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Beitrag von Dissident » Mo Okt 01, 2018 9:47 am

Mittlerweile wäre Hemmilton auch so vorne, trotz Hockenheim und Monza, dazu noch im besseren Auto... der Ofen ist aus.

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seahawk
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Beitrag von seahawk » Mo Okt 01, 2018 11:01 am

Glaubt einer Hamilton wäre so locker geblieben, wenn der Ferrari ernsthaft besser gewesen wäre?

Guckt euch doch die 2017er Saison an.

Erste 8 Rennen: 3 Siege Hamilton

Rennen 9-17: 6 Siege Hamilton

Rennen: 18-20: 0 Siege Hamilton

2018

Erste 8 Rennen: 3 Siege Hamilton

Rennen 9-17: bisher 5 Siege Hamilton - gewinnt er in Japan 6 Siege

Rennen 18-21: ich wette mindestens 1x Bottas und 2x Ferrari oder Red Bull

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wings
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Beitrag von wings » Mo Okt 01, 2018 12:00 pm

Den gleichen Spaß hätte Ferrari auch in Monza abgezogen, hätte sich das Problem nicht schon in Runde 1 selbst erledigt.
Schade um die WM.

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Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Mo Okt 01, 2018 1:54 pm

Spätestens nach dem gestrigen Rennen verstehe ich echt nicht, wie manche Leute sich hier über den Begriff "Teamorderbenötiger" aufregen. Was ist Hamilton denn bitte sonst, wenn nicht ein "Teamorderbenötiger"? Scheinbar haben diejenigen, die sich darüber beschweren, ein Problem damit, die Realität zu akzeptieren.
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Beitrag von turner1 » Mo Okt 01, 2018 2:20 pm

So ein Müll!!! Ich hätte gerne eine alternative Fomel 1! Ganz ohne diesen technischen Schwachsinn wie Hybrigeschlumpe, Klappflügel als "Überholhilfe", Reifen die zum langsam fahren gemacht sind. Tankstopps werden wieder zugelassen.
Solch eine "alternative F1" könnte man parallel zur "echten F1" laufen lassen. Es gibt schließlich jede Menge an Fahrern die ´eh kein Cockpit in der regulären FormulaOne bekommen. Aber leider wird es das nie geben. Denn solch eine Serie würde sofort die Fans an sich reißen....

Beste Grüße 8) :)
turner 1

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Maglion
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Beitrag von Maglion » Mo Okt 01, 2018 5:29 pm

Es ist schon sehr verwunderlich, wie Ferrari soooo viel auf Mercedes verlieren konnte und da sind auch viele Profis in der Boxengasse überrascht. Es ist noch incht lange her, da jammerten sie bei Mercedes, wie stark der Ferrari-Motor ist und dass Ferrari auf den Geraden 0,5 Sekunden gut machen - gerade aus den Kurven heraus soll Ferrari ja unglaulich stark gewesen sein. Und jetzt? Wenn man sieht, wie Hamilton gestern Vettel aufgeschnupft hat - man beachte auch die Stelle und wie schnell er vorbei war, dann hat entweder Ferrari stark nachgelassen - evtl. durch Entwicklungen, die sie wegen der FIA wieder zurücknehmen mussten oder Mercedes hat in kürzester Zeit zwei wirklich RIESIGE Schritte gemacht, was ich für eher unwahrscheinlich halte. Dass Mercedes tatsächlich nur gespielt hat und am Saisonbeginn freiwillig Punkte verschenkt haben, um sie jetzt via Teamorder und der ganzen schlechten Presse wieder zurück zu holen, glaube ich nicht. Wären sie so überlegen, dass sie solche Spielchen machen könnten, müssten sie nicht Bottas vor der ganzen Welt demütigen und das eigene Image weiter beschädigen. Ich tendiere eher aus einer Kombination aus Ferrari Zwangs-Downgrades und einer guter Weiterentwicklung bei Mercedes. Es könnte auch gut sein, dass man bei Merzedes die Motoren bis Saisonmitte zu konservativ genutzt hat und es sich gezeigt hat, dass sie doch haltbarer und belastbarer sind, als gedacht, weshalb man jetzt mehr Leistung öfters abrufen kann.

