F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Diskutieren Sie in hier über alles, was die Technik und das Reglement der Formel 1 angeht.
Antworten
F1JOE
Beiträge: 2
Registriert: Sa Jan 13, 2018 9:23 am

F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von F1JOE » Sa Jan 13, 2018 10:11 am

Sind wirklich verzweifelt die Herrn Dr. / Ingenieure / Marketinggenies

bin 40 Jahre alt und nur ein einfacher F1 Zuschauer seit ca. 32 Jahren
die Lösung wäre so einfach und so günstig und so schnell umsetzbar .....
EINE SACHE LÖST ALLE F1 PROBLEME

F1 Teams haben ALLE kein Mitspracherecht bei Regelgestaltung
(Teams erhalten ALLE je 20 Mio Dollar Startgeld, keine Bonuszahlungen, Fernsehgelder, sondern müssen
sich durch die einfachen und geänderten Regeln durch Sponsoren sich Restfinanzieren)
dadurch können Veranstalter, Rennstreckenbetreiber Tickets und Fernsehrechte wesentlich günstiger anbieten
mind. -60% günstiger, dadurch ist Formel 1 im freien Fernsehen was für Sponsoren auch viel besser ist)


V10 oder V12 Motoren ohne jegliche elektrische Energierückgewinnung
Motor muss mit Knopf vom Cockpit aus gestartet
werden können. (nicht 15 Techniker mit gefühlten 20 Laptops)

Kommunikation zwischen Auto und Box streng geregelt und stark eingeschränkt
Kommunikationsteile von Fia kostengünstig gestellt
Sensoren im Auto stark reduziert, Sensoren von Fia kostengünstig gestellt
(damit verschwinden auf einfachsten Weg die 30 Techniker mit Laptops hinter der Box in den LKWs und
nochmals 20 Techniker in der Fabrik hinter den Computern während eines Rennens)
Fahrer muss Auto autonom am Limit fahren können, ohne nach 5 schnellen Qualirunden im Rennen
gleich Reifen und Sprit sparen zu müssen
(Ich erinnere nur an Monaco 1991 Mansell VS Senna schaut euch das Renen bzw. Onboard Bilder auf Youtube an)
und heute ein Rennen, dann versteht was ich hiermit meine)

Motorstückkosten max 400.000/Stück und max. 5 Stück im Jahr = 2 Mio Dollar
(incl. allen Nebenkosten / Betreung vor Ort usw. von Motorhersteller)

Sprit ganz genaue Vorgabe von Fia, sodass sich ein Mio Aufwand in Ölverbrennung usw. von Shell und Co nicht lohnt

Ein Reifenhersteller, Ziel 2 Boxenstopps pro Rennen

Aerodyn., Unterboden , durch Fia+Veranstalter so geregelt dass ein Aufwand der Temas grösser als 10-Mio Aufwand nie rechnet (so sind keine Kontrollen von Budget, Windkanalzeiten , CFD Computersim. Zeiten, mehr notwendig da
es 1. nicht kontrollierbar ist, und 2. dann auch nichts bringt)

Rennen auf 25 Stück erhöhen, Start F1 Kalender mitte Feber statt mitte März, Ende der Saison wie gehabt

beginnend
Asien 5 Rennen
Europa 1.Teil 4 Rennen
Mittlerer Osten 4 Rennen
Nordafrika 1 Rennen
Europa 2.Teil 4 Rennen
Nordamerika 4 Rennen
Südamerika 3 Rennen
(kurze Reisewege)


# Soundproblem, gelöst
# Kostenproblem, gelöst
# unabhängiger Motorenhersteller, gelöst
# Mercedes, Ferrari sowie deren gezwungenen
Kundenteams können die Serie nicht nach Ihren
jeweiligen derzeitigen persönlichen Bedarf
terrorisieren, also Problem gelöst
# Verbot von Nachtrennen (Grüne Formel 1 )
# Umweltfreundlicher da wesentlich weniger Technik,
Personalaufwand, LKW Transporte Verschwendung von
Materialressourcen also Problem gelöst,
ca. 1/20 Energiebedarf von derzeitigem Konzept

usw......
#Was sagt Ihr dazu ? es muss doch möglich sein dass hier einmal Leute die Sachen regeln die
einen gesunden Hausverstand haben ?

########################################################################################
#Ich glaube wenn Sich weltweit die Fans im Netz zusammenschliessen und eine EMAIL FLUT an Fia
Liberty, Teams, Streckenbetreiber, usw.. machen welche mind. 1 Jahr andauert, werden die
darauf reagieren
#########################################################################################
## Übersetzt den Artikel in andere Sprachen (bitte ohne meine Rechtschreibfehler) und überströmt
damit die Verantwortlichen ## Postet es überall ....
#########################################################################################
Gruss JOE aus Tirol

Benutzeravatar
bnlflo
Beiträge: 29146
Registriert: Mo Sep 16, 2002 1:01 am
Wohnort: CCAA

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von bnlflo » Sa Jan 13, 2018 12:24 pm

Na, jetzt ist das dann ja endlich alles gelöst. Alles Stümper außer dir. :top:

F1JOE :schumi:
I'm not saying I am Batman, I am just saying no one has ever seen me and Batman in the same room.

