Formel1 2017 nach BE: Quo Vadis?

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Jupiterson
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Formel1 2017 nach BE: Quo Vadis?

Beitrag von Jupiterson » Di Jan 24, 2017 2:16 pm

Ich könnte mir vorstellen, dass man für viel mehr, und sehr viel differenzierter bezahlen muss. Für jeden Live-Ticker oder so.

Eventuell gibt es Formel1 nur mehr auf Abruf (Bezahlung) im Netz – oder gar auf einem ganz eigenen, neuen weltweiten Paysender/-Kanal.

Dann wird es wohl insgesamt mehr Rennen, aber es soll auch wieder mit mehr Traditionsrennstrecken geben (so Ross Brawn). Damit werden ein paar Exoten wieder fliegen.

Extrabonuszahlungen an Ferrari werden eingestellt.

Da kommt noch mehr.
Was glaubt Ihr?

<small>[ 24.01.2017, 14:21: Beitrag editiert von: Jupiterson ]</small>

Formulahistory
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Formel1 2017 nach BE: Quo Vadis?

Beitrag von Formulahistory » Di Jan 24, 2017 2:30 pm

Ich hab die Hoffnung, dass das Kostenproblem in der Formel 1 - und das fängt ja schon bei der Geldverteilung an - endlich gelöst wird. Das Problem: Bis 2020 wird sich nicht viel tun...

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bnlflo
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Beitrag von bnlflo » Di Jan 24, 2017 2:31 pm

Oder vielleicht ist Liberty als Medienunternehmen auch einfach nur daran interessiert, das Angebot an das aktuelle Jahrtausend anzupassen und damit aufzuwerten - die Formel 1 hat doch gerade darunter gelitten, dass Bernie das alles für Schnickschnack hielt, für das ihn keiner bezahlt, anstatt das als wesentlichen Bestandteil einer Rennserie zu betrachten.

Immer wenn Malone was neues macht, scheint die Welt ja erst mal unterzugehen. Aber Olympia wird mit Discovery funktionieren, F1 mit Liberty.

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Stefan P
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Formel1 2017 nach BE: Quo Vadis?

Beitrag von Stefan P » Di Jan 24, 2017 2:43 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von bnlflo:
Aber Olympia wird mit Discovery funktionieren, F1 mit Liberty. </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">...und Fußball mit Infantile...

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wings
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Beitrag von wings » Di Jan 24, 2017 8:08 pm

Rosi hofft, dass die F1 jetzt amerikanisiert wird, mehr Showbiz und so. Horner will die Herstellertechnokratie eindämmen (die Aero-Spielchen fallen dem Fan ja weniger negativ auf).

Letzten Endes bleibt die Frage nach dem Zeitgeist. "Sicherheit vor!", Image der Hersteller, Showelemente - das ist ja nicht nur Teil der F1, weil eine Runde alter Säcke gegen den Fan reglementierte. Wäre das Erlebnis F1 geldbeutelverträglicher, wahrscheinlich käme man in der Masse damit noch einmal besser zurecht, auch wenn manch alter Zuschauer auf der Strecke bleibt. Also wo ansetzen? Denke, als Erstes beim Preis, bei der Verfügbarkeit, kein Klima der Angst, des Verlustes bei Teams und Streckenbetreibern. Bis auf wesensfremde Wald- und Ganztagesfahrer (WRC/WEC)) sowie Zweiräder schickt sich zudem keine Rennserie an, die uriger und interessanter als die F1 mit all ihren Problemen und Neuerungen ist.

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Beitrag von gpXracer » Di Jan 24, 2017 8:14 pm

Es wird so sein, dass es noch mehr um die "Show" und damit künstliche Elemente dreht. Das ganze wird sich immer mehr vom Motorsportfan weg und in Richtung Event-Fan entwickeln. Mich spricht das nicht an aber es gibt eben mehr Masse (Event-Fans, die ja hier auch zu Hauf unterwegs sind) als Klasse (Motorsportfans). Das Geld liegt in der Masse.

Da muss man dann nun sehen, wie man noch echten Motorsport genießen kann, ohne direkt an Rennstrecken fahren zu müssen. Schwer genug ist das jetzt schon.

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Beitrag von bnlflo » Di Jan 24, 2017 11:16 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von Stefan P:
<strong> </font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von bnlflo:
Aber Olympia wird mit Discovery funktionieren, F1 mit Liberty. </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">...und Fußball mit Infantile... </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">vermutlich, und sogar mehr Länder dürfen mitmachen. Bild

man sollte jetzt auch mal aufhören, nur weil Liberty ein amerikanisches Unternehmen ist, alle seine Vorurteile anzubringen. Sie wollen ein gutes Produkt verkaufen, klar, aber erst mal können sie das auch recht gut. und der Markenkern der F1 wird auch in einer anderen Darbietungsform erhalten bleiben.

