Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

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Redaktion
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Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von Redaktion » Mi Okt 10, 2018 10:14 am

Wie es Lewis Hamilton erneut gelungen ist, in der zweiten Saisonhälfte die WM zu seinen Gunsten zu drehen und welche Rolle Vettels Hockenheim-Fehler spielte

Lewis Hamilton mutierte in den vergangenen zwei Jahren zu einem Spezialisten für die zweite Saisonhälfte. Mit Ausnahme vom Auftakt in Belgien sicherte er sich dieses Jahr seit der Sommerpause alle vier Siege, im Vorjahr schlug er mit frischer Energie bei den ersten sechs Rennen gleich fünf Mal zu. Dabei galt eigentlich Rivale Sebastian Vettel stets als Spezialist für die Zeit nach der Sommerpause.

"Wir können uns alle zusammen an die Brust heften, dass wir den Druck so hoch gehalten haben", sagt der viermalige Weltmeister nicht ohne Stolz. "Und dann passiert es halt in einem Kopf-an-Kopf-Duell unter erstklassigen Gegnern, dass irgendwann einer nachlässt. Auch wenn sie immer noch auf hohem Niveau sind. Das ist eine Frage der Psychologie."

Und es kommt darauf an, wer den längeren Atem hat. "Es ist ein Marathon, kein Sprint", weiß der Brite. "Als Kind habe ich Geländeläufe gemacht. Wenn du für einen Lauf trainierst, brauchst du die Ausdauer, um alle Hindernisse zu überwinden. Und diese Ausdauer scheinen wir dieses Jahr zu haben. Das ist toll. Wir geben immer 100 Prozent, und ich bin sehr dankbar, dass ich auch immer meinen Beitrag geleistet habe, wenn es drauf ankam."



Während ein Zweikampf über eine ganze Saison enorm an die Substanz gehen kann, scheint Hamilton dadurch eher Kraft zu gewinnen: "Ich liebe es zu kämpfen, und am liebsten hätte ich noch mehr Rad-an-Rad-Duelle. Zu sehen, wer zuerst einknickt, ist die ultimative Herausforderung. Die mentale Stabilität unter Druck. Ich mag das."

Dabei war Hamilton in der Vergangenheit auch oft ein Pilot, der sich von Rückschlägen runterziehen ließ und der unter enormem Druck Nervenschwäche zeigte. Und selbst diese Saison machte Vettel in der Anfangsphase in gewissen Momenten den cooleren Eindruck. "Ich habe das Gefühl, dass Hamilton mit der Aufgabe gewachsen ist", analysiert Experte Marc Surer gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

"Er hat am Anfang ja auch viel gejammert, nicht nur am Funk. Er hat ja auch immer gesagt, dass die anderen das schnellere Auto haben und sich über sein Auto oder Strategieentscheidungen beklagt. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Aber das ist jetzt verschwunden. Er hat gelernt, mit der Situation umzugehen und zu kämpfen."



Hamilton ist daher für den Schweizer "definitiv der beste Fahrer aktuell in der Formel 1, da brauchen wir nicht zu diskutieren. Er macht einfach alles richtig im Moment." Vettel habe hingegen ausgerechnet beim Heimspiel in Hockenheim den vielleicht entscheidenden Fehler gemacht.

"In der Sachs-Kurve unnötig rauszurutschen, vor allem wenn man aus der Gegend stammt und weiß, dass das die einzige Kurve ist, bei er man nicht rausrutschen darf... Da hat er nicht nur 25 Punkte verloren, sondern eigentlich 32, denn er hat dem anderen dadurch ja sieben Punkte geschenkt", kritisiert Surer. "Das war schon heftig und etwas, von dem man sich nur schwer erholen kann."

Der Faux-pas zog weitere Patzer nach sich - zum Beispiel den Dreher in Monza. Aber auch in Suzuka war Vettel alles andere als makellos: "Sowohl Räikkönen als auch Vettel mussten, nachdem man die falschen Reifen aufgezogen hatte, unter schwierigen Bedingungen eine schnelle Runde fahren. Kimi hat's geschafft und wurde Vierter, und Vettel flog raus. Ja, die Fehler häufen sich bei ihm."



Dazu kommt, dass Vettels Ferrari-Rennstall dieses Jahr ebenfalls in zahlreiche Fettnäpfchen tritt und die Stabilität vermissen lässt, die der feinfühlige Heppenheimer für Höchstleistungen am laufenden Band benötigt. Ganz im Gegensatz zu Hamiltons Mercedes-Truppe, die ihm den Rücken freihält und auch vor Stallorder nicht zurückschreckt, wenn es die WM-Situation erfordert.

Und auch wenn Hamilton nun in der WM 67 Punkte Vorsprung hat und theoretisch schon in Austin mit dem fünften Titel mit Juan Manuel Fangio gleichziehen könnte, lehnt er sich nicht zurück. "Das fällt mir leicht", sagt der 33-Jährige, der sich immer wieder mit Kritik konfrontiert sah, er würde zu viel Zeit auf dem Roten Teppich verbringen. "Ich bin sehr streng mit mir, wenn es darum geht, nicht überheblich zu werden."

