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Schumi_Fan_1990
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Do Okt 04, 2018 12:48 pm

automatix23 hat geschrieben:
Di Okt 02, 2018 9:32 pm
Mir fallen aus dem Kopf schon mindestens 3 Beispiele ein, wo Schumacher Teamorder zu seinen gunsten bekam: Frankreich 99 durfte Irvine nicht überholen (das wäre genau der eine Punkt gewesen, der Irvine am Ende dann zum Weltmeister gemacht hätte :D), Österreich 2001 und Österreich 2002....
Dass das zu seinen Gunsten entschieden wurde, bestreite ich ja gar nicht. Aber deswegen hat er noch lange nicht davon "profitiert". Profitieren tut man nur, wenn das Ganze einen signifikanten Einfluss auf das WM-Endergebnis hat und das war weder in Spielberg 2001 noch in Spielberg 2002 der Fall, denn Schumi wäre in beiden Jahren sowieso ungefährdet Weltmeister geworden. Also was ist dein Problem? :roll:

Davon abgesehen geht es völlig an der Realität vorbei, wenn man Spielberg 2001 als Teamorder bezeichnet. Man darf nicht vergessen, dass Schumi am Anfang des Rennens bis auf Platz 7 zurückgefallen ist, weil Montoya ihn bei dem einen missglückten Manöver ins Kiesbett geschickt hat. Nur deswegen lag Schumi überhaupt hinter Barrichello. Das heißt, man hat dort einfach nur die ursprüngliche Reihenfolge wieder hergestellt. Insofern ist es absurd, Spielberg 2001 und Spielberg 2002 in einem Atemzug zu nennen, weil beide Situationen unterschiedlicher nicht hätten sein können.

Die Aktion von Montoya hat Schumi sogar den Sieg gekostet, weil Schumi im Ziel nur knapp hinter dem Sieger Coulthard lag. Insofern ist das ein weiterer Beleg dafür, dass Schumi in Spielberg 2001 sicherlich nicht von irgendwas "profitiert" hat, sondern wenn überhaupt großes Pech hatte, was dazu geführt hat, dass er das Rennen nicht gewann. Aber Hauptsache, alle hacken auf der angeblichen Teamorder rum. :shake:
automatix23 hat geschrieben:
Di Okt 02, 2018 9:32 pm
Fact bleibt, daß Schumacher nie in seiner Karriere (vor dem Comeback) einen ebenbürtigen Teamkollegen hatte und immer brav an seinen sicheren, langsameren und eingebremsten Teamkollegen festhielt.
Du tust ja gerade so, als sei Schumi Fahrer, Teamchef und Manager in Personalunion gewesen. Ich frage mich sowieso, woher eigentlich dieses völlig bescheuerte Gerücht kommt, Schumi hätte auch nur irgendeinen Einfluss auf die Fahrer bei Ferrari gehabt. Schumi war die uneingeschränkte Nummer 1, ja, keine Frage, aber das Team wäre doch schön blöd gewesen, einen möglichst schlechten Fahrer als Nr. 2 zu verpflichten, nur weil Schumi das angeblich (!) wollte. Man wollte neben dem Fahrertitel schließlich auch immer die Konstrukteurs-WM gewinnen und da hätte man sich ja selbst ins eigene Fleisch geschnitten.
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seahawk
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von seahawk » Do Okt 04, 2018 5:33 pm

Sagt genug über die heutige F1, wenn mehr über Schumacher diskutiert wird als die aktuellen Rennen. Aber selbst ich würde gerne wieder 1994-2010 zurück haben.

vandamm
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von vandamm » Fr Okt 05, 2018 1:35 am

Als Todt funkte "Let Micheal pass for Championship" war ein ein klarer Satz, an dem nichts zu deuten war. Ja fanden die Fans zu früh und unnötig....

Toto funke "we have to talk after the race". Mit der Tatsache, dass im Vorfeld gesagt wurde, dass BOT gewinnen darf, ist klar, dass sich jeder verarscht fühlt.