F1JOE
Beiträge: 2
Registriert: Sa Jan 13, 2018 9:23 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von F1JOE » Sa Jan 13, 2018 2:05 pm

@bnlflo
Es ist ja nur meine Meinung, und ich denke von den meisten F1 Fans auch
Man muss ja das Rad nicht neu erfinden, sondern kann sich das Beste was funktioniert hat
herausnehmen, und ich habe nie gesagt das jemand ein Stümper ist

SG
JOE

Benutzeravatar
flingomin
Beiträge: 2318
Registriert: Fr Aug 10, 2012 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von flingomin » Di Jan 23, 2018 2:15 pm

Einen Haken hat dein Denkmodell aber:
Warum um alles in der Welt sollte sich irgendein Hersteller auf solch eine kastrierte Nostalgie-low-Budget-Serie einlassen?

Benutzeravatar
Maglion
Beiträge: 3917
Registriert: So Mär 07, 2004 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von Maglion » Mi Jan 24, 2018 12:51 am

Im Prinzip geht der Ansatz in die richtige Richtung. Ich würde es nur nicht so Krass machen.

- 70% der Fernsehgelderfür die die Teams gleichmäßig auf alle Teams verteilen
- die restlichen 30% werden über die Punkte verteilt - als Erfolgsbonus
- Die Anzahl der Mitarbeiter je Team wird auf 200 begrenzt
- Die technische Ausstattung der Teams wird vereinheitlicht - das bedeutet nicht die Ausstattung entscheidet über den Erfolg, sonder die Mitarbeiter.
- die Motorenhersteller müssen ihre Motoren zu einem Festpreis von z.B. 10 Mio € / je Team und Saison zur Verfügung stellen
- Das Mindestgewicht der F1 Autos wird auf 650kg gesenkt / der Fahrer wird mit mindestens 75kg veranschlagt, ist ein Fahrer leichter, kommen zusatzgewichte ins Auto.
- Die Motoren sollten ca. 900 - 1000 PS leisten und sollten einen vernünftigen Sound haben
- die Motoren werden per Losverfahren zugeteilt - so schließt man aus, dass die Hersteller die besseren Motoren dem eigenen Team zuschanzen können.
- Es gibt kein Limit an Motoren oder anderen Bauteilen - und so lange die Teams die Motoren innerhalb der Herstellervorgaben betreiben, sind Ersatzmotoren im Festpreis mit drin. Die Hersteller werden so ganz automatisch darauf achten, dass die Kosten im Rahmen bleiben
- Währen der Quali und dem Rennen ist kein Boxenfunk und keine Telemetriedatenübertragung zur Box erlaubt, nur die Rennleitung und die Fahrer können miteinander per Funk kommunizieren.
- Boxenstopps werden dem Fahrer per Boxentafel mitgeteilt
- Das Lenkrad hat nur noch die nötigsten Bedienelemente: Schaltung / Bremskraftverteilung / Motormapping
- Die Aerodynamik wird so gestaltet, dass ein klassisches Windschattenfahren möglich ist - vorgegeben wird nicht die Art der Aerodynamik, sondern die Auswirkungen auf den Hintermann in unterschielichen Abständen - so bleibt jede Menge Platz für Innovation im Rahmen der Möglichkeiten (siehe Einschränkung Personal / Ausstattung) ohne dass der vorgegebene Mindestwindschatten beeinflusst wird.
- Durch die Limitierung der Mitarbeiter und der Technischen Ausstattung, kann man im Bereich der Motoren und der Aerodynamik den Teams und Hersteller deutlich mehr Spielraum geben, um echte Innovationen zu ermöglichen, die ausschließlich auf dem Können der Mitarbeiter basieren.
- Damit kein Team die Limitierungen bei den Mitarbeitern und der technischen Ausstattung umgeht und betrügt, muss jedes Teams, das bei einem Betrug erwischt wird 100 Mio. € Strafe bezahlen. Von diesen 100 Mio. gehen 50 Mio. an diejenigen, die den Betrug aufgedeckt haben und der Rest wird auf die anderen Teams verteilt. Ich denke nicht, dass mit dieser Regelung ein Betrug unentdeckt bleibt. ;)

Man könnte so sowohl bei der Konstrukteurs-WM, wie auch bei der Fahrer-WM für faire Bedingungen sorgen, da der Faktor Mensch über den Erfolg entscheidet und nicht die technische Ausstattung oder die Anzahl der Mitarbeiter. Ein höheres Budget können die Teams dann nur in besseres Personal investieren.

Die Fahrer haben durch diese Änderungen viel mehr Verantwortung und einen höheren Anteil an Erfolgen und Misserfolgen. Außerdem wird so eine viel größere Leistungsdichte geschaffen, die für mehr Spannung und Abwechslung bei den Rennen sorgen wird.

Zum Thema Fahrer und deren Einstieg in die F1:
- Wer in der F1 fahren möchte, muss sich über die Formel 2 qualifizieren
- Die Fahrer kommen in der Reihenfolge in die F1, wie sie in der F2 abgeschnitten haben
- Für jeden Fahrer der die F1 freiwillig verlässt oder mangels Leistung verlassen muss, kommt Ersatz aus der F2 - wenn 4 Fahrer die F1 verlassen, rücken die F2 Piloten von Platz 1 bis 4 automatisch nach.

