1970: Ein Österreich-Grand-Prix für die Ewigkeit

Hier diskutieren Fans über News und aktuelle Themen rund um die Formel 1
Antworten
Redaktion
Beiträge: 9205
Registriert: Do Nov 08, 2001 1:01 am

1970: Ein Österreich-Grand-Prix für die Ewigkeit

Beitrag von Redaktion » Di Jun 26, 2018 7:01 pm

Wie Jochen Rindts letztes Rennen über Jahrzehnte Österreichs Status als Motorsportnation besiegelte und wie der Superstar vor seinem Tod gewarnt wurde

Niki Lauda, Gerhard Berger, Helmut Marko, Franz Tost, Dietrich Mateschitz, Toto Wolff, Alex Wurz, Fritz Enzinger, Wolfgang Ullrich - die Liste der österreichischen Entscheidungsträger im Motorsport und speziell in der Formel 1 ist lang, wenn man bedenkt, dass ihr Herkunftsland nicht mehr als neun Millionen Einwohner fasst. Die Ursache dafür geht auf ein Datum zurück: den 16. August 1970.

Da fand der erste Grand Prix auf dem neu gebauten Österreichring statt. "Ich war 1989 zufälligerweise beim 'Goldenen Lenkrad' in Berlin, als die Mauer fiel. So ähnlich war das 1970 in Zeltweg", erinnert sich Red-Bull-Motorsportkonsulent Marko gegenüber der 'Auto Revue' an die damaligen Ereignisse, die er mit dem Fall des Kommunismus vergleicht. "Das war eine Aufbruchstimmung!"

Doch warum wurde das kleine Österreich schon damals zur Formel-1-Nation, während Deutschland bis in die 1990er-Jahre auf "Erlöser" Michael Schumacher warten musste? All das ist auf den einzigen Rennfahrer zurückzuführen, der posthum Weltmeister wurde: Jochen Rindt.



Der Sohn einer Österreicherin und eines Deutschen, der zwar einen deutschen Pass besaß, nach dem Tod der Eltern aber bei der Großmutter in Graz aufwuchs und deswegen unter rot-weiß-roter Flagge antrat, ließ die Österreicher Ende der 1960er-Jahre mit seinen Erfolgen von der großen weiten Welt träumen - und löste den Bau einer eigenen Rennstrecke aus, wodurch die Euphorie potenziert wurde.

In Deutschland, wo es mit dem Nürburgring bereits eine Rennstrecke gab, war das Formel-1-Interesse währenddessen durch den Mercedes-Ausstieg 1955 und den Tod von Wolfgang Graf Berghe von Trips in Monza 1961 hingegen wieder etwas abgeflaut.

"Jochen war unser erster Mann auf dem Mond", sagt Formel-1-Reporterlegende Heinz Prüller. Doch bereits vor dem Bau des Österreichrings, aus dem später durch Umbaumaßnahme der A1- und dann der Red-Bull-Ring wurden, gastierte die Formel 1 erstmals in der Alpenrepublik: Und zwar 1964 auf dem nur wenige Kilometer entfernten Militärflughafen in Zeltweg, als der erst 22-jährige Rindt seine Grand-Prix-Premiere feierte und im Training sensationell Bestzeit fuhr.



Auf dem holprigen Flugplatz - auch spöttisch "Waschrumpel" genannt - wurden die filigranen 1,5-Liter-Motoren allerdings so richtig geprügelt, was zu zahlreichen Materialbrüchen sorgte und schließlich zum Rückzug der Formel 1 führte. Daher wusste man: Will man den Grand-Prix-Sport nach Österreich zurückholen, benötigt man wie Deutschland eine permanente Rennstrecke.

Zuerst suchte der österreichische Automobilclub ÖAMTC in der Nähe der Bundeshauptstadt Wien nach einem geeigneten Schauplatz, doch die Pläne verliefen im Sand. Wenig später wurden zwei Alternativen präsentiert: eine Rennstrecke unweit des Zeltweger Flugplatzes, der man den Namen "Aichfeldring" gab, und ein Rundkurs in der Nähe der Stadt Salzburg.

