Berger WM 1996?

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CraDLe-Of-FiLTh
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Berger WM 1996?

Beitrag von CraDLe-Of-FiLTh » Mi Jul 28, 2004 11:59 pm

oh man.. da hat sich der gerhard aber sicherlich mächtig in den hintern gebissen.. Bild

Jordan EJ10
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Berger WM 1996?

Beitrag von Jordan EJ10 » Do Jul 29, 2004 12:11 am

Das gibts ja garnicht.
So viel Pech. Bild

jetfh
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Berger WM 1996?

Beitrag von jetfh » Do Jul 29, 2004 7:03 am

Ich war (als Österreicher irgendwie logisch) immer Berger-Fan, aber ich habe irgendwann ein langes Interview mit ihm gesehen und da sagte er folgendes:

"Vielleicht habe ich in meiner Karriere ab und zu ein bisschen zu sehr auf den Kontoauszug und ein bisschen zu wenig auf die sportlichen Möglichkeiten geachtet."

Dürfte wohl in jenem Jahr nicht unbedingt so gewesen sein, aber wenn ich an die Entscheidung denke, ab ´93 wieder zu Ferrari zu gehen...

CU-Jet

Müller
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Berger WM 1996?

Beitrag von Müller » Do Jul 29, 2004 8:55 am

Die Hälfte von allem ist Glück...

Stefan17675
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Berger WM 1996?

Beitrag von Stefan17675 » Do Jul 29, 2004 11:41 am

Dass er Ende 92 von McLaren weg ist, war eine gute Entscheidung. Das Team stand vor der größten Krise seiner Geschichte. Mit Ayrton Senna gelangen 1993 zwar noch sporadische Siege (der Höhepunkt ist wohl das Rennen in Donington Park gewesen), aber danach folgten vier sieglose Jahre, erst 1997 war man durch die Unterstützung von Mercedes-Benz wieder an der Spitze.

1993 war Ferrari sicherlich eine gute Alternative für ihn, aber Benetton-Renault war 96/97 das Grab seiner Karriere. Er hätte mit Sicherheit neben Jacques Villeneuve 96 den WM-Titel geholt, wahrscheinlich auch 97.

Aber es gibt so viele Hätte Wenns und Abers. Was wäre gewesen, wenn Senna nicht gestorben wäre? Wäre er 1997 zu McLaren zurückgekehrt und hätte im Silberpfeil gesessen? Was wäre dann gewesen? David Coulthard wäre vielleicht nie in die Formel 1 gekommen.

Es ist so, wie es ist.

vanRossem
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Berger WM 1996?

Beitrag von vanRossem » Do Jul 29, 2004 1:37 pm

Ich glaub Berger ist trotzdem zufrieden,es gibt glaub ich kaum einen Fahrer der mit so wenig Erfolg (relativ gesehen,Berger war schon sehr gut) so viel Geld verdiente.
Ausserdem war er nicht bereit sich so arg zu quälen und nur für die F1 zu leben wie ein Senna z.B.

HansStreng
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Berger WM 1996?

Beitrag von HansStreng » Fr Jul 30, 2004 5:19 am

Naaaaaja, so mühelos hatte Hill den Titel ja nicht in der Tasche. Und ob sich Berger gegen den Teamkollegen durchgesetzt hätte ist ne ganz andere Frage.

preusenfeind
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Berger WM 1996?

Beitrag von preusenfeind » Mi Okt 06, 2004 7:57 pm

Original erstellt von weslake_V12:
[QB]@ Streng

Also so weit ich mich erinnern kann, war Hill 1996 in der gesamten Meisterschaft kein einziges mal ernsthaft in Bedrängnis. Er gewann die ersten 3 Rennen, im 4. Rennen wurde er 4. danach gewann er Imola. 1996 in Monaco sind alle Ausgefallen (lediglich 3 Piloten kamen ins Ziel). In Spanien viel er aus. Anschl. in Kanada, Frankreich war er wieder ganz oben am Treppchen gefolgt von einem Dreher ins Aus in England. In Deutschland, Ungarn, Portugal und Japan war er jeweils Erster bzw. Zweiter.