Durch das geänderte preisgünstigere Reglement sind die Teams nicht mher auf Paydriver angewiesen und in die F1 kommen nur die Piloten, die sich den Platz über die F2 erkämpft und auf der Strecke verdient haben. Das wertet auch automatisch die F2 auf.
Über das Leistungsprinzip ist sichergestellt, dass nur die besten Fahrer in der Formel 1 landen. Das sorgt für eine größere Leistungsdichte bei den Fahrern und damit auch für spannendere Rennen.
SimSeat-Racer

Benutzeravatar
Kubica-Fan
Beiträge: 2399
Registriert: Sa Aug 05, 2006 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von Kubica-Fan » Sa Feb 24, 2018 11:50 pm

Einige interessante Ideen resp. Ansätze, das meiste kann/wird/soll/darf so aber eher nicht umgesetzt werden.

Gerne bringe ich ein paar Beispiele:

-200 Mitarbeiter-Regel: Dann würde ALLES outgesourct, was nicht unbedingt inhouse gemacht werden muss.
Catering? Externe Firma. IT? Externe Firma. Putzpersonal? Externe Firma. Das könnte soweit gehen, das man praktisch alles - auch "echte" Motorsport-Jobs dann via externe Firma einkauft. Grauzonen-Bereich, da würden auch hohe Strafen resp. Belohnungen für Whistleblower nichts helfen. Wenn der IT-Techniker einen andersfarbigen Overall trägt, zählt er nicht.

Grundsätzlich würde ich das Thema "Effizienz statt Geld" anders lösen, und zwar mit einer HÖCHSTSTUNDENANZAHL, welche Personen auf dem Gelände der Fabrik/Rennplatz und ZUSÄTZLICH auch verbunden via VPN etc. anwesend sein dürfen. Technische Lösungen zum korrekten Zählen sind da leicht möglich. Dazu ein Verbot, Firmendaten auf Privatgeräten zu bearbeiten. Funktioniert in der Sommerpause ja offenbar auch, wenn dort 2 Wochen strikte Ferien gelten!

Sagen wir nehmen 300 Personen (200 halte ich für zu wenig) - gewisse Positionen wie Marketing, Köche etc. ausgenommen, könnten dann die meisten Teams ausser den ganz grossen ihren Personalstand auch ungefähr halten.

300 Personen mal 2000 Arbeitsstunden pro Jahr (Ist relativ viel, aber die Stundenanzahl in der F1 ist sowieso hoch) = 600.000 Arbeitsstunden. Keine Stunde darüber erlaubt. Pro individueller Person maximal 10% darüber (also 2200 Arbeitsstunden). Für Rennplatzpersonal ähnliche Strukturen, dort dann auch pro Wochenende maximale Anwesenheitszeiten. Würde auch das "normale" Personal massiv entlasten. Sperrstunden etc. bräuchte man dann auch nicht mehr.

Kontrolle wäre sehr einfach (Zwangs-Einchecken/Aus-Checken beim verlassen des Firmengeländes/Rennstrecke), FIA-Inspektoren welche unangekündigt Zugriff erhalten, wenn jemand ohne "eingecheckt" ist erwischt wird hohe Busse im Millionenbereich, etc. - zu der Stundenanzahl würden dann auch ALLE externen Mitarbeiter zählen, welche F1-relevante Tätigkeiten durchführen. Sobald auf dem Firmengelände zählt es. Ausgenommen dann eben gewisse Positionen wie Brötchenlieferanten etc.

Das mal zum Personal..

Zu den Fahrern, hier würde ich auf KEINEN FALL ein solches System vorschlagen, das Fahrer aus der F2 zwangs-befördert werden müssen. Wenn ein Team dann nämlich einen Fahrer gar nicht will, dann würde es ihn nach 1 Rennen auf die Strasse stellen, den nächsten Fahrer nehmen etc. - bis sein Wunschfahrer verfügbar ist. Weil der in der ersten Saison in der F2 vielleicht nur 6ter wurde, und die vor ihm schon mehrere Saisons absolvierten etc. - auf keinen Fall ein solches Zwangssystem! Oder wenn ein Fahrer 1 Jahr Pause machen will. Schumi? Hätte der sich via F2 wieder qualifizieren müssen? :schumi:

Davon abgesehen das Pay-Driver, würde wirklich genug Geld da sein, sowieso ihre Daseinsberechtigung verlören.

#1 für mich wäre, das das Team-Teilnehmerfeld der Formel1 voll ist, und man mit der F1 Geld verdient, dh jedes Team unbedingt weiter drin bleiben will. Will jemand in die F1 einsteigen, muss er ein Team kaufen. Das würde langfristig auch dazu führen das Teams leistungsmässig sich eher etwas annähern würden (keine neuen Teams) und grundsätzlich ein Team etwas "Wert" ist, da man damit Geld verdienen kann.

Benutzeravatar
Maglion
Beiträge: 3917
Registriert: So Mär 07, 2004 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von Maglion » Mo Feb 26, 2018 12:10 pm

Zum Thema Mitarbeiterzah begrenzen - einfach das Autsourcen regeln bzw. regeln, wass ein Team auf jeden Fall selbst machen muss und diese Bereiche reglementieren.
Der Vorschlag mit der Studnenzahl kann man doch auch per Outsourcing umgehen. ;)

Die Überwachung jeder Beschränkung ist kein Problem, über die von mir vorgeschlagene Belohnung/Strafe für den Nachweis eines Regelverstoßes wird sich keine einzige Führungskraft in der F1 trauen, das zu riskieren, denn niemand kann sich sicher sein, dass es nicht einen Mitwisser gibt, der für einen Millionebetrag den Betrüg anzeigen würde.