Malone verdient einen sehr großen Teil seines Geldes auch heute schon außerhalb der USA. Der wird jetzt nicht zum ersten Mal über seinen Telllerrand in Colorado hinausschauen.
Sonst wäre ihm die F1 auch nicht im Traum als Übernahmekandidat eingefallen.
Kann es schief gehen? Klar. Aber diese Stereotypen hier helfen doch auch keinem weiter.

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flingomin
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Formel1 2017 nach BE: Quo Vadis?

Beitrag von flingomin » Mi Jan 25, 2017 7:12 am

Alleine das (Brawns) Versprechen, die Rennen wieder spannend zu machen verheisst nichts gutes.
Wie Rennen durch die Regelhüter spannend gemacht werden haben wir in den letzten 10 Jahren gesehen.
In den USA werden Rennen in Indy oder Nascar „spannend“ gemacht, indem ab und zu „einfach mal so“ das Safety-Car auf die Strecke geschickt wird, um das Feld mal wieder zusammen zu bringen.
Ich bin da noch recht skeptisch.

Das wichtigste wäre, die Strukturen der Formel 1 umzukrempeln.
Teilnehmer im Mitspracherecht beschneiden, Todt auswechseln, Strategiegruppe in ihrer derzeitigen Form abschaffen, einfache Mehrheiten einführen.
Solche Dinge eben, dann regelt sich das in ein paar Jahren ganz von alleine.

Von irgendwelchen Versprechen, die Spannung in den Rennen neu zu erfinden halte ich nichts.

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Beitrag von bnlflo » Mi Jan 25, 2017 7:35 am

Make F1 racing exciting again! Bild

Wurz
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Beitrag von Wurz » Mi Jan 25, 2017 9:49 am

Veränderung ist gut. Nach dem die Bernie Show in den letzten Jahren immer schwächer wurde, ist es gut jetzt Mal neue Leute und neue Ideen zu bringen.

Bitte nur beachten, dass sich so ein riesiger Apparat nicht über Nacht ändern wird. Die echten Neuerungen wird es wohl frühestens in der Saison 2018 geben.

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Beitrag von W 196 R » Mi Jan 25, 2017 10:12 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von bnlflo:
<strong> Make F1 racing exciting again! Bild </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Ja, Trump wird's schon richten.

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Beitrag von W 196 R » Mi Jan 25, 2017 10:25 am

Ich sehe das leider auch so. Die F1 wird sich in Richtung Indy Car/Nascar/Monster Truck/Wrestling Spektakel mit Basketball Ergebnissen bewegen wo aufgrund von Zufallsentscheidungen fast jeder in der letzten Minute noch gewinnen kann. Das ist dann nur noch was fuer sensationsluesterne Ad hoc 'Fans' aber zum Gaehnen langweilig fuer den echten Motorsport Fan.

Es sollen 'neue Maerkte' aufgetan werden, d.h. der echte Fan, der die F1 jahrzehntelang verfolgt und unterstuetzt haben wird verraten.

Wer weiss was die sich alles 'fuer die Show' ausdenken werden, aber ich fuerchte wir koennen die F1 uber die naechsten Jahre komplett abschreiben. Also ich werde mir kuenstliche amerikanische Bubble Gum Events jedenfalls nicht antun.


</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von gpXracer:
<strong> Es wird so sein, dass es noch mehr um die "Show" und damit künstliche Elemente dreht. Das ganze wird sich immer mehr vom Motorsportfan weg und in Richtung Event-Fan entwickeln. Mich spricht das nicht an aber es gibt eben mehr Masse (Event-Fans, die ja hier auch zu Hauf unterwegs sind) als Klasse (Motorsportfans). Das Geld liegt in der Masse.

Da muss man dann nun sehen, wie man noch echten Motorsport genießen kann, ohne direkt an Rennstrecken fahren zu müssen. Schwer genug ist das jetzt schon. </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">

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Beitrag von bnlflo » Mi Jan 25, 2017 11:18 am

Ecclestone hat in den letzten Jahren die F1 in Länder exportiert, in denen null Interesse an der Serie bestand, aber wo die Despoten sich einen Imagegewinn erkauft haben. Während man sich gleichzeitig von der Fanbasis entfernt hat, die Digitalstrategie sich fast nur darauf beschränkte, rechtswidrige Uploads bei Youtube zu bekämpfen und man eine Traditionsstrecke nach der anderen aus dem Kalender strich.

Wovor hast du also genau jetzt Angst?