Ich fand seit dem der Toto am Lenker ist fiel Mercedes durch einige Fälle von Unsportlichkeit auf. Der Gipfel war das letzte Rennen 2016 von HAM. Sowas hinterlistiges unter Teamkollegen stellt sicherlich den Slogan "Das Beste oder Nichts" deutlich dar.

Dann die mehrfache TO von BOT für HAM und noch schlimmer finde ich dieses Taktischefahren mit Einbremsen der Gegner und den Versuch, dass die Reifen darunter stark leiden. Dann noch das Draußenlassen des BOT (ist immer die beste Strategier für ihn) und dann das aktive Aufhalten vom Gegner. Leute wo sind wir denn? DTM zu dunkelsten Zeiten??

Herrn Wolf würde ich das mal zugerne ins Geschicht sagen Herr Nimmervoll. Natürlich würde er dabei grinsen, da Sie ja quer in seinen Arsch gekrochen sind. Für mich ist das das wahre Ende der F1... Btw hier auf dem Portal gibt es sogar Fehler in den Überschriften. Da sollte man doch mal ein Auge zudrücken, wenn Fans sich von AMG verarscht fühlen.

Von mir aus kann HAM noch 100 Titel gewinen, aber da er gegen den eigenen Teamkollegen, der von der Teamleitung a la Bottas gearscht wurde verloren hat, ist er eine Wurst für mich. 3 Titel von der FIA subvertioniert und 1 von der Ferrariführung a la Arrivabene.

Teamorder ist OK, gehört aber so deutlich kommuniziert. Ohne Funk wie in der DTM hätten wir diese Kacke nicht.....
Totto Wolf: "Ist Hamilton innen, diktiert er die Linie - Ist Hamilton außen, diktiert er die Linie..."

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Maglion
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von Maglion » Fr Okt 05, 2018 9:02 am

Da muss man sich nicht wundern, dass Rosberg nach seinem Titel, nachdem er sich mind. 2 Jahre massiv gegen den Hamilton-Clan aufgelhent hatte, keinen bock auf F1 mehr hatte - ich kann mir sehr gut vorstellen, was für eine enorme Belastung das mental ist. Rosberg ist im Gegensatz zu Hamilton und Bottas viel cleverer und konnte so seine Spielchen durchdrücken.
Dass Rosberg Hamilton nicht nur auf der Strecke, sonder auch mental geschlagen hat, wirkt noch bis heute nach - das geht ja so weit, dass Hamilton sich am Rennwochende versteckt und hinter den Kulissen alle Strippen zieht, um Rosberg nicht treffen zu müssen - z.B. offizielle Interviews. Ich denke, dass Rosberg das genießt, denn so sorgt ausgerechnet Hamilton selbst dafür, dass die Demütigung durch Rosberg immer wieder Thema wird. ;) :D :lol:

Zum Thema Teamorder:
Die Teamorder bei Schumi, von denen es viel weiniger gibt, als viele denken, sind deshalb so präsent, weil es damals ein Novom war und sich die Massen so darüber aufgeregt habe, auch weil es in den Medein so extrem negativ aufgebauscht wurde. Selbst ich als Schumi-Fan fand das als unsportlich und ungerecht und habe es abgelehnt. Mir ist zudem keine Fall bekannt, bei dem Schumi von sich aus die Teamorder forderte, diese kam meines Erachtens nach immer von der Teamführung.