@Jan
Mich hat Ferrari Anfang der Saison mit ihrer Performance überrascht und ich dachte schon, dass ich meine Meinung über Ferrari ändern muss und sie tatsächlich die Kurve zu mehr Professionalität bekommen haben, um ernsthaft um die WM kämpfen zu können. Leider war diese Erfolgsphase auch wieder schnell vorbei und Ferrari zeigt in allen Bereichen den typisch italienischen Schlendrian und wenn man so manches Interview von Arrivabene gesehn hat, musste man sich schon fragen, ob er den Überblick noch hat oder ob er über das gleiche Team spricht.
Was ich problematisch finde, sind die schlechten Schwingungen, die bei Ferarri in der Luft liegen, die meiner Meinung nach zwischen Vettel und der Teamsführung besonders schlecht sind. Vettels Stimmung hat sich von viel Optimismus und Kampfgeist, über Ratlosigkeit, bis fast schon zur Resgination entwickelt. Und bei der mangelnden Unterstützung vom Team, bekommt er jetzt auch noch Leclerc vor die Nase gesetzt, der ihm mächtig einheizen soll. Da kann man sich als Fahrer schon fragen, wieso Ferrari diesen Kurs fährt und wo das hinführen soll. Wenn Ferrari tatsächlich gegen Mercedes in der WM gewinnen möchte, dann geht das offensichtlich nur mit dem System Schumacher, das ja von Mercedes erfolgreich kopiert wird.
Das Problem ist doch, dass Leclerc 2019 nicht den Bottas machen kann, wenn er seine Karriere nicht ruinieren möchte und ich schätze Leclerc sehr stark ein und ich bin mir sicher, dass er Vettel herausfordern wird, was auch unweigerlich zur Konsequenz hat, dass sich Vettel und Leclerc gegenseitig die Punkte weg nehmen und Hamilton mit seinem Wingman Bottas, locker die nächste WM einfahren wird.
Ich bin mir auch sicher, dass wenn die WM 2018 so dramatisch verloren wird, wie es sich ankündigt, wird es über dem Winter unter dem Dach bei Ferrari brennen und ich könnte mir vorstellen, dass es auch personell wieder einige Umbesetzungen geben wird, was es nahezu unmöglich macht, so wie Mercedes sich mit Ruhe, Professionalität und Konsequenz weiter zu entwicklen.

Die Frage ist, wie reagiert Louis Camilleri, der neue Ferrari-Präsident, auf die Probleme bei der Scuderia - für mich ist Louis Camilleri ein unbeschriebenes Blatt und das wirft natürlich viele Fragen auf. Ich frage mich, ob Arrivabene durch Louis Camilleri mehr Verantwortung bekommt oder ob er sich zur Verantwortung ziehen muss. Ich bin noch immer nicht überzeugt, dass Arrivabene der richtige Teamchef ist und ob es eine gute Idee ist, wenn man ihn von der kurzen Leine lässt, an die er unter Marchionne gekettet war.
Ich befürchte, dass bei Ferrari das Drama gerade erst beginnt !
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Jan
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Beitrag von Jan » Mo Okt 01, 2018 6:49 pm

Da schreibst Du was sehr wichtig und richtiges,warum es Bergab ging mit Ferrari ab dem Sommer..... Marchionnes Tot ist vermutlich der Grund.
Also ich hab noch ein bisschen Hoffnung, das Ham den Rosberg macht, und nach seinem 5 Titel in Zukunft lieber Partys und Roten Teppiche dem Vorzug gibt, und Vettel geht nochmal 2 Jahre zu Mercedes, bevor auch er in Rente geht.

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Beitrag von automatix23 » Mo Okt 01, 2018 7:49 pm

Arno hat geschrieben:
Mo Okt 01, 2018 9:38 am
Jedes Team haette das so gemacht?
Nein.
Ferrari und Red Bull als Beispiel nicht.
Dennoch, okay, dass nehme ich mal so hin.

Was und vorallem WIE haette denn deiner werten Meinung nach Vettel den deutlich schnelleren Hamilton aufhalten sollen?
Das er an die Grenze gegangen ist, hat man gesehen, die ueblichen Herren der Rennleitung waren sich nicht zu schade, zu beraten, ob das Vettelmanoever noch zulaessig war, oder eben nicht.
(BTW: Bei einer Strafe haette ich an seiner Stelle das Auto abgestellt....)
Also, @automatisch, dann klaer mich mal bitte auf, wie er Hamilton hinter sich haette halten koennen.
Danke!
Tja, hätte er in der Kurve keinen Fehler drin gehabt hätte ihn Hamilton nicht an der Stelle überholen können. wie schwierig das Hinterherfahren in Sochi ist hat man ja bei den Force India gesehen. Er hätte sich nur gut verteidigen müssen, dann hätte Hamilton abreißen lassen müssen um Auto und Reifen nicht zu überfordern - fast gleich schnelle Autos auf gleichen Reifen haben sich in Sochi nicht überholt - außer am Start und eben Vettel und Hamilton....