Es entwickelte sich ein Wettrennen, das auch politisch motiviert war: Als das von der sozialdemokratischen Partei unterstützte Projekt "Salzburgring" offiziell präsentiert wurde, konterten die Steirer rund um den konservativen Landeshauptmann Josef Krainer mit dem staatstragenden Namen "Österreichring", den sie dem "Aichfeldring" verpassten. Krainer, der im Mai 1968 den Spatenstich durchführte, ließ 24 Millionen Schilling (umgerechnet 1,74 Millionen Euro) in das Projekt pumpen.



Der Kurs wurde am 27. Juli 1969 feierlich eröffnet, wodurch man die Betreiber des Salzburgrings um nicht ganz zwei Monate schlug. Man hatte zwar lagetechnisch einen Nachteil, weil die Strecke in einer sehr ländlichen Region gebaut wurde und weiter von der Autonation Deutschland entfernt war, doch am Ende gab auch das spektakuläre Streckenlayout den Ausschlag, dass die Formel 1 1970 wieder in Zeltweg gastieren solle.

Und die Historie der Flugplatzrennen: "Salzburg hat auf der Autobahn Motorradrennen ausgetragen und wollte einen Grand Prix, die Formel 1 hatte aber in Zeltweg Tradition", erklärt mit Ex-Rennleiter Martin Pfundner einer der Väter des Österreich-Grand-Prix in seinem Buch "Die Formel 1 in Österreich", wieso sich der Österreichring durchsetzte. Außerdem wollte man dem Steirer Rindt ein Denkmal setzen.

Schon bei der Premiere des Kurses mit einem 1.000-Kilometer-Langstreckenrennen sorgte die wunderbar in die Hügellandschaft eingebettete, 5,9 Kilometer lange Naturrennstrecke für Begeisterung. "So schlecht der Flugplatzkurs war, so gut ist die neue Piste", schwärmte der US-amerikanische Langstreckenpilot Masten Gregory. Und als erster Sieger überhaupt trug sich Helmut Marko in die Österreichring-Geschichte ein.



Ausgerechnet nach der Eröffnung lief Markos langjähriger Schulfreund Rindt langsam zur absoluten Hochform auf: Anfang September fuhr der Le-Mans-Sieger des Jahres 1965 mit Platz zwei in Monza seinen sechsten Podestplatz in der Formel 1 ein, am 5. Oktober sicherte sich der Lotus-Pilot in Wakins Glen endlich seinen ersten Grand-Prix-Triumph.

Formel-1-Reporterlegende Prüller ist überzeugt, dass der Aufstieg Rindts den heimischen Politikern keine Wahl ließ als sich zum Projekt zu bekennen. "Ich glaube nicht, dass wir sonst den Österreichring gehabt hätten, weil die Politik stärker dagegen vorgegangen wäre. Aber so hat sich der Jochen dagegen aufgestellt, und das hat gut funktioniert. Ich glaube, dass ohne ihn in Österreich sehr wenig passiert wäre."

Im Jahr 1970 ging Rindts Erfolgsserie nach zwei Ausfällen beim Saisonauftakt mit dem Triumph beim Klassiker in Monaco weiter. Und vor allem im Sommer war der Lotus-Pilot nicht mehr zu halten, siegte in Zandvoort, Clermont-Ferrand, Brands Hatch und auf dem Hockenheimring, ehe der Österreich-Grand-Prix auf dem Programm stand.



In jenen zwei Monaten war ganz Österreich im Rindt-Fieber - auch wegen der privaten Einblicke, die der verwegene Draufgänger in sein Leben mit Modellfreundin Nina Rindt und der kleinen Tochter Natascha am Genfer See gegeben hatte. Er führte das Leben, das jeder führen wollte.

