstoffen begrenzt, falls Sie dies nicht mitbekommen haben..... also kommt die Menscheit, wenn sie weiter die individuelle Mobilität erhalten möchte, nicht um eine Alternative herum!

Ich weiss ja nicht woher sie ihre "Weisheiten" bezüglich des Akkutausches herhaben, meiner bescheidenen Meinung nach sind sie einfach nur dumm. Warum sollte man einen Akku nach 1-2 Ladezyklen wegschmeissen, wenn er für über 1000 Zyklen konstruiert wurde?? Das müssten Sie mir mal erklären......
ganz so ein blödsinn ists dann wohl doch nicht. sollte es mal dazu kommen dass an der "tankstelle" die akkus nicht mehr geladen sondern getauscht werden wollen die leute in ihrem neuen oberklasseeauto doch keinen alten akku haben.

aber die zukunft wird sowieso anders aussehen. entweder wir besitzen so ein auto und das auto fährt dann selbstständig irgendwo hin laden oder wir besitzen kein auto mehr, haben irgendeinen mobilitätsvertrag mit autohersteller xy und dann ist mir sowieso egal wo das auto geladen wird. es muss nur genug reichweite haben um mich an mein ziel zu bringen.

ich persönlich mag jetzt die akkus in den autos nicht besonders, aber irgendeine alternative werden die hersteller dann schon bringen im laufe der zeit. und wenn nicht werd ich wohl batterie fahren müssen. leute, welche fossile brennstoffe nicht mochten mussten jetzt auch jahrelang auf diese zurück greifen. ich befürchte halt nur, dass wir uns ein neues problem einhandeln von dem wir jetzt schon wissen, aber es erst angegangen wird wenn es zu spät ist.

orschd
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von orschd » Mo Feb 11, 2019 4:39 pm

Ich tendiere da eher zu Cave!
Der gute Shapeshifter hat sich ja leider doppelt verrannt.
So soll es doch an Tankstellen auch bis zu 5 Minuten dauern, während man E-Autos über Nacht aufladen kann. Selstsame Betrachtung.
Ich bin zu 90 % des Jahres immerzu unterwegs. Von Hotal A in Hamburg nach Hotel B in München ist keine Seltenheit, sondern leider berufsbedingt absolut nötig. Mag ja ein "Einzelfall" sein, vielleicht. Aber ich kenne auch genug Leute die tingeln jeden morgen 130 KM bis zum Arbeitsplatz.
Nirgendwo dort oder in der Nähe finde ich eine Ladestation. Also weder an deren Arbeitsplatz, noch an den Hotels.
Dazu kommt nun dass die Reichweite, wie Cave schon erwähnte, bei Kleinwagen kaum ausreichen würde um überhaupt im Stau oder Berufsverkehr von A nach B zu gelangen, ohne zusätzlichen Tank ;)
Daher auch der Einwand bezüglich Tankstellen. Die obigen Faktoren verschärfen ja nur noch das, was dann zu einem erfolgreichen Tankvorgang nötig wäre.
Und da liege ich mit Cave auf einer Welle! Denn die Probleme werden ja geschaffen bevor sie gelöst sind. Typisch!
Wenn man so eine Reform machen möchte, dann muss A und B abgesichert sein. Wichtiger jedoch, man muss auch bis C denken. Dies ist in der heutigen Politik leider nicht passiert. Ich würde mal sagen, seit über 30 Jahren nicht mehr.
Probleme häufen sich demnach immens auf, während Lösungen nur einen Teil abarbeiten, falls überhaupt.
Und ja! Nur ein neuer Akku ist auch entsprechend der Händlerleistungen (Garantien) für einen Ladeprozess geeignet. Da werden sich die Autobauer sicher ganz penibel Verträge ausarbeiten. Wer einen gebrauchten nutzt verliert einen Teil der Garantie.
Zudem laden nur in Fachwerkstätten nutzbar sein wird, ohne dass der Nutzer ein Problem bekommt. Wer nämlich Ladestationen von Dritten nutzt, verliert ebenso die Garantie.
Das ist keine Utopie, das sind Themen die derzeit juristisch auf dem Tisch liegen.
Ich weiß das. Leider.
Also überdenken wir nochmal, Shapeshifter, ob mein Beitrag nun Blödsinn war, oder eben nicht?
Schönen Abend allen!
Ihr/Euer
Orschd

2CV
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von 2CV » Mo Feb 11, 2019 11:03 pm

Der "Verbrenner" ist NICHT auf fossile Brennstoffe angewiesen, er läuft z.B. auch mit Wasserstoff; den könnte man mit Solar-, Wind-, Wasser- und Gezeitenkraftwerken ökologisch nachhaltig herstellen. Besser als Batterien ist das auf jeden Fall.

Denn Batterien (/ Akkus) sind ähnlicher Schwachsinn wie fossile Brennstoffe, und nicht nur was ihre negative Umweltbilanz anbetrifft: Die letzten Naturvölker würden für die neuen Rohstoffminen zerstört (immerhin die einzigen Menschen, die bewußt so leben, daß sie diesen Planeten als Überlebensbasis für die Menschheit NICHT zerstören - :eh: also die wahren intelligenten Menschen hier -).

Was die negative Umweltverschmutzungsbilanz von Batterien (/Akkus) anbetrifft, beginnt die schon beim Abbau und der Herstellung der Rohstoffe. Und nicht erst beim Recycling. Welches übrigens weltweit noch lange nicht funktioniert. :green: Und die Umweltzerstörung (respektive Zerstörung des Planeten als Überlebensbasis für die komplette Menschheit) hat mit Ländergrenzen rein gar nichts zu tun.
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

SG516
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Re: Glaubenskrieg E-Mobilität vs. Verbrenner erfasst den Motorsp

Beitrag von SG516 » Di Feb 12, 2019 11:05 am

Ich seh das Thema E-Mobilität auch sehr kritisch. Die Umweltprobleme bei der Herstellung und Entsorgung der Batterien sind nur das eine... auch die Herkunft den Stroms ist problematisch. Stimmt es, dass die Formel-E-Autos mit Strom aus Dieselgenaratoren geladen werden???

Wie mein Vorschreiber schon sagte: Verbrenner können auch mit Wasserstoff betrieben werden... die Menge an Schadstoffen ist minimal und man kann auf bewährte und funktionierende Technologie zugreifen.

Ich kann mit der Formel E überhaupt nichts anfangen. Ja, der Klang ist wirklich schrecklich...

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