McLaren: Nationalbank von Bahrain springt als Retter ein

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McLaren: Nationalbank von Bahrain springt als Retter ein

Beitrag von Redaktion » Di Jun 30, 2020 7:49 am

Die McLaren-Gruppe braucht 300 Millionen Euro, um bis 2021 zu überleben, hat nun aber eine Lösung für die akuten Liquiditätsprobleme gefunden

McLaren hat eine Lösung gefunden, um die Liquidität des Unternehmens in den nächsten Monaten aufrechtzuerhalten und eine drohende Insolvenz abzuwenden. Auf ein Gerichtsverfahren über die Freigabe von Kreditsicherheiten, was den Ernst der Lage aufgezeigt hat, folgt nun ein überlebenswichtiges Darlehen.

Die dringend benötigte Finanzspritze stammt von der Nationalbank von Bahrain (NBB). Sie stellt der McLaren-Gruppe (beinhaltet neben dem Formel-1-Team auch den Sportwagenhersteller McLaren Automotive) 150 Millionen Pfund, also umgerechnet knapp 165 Millionen Euro als Kredit zur Verfügung, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten.

Dass das Geld für McLaren nun ausgerechnet aus Bahrain kommt, ist keine Überraschung. Das dortige Königshaus betreibt mit Mumtalakat einen Fonds, über den der Staat Bahrain verschiedene Investments verwaltet. Eines davon ist, mit einer Beteiligung von derzeit 56 Prozent, die McLaren-Gruppe. Und Mumtalakat ist gleichzeitig Shareholder (44 Prozent Anteile) bei Bahrains Nationalbank.



McLaren ist im Zuge der Coronakrise in eine finanzielle Schieflage geraten. Bereits Ende Mai gab das Unternehmen bekannt, sich von 1.200 Mitarbeitern trennen zu müssen. 70 Kündigungen betreffen Mitarbeiter des Formel-1-Teams.

Im März hatten die Shareholder eine Kapitalerhöhung von umgerechnet mehr als 320 Millionen Euro in die McLaren-Gruppe gesteckt. Die Coronakrise hat diesen Geldbetrag aber viel schneller als erhofft abschmelzen lassen. Ohne frisches Geld (die Rede ist von rund 300 Millionen Euro) kann McLaren seine Liquidität nicht länger als bis Mitte Juli aufrechterhalten.

Als Konsequenz daraus hat McLaren angekündigt, für einen Verkauf von Anteilen offen zu sein - ähnlich wie das kurz zuvor schon das Williams-Team signalisiert hat. Bisher hat sich jedoch kein neuer Investor gefunden.



Beim Gerichtsverfahren in London, über das am Mittwoch erstmals berichtet wurde, geht es darum, Sicherheitsansprüche bestehender Kreditgeber aufzulösen. McLaren hat in den vergangenen Jahren Anleihen in der Höhe von rund 600 Millionen Euro aufgelegt und musste den Kreditgebern (unter anderem Hedgefonds und Anleihenmakler) dafür Sicherheiten bieten.

Als Sicherheit deklariert ist laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins 'Forbes' unter anderem das Hauptquartier in Woking und die Sammlung historischer Fahrzeuge. Sollten die Sicherheitsansprüche der Kreditgeber vom Gericht aufgehoben werden, könnte McLaren diese Assets neu beleihen und sich zum Beispiel bei Banken frisches Geld holen.

Mit einem Urteil im Verfahren wurde für Anfang Juli gerechnet. Das war bevor die Nationalbank von Bahrain ins Spiel kam. Dennoch soll das Verfahren, so heißt es, weiter bemüht werden. Wenn McLaren die bestehenden Sicherheiten löschen lassen kann, würde das für die nahe Zukunft neue Finanzierungsvarianten ermöglichen - auch unabhängig von der NBB.

Neben Mumtalakat sind auch die saudi-arabische TAG-Gruppe rund um Mansour Ojjeh (der sein Vorstandsmandat gerade an seinen Sohn übergeben hat) und Michael Latifi, der Vater von Williams-Pilot Nicholas Latifi, an der McLaren-Gruppe beteiligt. Der Rest des Unternehmens liegt im Besitz mehrerer kleinerer Shareholder.

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AlphaSigma
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Re: McLaren: Nationalbank von Bahrain springt als Retter ein

Beitrag von AlphaSigma » Di Jun 30, 2020 12:55 pm

"Sie stellt der McLaren-Gruppe (beinhaltet neben dem Formel-1-Team auch den Sportwagenhersteller McLaren Automotive) 150 Millionen Pfund, also umgerechnet knapp 165 Millionen Euro als Kredit zur Verfügung, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten."

Wurde es nicht immer so dargestellt, daß man beides von einander getrennt hält und die Automobilsparte profitabel sei !?
Aber nicht nur das McLaren also im Gesamten das Wasser bis zum Hals steht, sondern wenn man sich die prozentuale Beteiligung angucken, dann ist doch der (Dauer)Pleitekandidat McLaren ohnehin schon in Fremdbesitz.
Ob England oder Frankreich, im Grund befinden sich die angeblich großen Nationen, dessen einstiger Wohlstand nur auf der Plünderung der Welt und des Kolonialismus beruhte, seit rund 100 Jahren im Niedergang und die Länder welche sie einst ausplünderten, unterdrückten, willkürliche Grenzen zogen, rächen sich auf die ein oder andere Weise.
Da ist es auch nur folgerichtig, das diese Länder von Menschen aus ihren Ex Kolonien überrannt werden und heute da Angst und Schrecken verbreiten, ihre Verbrechen kommen also auf sie zurück.
Den letzten Todesstoß versetzte seiner Zeit Margaret Thatcher Little Britain, welche die Deindustrialisierung einleitete, im übrigen unter Zuhilfenahme der Klimawandellüge, in dem sie die Aussagen eines skandinavischen Wissenschaftlers verfälscht und so auslegte, wie sie es brauchte.
Sie war die Erste welche diese Mittel im großen Stil einsetzte.
Die Deindustrialisierung - Eine Zukunft welcher der BRD auch noch bevor steht und das unter Zuhilfenahme der selben Methoden.
Denn das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, die Mittelstand, ist vielen ein Dorn im Auge.
Und was 1x funktioniert, funktioniert immer wieder, wie die Geschichte gezeigt hat, Geschichte wiederholt sich.

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