Das heute ausgerechnet die Mercedes-/Hamilton-Fans die Mercedes-Teamorder-Flut mit denen von Ferrari rechtfertigen ist der größte Hohn und zeigt, wie sehr man sich als Mercedes-/Hamilton-Fan die Welt zurechtbiegen muss, damit sie aus Fansischt in Ordnung bleibt. Mercedes hat die Teamorder salonfähig gemacht und setzen sie so selbstverständlich ein, wei eine Reifenstrategie. Es geht ja nicht nur darum, dass Hamilton an seinem Teamkollegen vorbei gewunken wird, sondern Bottas & Co. werden per schlechter Strategie benachteilig, um Hamuilton nach vorne zu bringen oder müssen ihr Rennen opfern, um als Blocker Hamilton den Rücken frei zu halten, damit in einem F1 Rennen ja kein Zweikampf mit dem Gegener entstehen kann, denn sowas möchte man bei Mercedes nicht. Richtig schäbig wird es, wenn man mitbekommt, wie es hinter den Kulissen ab geht, wenn man z.B. Zusicherungen macht, die nicht gehalten werden, weil man vorher davon ausgegangen ist, dass man das Versprechen eh nicht einlösen muss - z.B. Sieg von Bottas. Man stelle sich mal vor Irvine oder Barichielleo wurden heute gegen Hamilton bei Mercedes fahren, ich denke, sie würden sich die eit bei Ferrari zurück wünschen und bei Mercedes wäre ständig Feuer unter dem Dach und den Medein würden so manche Internas gesteckt - da hat man mit Bottas schon einen genialen Wasserträger, der hält das Maul und wenn er sich ärgert, dann frisst er sich den Ärger in sich hinein und das höchste der Gefühle ist eine öffentliche Kritik zwischen den Zeilen.

Inwischen wurde die teamorder ja so etabliert, woran Mercedes maßgeblich beteiligt war, dass die Fahrer inzwischen regelmäßig am Funk eingefordert werden. Das kann man dann so fair umsetzen, wie in Sotchi bei Force India - Ocon kommt nicht weiter, dann darf es Perez versuchen, der kommt auch nicht weiter und es wird zurückgetschauscht - das ist fair und sportlich. Bei Hamilton funktioniert das nicht, denn er gibt nichts zurück, weder direkt im Rennen, noch später in der Saison, als Dank an den Teamkollegen - das ist eben der kleine Unterschied zwischen fair und sportlich und schäbig und unsportlich.
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Beitrag von Maglion » Fr Okt 05, 2018 9:18 am

Die Lösung für viele Probleme in der F1 ist das abschaffen des Boxenfunks, damit die jeder Fahrer seine eigenen Entscheidungen treffen muss - egal ob taktische, fahrerische oder technische. Die Teams können vor dem Rennen ihrer Fahrer Coachen, aber im Rennen müssen sie selbst das Rennen komplett eigenverantworlich nach Hause fahren.

Damit die Sicherheit gewährleistet bleibt, kann die Rennleitung die Fahrer per Funk erreichen. Damit die Fahrer wie Haimlton nicht mit den kanzen Knöpfen und Einstellungsmöglichkeiten übberfordert sind, sollte man dieses Funkverbot so ankündigen, dass die Teams die Bedien- u. Informationssysteme entsprecehnd anpassen können, so dass die Fahrer damit eigenständig arbeiten können und verstehen, was wie funktioniert. Ich würde die Möglichkeiten am Lenkrad, aus Sicherheitsgründen deutlich reduzieren - so dass die meisten Einstellungen vor dem Rennen erledigt werden müssen und im Rennen nicht verstellt werden können. Genauso sollte die Telemetriedatenübertragung zur Box im Rennen verboten werden.

Über die Boxentafel dürfen nur Infos zum Boxenstopp und Abstände zum konkurrenten angezeigt werden.

So eine Regelung würde nicht nur die Fahrer mehr fordern, sonder sie würde dafür sorgen, dass es in den Rennen mehr Abwechslung gibt und Rennsiege werden dadurch deutlich aufgewertet.
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flingomin
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von flingomin » Fr Okt 05, 2018 10:36 am

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Do Okt 04, 2018 12:31 pm
Ja, das ist ein sehr wichtiges Argument. :top: Das gehört zur Wahrheit eben auch dazu. Schumi war immer ein absoluter Teamplayer, ganz im Gegensatz zu Irvine, der ja angeblich immer so oft zurückstecken musste. Irvines wahre Gesinnung hat man nach Silverstone 1999 kennen gelernt, als er über Schumi herzog und sich über die ganzen Jahre als Nr. 2 Fahrer beschwert hatte. Wie armselig!
Unbedingt!
Kein anderer Fahrer hat den Teamgedanken so perfektioniert wie Schumacher: "Alle im Team arbeiten für mich!"
Das gab es in dieser Ausprägung vorher nicht.

