Formel 1 2018: Mercedes sieht Red Bull als Hauptgegner

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Redaktion
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Formel 1 2018: Mercedes sieht Red Bull als Hauptgegner

Beitrag von Redaktion » Mi Mär 07, 2018 7:35 pm

Nach acht von insgesamt zehn Testtagen des Formel-1-Winters 2018 gibt es erste ernsthafte Rundenzeiten und bei Mercedes den Verdacht eines neuen starken Rivalen

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo fuhr am Mittwoch in Barcelona die bisher schnellste Runde des Formel-1-Winters 2018. Doch nicht nur das. Mit einer Zeit von 1:18.047 Minuten legte der Australier am Steuer des RB14 die schnellste jemals gefahrene Runde auf der aktuellen Konfiguration des Circuit de Barcelona-Catalunya hin. Unterm Strich hatte Ricciardo mit seiner Fabelzeit einen Vorsprung von 0,353 Sekunden auf Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes F1 W09.

Hinter Hamilton, der im Gegensatz zu Ricciardo nur am Vormittag unterwegs war, belegte Valtteri Bottas dank seines Nachmittagseinsatzes im Mercedes den dritten Rang. Der Finne lag etwas mehr als eine halbe Sekunde hinter Ricciardo zurück. Allerdings waren sowohl Hamilton als auch Bottas mit den Ultrasoft-Reifen unterwegs.



Im Gegensatz dazu legte Ricciardo die Tagesbestzeit mit der weichsten Mischung im Pirelli-Kontingent - Hypersoft - hin. Dabei stieß der Red-Bull-Pilot insbesondere in der schnellen Rechtskurve gegenüber der Start-Ziel-Gerade an die Grenzen der Fliehkräfte, wie er eindrucksvoll schildert: "Schneller ging es dort nicht. Ich bin Kurve 9 voll gefahren und hatte dabei das Gefühl, dass mein Kopf auf die Tribüne fliegen will".

Fuhr Ricciardo Kurve 9 grundsätzlich voll? "Nicht immer, aber sobald die Hypersoft-Reifen montiert sind, ist der Grip und Abtrieb dieser Autos wirklich beeindruckend. Man lenkt einfach ein und hält das Lenkrad fest. Ich erinnere mich noch, dass wir vor ein paar Jahren vor Kurve 9 sogar einen Gang runterschalteten."



Bei Mercedes ist man ungeachtet der Tatsache, dass weder Hamilton noch Bottas am Mittwoch mit Hypersoft unterwegs waren, gewarnt. "Es gibt drei schnelle Teams. Und es besteht kein Zweifel daran, dass Red Bull dieses Jahr einer unserer Gegner sein wird", so Mercedes-Technikchef James Allison gegenüber 'Sky Sports F1'. Nach vier Jahren in Folge mit jeweils zwei WM-Titeln hat man im Lager der Silberpfeile nun also nicht nur Ferrari auf der Rechnung, wenn es darum geht, wer im WM-Kampf 2018 eine entscheidende Rolle spielen kann.

"Je länger die Wintertestfahrten dauern, desto besser versteht man die Kräfteverhältnisse", sinniert Allison und merkt an: "Doch selbst jetzt, bei nur noch zwei verbleibenden Testtagen, gibt es noch kein komplett klares Bild. Es ist nicht möglich zu sagen, ob wir die Nase noch vor ihnen haben oder ob sie ihre Nase vor uns haben. Fest steht nur, dass es eng zugeht."

Niki Lauda sieht es wie Allison. "Bis jetzt sieht es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Red Bull und uns aus", sagt der Aufsichtsratsvorsitzende des Mercedes-Teams gegenüber 'auto motor und sport' und fügt hinzu: "Ferrari können wir schwer einschätzen, weil sie ein anderes Programm fahren."

Ricciardo bekräftigt Laudas Aussagen auch aus Red-Bull-Sicht: "Ich bin recht zuversichtlich, dass Mercedes nur knapp vor uns liegt. Ich gehe davon aus, dass wir deutlich näher dran sind als im vergangenen Jahr. Bei Ferrari bin ich mir aber nicht sicher. Ich weiß nicht, wo Ferrari einzuordnen ist.



In den Augen von Mercedes freilich ist derzeit nicht nur Ferrari noch nicht komplett einschätzbar. Gleiches gilt nämlich für Pace-Setter Red Bull. "Ich kenne ihre Motorenpläne nicht, aber wenn ich mir das Auto so anschaue, würde ich sagen, dass es bei ihnen bis Melbourne wohl noch ein paar neue Teile gegen wird", so Allison mit Blick auf den RB14.