Zum Thema Fahrer:
Wieso sollte ein Team den besten Fahrer feuern? Zum anderen muss ja kein Team einen neuen Fahrer anstellen, aber wer einen Fahrer ersetzen muss / möchte, muss eben auf den Fahrerpool zugreifen, der vorhanden ist. Durch die Kombination mit der drastischen Kostenreduktion, ist ja auch kein Team mehr auf einen Paydriver angewiesen und dann ist eh jeder Teamchef daran interessiert, sich den schnellsten Fahrer ins Team zu holen und nicht den mit dem meisten Geld.
Zudem würde ein Vertrag mindestens für ein Jahr laufen und in der nächsten Saison stehen dann wieder andere Fahrer für den Aufstieg bereit. Wenn ein Team einen bestimmten Fahrer in die F1 holen möchte, müssen sie dafür sorgen, dass er eben in der F2 gut genug abschneidet oder gleich auf einen Fahrer setzen, der gut genug ist. ;)

Über eine gezielte Förederung eines Fahrers, hätten die großen Teams eh schon genügend Möglichkeiten, um einem bestimmten Fahrer gewisse Vorteile zu bieten, die den Aufstieg erleichtern. ABER über so ein Aufstiegssystem gäbe es für die Underdogs immer noch eine gute Chance in die F1 zu kommen.
SimSeat-Racer

ArrowsA10B
Beiträge: 87
Registriert: So Mai 09, 2010 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von ArrowsA10B » Sa Jul 14, 2018 4:04 pm

bnlflo hat geschrieben:
Sa Jan 13, 2018 12:24 pm
Na, jetzt ist das dann ja endlich alles gelöst. Alles Stümper außer dir. :top:

F1JOE :schumi:
Na ja, so eine Antwort bringt die Welt auch nicht weiter. Ich finde die Ideen des TE's durchdacht.

ArrowsA10B
Beiträge: 87
Registriert: So Mai 09, 2010 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von ArrowsA10B » Sa Jul 14, 2018 4:08 pm

flingomin hat geschrieben:
Di Jan 23, 2018 2:15 pm
Einen Haken hat dein Denkmodell aber:
Warum um alles in der Welt sollte sich irgendein Hersteller auf solch eine kastrierte Nostalgie-low-Budget-Serie einlassen?
Weil die Hersteller von einer Formel 1, deren Racing bei den Fans gut ankommt, automatisch profitiert. Andernfalls, wenn es den Herstellern tatsächlich mal darum ginge, Technikkompetenz in neuen Antriebskonzepten zu demonstrieren, ist die Langstrecke wie besser geeignet.

Benutzeravatar
Maglion
Beiträge: 3917
Registriert: So Mär 07, 2004 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von Maglion » Sa Jul 14, 2018 5:10 pm

...die F1 ist doch schon lange technisch kastriert und hat so oder schon lange jeden Bezug zu Endverbrauhcerprodukten verloren. Inzwischen genügt es ja Herstellern sogar, wenn sie Ihre Aufkleber auf die Autos pappen, siehe Austin Martin (Red Bull) oder Alfa Rome (Sauber). :D :naughty:

Günstig ist ja relativ, die LMP1 Rennwagen sind im Verhältnis zur F1 günstig, aber können genau so schnell fahren und die Antriebstechnik ist sogar noch ausgefeilter, Stichwort E-Allrad Antrieb.

Aber selbst die LMP1-Technik ist für die F1 nicht nötig, denn F1 schauen die Fans nicht wegen der Technik, sondern wegen dem was auf der Strecke passiert - sie wollen unterhalten werden, der Rest ist dabei sehr nebensächlich. Und genau hier ist das Problem - diejenigen, die die F1 finanzieren und möglich machen - die Zuschauer, stellen komplett andere Anforderungen an die F1, als diejenigen, die für die Zuschauer fahren dürfen - also die Teams / Hersteller. ;)

Ich behaupte mal, dass man in der F1 super geile (schnell, geiler Sound, tolle Optik) Einheitsautos einführen könnte, die so schnell sind, wie die aktuellen F1 Boliden, mehr Action bieten und die Fans begeistern und auf die die Teams nur noch ihre Logos pappen und die Fans würden das nach eine kurzen Zeit der Aufregung vergessen / akzeptieren, wenn es im Gegenzug geile Rennen und enge Kämpfe um die WM geben würde.
SimSeat-Racer

ArrowsA10B
Beiträge: 87
Registriert: So Mai 09, 2010 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von ArrowsA10B » Sa Jul 14, 2018 5:29 pm

Hallo erst mal,

grob umrissen sollte die F1 technisch gesehen von einer Effizienzformel zu einer Effektivformel übergehen. Finanziell gesehen sollte das Maximalprinzip angewandt werden, dass heißt, mit einer vorgegeben Menge an Ressourcen die maximale Performance erreicht werden. Zurzeit wird versucht, mit maximalen Ressourcen eine vorgegebene Performance zu erreichen. Ökonomisch ist mir das Prinzip unbekannt.