Da immer noch 100 WM-Punkte zu holen sind, "müssen wir bis zur letzten Runde so weitermachen wie bisher. Und mir ist auch klar, aus früheren Erlebnissen, dass noch viel passieren kann." Erinnerungen an Sepang 2016 werden wach, als der Motor von Hamilton in Führung liegend hochging und Nico Rosberg im WM-Kampf die Karten in die Hände spielte.



Dennoch weiß er, dass es für die Motivation wichtig ist, kurz innezuhalten und sich die eigene Leistung bewusst zu machen. "Ich war gerade bei den Ingenieuren und habe allen gesagt: 'Ich hoffe, dass ihr spürt, dass ihr eure beste Leistung bringt. Denn das tun wir. Wir lehnen uns keine Sekunde zurück!' Wir sind mittendrin, machen das Debriefing, dann geht's zurück in die Fabrik und schon steht die nächste Aufgabe auf dem Programm. Sich da mal eine Sekunde zu gönnen, in der man die tolle Arbeit, die jeder Einzelne macht, zu loben, ist gar nicht so einfach."

Denn auch wenn der WM-Kampf entschieden scheint, kommt Hamilton nicht zur Ruhe. Der Fabriksbesuch nach dem Japan-Grand-Prix drehe sich um die "Änderungswünsche für das nächstjährige Auto", aber auch Optimierungen beim aktuellen F1 W09: "Es gibt noch Kleinigkeiten zu verbessern. Danach habe ich ein paar PR-Termine, bevor ich in die Staaten fliege. Die Woche vor Austin ist ziemlich stressig. Aber nichts Ungewöhnliches."

Hamiltons beeindruckende Konstanz und Vettels Fehler sind auch Thema der aktuellen Ausgabe im Formel-1-Talk 'Starting Grid' (in Kooperation mit 'meinsportradio.de'), bei der diesmal Marc Surer zu Gast ist. Nachzuhören jetzt in unserem Radioplayer oder - bequem zum Beispiel für die nächste Autofahrt - als kostenloses iTunes-Abo.

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TEAM-LH-44
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Re: Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von TEAM-LH-44 » Mi Okt 10, 2018 10:33 am

"" Dabei war Hamilton in der Vergangenheit auch oft ein Pilot, der sich von Rückschlägen runterziehen ließ und der unter enormem Druck Nervenschwäche zeigte. analysiert Experte Marc Surer gegenüber 'Motorsport-Total.com'. """


Wann war denn das ? Das Jahr bitte.

Micha_r1
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Re: Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von Micha_r1 » Mi Okt 10, 2018 12:02 pm

Das waren die ganzen Jahre nach seinem 1 Titel bis er zu Benz kam und im Vergleich zu der Konkurrenz ein deutlich besseres Auto hatte. Man kann es mit Vettel jetzt vergleichen. Vettel macht jetzt die Fehler da er viel mehr ans Limit gehen muss um was zu erreichen und bei Hamilton waren es die Jahre bei Mclaren als er regelmäßig die Autos in der Wand oder im Gegner versenkte. Also man kann natürlich auch sagen er ist mittlerweile reifer geworden aber das bezweifle ich sonst hätte er die WM gegen Rosberg nicht verloren.

Finster
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Re: Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von Finster » Mi Okt 10, 2018 1:11 pm

Er ist natürlich einer der aktuell Besten, aber wenn ich einen der aktuell Besten in diesen Spazierfahr- Benz setze, der dann noch einen Blockas als Lakai an die Seite bekommen hat, was wird dann wohl passieren? Fast schon Bedauernswert, wie versucht wird, diese aktuell lachhafte F1 mit Helden zu versehen. Schafft endlich faire Bedingungen für alle Fahrer oder macht weiter so, dann ist aber der Begriff Weltmeister für die Tonne.

SpeedManiac
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Re: Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von SpeedManiac » Do Okt 11, 2018 10:00 am

Jaja, nur schön kleinreden.

Aber wenn Vettel in Hamiltons Position wäre, würde das Gehype
kein Ende finden....von wegen "der beste Rennfahrer aller Zeiten..."
und solch Schwachsinn.

Der Ferrari war über lange Zeit in dieser Saison das stärkste Auto
und was hat Überflieger Vettel daraus gemacht? Hockenheim war
symptomatisch - Vettel kann mit Druck nicht wirklich umgehen. Er
braucht ein Newey - Schienenauto, damit er gewinnen kann.

Mercedes ist wohl wieder das beste Auto im Feld, aber auch mit
unterlegenem Material hat Hamilton volle Punkte abgeräumt.