Gut mühelos klingt vielleicht etwas krass, aber ausgenommen von Schumacher und Villeneuve hatte er niemanden zu fürchten. Die beiden Kontrahenten waren aber 1996 einfach zu unkonstant.

Ob Berger Villeneuve hätte schlagen können werden wir nicht erfahren, aber darum ging es mir in meinem Post auch nicht. Lediglich die Tatsache, dass Berger 1996 um ein Haar im Weltmeisterteam hätte fahren können, wußte ich noch nicht....

Ich persönlich halte Berger für einen besseren Racer als Hill und auch für schneller.

Hi,

das ist so nicht ganz richtig, Hill konnte beim Saisonauftakt nur deshalb gewinnen weil Villeneuve auf Anordnung vom Team langsamer machen mußte, da er Öl verlor. An Hill´s Auto der Villeneuve immer auf den Fersen gewesen ist, war auf den weißen Stellen der Rothmanns Lackierung auch ein Ölschimmer zu erkennen!
Ansonsten hätte Villeneuve sein Auftaktrennen wo er ja schon die Pole geholt hatte gewonnen! Der Rest von deiner schreiberei passt, auch ich bin der Meinung das Berger ´96 den Titel auf Williams geholt hätte.
Aber im Jahr ´97 glaube ich hätte, Berger was nicht der Fall war bei Williams nicht den Titel geholt.

Luiii
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Berger WM 1996?

Beitrag von Luiii » Mi Okt 20, 2004 12:44 am

<blockquote><font size="1" face="Verdana,Helvetica,Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr>Original erstellt von vanRossem:
<strong>Ich glaub Berger ist trotzdem zufrieden,es gibt glaub ich kaum einen Fahrer der mit so wenig Erfolg (relativ gesehen,Berger war schon sehr gut) so viel Geld verdiente.
Ausserdem war er nicht bereit sich so arg zu quälen und nur für die F1 zu leben wie ein Senna z.B.</strong><hr></blockquote>

Jaja ein übler Fehler dies jetzt zu schreiben.
Aber einer der Punkte die vielen sogleich aufgefallen waren: Einsatz Senna, Einsatz Lauda.
Dagegen war Senna ein Lebemann Bild

Übler waren die Kommentare als MS kam. Da wurde er als Faultier gehandelt.
Senna zeigte Einsatz. Er war bspw. oft bei den Hondajungs. Aber für sich und seinen Bereich, hat er wenig getan. Er war, so scheint es, eher ein Antreiber als ein Arbeiter.

Magic
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Berger WM 1996?

Beitrag von Magic » Mi Okt 20, 2004 12:57 am

Aber für sich und seinen Bereich, hat er wenig getan. Er war, so scheint es, eher ein Antreiber als ein Arbeiter

Die Lotus Mechaniker die das "Vergnügen" hatten mit Senna zu arbeiten werden wohl anders denken. Denen hat es jedesmal gegraut Senna spät Abends irgendwo in der Hotelhalle zu sehen, weil er mit ihnen nochmals das ganze Set-up durchgehen wollte.

Senna war ein Perfektionist, er gab enorm viel und verlangte enorm viel. Er hat, anders als einige seiner Kollegen, immer hunderprozentig auf seinen Job konzentriert. Der Mensch lebte für die F1.

Wie sonst ist es zu erklären dass Senna vor allem bei den Arbeitstieren von Japanern so beliebt gewesen war? Die Leute bei Honda waren sich zuvor von Mansell und Piquet ganz anderes gewöhnt Bild

Magic

Luiii
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Beitrag von Luiii » Mi Okt 20, 2004 10:37 am

<blockquote><font size="1" face="Verdana,Helvetica,Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr>Original erstellt von Magic:
<strong>Aber für sich und seinen Bereich, hat er wenig getan. Er war, so scheint es, eher ein Antreiber als ein Arbeiter

Die Lotus Mechaniker die das "Vergnügen" hatten mit Senna zu arbeiten werden wohl anders denken. Denen hat es jedesmal gegraut Senna spät Abends irgendwo in der Hotelhalle zu sehen, weil er mit ihnen nochmals das ganze Set-up durchgehen wollte.