Eins sollte man dabei übrigens nicht ganz "vergessen".
Irvine (und damit Ferrari!) wurden 1999 nur deswegen nicht Weltmeister, WEIL früher in der Saison Teamorder gegen ihn und zu Gunsten Schumachers angewendet wurde.
Manchmal geht sowas eben nach hinten los.

Dürfte aber ganz in Schumachers Sinn gewesen sein, oder gleubt irgendjemand er hätte den medialen Triumph über den ersten Ferrari Titel seit Jody Scheckter nach zweieinhalb Jahrzehnten seiner Hure Irvine gegönnt?
Italienische Median schrieben damals: "Schumacher hätte lieber seine Familie an eine Räuberbande verkauft, als Irvine im Ferrari zum Weltmeistertitel zu verhelfen."
Die Berichterstattung über seinen damaligen "Heilungsprozess" (verbunden mit dem legendären Interview auf der Gartenbank) dürften denen die damals schon geboren waren ja noch in bester Erinnerung sein:
Schumacher hatte damals trotz grünem Licht der Mediziner öffentlich ausgeschlossen, 1999 nochmal ins Auto zu steigen.

Er konnte lauf Ärztechecks fahren, wollte aber nicht, was damals fast zum Bruch mit dem Team geführt hätte.

Grande Finale (manche werden sich erinnern): Joan Todt war es der bei Schumacher anrief, um ihn zu fragen wann er denn gedenke wieder ins Auto zu steigen.
Die damals zweieinhalb Jahre alte Gina Maria ging ans Telefon und verkündete stolz, der Papi könne jetzt nicht reden weil er gerade Fußball spielen sei.
Todts Reaktion ist nicht überliefert, aber zwei Tage später drehte Schumacher wieder seine Runden.

Hat aber eigentlich alles schon lange nichts mehr mit dem Rennen in Sotschi zu tun.

Techno
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von Techno » Fr Okt 05, 2018 11:04 am

Du liest echt die falschen Medien.
2017: Verkehrserziehungs-Seb vs Bremstest-Lulu

Schumi_Fan_1990
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Fr Okt 05, 2018 5:39 pm

flingomin hat geschrieben:
Fr Okt 05, 2018 10:36 am
Unbedingt!
Kein anderer Fahrer hat den Teamgedanken so perfektioniert wie Schumacher: "Alle im Team arbeiten für mich!"
Das gab es in dieser Ausprägung vorher nicht.
Ja, genau, immer schön alles ins Lächerliche ziehen. :roll: Natürlich war Schumi ein absoluter Teamplayer, das haben seinerseits ungefähr alle relevanten Leute immer wieder betont, mit denen er zusammen gearbeitet hat. Zählt deren Meinung etwa nicht?
flingomin hat geschrieben:
Fr Okt 05, 2018 10:36 am
Eins sollte man dabei übrigens nicht ganz "vergessen".
Irvine (und damit Ferrari!) wurden 1999 nur deswegen nicht Weltmeister, WEIL früher in der Saison Teamorder gegen ihn und zu Gunsten Schumachers angewendet wurde.
Manchmal geht sowas eben nach hinten los.
Ja und? Dieses Argument höre ich ständig, aber das ist doch absurd. Hinterher ist man immer schlauer. Schumi und Ferrari konnten in Magny-Cours (ich denke, darauf willst du hinaus) doch gar nicht wissen, was wenig später in Silverstone passieren würde. Irvine war zu dem Zeitpunkt nun mal die klare Nr. 2. Da hat man sich eben zu fügen. Zumal Schumi in Magny-Cours selbst technische Probleme hatte (mit dem Lenkrad, wenn ich mich recht erinnere), sonst wäre er sowieso viel besser als 5. geworden und wäre gar nicht auf eine angebliche Teamorder angewiesen gewesen. So viel dazu. Da sollte man die Dinge schon richtig einordnen.
flingomin hat geschrieben:
Fr Okt 05, 2018 10:36 am
Dürfte aber ganz in Schumachers Sinn gewesen sein, oder gleubt irgendjemand er hätte den medialen Triumph über den ersten Ferrari Titel seit Jody Scheckter nach zweieinhalb Jahrzehnten seiner Hure Irvine gegönnt?
Italienische Median schrieben damals: "Schumacher hätte lieber seine Familie an eine Räuberbande verkauft, als Irvine im Ferrari zum Weltmeistertitel zu verhelfen."
Ja und? Ist das so schlimm? Ich finde das völlig legitim. Und dass Schumi partout nicht wollte, dass Irvine Weltmeister wird, könnte eventuell mit Irvines herablassenden und respektlosen Äußerungen in Spielberg 1999 (also ein Rennen nach Silverstone) zu tun haben. Was Irvine da vom Stapel gelassen hat, war das Allerletzte, erst recht vor dem Hintergrund, dass er vorher nie soetwas gesagt hat und ausgerechnet beim ersten Rennwochenende nach Schumis Unfall traute er sich soetwas. Geht's vielleicht noch verlogener? Kostprobe gefällig? Bitte sehr:

"Michael hat von den Mechanikern und von der ganzen Crew zu viel verlangt. Die Arbeit wird ohne ihn viel angenehmer sein."

Oder auch:

"Jetzt [also nach Silverstone, Anm.] werdet ihr sehen, dass auch ich Nummer 1 sein kann. Jetzt werde ich die Rennen gewinnen und vielleicht wird es Ferrari noch leid tun, dass ich in Frankreich Michael einen Punkt schenken musste."

Quelle: "Das Rennsportmagazin. Formel 1. Highlights 1999.", Seite 64.
flingomin hat geschrieben:
Fr Okt 05, 2018 10:36 am
Die Berichterstattung über seinen damaligen "Heilungsprozess" (verbunden mit dem legendären Interview auf der Gartenbank) dürften denen die damals schon geboren waren ja noch in bester Erinnerung sein:
Schumacher hatte damals trotz grünem Licht der Mediziner öffentlich ausgeschlossen, 1999 nochmal ins Auto zu steigen.

Er konnte lauf Ärztechecks fahren, wollte aber nicht, was damals fast zum Bruch mit dem Team geführt hätte.
Wie gesagt: Ich finde das völlig legitim. Warum hätte Schumi Irvine helfen sollen, um Weltmeister zu werden (abgesehen davon, dass er ihm in Sepang 1999 sehr wohl geholfen hat. Das war Teamplay in Perfektion)? Mir welcher Legitimation? Und warum wird Schumi für sein Verhalten kritisiert, nicht aber Irvine, der mit seiner Arroganz ja überhaupt erst dafür gesorgt hat, dass Schumi ihm nicht mehr helfen wollte? Das wird meiner Meinung nach alles völlig verzerrt dargestellt.
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von shuyuan » Mi Nov 14, 2018 6:42 pm

flingomin hat geschrieben:
Fr Okt 05, 2018 10:36 am
Unbedingt!
Kein anderer Fahrer hat den Teamgedanken so perfektioniert wie Schumacher: "Alle im Team arbeiten für mich!"
Das gab es in dieser Ausprägung vorher nicht.

Eins sollte man dabei übrigens nicht ganz "vergessen".
Irvine (und damit Ferrari!) wurden 1999 nur deswegen nicht Weltmeister, WEIL früher in der Saison Teamorder gegen ihn und zu Gunsten Schumachers angewendet wurde.
Manchmal geht sowas eben nach hinten los.

Dürfte aber ganz in Schumachers Sinn gewesen sein, oder gleubt irgendjemand er hätte den medialen Triumph über den ersten Ferrari Titel seit Jody Scheckter nach zweieinhalb Jahrzehnten seiner Hure Irvine gegönnt?
Italienische Median schrieben damals: "Schumacher hätte lieber seine Familie an eine Räuberbande verkauft, als Irvine im Ferrari zum Weltmeistertitel zu verhelfen."
Die Berichterstattung über seinen damaligen "Heilungsprozess" (verbunden mit dem legendären Interview auf der Gartenbank) dürften denen die damals schon geboren waren ja noch in bester Erinnerung sein:
Schumacher hatte damals trotz grünem Licht der Mediziner öffentlich ausgeschlossen, 1999 nochmal ins Auto zu steigen.