Das bedeutet, ich würde auch nicht von einer Budgetdeckelung sprechen, sondern von einer Ressourcenbegrenzung was Personal und Finanzen betrifft. Die technischen Ressourcen hingegen bleiben an den Stellen geöffnet, wenn diese für das Racing förderlich sind. Bedeutet z.B.: Keine Begrenzung mehr der Anzahl an Reifensätze pro Wochenende, dafür aber nur noch maximal 2 Compounds. Die Ressourcendeckelung wird von der FIA überwacht. Die FIA agiert dabei in Zukunft als eine Art Treuhänder, bzw. wie eine Art Zeitarbeitsfirma. Das Personal wird von der FIA geliehen, die Teams unterschreiben einen Vertrag mit der FIA, wenn sie Mitarbeiter "leihen". Die FIA stellt außerdem die alleinigen Compute-Ressourcen bereit, z.B. über Cloudressourcen, welche die FIA administriert und jederzeit einsehen kann. Das heißt, die FIA ist jederzeit im Bilde über beanspruchte Ressourcen für eine Änderungen. Es gibt keine Änderungen, die von anderen, nicht autorisierten Ressourcen stammen können.

Zurzeit wird das Racing zu stark vom Sparen eingeschränkt. Das Betrifft Benzinmenge pro Rennen, pro Runde, Reifen, Energiesparen, bzw. "Gewinnen" durch Rekuperation (kein Bremsen auf letzter Rille).

Im Nachhinein gesehen haben alle Versuche, das Überholen wieder zu ermöglichen nichts gebracht, daher war ein DRS notwendig, was mehr oder weniger für künstliches Überholen sorgt. Festzustellen ist, dass die immer ausgefeiltere Aerodynamik die Fahrzeuge immer sensibler macht. Daher bleibt hier nur der Weg der Zurückrüstung. Der Weg ab 2017, wieder viele Aero-Freiheiten zu gewähren, hat sich als falsch heraus gestellt.

Hinzu kommt, dass fast alle Fahrzeuge auf der gleichen Strategie fahren. Im Prinzip gibt es 2 Idealstrategien: Die der Top-10, und die ab Platz 11. Die Fahrzeuge werden idealerweise so eingestellt, dass sie nur 1x an die Box kommen müssen. Trotz immer weicherer Reifen. Nur wenn es sich mal nicht so verhält, wie in den Simulationen, wird mal auf 2 Stopps gesetzt, oder auf einen härteren Compound. Die 1-Stopp-Strategie ist dann die Beste, wenn der möglichst weichste Reifen möglichst lange am Leben gehalten wird. Die Fahrer müssen daher Sparen und dürfen nicht attackieren.

Würde man das Nachtanken wieder erlauben, lohnt es sich eher, an die Box zu kommen, da ein leichteres Fahrzeug enorme Rundenzeitverbesserung bedeutet. Das Argument von damals, die Stopps zu verbieten, war, weil diese strategisch dazu genutzt würden, die Position im Rennen zu verbessern, anstatt einen Überholversuch zu wagen. Heute haben wir dafür künstliche Überholhilfen, und dennoch spricht jeder von "Undercut" und "Overcut", also die Möglichkeit, mit Hilfe einen früheren oder späteren Reifenstopps den Vordermann zu überholen. Trotz DRS! Wir sprechen sehr häufig über ein Zeitendelta, welches es geben muss, damit man überhaupt den Vordermann überholen kann. Trotz DRS! Daher zieht das Argument mit dem Nachtanken nicht mehr. Im Gegenteil, es eröffnet mehr strategische Möglichkeiten. 1, 2 oder 3 Stopps mit Reifenwechsel und Nachtanken machen die Fahrzeuge unterschiedlich schwer und schnell. Aktuell ist das Feld üblicherweise in 2 Hälften eingeteilt, die Top 10, die weich-hart fahren und, der Rest mit hart-weichen Reifen. Die Fahrzeuge sind zu jedem Zeitpunkt im Rennen ungefähr gleich schwer.

Da die Teams selbst mit Kaputtgeh-Reifen versuchen, möglichst lange Stints zu fahren, sollte der umgekehrte Weg in Betracht gezogen worden: Reifen Marke Holzklasse, die nur durch viel Rutschen und Querstehen in ihr Temperaturfenster gebracht werden. Attackieren muss zu jeder Zeit möglich sein und darf die Reifen nicht überlasten.

Antriebstechnisch muss vom Benzinsparen Abstand genommen werden. Wer spart, kann nicht genug attackieren. Die Sinnhaftigkeit von Hybridtechnologie, so wie sie die F1 zurzeit einsetzt, muss bezweifelt werden. Der Gewinn für die Umwelt beschränkt sich ausschließlich auf die verbrannte Benzinmenge während eines Rennens. Die Nachhaltigkeit außerhalb des Rennens ist hingegen nicht gegeben. Zumindest solange nicht, solange die Antriebe die Hersteller immer noch Unsummen kosten. Es ist ja nicht so, dass dahinter wenige Leute sich eine goldene Nase verdienen, sondern es werden jede Menge Ressourcen verbraucht, um die Antriebe so hinzubekommen, wie sie heute sind. Da wird im Hintergrund jede Menge Benzin und Kohle (für Strom) verbraucht. In Summe ist die Energiebilanz schlechter, als sie für einen einfachen großvolumigen, und mehr Benzin verbrauchenden Saugmotor wäre.
Ein Hybridantrieb hätte nur dann eine Chance, wenn irgendwann ein gewisser Break-Even in der Bilanz erreicht werden würde, dass heißt, die Entwicklungskosten gehen herunter, der Ressourcenbedarf wird kleiner. Dies ist aber unter den aktuellen Regeln nicht zu erwarten. Auch weil allein der Betrieb der Technik viel zu hoch ist, auch von Personalseite her. Diese extra gestellten Leute müssen auch zu den Rennen fahren oder fliegen. Also weitere Umweltbelastung.