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Beitrag von automatix23 » Mo Okt 01, 2018 7:50 pm

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Mo Okt 01, 2018 1:54 pm
Spätestens nach dem gestrigen Rennen verstehe ich echt nicht, wie manche Leute sich hier über den Begriff "Teamorderbenötiger" aufregen. Was ist Hamilton denn bitte sonst, wenn nicht ein "Teamorderbenötiger"? Scheinbar haben diejenigen, die sich darüber beschweren, ein Problem damit, die Realität zu akzeptieren.
sagt einer, der Schumifan heißt, Fan vom größten Teamorderbenötiger, der nur langsame Fahrer im 2. Auto duldete....

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Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Di Okt 02, 2018 8:12 am

automatix23 hat geschrieben:
Mo Okt 01, 2018 7:50 pm
sagt einer, der Schumifan heißt, Fan vom größten Teamorderbenötiger, der nur langsame Fahrer im 2. Auto duldete....
Es ist wirklich ermüdend: Immer und immer und immer wieder die gleiche Leier. Blöd nur, dass es dadurch nicht ein bisschen richtiger wird. Schumi hat in 307 Rennen allerhöchstens 2-3 Mal von Teamorder profitiert (ob er wirklich im wahrsten Sinne des Wortes "profitiert" hat, ist sowieso noch mal die zweite Frage, aber nun gut). Das ist bei Hamilton schon deutlich häufiger der Fall gewesen, bei gleichzeitig weniger gefahrenen Rennen. Tja, und jetzt?
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Beitrag von Dissident » Di Okt 02, 2018 9:07 am

Österreich 2002, ärgerlich und unnötig...und auf keinen Fall WM entscheidend, die hätte MSC so oder so gewonnen. Wenn dann man muss man auf 2000 und 2003 schauen. Da gingen die WMs enger aus. Beispiele bitte! Welche Rennen, welche Teamorder?

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Beitrag von Dissident » Di Okt 02, 2018 10:29 am

Man darf auch nicht vergessen dass sich Schumacher auch selbst als Wasserträger hergegeben hat. Malaysia 99 hat er beispiellos dominiert und er hat den ersten Sieg auf dem neuen Kurs dennoch Eddie Irvine vermacht. Suzuka 99 ging das so weiter, er ist für das Team gefahren...man kann MSC also wirklich nicht unterstellen er wäre zu Stolz für so etwas gewesen. Ausserdem hat sich Rubens in Indy 2002(?) einen Sieg zurückerschlichen(misslungenes Fotofinish) :finger:
Eigentlich hätte der Ferrari-Star, der selbst sein eigenes Team mit der Bremsaktion kurz vor Schluss überraschte („Ich fragte, ob ich ihn vorbeilassen könne, und sie haben nein gesagt“), geläutert sein müssen, nachdem im Mai nach dem „geschenkten Sieg“ von Zeltweg - Barrichello ließ ihn überholen - die Teamorder der Scuderia weltweit scharf kritisiert worden war.

„Ich war nicht glücklich darüber, was in Österreich passiert ist. Hier allerdings konnte ich Rubens etwas zurückgeben. Es war nicht geplant, aber es ist einfach passiert“, meinte der Champion.
Während Hemmilton sich darüber wundert wieso sich nicht die ganze Welt um ihn dreht und nur er gewinnen darf.

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Maglion
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Beitrag von Maglion » Di Okt 02, 2018 11:06 am

Aus 2002 - so hätte das Mercedes auch machen können, zumal Hamilton einen entsprecehnd großen Vorsprung hat:
Diesmal siegte der lange führende Brasilianer tatsächlich (und anders als beim Großen Preis von Österreich, wo Barrichello den Teamkollegen in der letzten Runde auf Teamanweisung vorbei lassen musste) vor Michael Schumacher. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir so überlegen sind“, sagte Ferrari-Technikchef Ross Brawn. „Es gab heute keine Notwendigkeit für Stallregie, weil Michaels WM-Vorsprung seit Österreich gewachsen ist.“
Ich bin gespannt, ob und wann man Bottas siegen lässt oder gar den gestolenen Sieg wieder zurück gibt.