"Jochen war überall", erinnert sich Volkswagen-Motorsportchef Fritz Enzinger, der damals 14 Jahre alt war, und rund 50 Kilometer von der Rennstrecke entfernt in Oberwölz aufwuchs. "Ich erinnere mich noch gut an diese Fotos von Jochen und seiner hübschen Frau. Und Tochter Natascha im Bobby-Car. Ich habe sie aus der Zeitung ausgeschnitten und in ein Schulheft eingeklebt."

Aus dem früheren Lausbuben ohne Disziplin war ein Superstar geworden, der genau wusste, wie er die Massen in seinen Bann zieht. Und der ungewöhnlich offen über seine Angst vor einem tödlichen Unfall sprach. "Bei Lotus werde ich entweder Weltmeister oder ich gehe drauf", hatte er nach der Unterschrift beim Team des umstrittenen Konstrukteurs Colin Chapman prophetisch gesagt. Auch das bewegte die Fans: Der Kontrast zwischen einem Luxusleben und dem Spiel mit dem Tod.



Der 28-Jährige wusste sich für die damalige Zeit wie kein anderer zu vermarkten und ließ sogar eigene Jochen-Rindt-T-Shirts drucken, die er selbst trug, wollte mit einer eigenen Herrenlinie ins Modebusiness einsteigen. Und als er mit einem Vorsprung von 20 WM-Punkten auf Jack Brabham nach Österreich kam, strömten die Massen zu seinem Heimrennen: Schon an den Trainingstagen wurden die Naturtribünen überflutet, am Renntag waren es 100.000 Menschen.

Darunter auch ein gewisser Dietrich Mateschitz, heute nicht nur Red-Bull-Boss und Besitzer von zwei Formel-1-Teams, sondern auch Eigentümer des Kurses, der durch die Verkürzung nun großteils zur Gemeinde Spielberg zählt. Der damals 26-Jährige war unweit der Rennstrecke aufgewachsen und bemühte sich 1970 erfolgreich um ein Autogrammfoto seines Idols Rindt. "Ich habe es heute noch", offenbart er im Gespräch mit Reporter Prüller.

Mateschitz war nicht der einzige: Auch Porsche-Rennleiter Enzinger, damals noch Schüler, erfüllte sich einen Traum. "Mein Vater hat mich und einen guten Freund damals hingefahren, wir sind dann auf der Wiese gesessen", erzählt er. Die Ticketpreise für den Stehplatz waren im Vergleich zu heute kulant: 30 Schilling (umgerechnet 2,2 Euro) kostete die Tageskarte für das Training, 45 Schilling (umgerechnet 3,3 Euro) der Renntag.



Doch damit gab sich Enzinger nicht zufrieden: Auch er wollte Rindt, den er nur aus dem Fernsehen kannte, aus nächster Nähe erleben. "Wir waren zig Mal im Fahrerlager und sind immer wieder rausgeschmissen worden", schmunzelt er. Am Ende war er erfolgreich und luchste dem umgänglichen Rindt sogar zwei Unterschriften ab. "Ich habe mir damals eineAutogrammkarte um 1,50 Schilling oder noch weniger gekauft und ihn unterschreiben lassen. Ich habe 1970 von allen Fahrern ein Autogramm bekommen."

Noch heute steht für ihn außer Zweifel, dass das Wochenende die Initialzündung für seine Karriere im Motorsport - er fungierte später als BMW-Logistikchef in der Formel 1 und führte später das Porsche-LMP1-Team zu drei Le-Mans-Siegen - war: "Die Kombination aus dem Lärm und dieser Nähe, den Autogrammen, außerdem war ein Österreicher der absolute Hero - das hat es mir angetan. Ich wusste genau: Da will ich hin!"

Auch der heutige Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost - damals wie sein Landsmann 14 Jahre alt - wurde durch das Grand-Prix-Wochenende zu einer Rennsportkarriere inspiriert: "Da alles im österreichischen Fernsehen gelaufen ist, wurde das ganze Land von den Ereignissen mitgerissen."



