Wolff rätselt über Brexit-Folgen: "Darf ich hier noch arbeit

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Redaktion
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Wolff rätselt über Brexit-Folgen: "Darf ich hier noch arbeit

Beitrag von Redaktion » Mo Jul 16, 2018 2:01 pm

Mercedes steht im Falle eines harten Brexits vor zahlreichen Herausforderungen, will sein Formel-1-Team deshalb aber nicht in die EU verlegen - Auch Red Bull betroffen

Zahlreiche Formel-1-Teams sind von dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union betroffen. Besonders in die Klemme geraten könnte im Falle eines harten Brexits aber die Mercedes-Mannschaft - ein Konstrukt, das als eigenständiges Unternehmen (als "Limited" ähnlich einer deutschen GmbH) im mittelenglischen Brackley ansässig ist, aber von seinen Teilhabern Toto Wolff, Niki Lauda sowie der Daimler AG gesteuert wird und grenzübergreifend operiert.

Es kommt auf organisatorischer Ebene eine Verzahnung mit der Motorenfabrik in Brixworth und dem Mercedes-Hauptstandort in Stuttgart hinzu, was in Zukunft Schwierigkeiten bereiten könnte. "Logistik und Buchhaltung, der Zoll, der Grenzübertritt von Waren", meint Sportchef Wolff mit Blick auf die Zukunft, "es wird viel komplexer und die Sache sicher nicht einfacher machen."

Kann ein Teil noch schnell über Nacht und kostenlos vom europäischen Festland importiert werden, wenn es keinen freien Warenverkehr mehr gibt? Solche Fragen stellen sich Mercedes in Zukunft.

Hinzu kommen arbeitsrechtliche Probleme. "Ob man nach wie vor so eine Multikulti-Belegschaft haben kann oder ob es einfach gewisse Limits (für Nicht-Briten; Anm. d. Red.) geben wird", fragt Wolff und überlegt auch, inwiefern er persönlich betroffen sein könnte - schließlich befindet sich sein Büro in Brackley und nicht in Stuttgart. "Die Frage, ob ich dort noch arbeiten darf, stellt sich."

Mercedes steht mit möglichen Brexit-Problemen nicht alleine da: Auch Red Bull und Renault müssen Brücken zwischen den Konzern-Hauptsitzen in Österreich respektive Frankreich und Formel-1-Standorten auf der Insel schlagen. Bestrebungen, aus Brackley abzuwandern, gibt es bei den Silberpfeilen nicht: "Wir haben eine Infrastruktur vor Ort, die jahrelang aufgebaut worden ist", sagt Wolff.

Man müsse lernen, mit politischen Gegebenheiten umzugehen, statt Unsummen in eine Umsiedlung zu investieren. Wolff wünscht, Geduld zu bewahren und abzuwarten, wie sich die Umsetzung des Brexits vor dem Hintergrund des Handelskrieges zwischen den USA, China und der EU entwickelt. "Wo das alles hingeht, was da abläuft, ist mir völlig schleierhaft", rätselt er. "Ich glaube, wir sind in einem Live-Experiment. Vielleicht sind wir in einer großen Glaskuppel wie in der Truman Show."

Dass sich ein Formel-1-Team über Handelsgrenzen hinweg betreiben lässt, zeigt das Beispiel Haas: Die US-Amerikaner operieren von ihrem Hauptsitz in North Carolina und einer Dependance im englischen Banbury genau wie vom Dallara-Standort im italienischen Parma aus - ohne Probleme.

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2CV
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Re: Wolff rätselt über Brexit-Folgen: "Darf ich hier noch arbeit

Beitrag von 2CV » Di Jul 17, 2018 8:36 am

Redaktion hat geschrieben:
Mo Jul 16, 2018 2:01 pm
Auch Red Bull und Renault müssen Brücken zwischen den Konzern-Hauptsitzen in Österreich respektive Frankreich und Formel-1-Standorten auf der Insel schlagen. Bestrebungen, aus Brackley abzuwandern, gibt es bei den Silberpfeilen nicht: "Wir haben eine Infrastruktur vor Ort, die jahrelang aufgebaut worden ist", sagt Wolff. Man müsse lernen, mit politischen Gegebenheiten umzugehen, statt Unsummen in eine Umsiedlung zu investieren.
Fuchss mal wieder, der olle Daimlervertreter an unserer Haustür.

Quizfrage: Warum ist es Humbug, hier von "Umsiedlung" als angbl. Lösung zu sprechen?

Kleine Hilfestellung: Warum baut Renault seine Renner nicht komplett in Frankreich? Und warum hat Mateschitz mind. 1 Rennstall aus UK gekauft? Und warum hat Haas eine Dependance in Banbury?

Weil die Briten das F1-Zentrum in dieser Welt sind, die haben die besten Ingenieure und Techniker, und auch die meisten Zulieferer und diesbezügl. Spezialbetriebe.

Antwort: Weil die F1 Benze in Wahrheit englische Chassis mit englischem Antrieb sind; mit einem echten deutschen Auto käm Benz nichtmal in Podestnähe.
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

AMG Mercedes Benz 85
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Re: Wolff rätselt über Brexit-Folgen: "Darf ich hier noch arbeit

Beitrag von AMG Mercedes Benz 85 » Mi Jul 18, 2018 1:34 am

Weil Mercedes Benz ja so scheiße ist haben die ja auch von 1953 bis 2015 41mio!! autos verkauft Rekord!! Dann kommt erst Toyota usw. Und man hat auch nur als einziger Hersteller alle Rennen in der Langstrecken wm gewonnen, und auch deutsche Ingenieure haben am f1 motor mitgewirkt Dr.Melchau aus Stuttgart Architektur und Einspritzdruck der Brennkammer.

Shapeshifter
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Re: Wolff rätselt über Brexit-Folgen: "Darf ich hier noch arbeit

Beitrag von Shapeshifter » Mo Jul 23, 2018 9:43 am

@Fanboy AMG: Das sind im Durchschnitt grade einmal knapp 700.000 Autos pro Jahr... VW hat allein vom Käfer über 23.500.000 Autos, vom Passat 15.500.000 und vom Golf über 29.000.000 verkauft.
Ich gehe davon aus, dass Sie aufgrund ihrer schulischen Ausbildung, den Fehler in ihrem "Beitrag" allein finden....
Falls nicht, einfach mal melden......

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