Er konnte lauf Ärztechecks fahren, wollte aber nicht, was damals fast zum Bruch mit dem Team geführt hätte.

Grande Finale (manche werden sich erinnern): Joan Todt war es der bei Schumacher anrief, um ihn zu fragen wann er denn gedenke wieder ins Auto zu steigen.
Die damals zweieinhalb Jahre alte Gina Maria ging ans Telefon und verkündete stolz, der Papi könne jetzt nicht reden weil er gerade Fußball spielen sei.
Todts Reaktion ist nicht überliefert, aber zwei Tage später drehte Schumacher wieder seine Runden.

Hat aber eigentlich alles schon lange nichts mehr mit dem Rennen in Sotschi zu tun.
wie immer übertriffst du dich selbst mit Deinem Quark, echt ...Respekt :top:
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von shuyuan » Mi Nov 14, 2018 7:01 pm

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Fr Okt 05, 2018 5:39 pm



Wie gesagt: Ich finde das völlig legitim. Warum hätte Schumi Irvine helfen sollen, um Weltmeister zu werden (abgesehen davon, dass er ihm in Sepang 1999 sehr wohl geholfen hat. Das war Teamplay in Perfektion)? Mir welcher Legitimation? Und warum wird Schumi für sein Verhalten kritisiert, nicht aber Irvine, der mit seiner Arroganz ja überhaupt erst dafür gesorgt hat, dass Schumi ihm nicht mehr helfen wollte? Das wird meiner Meinung nach alles völlig verzerrt dargestellt.
lass dich nicht veräppeln.
Wer zum Geier iss Irvine ? Dieser betrunkene Ire aus der F1 Kolummne, nix weiter.

Die Wahrheit unseres Schumi liest sich wie folgt :
Beim Aufprall mit rund 90 Stundenkilometern war nicht nur sein rechter Schienbeinknochen gebrochen, er knallte zudem mit dem Kopf so hart gegen die Cockpitwand, dass sein Helm ein Loch in Stirnhöhe hatte - das behauptet jedenfalls Schumachers bester Rennfahrerfreund Jean Alesi, der den Deutschen im Medical Center besucht hatte. Schumacher selbst erinnert sich heute noch, dass er zum ersten Mal nicht mehr Herr über seinen auf Höchstleistung getrimmten Körper war.

Es war ihm unmöglich gewesen, selbständig aus dem Cockpit zu klettern. Er spürte den Kreislauf zusammenbrechen, hörte seinen Herzschlag nicht mehr und erzählte erst Tage später von seiner ersten Begegnung mit dem Tod. Schumacher hatte in den zehn Sekunden völliger Machtlosigkeit geglaubt, dass sein Leben nun zu Ende wäre. Er dachte in den Tagen nach dem Unfall ernsthaft ans Aufhören.
Und trotzdem Unser Micha sprang in der höchsten Not Ferrari zur Seite, obwohl Luigis Garage seinen Ferrari nur halbherzig zusammengebaut hat..
Er kam , fuhr und verplättete alle aber er durfte nicht gewinnen...
Genau 97 Tage nach seinem Nahtoderlebnis in den Reifenstapeln von Silverstone ("Ich verlor das Bewusstsein und empfand das so, als gingen alle Lichter aus") holt Schumacher überlegen die Pole-Position, eine Sekunde vor Irvine und den McLaren-Fahrern - als wäre er nie weg gewesen!
Mann Mann Mann, Irvine war Kanonenfutter. Schumacher liess ihm im Rennen zweimal vorbei und musste extra langsam machen damit Eddie wenigstens das Treppchen sieht....