Der damals zehnjährige Gerhard Berger war ebenfalls "nur" TV-Zuschauer. Rindt-Fan ist er aber bis heute, wie er gegenüber dem 'SID' zugibt: "Jochen ist zu meinem Idol geworden." Der zehnmalige Grand-Prix-Sieger und nunmehrige DTM-Boss besitzt übrigens eine der größten Fotosammlungen über Rindt.

Doch der Wirbel um den Superstar hatte auch seine Schattenseiten, wie der Schauspieler Gunther Philipp, der mit Rindt eine TV-Sendung moderierte, damals der 'Auto Revue' schilderte: "Ich habe selten einen so hektischen und zerfahrenen Menschen erlebt. Er kann keinen Satz mehr in Ruhe zu Ende sprechen. Dass er in diesem Zustand Rekordrunden fahren kann, ist für mich ein Phänomen."

Der Traum vom fünften Sieg in Folge - noch dazu vor eigenem Publikum - erfüllte sich tatsächlich nicht. Schon im Training musste der Lotus-Pilot mitansehen, wie die Ferrari-Fahrer Ickx und Clay Regazzoni mit ihren starken Ferrari-Zwölfzylinder-Triebwerken auf der Power-Strecke gegenüber dem Ford-Cosworth im Vorteil waren, was auch bei den rund 15.000 aus dem Nachbarland Italien angereisten Tifosi für Begeisterung sorgte.



Rindt schaffte aber das Unmögliche gegen die Ferrari-Übermacht und holte - angefeuert von tausenden Fans - mit einer Traumrunde die Pole: Die Stoppuhr blieb bei 1:39.23 stehen, wodurch Regazzoni mit 1:39.70 und Ickx mit 1:39.86 das Nachsehen hatten. Der Deutsche Rolf Stommelen kam im Brabham nicht über Startplatz 17 hinaus.

Dennoch liebte er den Österreichring auf Anhieb und genoss die wunderbare Natur. "Als Fahrer kannst du dich in der Ruhe der Wiesen und Wälder hier perfekt auf den Druck dieser Hochgeschwindigkeitspiste mit ihren brutalen Kurven vorbereiten", meinte er.



Weniger beschaulich ging es in den Boxen zu: Die Teamchefs von Brabham, McLaren und Tyrrell warfen Lotus vor, dass der Bolide um 1,5 Zoll zu breit ist. Daraufhin ließ Lotus-Boss Colin Chapman tatsächlich bei allen Lotus 72 die seitlichen Verkleidungen der Kühler absägen. "Sie lauern alle", war Rindt beunruhigt. "Ich gewinnen ihnen bereits zu viel."

Am Sonntag platzten die Zuschauerränge aus allen Nähten: Alle wollten Pole-Setter Rindt siegen sehen. Die Fans drängten sich an die Zäune, die dicht neben der Strecke standen, klettern auf Werbetransparente, um den besten Blick auf die Naturarena zu haben. Als kurz vor dem Start die Nebelwand aufriss, bot sich ein einzigartiges Bild: Die Hügel waren voller Menschen, die Motorsport-Euphorie in Österreich hatte einen neuen Höhepunkt erreicht.

Rindt hatte zu dem Zeitpunkt andere Sorgen: Der Pole-Setter fürchtete einen Feuerunfall, weil die Lotus-Mechaniker von einem professionellen Sicherheitstank absahen und stattdessen die Löcher im Gummitank kurzfristig geflickt hatten. "Schau, ob es unten raustropft", bat der bereits im Auto sitzende Rennfahrer, der Lotus-Boss Chapman misstraute, einen Freund.



Als das Rennen gestartet wurde, jubelten rasch die Ferrari-Fans: Regazzoni und Ickx beschleunigen besser als Rindt und verdrängen den Publikumsliebling auf Platz drei. Es dauerte nicht lange, ehe der bereits 30-jährige Schweizer Rookie seinen belgischen Ferrari-Teamkollegen vorbeiwinkte. Dann in Runde drei die Schrecksekunde: Weil der Franzose Francois Cevert in seinem March Öl verloren hatte, kam Regazzoni ins Schleudern. Um einen Crash zu verhindern, ging Rindt vom Gas und fiel auf Platz sechs zurück.