Ricciardo bestätigt dies indirekt, indem er nach seiner Bestzeit betont: "Wir nahmen am Vormittag ein paar Veränderungen vor und jede Veränderung schien sich positiver als negativer auszuwirken. Ich glaube, wir haben das Auto heute schneller gemacht. Ich glaube noch immer, dass wir noch etwas finden müssen, um es ernsthaft mit Mercedes aufnehmen zu können, aber momentan liegen wir nicht zu weit zurück. Das ist positiv."

Doch nicht nur das ist aus Red-Bull-Sicht positiv. Mit 165 zurückgelegten Runden war der Tagesschnellste Ricciardo auch der fleißigste Fahrer des Tages. Rechnet man bei Mercedes das Pensum von Hamilton und Bottas zusammen, liegen sie mit 175 Runden zwar knapp über der Ricciardo-Marke. Das lag aber nicht zuletzt daran, dass Ricciardo die Rennsimulation am Nachmittag kurz unterbrach. Ungeachtet dessen hält der Australier zufrieden fest: "Die Zuverlässigkeit stimmt."



Red Bulls Chef-Renningenieur offenbart in diesem Zusammenhang: "Gestern war Daniel nicht ganz fit. Das sind austrainierte Jungs, aber wenn du nicht in Topform bist, ist es ziemlich beeindruckend, so ein Pensum abzuspulen und dazu noch eine 1:18er-Zeit zu fahren. Hut ab! Morgen werden wir mit Max das gleiche Programm fahren." Sprich: Der angesprochene Max Verstappen soll am Donnerstag ebenfalls zunächst eine Qualifying- und anschließend eine Rennsimulation fahren.

Was die Kräfteverhältnisse betrifft mit Blick auf den Saisonauftakt am 25. März in Melbourne betrifft, so rechnet man beim Platzhirsch der vergangenen Jahre auch dort noch nicht mit einem glasklaren Bild. "Man muss zunächst verstehen, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Teams liegen", meint Mercedes-Technikchef Allison und stellt mit Verweis auf einem möglichen WM-Dreikampf zwischen Mercedes, Red Bull und Ferrari die Frage: "Wird der Abstand so groß sein, dass man an einem schwächeren Wochenende auf Rang drei in Reihen der Teams und auf Rang sechs in Reihen der Fahrer zurückfällt?"

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Sebastian89
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Re: Formel 1 2018: Mercedes sieht Red Bull als Hauptgegner

Beitrag von Sebastian89 » Do Mär 08, 2018 1:23 pm

genau wie letztes Jahr wird auch dieses Jahr hier meiner Meinung nach völlig überfrüht mit so genannten "Paukenschlägen" um sich geschmissen. Genau wie der Artikel gestern "Red Bull fordert Mercedes heraus!" ist auch der hier überfrüht. Man muss sich doch nur mal die Reifen genau anschauen. Motorsport-total hat das ja noch vor 2 Monaten hier ganz gut erklärt:
http://www.motorsport-total.com/formel- ... n-17112921
Die diesjährigen Reifen sind also alle eine Stufe weicher als die letzjährigen und es kommt quasi noch eine weitere noch weichere Mischung hinu. Der supersoftreifen ist also der letztjährige Ultrasoftreifen und man hat nun mit dem neuen Ultrasoft und Hypersoft gleich 2 weichere Reifen als letztes Jahr der Ultrasoft. Hamiltons Pole 2017 ist damasl mit soft also dem MEDIUM!reifen dieses Jahres gefahren! Selbst wenn man nun beim adieren der Zeitunterschiede immer den kleinsten von Motorsport-total angegebenen Wert nimmt, kommt man vom Medium zum Hypersoft auf einen Unterschied von 2,6 Sekunden. Hamiltons Pole 2017: 1,19,1 minus Hypersoft 2,6 Sekunden = 1,16,5 Sekunden. Hinzu kommt noch das die Strecke neu Asphaltiert wurde und nun die Bodenwellen weg sind. Jeder Fahrer hat versichert, das die Strecke dadurch schneller wurde. Selbst wenn die Zeitunterschiede kleiner ausfallen, sollte auf jedenfall also auch eine 1,16 möglich sein. Mal ganz abgesehen davon, das die Autos und Motoren bei gleichen Regeln weiterentwickelt wurden und man somit Hamiltons Pole Zeit auch mit den gleichen Reifen wohl pulverisieren würde... Wenn man sich das anschaut, ist Ricciardos Zeit noch nicht mal ansatzweise das, was möglich ist und das sollte eigentlich auch Motorsport-total klar sein. Auch Vettels Zeit von heute wird noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein. Deswegen wirken auf mich diese verfrühten Mercedes vs Red Bull Artikel auf mich ziemlich lächerlich.

Cave
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Re: Formel 1 2018: Mercedes sieht Red Bull als Hauptgegner

Beitrag von Cave » Fr Mär 09, 2018 8:49 am

Auf die ganzen paukenschläge folgt dann das ewige... Ab australien, ab der europasaison, ab ich weiß nicht was weiß man es erst richtig

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