Also jeder- der das bzw die Rennen gesehen hat , weiss dass Eddie -hätte Schumacher nicht seinen Unfall gehabt- niemals eingebremst werden müssen...er war von haus aus schon zu langsam, dagegen war Barrichello ein ernstzumehmender Gegner... :jupi:
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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von Maglion » Mi Nov 14, 2018 10:39 pm

flingomin hat geschrieben:
Fr Okt 05, 2018 10:36 am
Irvine (und damit Ferrari!) wurden 1999 nur deswegen nicht Weltmeister, WEIL früher in der Saison Teamorder gegen ihn und zu Gunsten Schumachers angewendet wurde.
Manchmal geht sowas eben nach hinten los.
Die Wahrheit sieht doch ganz nanders aus: Ferrari wurde 1999 nicht Weltmeister, weil sie Schumacher in Silverstone mit defekten Bremsen in die Reifenstapel geschickt haben. Eine Entlüftungsschraube an den Bremsen vibrierte sich ab. Als Schumacher in der Startrunde die Rechtskurve aus 306 km/h anbremsen will, fällt das Pedal durch. So eine Schraube vibriert sich nur nach so kurzer Zeit ab, wenn sie vorher jemand nicht richtig angezogen hat - es wurde einfach mal wieder bei Ferrari geschlampert und DAS hat die WM gekostet.
Ohne diesen Unfall hätte Schumacher mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den Titel schon 1999 geholt und Irvine war die ganze Saison nicht gut genug für die WM, weshalb die Konzentration auf Schumacher von Anfang an die richtige Entscheidung war, was ja die folgenden Jahre nur bestätigten.
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Beitrag von FL9SchumiWM2011 » Mi Nov 14, 2018 11:46 pm

Kann mir vielleicht jemand sagen warum hier über ein Rennen diskutiert wird was seid Wochen vorbei ist?
,,was danach kam darf natürlich in der heutigen zeit auch nicht passieren. emotionen, ja. schimpfen, ja. aber den konkurrenten herum schubsen? nein" - User Cave :schumi:

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Beitrag von shuyuan » Do Nov 15, 2018 1:13 pm

FL9SchumiWM2011 hat geschrieben:
Mi Nov 14, 2018 11:46 pm
Kann mir vielleicht jemand sagen warum hier über ein Rennen diskutiert wird was seid Wochen vorbei ist?
Du meinst seit Jahren !
Ja ,kann ich.
„Ich verstehe nicht, warum sich die Menschen vor neuen Ideen fürchten. Ich fürchte mich vor den alten.“ John Milton Cage jr.

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Beitrag von FL9SchumiWM2011 » Do Nov 15, 2018 4:12 pm

shuyuan hat geschrieben:
Do Nov 15, 2018 1:13 pm
Du meinst seit Jahren !
Ja ,kann ich.
Russland 2018 ist also Jahre her?
Aha, macht Sinn :jupi:
,,was danach kam darf natürlich in der heutigen zeit auch nicht passieren. emotionen, ja. schimpfen, ja. aber den konkurrenten herum schubsen? nein" - User Cave :schumi:

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Beitrag von shuyuan » Do Nov 15, 2018 6:58 pm

FL9SchumiWM2011 hat geschrieben:
Do Nov 15, 2018 4:12 pm
Russland 2018 ist also Jahre her?
Aha, macht Sinn :jupi:
ich hab mit einigen über schumacher geschrieben. kannst du lesen ?
„Ich verstehe nicht, warum sich die Menschen vor neuen Ideen fürchten. Ich fürchte mich vor den alten.“ John Milton Cage jr.

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Beitrag von FL9SchumiWM2011 » Do Nov 15, 2018 7:01 pm

shuyuan hat geschrieben:
Do Nov 15, 2018 6:58 pm
ich hab mit einigen über schumacher geschrieben. kannst du lesen ?
Sollte ich dich eher fragen, guck mal um welches Rennen es hier geht...
,,was danach kam darf natürlich in der heutigen zeit auch nicht passieren. emotionen, ja. schimpfen, ja. aber den konkurrenten herum schubsen? nein" - User Cave :schumi:

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Beitrag von shuyuan » Do Nov 15, 2018 7:10 pm

FL9SchumiWM2011 hat geschrieben:
Do Nov 15, 2018 7:01 pm
Sollte ich dich eher fragen, guck mal um welches Rennen es hier geht...
Es ging um Vergleiche und Aussagen, die nichts mit der tagesaktualität eines Rennens zu tun haben müssen. Und jetzt ?
„Ich verstehe nicht, warum sich die Menschen vor neuen Ideen fürchten. Ich fürchte mich vor den alten.“ John Milton Cage jr.

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