Ich hoffe vielmehr, dass dieses Kuscheln mit zweifelhaften Machthabern ein Ende hat (vielleicht hilft es ja sogar ein klein wenig, dass der neue Eigentümer ein börsennotiertes amerikanisches Unternehmen ist, also SOX-compliant arbeiten muss. )

Minardi
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Beitrag von Minardi » Mi Jan 25, 2017 11:35 am

Das Einzige, wovor ich mich fürchte, sind die Gerüchte über eine mögliche weitere und umfassende Abschiebung der F1 ins Pay-TV. Ansonsten kann es eigentlich nur noch besser werden.

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flingomin
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Beitrag von flingomin » Mi Jan 25, 2017 1:06 pm

Ja, man wird sehen was passiert.
Da die Themen "Digitalisierung", "neue Medien" in fast jedem Artikel genannt werden kann ich mir auch irgendwelche "Pay per View" Geschichten via Internetstreaming vielleicht kombiniert mit irgendwelchnen Flatrates vorstellen.
Das starre Abo - TV hat sich doch eigentlich schon heute überlebt, zumindest bei den Youngsters.

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Beitrag von KiesbettdesGrauens » Mi Jan 25, 2017 1:16 pm

Ich bin gespannt wie sich das Rennwochenende verändert! So wie es jetzt ist, finde ich es fad. Meist schaue ich nur noch das Rennen, Quali nur wenn ich gerade nichts besseres zu tun habe.
Ich würde mir wünschen das sich hier was verändert: Quali schon am Freitag Nachmittag. Samstag einen kleinen Preis (Fahrzeit 45min) mit umgekehrter Startaufstellung zum WM-Stand und halben Punkten! Ja ich weiß, jetzt kommen die tradtionsbewussten Fans und sagen was soll der Unfug, aber denkt doch mal an die Vorteile:
-die kleineren Teams sind mehr im Fokus
-die kleineren Teams haben mehr Chance auf Punkte
-mehr Zweikämpfe im Feld
-es zählt nicht du der reine Speed sondern auch die Zweikampfstärke
Ich würde mich über so ein Rennen als Zuschauer freuen!
Sonntag darf der Große Preis so bleiben wie er ist. Evtl als kleines Showevent am Vormittag für die Fans. Ein Rennen der F1 Fahrer in anderen Autos. Tourenwagen ect. (wie damals mitte der 80iger auf dem Nürburgring)

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Beitrag von Minardi » Mi Jan 25, 2017 1:28 pm

...was soll der Unfug...

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Beitrag von Minardi » Mi Jan 25, 2017 1:39 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von flingomin:
<strong> Ja, man wird sehen was passiert.
Da die Themen "Digitalisierung", "neue Medien" in fast jedem Artikel genannt werden kann ich mir auch irgendwelche "Pay per View" Geschichten via Internetstreaming vielleicht kombiniert mit irgendwelchnen Flatrates vorstellen.
Das starre Abo - TV hat sich doch eigentlich schon heute überlebt, zumindest bei den Youngsters. </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Ich selber bin mir auch noch nicht so ganz im Klaren darüber, was es mit der sog. Digitalisierung der F1 und den "neuen Medien" auf sich hat. Vergleicht man F1 mit anderen Rennserien steht die F1 nicht so viel schlechter da. Gut, der eigene youtube-Kanal kam etwas spät und die Homepage wirkte auch lange Zeit wie aus dem letzten Jahrhundert, mittlerweile hat das aber einen ordentlichen (wenn auch noch ausbaufähigen) Rahmen bekommen, eine umfassende Fanbetreuung in den sozialen Netzwerken haben die Teams eh weitgehend selber übernommen. Weiss nicht, was sich jetzt grossartig ändern soll.

Kann mir auch nicht vorstellen, dass die Streamgeschichten ausgebaut werden, das kriegen nicht mal die Amis mit der Nascar auf nationaler Ebene hin und die F1 ist ein globales Produkt, wo noch mehr Rechteinhaber, unterschiedliche Interessen und jeweilige nationale Gesetze dranhängen. Mal sehen wie es kommt. Das wichtigste wäre, jetzt nicht in so nen Trump'schen "Ich ändere per Unterschrift die Welt" Aktionismus zu verfallen und über Nacht irgendwelche Chase-Formate und so Kroppzeuch zu aus dem Boden zu stampfen aber ich denke das droht nicht. Gegen nen zweiten GP in den USA hätte ich auch nichts einzuwenden und ich denke die neuen Macher sind sich der Faninteressen im Vergleich zu Bernie Raffzahn und seinen CVC-Heinzens viel mehr bewusst. Letzteren ging es nur noch darum, die Kuh zu melken.

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Beitrag von bnlflo » Mi Jan 25, 2017 1:56 pm

Die F1 in sich muss sicher nun keine 20 Social-Media-Manager einstellen, die alles beantworten.

aber die F1 ist doch Big-Data-technisch DAS Dickschiff unter den Rennserien. Da Dinge zu visualisieren, Leuten Zugriff zu geben, Bewegtbild für Teams besser nutzbar zu machen... also nicht unbedingt selber viel zu tun, sondern - neudeutsch - die anderen Teilnehmer zu "enablen".