Senna war ein Perfektionist, er gab enorm viel und verlangte enorm viel. Er hat, anders als einige seiner Kollegen, immer hunderprozentig auf seinen Job konzentriert. Der Mensch lebte für die F1.

Wie sonst ist es zu erklären dass Senna vor allem bei den Arbeitstieren von Japanern so beliebt gewesen war? Die Leute bei Honda waren sich zuvor von Mansell und Piquet ganz anderes gewöhnt Bild

Magic</strong><hr></blockquote>

Er war nicht wie andere. Zu seiner Zeit auch etwas besonderes. Nur bezieht sich dies meist auf andere. Er sitzt die Nacht mit den Mechanikern und bespricht sein Set-up. Das war etwas besonderes. Auch die Geschichten in denen er die Mechaniker antreibt sind alle legendär. Aber er als Fahrer. Er hatte sein Talent. Hätte Senna etwas für sich getan, so bin ich überzeugt, hätten wir die gleiche Dominaz mit Senna erlebt, welche wir nun bei MS erleben.

Magic
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Beitrag von Magic » Mi Okt 20, 2004 11:27 am

Hätte Senna etwas für sich getan, so bin ich überzeugt, hätten wir die gleiche Dominaz mit Senna erlebt, welche wir nun bei MS erleben.

Was genau hätte Senna den für sich tun können? Senna fuhr nicht nur seines Talentes wegen gut. Talent haben viele Piloten aber die wenigsten kommen gross raus. Da steckt immer auch eine menge Arbeit dahinter, und nicht jeder Pilot ist bereit über 100% Committment zu geben.

Man kann die jetzige F1 nicht mehr mit der vor 15 Jahren vergleichen. Man könnte sich ja die Frage stellen, ob MS zwischen 1984-1994 also in der Zeit in der Senna fuhr auch 7 Titel geholt hätte. Und was hätte Senna umgekehrt heute erreicht? Man kann das alles nicht vergleichen.

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Beitrag von Magic » Mi Okt 20, 2004 1:52 pm

Glück insofern dass Reutemann 1981 und Prost 1983 die WM nach Vorsprung förmlich verschenkt hatten. Mansell selbst konnte 1987 die letzten beiden Rennen durch seinen Trainingsunfall in Suzuka nicht mehr bestreiten. Piquet fand daraufhin nichts besserers zu äussernm, als dass Mansell die Verletzung nur vorgetäuscht hatte um den Titel nicht auf der Strecke zu verlieren.

Und Piquets Meinung über den Taxifahrer aus Sao Paulo hat sich selbst beim berüchtigen Grossmaul aus Rio mit der Zeit revidiert. Dafür bekommt jetzt Barrichello jeden zweiten Sonntag seine Kritiken zu hören.

Magic

Luiii
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Beitrag von Luiii » Mi Okt 20, 2004 2:33 pm

<blockquote><font size="1" face="Verdana,Helvetica,Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr>Original erstellt von Magic:
<strong>Hätte Senna etwas für sich getan, so bin ich überzeugt, hätten wir die gleiche Dominaz mit Senna erlebt, welche wir nun bei MS erleben.

Was genau hätte Senna den für sich tun können? Senna fuhr nicht nur seines Talentes wegen gut. Talent haben viele Piloten aber die wenigsten kommen gross raus. Da steckt immer auch eine menge Arbeit dahinter, und nicht jeder Pilot ist bereit über 100% Committment zu geben.

Man kann die jetzige F1 nicht mehr mit der vor 15 Jahren vergleichen. Man könnte sich ja die Frage stellen, ob MS zwischen 1984-1994 also in der Zeit in der Senna fuhr auch 7 Titel geholt hätte. Und was hätte Senna umgekehrt heute erreicht? Man kann das alles nicht vergleichen.
Magic</strong><hr></blockquote>

Er hätte bspw. nicht erst durch Josef Leberer (Masseur und Fitbeßtrainer) etwas für seinen Körper machen können.

Verstehe mich nicht falsch. Senna war ein begnadeter Fahrer. Das würde und will ich nicht in Abrede stellen.