Bei Mercedes gab es auch mal, wie am Sonntag bei Force India, die Abmachung, dass Hamilton seinen Teamkollegen überholen durfte, seine Platz dann aber wieder zurück geben sollte, was Hamilton nicht machte.

Was Hamilton für ein Team-Player ist, zeigt auch Unganrn 2014, da sollte er Rosberg vorbei lassen - was er nach mehrmaliger Aufforderung nicht gemacht hat, sein Kommentar: "I was very, very shocked the team would ask me to do that. But I am glad I made the right decision. I was racing for myself not for him."

Leute, die von Teamorder einfordern und oft davon profitieren, aber sich selbst gegen Teamorders widersetzen, sind einfach nur erbärmlich. Hamilton würde niemals freiwillig auf einen Sieg verzichten. Er erwartet eben nur sehr viel von anderen und ist ja immer soooo dankbar, Teamplayy fuktionniert bei ihm nur in eine Richtung und das fordert er auch gerne ein, aber wenn er mal für das Team zurückstecken soll, findet er die Arbeit für das Team als nicht angebracht.
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Beitrag von danseys » Di Okt 02, 2018 11:18 am

Wäre Bottas nicht die ganze Saison zu langsam, wäre das ganze sowieso garnicht erst in Frage gekommen. Man muss sich bloss mal die Startplätze in allen Rennen anschauen...

Wie sieht das eigentlich mit den Erfolgsprämien aus? Die Fahrer bekommen ja nicht nur Festgehalt, sondern auch für Punkte und Siege Extraknete, oder?

Dann war das natürlich auch finanziell ein Verlust für ihn... - oder zahlt Toto die Differenz aus eigener Tasche? :green:

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Beitrag von Dissident » Di Okt 02, 2018 3:17 pm

https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... r-vorteil/

Ist der Wolff ein Dummschwätzer... :jupi:

Wie wäre es wenn die FIA dafür sorgt dass der Modezar und Zermedez auf die nä.30 Jahre den Titel locker nach hause fahren? Die F1 Historie gipfelt in der aktuellen Sitaution, die F1 ist so interessant und spannend wie nie, ein geistig verwirrter Farbiger der vom Team bemuttert werden muss gewinnt einen Titel nach dem anderen.. "guys...partymodus?" "Guys...hab kein Bock auf Testfahrten" "...guys wieso ist unser Auto keine 3 Sekunden schneller?" "...guys, wo bin ich überhaupt?"

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Beitrag von Jan » Di Okt 02, 2018 3:55 pm

Ach nee gugg mal einer an:
Hat Ferraris plötzliche Schwäche mit einem zweiten Messsensor zu tun, den die FIA im Antrieb der Roten verbaut hat? Diesen Schluss legt nun ein Bericht von 'auto motor und sport' nahe. Ferrari hatte seit dem Sommer plötzlich einen deutlichen Vorteil auf den Geraden gegenüber Mercedes, und selbst die Konkurrenz rätselte, wo dieser herkommt - speziell im zweiten Drittel der Gerade, also bei der Beschleunigung zwischen 180 und 260 km/h.

Zwar hatte die FIA immer betont, dass bei Ferrari alles legal sei, trotzdem scheint der Vorsprung seit Singapur dahin. Laut Berichten soll bei allen Ferrari-Antrieben ein zweiter Sensor installiert worden sein, der den Energiefluss misst. Ferrari besitzt als einziger Hersteller einen Energiespeicher, der zwei Batterien verbindet. Und die Konkurrenz konnte wohl nachweisen, dass der Energiefluss mit der alten Messmethode nicht zweifelsfrei messbar war.

Daher musste die FIA einschreiten und das Messverfahren verfeinern, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Allerdings ist es noch pure Spekulation, ob Ferrari dadurch in Singapur und Russland nicht mehr so souverän auftreten konnte. Wir bleiben an dem Thema dran!

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Beitrag von Maglion » Di Okt 02, 2018 4:37 pm

danseys hat geschrieben:
Di Okt 02, 2018 11:18 am
Wäre Bottas nicht die ganze Saison zu langsam, wäre das ganze sowieso garnicht erst in Frage gekommen. Man muss sich bloss mal die Startplätze in allen Rennen anschauen...

Wie sieht das eigentlich mit den Erfolgsprämien aus? Die Fahrer bekommen ja nicht nur Festgehalt, sondern auch für Punkte und Siege Extraknete, oder?