Die amerikanischen Profiligen sind doch auch gut darin, das Gesamtprodukt zu vermarkten und die Teams daran zu binden. Das artet leider oft in Gleichmacherei bei Merchandising, Website und Co aus, kann aber in gewissem Maße auch eine Chance sein, ein einheitliches Profil zu entwickeln.

Liberty weiß aber bestimmt, dass sie für ein weltweites Publikum ein Produkt anbieten müssen, nicht nur für die amerikanischen Zuschauer. Die interessiert das eh wenig. Von daher bin ich gespannt und vorsichtig optimistisch.

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Beitrag von Formulahistory » Mi Jan 25, 2017 1:58 pm

Ich weiß auch nicht, was man digital groß tun will und wie das der Marke Formel 1 hilft. Klar, digital lustiger Content muss erstellt werden, der dann von allen möglichen geteilt werden und schon ist die F1 wieder öfter in aller Munde. Aber das ist nur ein kleines Problem...

Was man digital machen kann: eRaces vor dem Grand Prix, wie Franz Tost vorgeschlagen hat. Im Vorfeld des Rennens ein Sim-Race mit Fans gegen Rennfahrer - das bindet durchaus diese Fans mehr an die Formel 1.

Aber insgesamt muss die Formel 1 einfach auf der Strecke wieder attraktiv werden. Und dazu braucht es schon einige grundlegende und gravierende Änderungen. Was Casey und Brawn sagen klingt alles sehr, sehr gut. Nur: Bis 2020 wird sich da gar nichts ändern, weil die Verträge fix sind und dann muss man halt mal schauen, wie sich Casey und Brawn einem möglichen Machtkampf stellen und wie sie dem gewachsen sind. Ecclestone war es die letzten 10-15 Jahre nicht mehr.

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Beitrag von Jan » Mi Jan 25, 2017 4:24 pm

Ist es denn wirklich so, das alles in Stein gemeisselt ist bis 2020 ?

Ich meine wenn ein Mietshaus einen neuen Eigentümer bekommt, kann es neue Verträge geben, die alten sind aber wohl nicht total ungültig ?

Wenn eine Firma einen neuen Eigentümer bekommt gibt es neue Verträge sogar Entlassungen sind möglich.

Gut ist jetzt Deutsches Recht, aber die F1 hat einen neuen Eigentümer, und die Alten Verträge sind unantastbar ?

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Beitrag von Formulahistory » Mi Jan 25, 2017 5:07 pm

Brawn hat selbst gesagt, dass bis dahin alles fest in Stein gemeißelt ist.

Eine Hoffnung wäre die EU-Klage gewesen, aber die läuft ja immer noch. Da mahlen die Mühlen so langsam, bis die EU mal was macht, sind die Verträge abgelaufen... Bild Bild

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Beitrag von flingomin » Do Jan 26, 2017 12:25 am

Hier gibts mal einen ersten Eindruck: web page
Stichworte wie "think bigger", "amerikanisierung", super bowl, Digitalisierung zeigen wohin die Reise gehen soll.

Kann bestimmt alles supertoll werden, die Suche nach dem Bombast mit viel Glamour schlägt aber in jeder Zeile durch.
Ob die Formel 1 in drei Jahren besser oder schlechter sein wird als heute weiss ich nicht.
Ganz sicher aber wird sie völlig anders sein.

Dass man eine Formel 1 in drei Jahren noch für lau im Free-TV sehen kann glaube ich eher nicht.

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Beitrag von donington93 » Do Jan 26, 2017 12:37 am

Das Einzige, was die Besorgnis (Stichwort "Amerikanisierung") abfedert ist Brawn.

Ansonsten wäre es schrecklich (gewesen), wenn sowas (Liberty) die F1 "übernimmt", ohne dass so jemand wie Brawn mit in der Verantwortung ist.

Die ersten der "Yeah, endlich ist "Ekelstein" weg"-Krakeeler fangen ja zumindest vorsichtig an, auf einmal irgendwelche Bedenken oder Besorgnisse zu äußern...

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Beitrag von Minardi » Do Jan 26, 2017 12:46 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von flingomin:
<strong>
Dass man eine Formel 1 in drei Jahren noch für lau im Free-TV sehen kann glaube ich eher nicht. </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">...wäre aber unter Bernie Raffzahn aber vermutlich eh genauso gekommen...ORF ist wegen der hohen Kosten bereits ausgestiegen ( Bild Bild Bild ), mal schauen, wann RTL kippt, weil der Zirkus nicht mehr refinanzierbar ist. Die Briten müssen auch bereits Pay-TV buchen, wenn sie F1 wollen. Ich würde diesen Quatsch aber nicht mitmachen.

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