Für das Racing ist zurzeit die MGU-K mehr schädlich als die MGU-H. Die MGU-K sorgt dafür, dass mit Lift-and-Coast gefahren wird, um zu Rekuperieren. Es wird nicht mehr auf der letzten Rille gebremst. Durch das Lift-and-Coast ist die Art des Bremsens am Ende jeder Geraden quasi vorgegeben. Eine Abweichung davon führt dazu, dass das vordere Fahrzeug sich einen Nachteil für die nachfolgende Gerade einhandelt. Die MGU-H ist dem Racing viel mehr zuträglich, da sie ihre Energie beim Beschleunigen holt. Leider ist die MGU-H maßgeblich am schlechten Sound der aktuellen Motorgeneration beteiligt.

Unterm Strich sind es aktuell viele Gegebenheiten des Regelwerks, die dafür sorgen, dass das Racing schlecht, bzw. künstlich ist.

Daher sollte zurück auf Saugmotoren umgestellt werden. Am besten auf einen V12, welcher am kultiviertesten läuft. Statt auf den Verbrauch im Rennen und pro Runde zu achten, sollte der Umweltgedanke beim Abgas Beachtung geschenkt werden. Der Treibstoff sollte CO2-neutral hergestellt werden, denkbar wäre ein sogenanntes E-Fuel. Ebenso hat sich gezeigt, dass Turbomotoren und Direkteinspritzung zu schädlichen Nebenprodukten im Abgas führen. Daher sollte auf Turbos verzichtet werden, denkbar wäre demnach auch, statt Direkteinspritzung eine klassische Saugrohreinspritzung zu verwenden.

Weiter erstrebenswert:
- Begrenzung der Fahrzeuglänge. Optisch gesehen hat die Fahrzeugverbreiterung von 2017 wenig gebracht, da die Fahrzeuge im gleichen Zuge immer länger wurden. Der Mercedes ist so lange wie ein Maybach (ca. 5,70m). Die ausufernden Längen sind auch Resultat, das Fahrzeug ruhig zu halten, um die Reifen zu schonen. Auch dies trägt dazu bei, dass wenig überholt wird. Die Fahrzeuge sollten daher maximal 5,0 m lang sein dürfen. Vielleicht sogar noch kürzer. Der Trend dazu muss dahin gehen, dass wieder mit dem "Gasfuß" gelenkt werden kann, so wie das bei Karts möglich ist, oder ein Michael Schumacher auch im F1 häufig getan hat, der mit einem "instabilen" Fahrzeug seine Vorteile hatte (siehe Interviews von Gerhard Berger bzgl. 96er Benetton, Videos Monza von Schumacher).

- Benutzung von FIA Class 2 (z.B. Le Mans) und sogar 3 (z.B. Nordschleife) Kursen. Die Sicherheit ist hoch genug. Wenn schon hässliches Halo, dann sollte auch die Fahrt auf Kursen mit weniger Sicherheitsressourcen möglich sein. Ich oute mich trotzdem als Fan von asphaltierten Auslaufzonen. Im Umkehrschluss, Kiesbetten bedeuten, das Fahrzeug bleibt stecken und eine Gelblichtphase wird ausgerufen. Dies ist dem Racing schädlich. Oberester Vorsatz sollte immer das Racing sein. Und trotzdem ist Paul Ricard einfach mies. Allein wegen den Farbstreifen. Die Formel 1 muss in Frankreich nach Le Mans. Wenn nicht auf den Circuit de la Sarthe, dann wenigstens auf einen umgebauten Circuit Bugatti. Der ACO sollte da einlenken. Es gibt in Frankreich keinen besseren Ort für Racing als in Le Mans.

Benutzeravatar
flingomin
Beiträge: 2318
Registriert: Fr Aug 10, 2012 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von flingomin » Mi Jul 18, 2018 10:52 am

Maglion hat geschrieben:
Sa Jul 14, 2018 5:10 pm
Ich behaupte mal, dass man in der F1 super geile (schnell, geiler Sound, tolle Optik) Einheitsautos einführen könnte, die so schnell sind, wie die aktuellen F1 Boliden, mehr Action bieten und die Fans begeistern und auf die die Teams nur noch ihre Logos pappen und die Fans würden das nach eine kurzen Zeit der Aufregung vergessen / akzeptieren, wenn es im Gegenzug geile Rennen und enge Kämpfe um die WM geben würde.
Sowas gibts ja alles, gegenwärtig unter dem Namen Formel 2.
Ich habe aber nicht den Eindruck, als würde diese Serie vor Zuschauerinteresse platzen.

Zudem sehe ich nicht das Problem: Es gibt doch im Moment "enge Kämpfe um die WM". Allene in den letzten 4 Rennen haben die WM - Führenden dreimal gewechselt.
Geht doch kaum besser (und interessiert trotzdem keinen mehr).