Dann war das natürlich auch finanziell ein Verlust für ihn... - oder zahlt Toto die Differenz aus eigener Tasche? :green:
Da gibt es ganz sicher Ausgleichszahlungen - vielleicht sogar eine zusätzliche Entschädigung.
Aber Bottas hätte sicher lieber den Siegrpokal im Schrank und den Sieg in seiner Statistik stehen. ;)
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Beitrag von Dissident » Di Okt 02, 2018 4:57 pm

https://m.motorsport-magazin.com/formel ... tallregie/

Man bedenke dass Toto(übrigens, ein beliebter Name für Affen), wegen Luwwys mal wieder auf den Tisch gehaueb hat als Vettel vorbeiging, ob er das jemals für Niko, äh Valtteri mit den gleichen Emotionen getan hätte? Zermedes ist und bleibt Zermedes.

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Beitrag von pitschen » Di Okt 02, 2018 5:22 pm

Dissident hat geschrieben:
Di Okt 02, 2018 4:57 pm
https://m.motorsport-magazin.com/formel ... tallregie/

Man bedenke dass Toto(übrigens, ein beliebter Name für Affen), wegen Luwwys mal wieder auf den Tisch gehaueb hat als Vettel vorbeiging, ob er das jemals für Niko, äh Valtteri mit den gleichen Emotionen getan hätte? Zermedes ist und bleibt Zermedes.
Mal schauen,ob du in 2 oder 3 Jahren immer noch Zermedes sagst, wenn Vettel vielleicht Mercedes faehrt.
Denke, dass Leclerc ein anderes Kaliber als Kimi ist. Das wird Vettel sicher nicht schmecken. :emb:

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Beitrag von Dissident » Di Okt 02, 2018 5:37 pm

ich sympathisiere nicht nur mit Vettel, Mercedes Fan werde ich nie werden. War ich nicht mal als Michael für Mercedes gefahren ist.

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Beitrag von automatix23 » Di Okt 02, 2018 9:32 pm

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Di Okt 02, 2018 8:12 am
Es ist wirklich ermüdend: Immer und immer und immer wieder die gleiche Leier. Blöd nur, dass es dadurch nicht ein bisschen richtiger wird. Schumi hat in 307 Rennen allerhöchstens 2-3 Mal von Teamorder profitiert (ob er wirklich im wahrsten Sinne des Wortes "profitiert" hat, ist sowieso noch mal die zweite Frage, aber nun gut). Das ist bei Hamilton schon deutlich häufiger der Fall gewesen, bei gleichzeitig weniger gefahrenen Rennen. Tja, und jetzt?
Mir fallen aus dem Kopf schon mindestens 3 Beispiele ein, wo Schumacher Teamorder zu seinen gunsten bekam: Frankreich 99 durfte Irvine nicht überholen (das wäre genau der eine Punkt gewesen, der Irvine am Ende dann zum Weltmeister gemacht hätte :D), Österreich 2001 und Österreich 2002.... Und gerade die Tatsache, daß man den ohnehin schon mit Problemen behafteten Teamkollegen dann oft schon früh in der Saison gleich mal einbremste, damit man ja keine Gefahr eines eventuel internen Kampfes aufkommen lies.... Was hätten das für tolle Saisons werden können 2001 - 2004, wenn Ferrari einen ordentlichen Fahrer im 2. Auto geduldet hätte. (man stelle sich vor, Mercedes hätte die letzten Jahre die Ferrari Politik verfolgt, so ala 'Nico, let Lewis pass for the championship, Lewis hätte heute schon alle Rekorde von Schumacher gebrochen). Fact bleibt, daß Schumacher nie in seiner Karriere (vor dem Comeback) einen ebenbürtigen Teamkollegen hatte und immer brav an seinen sicheren, langsameren und eingebremsten Teamkollegen festhielt. Mercedes kämpft dieses Jahr gegen ein anderes starkes Team (Ferrari hatte ja ab 2001 dank des riesen Reifenvorteils keinen Gegner) und da nutzt man halt alle zur Verfügung stehenden Mittel.... (und bisher hatte es nur Schumi und Ferrari so übertrieben, daß man Teamorder gleich verbieten mußte....)