Und zum Vorwurf Teamorder: Wie oft wurde für Vettel die Strategie
in den letzten Jahren umgedreht? Wie oft musste Raikkönen zurückstecken,
um Vettel vorbeizulassen? Davon redet hier keiner - peinliches Schweigen
rundherum.
Also - nicht aufregen, sondern einfach akzeptieren, dass Hamilton als
Fahrer und Mercedes als Team das Maß aller Dinge ist.

Erfolg kommt durch harte Arbeit zustande und wird begleitet vom Neid der Besitzlosen. :finger:

Finster
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Re: Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von Finster » Do Okt 11, 2018 11:40 am

Neid ist ein Argument von Dummen, um es mal nett auszudrücken. Eben Hammel Facebook Kids. Der Hammel kann mit Druck auch nicht besser umgehen und über Schienenauto oder welches Besser ist, braucht sich kein Hammelaner zu äußern. Eine Sekunde schneller aktuell, da kann dieses Auto nicht so langsam gewesen sein, wie man uns erzählt. Ob der Hammler nicht genug daraus gemacht hat oder man wollte nicht so dominieren, wer weiß. So, nun feiere weiter den Weltmeister ohne wirkliche Gegner. Ein Traum, dieser Zustand der aktuellen Formel Mercedes.

MB-Ole
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Re: Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von MB-Ole » Do Okt 11, 2018 11:53 am

Finster hat geschrieben:
Do Okt 11, 2018 11:40 am
Neid ist ein Argument von Dummen, um es mal nett auszudrücken. Eben Hammel Facebook Kids. Der Hammel kann mit Druck auch nicht besser umgehen und über Schienenauto oder welches Besser ist, braucht sich kein Hammelaner zu äußern. Eine Sekunde schneller aktuell, da kann dieses Auto nicht so langsam gewesen sein, wie man uns erzählt. Ob der Hammler nicht genug daraus gemacht hat oder man wollte nicht so dominieren, wer weiß. So, nun feiere weiter den Weltmeister ohne wirkliche Gegner. Ein Traum, dieser Zustand der aktuellen Formel Mercedes.
@ Finster
Wie schon bereits in vielen Posts Dir gegenüber erwähnt: Das tollste an Deinen geist- und sinnlosen Kommentaren ist, dass man nicht betrunken sein muss um darüber zu lachen.
Aber es ist schön zu sehen, wie du Dich vor der Frage drückst, wo Ferraris Motorenüberlegenheit (Sepc2) hin ist? Komischerweise gibst du auf diese Frage keine Antwort. Also kann man darauf schließen, dass du einfach keine Ahnung hast und hier nach Aufmerksamkeit suchst. Armer Finster :jupi:

B#2K
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Re: Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von B#2K » Do Okt 11, 2018 12:56 pm

Finster hat geschrieben:
Mi Okt 10, 2018 1:11 pm
Schafft endlich faire Bedingungen für alle Fahrer oder macht weiter so, dann ist aber der Begriff Weltmeister für die Tonne.
Unter gleichen Bedingungen würde aber Seb gar nichts mehr reißen, außer das Auto ist genau auf ihn hin zugeschnitten.
Es gibt Fahrer die mit schlechteren Auto's wesentlich mehr erreichen können, ich sag nur Leclerc, der wird dem Seb ganz schön um die Ohren fahren in der nächsten Saison :naughty:
LG Marcel

JamesHunt
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Re: Lewis Hamiltons Psychologie: Irgendwann lässt einer nach ...

Beitrag von JamesHunt » Do Okt 11, 2018 1:52 pm

B#2K hat geschrieben:
Do Okt 11, 2018 12:56 pm
Unter gleichen Bedingungen würde aber Seb gar nichts mehr reißen, außer das Auto ist genau auf ihn hin zugeschnitten.
Es gibt Fahrer die mit schlechteren Auto's wesentlich mehr erreichen können, ich sag nur Leclerc, der wird dem Seb ganz schön um die Ohren fahren in der nächsten Saison
Selten so einen Mist gelesen.

Falls Du es vergessen haben solltest: Er ist immer noch einer der erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten (Vettel) und viermaliger Champion.

Aber: Vettel wurde es (wie auch jetzt Hamilton!) in einer Zeit in der er nur EINEN wirklichen Gegner hatte: seinen Teamkollegen.

Was hat Tony Kanaan (IndyCar Fahrer und Champion) über Hamiltons Indy-Diss damals sinngemäß gesagt:
Der Kerl kann nicht so der Knaller sein, weil er nicht 19 sondern nur einen Gegner schlagen musste, bei uns können 10 Fahrer immer um den Sieg kämpfen, in der F1 ist es Mercedes.

Und noch was zu Hamilton: Bemüht doch mal die Datenbank hier auf der Seite und schau mal, wie sich Hamilton in der gemeinsamen Zeit bei McLaren gegen den -wirklich durchschnittlichen!- Jenson Button geschlagen hat- und dann fangt an zu heulen... ;-)

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