Senna begann seine Karriere und verstand nicht warum auch ein gutes Auto notwendig ist. Er war überzeugt, daß ein Fahrer ausreicht. Seine resultierenden Blockadefahrten kennen wir ja. Irgendwann verstand er es. Er widmete sich also mehr dem Team und den Aufgaben der Mechaniker. Erst 1994 hatte er mit Josef Leberer einen eigenen, von Williams gestellten, Masseur, Futterberater, Fitneßtrainer, Mentaltrainer, Therapeut, etc.. Erstmal hatte er einen 1988 oder 1989. Eben auch diesen Josef Leberer, welcher bei McLarren für beide Fahrer zuständig war.

Das es zu Sennas Einstieg nicht normal war, sich selber, neben der Strecke, an die Grenzen zu bringen, ist mir bekannt. Dies kam erst durch einen anderen Fahrer auf. Ebenso wie Lauda neues in die Formel1 brachte und deutlich aufzeigte, welche Komponenten ein Rennfahrer beachten soll.

Magic
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Beitrag von Magic » Mi Okt 20, 2004 2:46 pm

Er hätte bspw. nicht erst durch Josef Leberer (Masseur und Fitbeßtrainer) etwas für seinen Körper machen können

Senna hatte seit der Saison 1985 einen eigenen Fitnesstrainer mit Namen Nuno Cobra. Den suchte er in Sao Paulo auf nachdem er während der Saison 84 einige Male Probleme mit seiner Kondition kriegte.

Leberer lernte er bei seiner Zeit bei Mclaren kennen. Die beiden verstanden sich so gut dass Leberer danach Senna zu Williams folgte.

Ich weiss nicht woher dieser Mythos des Fitness schwachen Senna herkommt. Er mag nicht so fit wie ein MS sein (wer ist das schon?) aber in seiner Epoche 84-94 war er mit Sicherheit einer der fittesten Fahrer überhaupt.

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holiday

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Beitrag von holiday » Mi Okt 20, 2004 3:28 pm

<blockquote><font size="1" face="Verdana,Helvetica,Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr>Original erstellt von Magic:
Leberer lernte er bei seiner Zeit bei Mclaren kennen. Die beiden verstanden sich so gut dass Leberer danach Senna zu Williams folgte.
<hr></blockquote>

Fast.

AS lernte Leberer über Berger kennen, dessen Physiotherapeut der Österreicher Leberer zu der Zeit war. Als Berger 1993 von McLaren zu Ferrari wechselte und die Scuderia auf ihrem eigenen Physiotherapeuten bestand, war es nur logisch, daß Leberer bei McLaren und Senna blieb. Meines Wissens hat Leberer Sennas Sarg auf dem Flug von Italien nach Brasilien begleitet.

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Beitrag von Magic » Mi Okt 20, 2004 3:36 pm

Meines Wissens hat Leberer Sennas Sarg auf dem Flug von Italien nach Brasilien begleitet.

Da hast Du recht. Er war zusammen mit Berger und Senna Kollege und Tele Globo Reporter Galvao Bueno auch im Spital an seinem Sterbebett anwesend gewesen. Von Leberer kam auch die Geschichte mit der oesterreichischen Fahne die sich noch in Sennas Hosensack befand.

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Stefan P
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Beitrag von Stefan P » Do Okt 21, 2004 12:00 am

<blockquote><font size="1" face="Verdana,Helvetica,Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr>Original erstellt von Magic:
<strong>.....Senna fuhr nicht nur seines Talentes wegen gut. Talent haben viele Piloten aber die wenigsten kommen gross raus. Da steckt immer auch eine menge Arbeit dahinter, und nicht jeder Pilot ist bereit über 100% Committment zu geben...</strong><hr></blockquote>
...über 100% geht auch schlecht. Es gab aber einen, der seinen "Aufwand" an Arbeit am minimalen Limit hielt. Lauda nannte ihn bewundernd "Freizeitweltmeister". Kaum auszudenken, was dieser Mann hätte erreichen können, hätte er die Akrebie von Prost oder den Ehrgeiz von Senna oder die Arbeitswut von Schumacher gehabt. Ich spreche von Nelson Piquet in meiner Wertungsskala der beste der bisherigen Brasilianischen Weltmeister.

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[ 20.10.2004: Beitrag editiert von: Stefan P ]</p>

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