Für mehr Action auf der Strecke braucht es vergleichsweise wenig: Ordentliche Reifen und Wiedereinführung der Tankstopps.
Der Rest ergibt sich dann von selbst.

Benutzeravatar
Maglion
Beiträge: 3917
Registriert: So Mär 07, 2004 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von Maglion » Mi Jul 18, 2018 1:22 pm

flingomin hat geschrieben:
Mi Jul 18, 2018 10:52 am
Sowas gibts ja alles, gegenwärtig unter dem Namen Formel 2.
Ich habe aber nicht den Eindruck, als würde diese Serie vor Zuschauerinteresse platzen.
Das liegt nicht am Konzept, sondern am Image und der Art der Vermarktung. Und schon der Name Forme 2 vermittelt doch dem Zuschauer, dass es hier nur zweitklassiges gibt - das ist wie mit der Fußball Bundesliga, die meisten schauen doch die 1. Bundeslage, da können die in der 2. Bundeliga noch so tolle und spannde Spiele liefern......

Man sieht ja an der F1, was man alles verschlimmbessern kann, ohne dass es gravierende Auswirkungungen auf die Zuschauerzahlen / Einnahmen hat.
Anders herum könnte man die Formel 2 absolut perfekt und auch anspruchvoller und schneller, als die F1 machen und es würde sicher viele Jahre dauern, bis das bei den Fans ankommt und sie von der F1 zur F2 wechseln würden. Das sieht man ja auch sehr gut am Motorradsport, der bietet inzwischen deutlich mehr als die F1, wenn man die Bewertungskriterien auf das Sportliche und den Unterhaltungswert reduzieren würden, trotzdem hat es die MotoGP schwer, so viele Zuschauer zu erreichen, wie die Formel 1. Viele schauen die F1 auch mehr aus Gewohnheit und Tradition, als dass sie nach objektiven Leistungsmerkmalen entscheiden. Würde man die MotoGP z.B. auf einem der großen Sendern zeigen und sie ähnlich bewerben, wie die F1, bin ich mir sicher, dass man innerhalb kürzester Zeit 1 - 2 Mio. Zuschauer in D hätte. Auf Eurosport ist die MotoGP ziemlich versteckt, genauso wie andere Rennserien. Wenn man dann noch einen Teil der Rennen nur im Pay-TV anbietet hilft das nicht, die MotoGP in D groß zu machen. Bei Formel 2 & Co. sieht es ja noch viel schlimmer aus.....

Anstatt die Rennen der F1 zu reduzieren, wie es sich z.B. Renault wünscht, sollte man die Rennen verkürzen und attraktiver machen, dann hat man auch die Möglichkeit, dass man auch noch einige Fans dazu bringt, sich z.B. ein im Anschluß stattfindendes F2 Rennen anzuschauen. Ich habe bei der MotoGP auch erst mal nur die MotoGP Rennen angeschaut, aber inzwischen schaue ich mir auch das Moto2 Rennen immer öfters komplett an, weil es dort ebenfalls tolle Rennen gibt und sie dort auch schon sehr flott unterwegs sind.

Die F1 lebt doch schon seit vielen Jahren davon, was sie mal war und welches Image sie sich aufgebaut hat.
Das Problem ist doch, dass die FIA und die Vermarkter der F1 seit ca. 20 Jahren dieses wertvollen Fundament Stück für Stück demontieren und beschädigen, ohne ihm etwas neues hinzufügen zu können.
SimSeat-Racer

Dissident
Beiträge: 8385
Registriert: Sa Sep 13, 2008 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von Dissident » So Jul 22, 2018 3:02 pm

Ich habe nicht das Gefühl dass das Hinterherfahren heute schlimmer ist denn je, daher frage ich mich wieso man nicht die DRS Statistiken auswertet und die jeweiligen Zonen einfach anpasst? einige Zonen waren zu lang, andere zu kurz, bis an die 0.8-1.0 Sekunden kann man heute recht gut heranfahren, den Rest erledigt eben DRS oder Reifenprobleme beim anderen.

Also wird die hässliche HALO F1 die schnellste F1 aller Zeiten bleiben, bis auf weiteres. :jupi:

Benutzeravatar
Maglion
Beiträge: 3917
Registriert: So Mär 07, 2004 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von Maglion » So Jul 22, 2018 3:47 pm

im Augenblick werden die DRS-Zonen ja alle verlängert, um noch mehr Überholmanöver möglich zu machen - siehe Hockenheim. Da kann ein Hamilton ohne Probleme und ohne Zweikämpfe von Platz 15 durchs Feld fahren, weil die DRS-Zone soooo lang ist, dass die Gegner gar keine Chance haben. Welchen Reiz hat es denn, wenn eiun Top-Fahrer in einem Top-Auto durch das Feld pflügen muss, wenn das sooooo einfach ist? Knopf drücken und vorbei fahren, ist kein Rennsport und macht die F1 auch nciht spannendenr oder aufregender - im Gegenteil, es entwertet Überholmanöver grundsätzlich.
SimSeat-Racer

Dissident
Beiträge: 8385
Registriert: Sa Sep 13, 2008 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von Dissident » So Jul 22, 2018 5:07 pm

Dann müssen eben die DRS Zonen angepasst werden, früher konnte man deutlich leichter hinterherfahren, das hat ja nichts mit den Fahrern selbst zu tun, die geben auch heute alles um irgendwie vorbei zu kommen, nur war das früher ohne DRS nicht unbedingt die höhere Kunst, weil man wie gesagt technisch bedingt besser folgen konnte.