Der WM-Leader arbeitete sich wieder auf Platz drei nach vorne, doch da waren die Ferrari bereits um acht Sekunden entwischt. In der 22. Runde platzte der Traum vom Heimsieg dann endgültig: Schuld war ein Kolbenreiber beim bereits in Hockenheim eingesetzten Ford-Cosworth-Motor, der Rindt bei Start-Ziel ausrollen ließ. "Es hat einen riesengroßen Klescher gemacht", beschrieb er den Knall. Und wollte daraufhin keine weiteren Interviews geben. "Ach, lasst mich", sagte er sauer und müde von all dem Rummel in Richtung Reporter.

Doch nicht nur für Rindt war das Heimrennen damit beendet, sondern auch für tausende Fans, die schlagartig die Arena verließen. "Dieser Abmarsch nach dem Ausfall war unglaublich", haben die Bilder auch bei Marko bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Italiener blieben und erlebten einen Doppelsieg für die Scuderia: Ickx siegte nur 0,6 Sekunden vor Regazzoni, Dritter wurde sensationell Stommelen, der den einzigen Podestplatz seiner Karriere feierte.



Es dauerte nur Sekunden, ehe die ganze Strecke von den verbliebenen Fans überflutet wurde. Italienische Ferraristi feierten Ickx und Regazzoni auf ihren Schultern, andere Fans machten sich über den ausgefallenen March von Mario Andretti her und plünderten das Wrack, ehe nur noch ein Skelett übrig blieb. Ob Armaturen, Reifen, der Sitz oder andere Verkleidungsteile - alles wurde mitgenommen. Bei einem Fan, der sich mit dem Rad des Boliden aus dem Staub machte, mussten die March-Mechaniker sogar Gewalt anwenden, um dieses zurückzuerobern.

Rindt und sein Kumpel Jackie Stewart halfen währenddessen mit, um die Meute etwas zu besänftigen und unterschrieben auf dem Boxendach alles, was man ihnen von unten zuwarf. Dass der Liebling der Fans gerade sein letztes Forme1-1-Rennen absolviert hatte, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand.



Obwohl sich unter Rindts Füßen in der Lotus-Box eine Warnung verbarg: Beim Lotus 72 von Teamkollege John Miles war in der vierten Runde ausgerechnet beim Anbremsen auf die spätere Rindt-Kurve die linke vordere Bremswelle gerissen. "Als ich bremste, schoss der Wagen ohne Warnung nach rechts über die Piste. Ich schaffte es gerade noch, landete unbeschädigt im Fangzaun - mein Schutzengel war auf Posten gewesen", schildert der Brite gegenüber der 'Auto Revue' die Schrecksekunde. "Fast wäre ich bis in die Bäume geflogen zu einem Rendezvous mit meinem Schöpfer."

Das Problem: Die innen im Chassis angebrachten vorderen Bremsscheiben waren vor allem deswegen eine tickende Zeitbombe, weil die Bremswellen aus Gewichtsgründen hohlgebohrt waren. Genau das wurde Rindt, der nach dem Österreich-Grand-Prix laut seinem Freund Marko Todesahnungen hatte, drei Wochen später beim Qualifying für den Grand Prix von Italien in Monza zum tragischen Verhängnis, als ebenfalls die Bremswelle brach. Rindt, der den Sechspunktgurt nicht ordentlich befestigt hatte, verletzte sich die Halsschlagader am Armaturenbrett tödlich.

Damit verlor Österreich seinen Helden, der trotz der Tragödie posthum Weltmeister wurde. Die Motorsportbegeisterung überlebte aber den Schicksalsschlag: Schon ein Jahr später sollten auf dem Österreichring zwei Persönlichkeiten debütieren, die noch heute das Fahrerlager prägen: Niki Lauda und Helmut Marko.

Original-News aufrufen

Antworten