Marc Surer: Honda war nie so schlecht, wie McLaren gesagt ha

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Redaktion
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Marc Surer: Honda war nie so schlecht, wie McLaren gesagt ha

Beitrag von Redaktion » Do Okt 11, 2018 2:49 pm

Warum die Honda-Antriebseinheit schon im Vorjahr deutlich besser war als ihr Ruf, man inzwischen dritte Kraft ist und 2019 sichtbar wird, ob man die Kurve gekratzt hat

Wie ist das möglich? Im Vorjahr schien der Honda-Motor noch ein absoluter Rohrkrepierer zu sein, während man mit der dritten Motorenausbaustufe 2018 drauf und dran ist, Renault als Nummer 3 der Antriebshersteller abzulösen. Experte Marc Surer glaubt, dass der Schlüssel dazu im McLaren-Chassis begraben ist. "Wenn wir uns an vergangenes Jahr erinnern: Der Honda-Motor bei McLaren war ja gar nicht so schlecht. Die haben ihn nur schlecht aussehen lassen", sagt der Schweizer in der aktuellen Ausgabe des Formel-1-Podcasts 'Starting Grid' .

Damit spielt er auf die Charakteristik des McLaren-Chassis an, das nach wie vor zu viel Luftwiderstand erzeugt: "Die sind immer mit vollem Flügel gefahren, um dann den Leuten zu sagen, wir haben das beste Chassis, sind aber die langsamsten auf den Geraden. Das wäre aber mit jedem Motor so gewesen, wenn man einfach mit zu viel Flügel fährt. Das ist jetzt mit dem Renault-Motor auch wieder so."

Surers Theorie kann im Formel-1-Talk 'Starting Grid' (in Kooperation mit 'meinsportradio.de') in unserem Radioplayer oder - bequem zum Beispiel für die nächste Autofahrt - als kostenloses iTunes-Abo in voller Länge nachgehört werden. Darin gibt der Schweizer auch seine Einschätzung ab, dass Honda inzwischen Renault überholt hat. "Der Toro Rosso ist ja auch kein Super-Auto, aber die konnten einigermaßen mithalten und haben ein paar gute Resultate herausgefahren."



Mit der dritten Ausbaustufe, die beim Honda-Heimrennen nach den starken Startplätzen sechs und sieben erstmals zu Rennehren kam, habe man nun den nächsten Schritt gemacht. "Und der heißt: Sie sind mindestens auf dem Niveau von Renault, wenn sie nicht schon davor sind - zumindest von der Leistung her", ist Surer überzeugt.

"Ich glaube, sie haben noch kleine Abstimmungsprobleme, aber wenn sie das in den Griff bekommen und der Motor nicht gleich wieder hochgeht, dann würde ich sagen, dass das sehr, sehr positiv für Red Bull aussieht für kommendes Jahr."

Surer steht mit seiner Meinung übrigens nicht alleine da. Auch Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost, der Einblick in die GPS- und Motorendaten hat, ist Honda im Motorensektor nach Ferrari und Mercedes bereits die dritte Kraft. "Sie sind mit der dritten Ausbaustufe jetzt vor Renault", sagt der Österreicher auf die Frage von 'Motorsport-Total.com', ob man nun gleichgezogen habe. "Das gilt nicht nur für die Leistung, sondern für das gesamte Paket."



Und auch Surers Theorie, die japanische Antriebseinheit sei bei McLaren unter Wert geschlagen worden, bestätigt Tost: "Der Motor war vergangenes Jahr schon viel besser, als alle geglaubt haben. Ich wusste das, weil ich die Rennen genau analysiert habe. Und daher war ich überzeugt, dass das für uns die richtige Entscheidung ist." Der Toro-Rosso-Teamchef ist davon überzeugt, dass Honda wieder auf Topniveau kommen werde.

Schon im Premierenjahr mit Red Bull? Eine interessante Frage, denn in der kommenden Saison wird man mit einer neu entwickelten Antriebseinheit an den Start gehen, während das aktuelle Modell eine Weiterentwicklung des Vorjahres-Modells ist. Und bislang hatte jede Honda-Neuentwicklung gravierende Kinderkrankheiten. Tost, der bestätigt, dass die dritte Ausbaustufe nicht die Basis für das nächste Jahr sein werde, ist dennoch zuversichtlich: "Es wird Änderungen geben, aber ich will nicht zu sehr ins Detail gehen. Ich kann nur sagen, dass sich Honda auf einem sehr guten Weg befindet."

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zie_tec
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Re: Marc Surer: Honda war nie so schlecht, wie McLaren gesagt ha

Beitrag von zie_tec » Fr Okt 12, 2018 9:01 pm

Ja auch Alonso gehört zu den Fahrern, die ein Auto rückwärts entwickeln können.
Darüber täuschen seine 2 Titel hinweg. Aber wenn man ehrlich ist hat er diese Titel Mike Gascoyne, Michelin und dem damaligen Reglement mit dem Ferrari und Bridgestone nicht zurecht kamen zu verdanken.

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