Benutzeravatar
flingomin
Beiträge: 2318
Registriert: Fr Aug 10, 2012 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von flingomin » Di Jul 24, 2018 1:56 pm

Ich habe da immer so meine Probleme, die „gute alte Zeit“ zu glorifizieren.
Hier wird/wurde oft der Zeitraum „bis vor 20 Jahren“ genannt.
„Vor 20 Jahren“, das war 1998.
Schon damals waren „Rennen“ üble Prozessionen. Positionsveränderungen fanden nur in der Box statt, Überholvorgänge wurden gar nicht erst versucht, waren viel zu Risikoreich im Vergleich zum Boxenstopp.
Die Rennen gingen – mal von der höheren Defektgefahr abgesehen – oft so aus wie sie begonnen haben.

Und richtig, ein Hamilton fuhr am Sonntag scheinbar mühelos von ganz hinten bis ganz nach vorne.
Hatte aber imho wenig mit DRS zu tun. Ein von der Kette gelassener Mercedes ist einfach im Renntrimm 2s schneller als fast alle anderen (ausser FER und RBR).
Auch früher, in der pre-DRS Zeit schafften das Fahrer von ganz hinten (Barichello zum Beispiel).
Dazu kommt eines: Die Fahrer wehren sich heute erst gar nicht mehr, reagieren eher wie beim Überrundet werden (deutlich sichtbar am vergangenen Sonntag).
(Motto: Warum Reifen und Benzin im Zweikampf vergeuden, wenn der viel schnellere Hintermann früher oder später ohnehin vorbei geht).
Klar werden Überholmannöver somit quasi uninteressant, aber genau das hat – man mag von dem Mann ansonsten halten was man will – Bernie E damals vorausgesagt.
Vieles in der Formel 1 ist krank. Wird immer teurer ohne dass es besser wird.
Reifen, Benzinlimit, Tankverbot, Bestrafungswut, u.s.w.
Was wäre die beste Lösung?
Schwierige Frage, seit den 90er Jahren wird an Symptomen herumgedoktert ohne dass das irgendetwas verbessert hätte.
Alles was probiert wurde, scheiterte früher oder später wieder krachend.


Ich weiss auch nicht, ob so viele nur aufgrund ihrer "Gewohnheit" die Formel 1 schauen.
Unterm Strich ist es doch so: Der Glamour, das Geld, die großen Namen sind in der Formel 1, nicht in irgendeiner anderen Serie. Wenn dort ein Günther selbst nach rundenlangen beinharten Zweikämpfen gegen einen Délétraz gewinnt ist das sicher nett, reißt mich aber nicht vom Sofa.
Das Problem ist doch:
Ein Regionalligaspiel kann spannender und unterhaltsamer sein als eine Partie von zwei Erstligisten, vielleicht wird manchmal sogar der bessere Fußball geboten.
Trotzdem interessierts kaum einen, weil dort eben die große Namen und der "Kick" der Veranstaltung fehlen.
DEN hat aber die Formel 1. Auch heute noch. Dennoch ist die Serie von Grund auf krank.

ArrowsA10B
Beiträge: 87
Registriert: So Mai 09, 2010 1:01 am

Re: F1 ZUKUNFT, REGELN, MOTOR ZUKUNFT

Beitrag von ArrowsA10B » Fr Jul 27, 2018 6:53 pm

flingomin hat geschrieben:
Di Jul 24, 2018 1:56 pm
Ich habe da immer so meine Probleme, die „gute alte Zeit“ zu glorifizieren.
Hier wird/wurde oft der Zeitraum „bis vor 20 Jahren“ genannt.
„Vor 20 Jahren“, das war 1998.
Schon damals waren „Rennen“ üble Prozessionen. Positionsveränderungen fanden nur in der Box statt, Überholvorgänge wurden gar nicht erst versucht, waren viel zu Risikoreich im Vergleich zum Boxenstopp.
Die Rennen gingen – mal von der höheren Defektgefahr abgesehen – oft so aus wie sie begonnen haben.

Das lag damals aber auch an hausgemachten Problemen, bzw. es war auch einer Entwicklung geschuldet, die aus den schlimmen Unfällen Mitte der 90er hervorging. Dazu zählte die Reduzierung der Fahrzeugbreite von 2,00m auf 1,80m und die Verwendung von Rillenreifen. Das machte die Fahrzeuge unagiler, bzw. stabiler, aggressive Fahrweise wurde dadurch immer schwieriger. Die Fahrzeuge wuchsen (im Verhältnis und total) in die Länge. Das Aero-Wettrüsten begann.

Auch sollte man betrachten, dass die 90er "Newey-Jahre" wahren, unterbrochen nur durch ein extremen Schumacher. 2000 - 2004 wurden dann eben Schumacher/Byrne/Brawn-Jahre. Mitte der 2000er gab es dann wieder ein Benetton/Renault-Durchbrechen, welches hauptsächlich Michelin zuzuschreiben ist. Dann folgen wieder Newey-Jahre.

Was ich damit sagen will: Es gab immer ein Team, welches extrem dominant war, und sich daher an der Spitze nicht viel tun konnte. Ausnahmen bildeten seit den 90ern die Jahre 1994, 2000, 2003, 2007 und 2008.

Antworten