Grosjean: Neue Neustart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Hier diskutieren Fans über News und aktuelle Themen rund um die Formel 1
Antworten
Redaktion
Beiträge: 5688
Registriert: Do Nov 08, 2001 1:01 am

Grosjean: Neue Neustart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitrag von Redaktion » Do Mär 08, 2018 2:08 pm

Grosjean kritisiert neue Regel, in der Formel 1 nach einer roten Flagge das Rennen mit stehendem Start aufzunehmen - Er sieht darin ein großes Sicherheitsrisiko

In der Formel-1-Saison 2018 wird nach einer roten Flagge nicht mehr hinterm Safety-Car, sondern stehend gestartet. Romain Grosjean kritisiert die neue Regel, die der Franzose als sicherheitsgefährdend einstuft. Doch warum? Bei den Neustarts würden viele Piloten auf kalten, verschlissenen Reifen unterwegs sein. Mit den alten Gummis seien Unfälle vorprogrammiert, meint der Haas-Fahrer.

"Es wird bestimmt viel Schrott geben", erklärt Grosjean. "Ich habe einige Bedenken, was die Sicherheit angeht. Es ist möglich, dass das Auto mitten auf der Geraden außer Kontrolle gerät. "Beim Barcelona-Test hat er bereits einige Probestarts auf gebrauchten Reifen hingelegt. Dabei seien die Schaltvorgänge besonders schwierig gewesen: "Wenn ich hochschalte, drehen die Hinterräder durch. Schalte ich runter, blockieren sie."

"Das Auto ist nicht fahrbar", stellt Grosjean klar. "Als wir die Neustarts geprobt haben, fühlte es sich an, als wären wir auf Slicks im Regen unterwegs." Grosjean glaubt aber nicht, dass die neue Regel auf allen Strecken Schwierigkeiten machen wird. "In Kanada wird es keine Probleme geben, hier (in Barcelona; Anm. d. Red.) oder in China glaube ich nicht, dass wir die nötige Reifentemperatur erreichen werden."

"Ich weiß nicht, wie sich die anderen fühlen, aber ich habe kein Vertrauen in die kalten Reifen", so Grosjean. "Meiner Meinung nach ist es ziemlich gefährlich." Deshalb wolle sich der Haas-Pilot mit dem Direktor der Formel-F1-Fahrergemeinschaft, Alex Wurz, kurzschließen, um die Situation zu besprechen.

Vor einem Neustart werden die Piloten die Möglichkeit haben, neue Reifen aufzuziehen. Es ist aber fraglich, ob überhaupt genügend Pneus zur Verfügung stehen werden, damit alle Fahrer im Feld auf frischen Gummis starten können. Laut Grosjean verliert ein Pilot auf alten Reifen in der ersten Runde rund 25 Sekunden auf einen Konkurrenten mit neuen Pneus. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass ein stehender Neustart nach einer roten Flagge signifikanten Einfluss auf das Resultat eines Rennens nimmt.

Grosjean leistete sich einen kleinen Fauxpas: Der Franzose dachte, der Automobil-Weltverband (FIA) würde noch mit den stehenden Neustarts experimentieren. Er wusste aber nicht, dass die Regel längst feststeht und in der Formel-1-Saison 2018 umgesetzt werden wird. Sein Teamchef Günther Steiner hat sich indessen für das neue Prozedere ausgesprochen: "Wir werden sehen, wie das Ergebnis ist. Deshalb gibt es die Tests. Die Offiziellen werden sich das schon genau ansehen und dann entscheiden, ob es wirklich gefährlich ist." Laut Steiner machen die neuen Neustarts ein Formel-1-Rennen "interessanter".

Original-News aufrufen

2CV
Beiträge: 287
Registriert: Fr Jan 19, 2018 1:02 pm

'Spiel ohne Grenzen' oder Sport?

Beitrag von 2CV » Do Mär 08, 2018 10:11 pm

Es gab da mal eine (europaweit im TV ausgestrahlte) Veranstaltung, die hieß "Spiel ohne Grenzen", ein körperliches Spiel gespickt mit Lottofaktoren. Da wurde den Läufern Schmierseife vor die Füße geschüttet, Murmeln auf der Spur verteilt, oder Bälle flogen in die Füße. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, daß er da eine Sportsendung mit ernsthaftem Sport guckt. Deswegen nannte es sich auch 'Spiel ohne Grenzen' und nicht 'Sport ohne Grenzen'. Das war, obwohl sogar Olympioniken daran teilnahmen, keine Sportveranstaltung, sondern ein sportliches im Sinne von körperliches Spiel, eine Showveranstaltung. Die Strategiegruppe und Liberty sollten sich mal ein paar Sendungen von Spiel ohne Grenzen anschauen (z.B. auf y-tube), da sind viele gute Ideen, wie man die Show verbessern könnte...

Lottofaktoren haben im Sport nichts zu suchen. Das olymp. Komitee sollte sich überlegen, die Anerkennung der F1 zu widerrufen. Das ist rufschädigend für alle echten Sportarten und Sportler.
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

Antworten