Reifensorge: Fahren Piloten absichtlich langsam, um Q3 zu ve

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Reifensorge: Fahren Piloten absichtlich langsam, um Q3 zu ve

Beitrag von Redaktion » Do Sep 27, 2018 7:43 pm

Die Mittelfeld-Piloten halten es für schlecht, wenn Fahrer deutliche Nachteile haben, wenn sie im Qualifying in die Top 10 einziehen: Freiwilliges Ausscheiden in Sicht?

Fahrer aus Mittelfeld-Teams kritisieren die aktuelle Reifenregel, durch die ein Fahrer, der es in Q3 geschafft hat, das Rennen mit seinen Q2-Reifen beginnen muss. Besonders deutlich wurde es in Singapur, als sich die Fahrer auf den Startplätzen sieben bis zehn einem deutlichen Nachteil ausgesetzt sahen und nach frühen Stopps hinter langsamere Fahrer zurückfielen.

Auch in China war diese Situation bereits aufgetreten, und die Fahrer fürchten nun, dass das Thema auch an diesem Wochenende in Russland akut wird, weil Pirelli die gleichen Mischungen wie in Singapur nominiert hat. "Sich zwischen sieben und zehn zu qualifizieren und auf den Hypersofts zu starten, war eine beschissene Situation. Es ist traurig zu wissen, dass Platz 13 in der Startaufstellung besser ist als Platz sieben", klagt Haas-Pilot Romain Grosjean.

"Ich habe es zu Beginn des Rennens sehr, sehr langsam angehen lassen und bin wie eine Oma gefahren, um die Reifen zu schonen", erzählt er rückblickend über Singapur. "Aber fünf Runden nach dem Safety-Car waren sie einfach hinüber. Wir mussten in die Box kommen und landeten zusammen mit Sergio (Perez) und Nico (Hülkenberg) im Verkehr - wir konnten überhaupt nichts machen."

Der Franzose kündigt nun an, dass er in Zukunft teilweise gar nicht mehr versuchen würde, im Qualifying in die Top 10 zu kommen. "Wenn die Situation hier genauso ist, werden wir nicht versuchen, in Q3 zu kommen. Ich denke aber nicht, dass das für die Formel 1, die Show oder für uns toll ist. Wenn Q3 ein echter Nachteil ist, worin liegt dann der Sinn des Qualifyings?"

Auch Nico Hülkenberg ist über die Situation nicht begeistert: "Es war eindeutig zu sehen, dass der Beginn auf Hypersofts nicht die optimale Strategie war, wenn man nicht eines der Top-6-Autos war." Gefragt, ob man an den Regeln etwas ändern müsse, sagt er aber: "Da bin ich mir nicht sicher. Die Leute wissen das, und man könnte einfach versuchen, etwas zu lupfen und Elfter oder Zwölfter zu werden. Du musst mit den Regeln spielen, und ich sehe keine Veränderung kommen."

Teamkollege Carlos Sainz gehörte in Singapur zu den Profiteuren und weiß, dass "es den Jungs, die es in Q3 geschafft haben, gegenüber nicht gerecht ist. Vielleicht ist das etwas, das sich die Formel 1 ansehen sollte. Ich denke auch, dass sie das tun werden", so der Spanier. "Das Thema ist in mehreren Meetings mit Charlie (Whiting, Renndirektor; Anm. d. Red.) aufgekommen, und sie haben gesagt, dass sie es sich anschauen werden."

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