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Re: .:: Livethread Grand Prix von Russland- Sotschi ::

Beitrag von automatix23 » Di Okt 02, 2018 9:42 pm

Dissident hat geschrieben:
Di Okt 02, 2018 9:07 am
Österreich 2002, ärgerlich und unnötig...und auf keinen Fall WM entscheidend, die hätte MSC so oder so gewonnen. Wenn dann man muss man auf 2000 und 2003 schauen. Da gingen die WMs enger aus. Beispiele bitte! Welche Rennen, welche Teamorder?
du meinst also, wenn die WM klar ist kann man auch Teamorder machen, weils ja keine Rolle spielt, nur wenns eng ist wärs dann blöde oder wie? (ich finde ja die von Mercedes auch nicht gut, aber das machen sie ja schon 1997 so - das schlimmste war meiner Meinung nach wie vor Australien 98). Grad dann, wenns ohnehin klar ist (und Österreich 2002 war schon deutlich klarer als Sotchi am Sonntag) finde ich es richtig blöde, weil das halt dann den anderen Fahrer demotiviert.... Ich bin mir heute noch sicher, hätte man Massa damals in Hockenheim gewinnen lassen, der hätte seine Karriere nochmal rumgedreht...

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Beitrag von Maglion » Di Okt 02, 2018 11:57 pm

Wie ich schon vermutet habe, gibt es innerhalb von Ferrari mächtig Stunk und ein Machtkampf:
Innerhalb des Rennstalls tobt schon länger ein Machtkampf. Arrivabene und sein Technik-Direktor Mattia Binotto (48) sind zerstritten. Der Schweizer Binotto war ein enger Vertrauter des verstorbenen Ferrari-Chefs Sergio Marchionne. Seit dessen Tod macht Arrivabene laut italienischer Medien verstärkt Stimmung gegen Binotto.
Da muss man sich nicht wundern, dass es nicht rund läuft, denn überall wo zwei sich um die Macht streiten, bilden sich auch zwei Lager und das belastet ein Team, egal wie sehr man versucht professionell zu bleiben.

Es gibt auch schon die Gerüchte, dass Arrivabene hin wirft, was umso wahrscheinlicher wird, desto mehr Boden Ferrari auf Mercedes verliert. Ich denke nicht, dass Louis Carey Camilleri einen schädlichen Machtkampf innerhalb der Scuderia zu lässt und er muss sich fragen, wer für den Erfolg der Scuderia wichtiger ist - der technische Direktor oder der der Teamchef?
Wenn eine dieser Positionen tatsächlich neu besetzt werden muss, hat man das selbe Problem, wie schon seit Jahren, es gibt mal wieder eine Übergansphase, in der das Team wieder zu einer Einheit werden muss. Leider war auch Macchione jemand, der die Lösung aller Probleme im Austauschen des Personal sah, weshlab Ferrari in den letzten jahren nie zur Ruhe gekommen ist und nie zu der Einheit werden konnte, die man benötigt um an der Spitze der F1 erfolgreich zu sein.
Man kann nur hoffen, dass Louis Carey Camilleri einen neuen und besseren Führungsstil bei Ferrari etablieren kann und dem Team auch endlich mal die Zeit lässt, um nach einer personellen Neuausrichtung zu einer funktionierenden Einheit zusammen zu wachsen, ohne mit blindem Aktionismus immer wieder kurzsichtig auf Probleme zu reagieren, wie es in den letzten Jahren der Fall war.
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Beitrag von seahawk » Mi Okt 03, 2018 10:11 am

Man muss mal die Quintessenz beachten.

1. wenn jemand auf der Geraden schneller als Mercedes ist, dann betrügt er scheint - ist wohl in der F1 allgemein aktzeptiert
2. Renault ist nicht näher rangekommen beim Topspeed, nur Mercedes ist wieder vorne

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Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Do Okt 04, 2018 12:31 pm

Dissident hat geschrieben:
Di Okt 02, 2018 9:07 am
Österreich 2002, ärgerlich und unnötig...und auf keinen Fall WM entscheidend, die hätte MSC so oder so gewonnen. Wenn dann man muss man auf 2000 und 2003 schauen. Da gingen die WMs enger aus. Beispiele bitte! Welche Rennen, welche Teamorder?
Sehe ich auch so. Deswegen hatte ich ja auch gefragt, ob Schumi wirklich "profitiert" hat im eigentlichen Sinn. Ich sage: Ganz klar nein, denn wie du richtig schreibst, wäre Schumi 2002 auch so locker Weltmeister geworden. Insofern hat er ganz sicher nicht "profitiert".
Dissident hat geschrieben:
Di Okt 02, 2018 10:29 am
Man darf auch nicht vergessen dass sich Schumacher auch selbst als Wasserträger hergegeben hat. Malaysia 99 hat er beispiellos dominiert und er hat den ersten Sieg auf dem neuen Kurs dennoch Eddie Irvine vermacht. Suzuka 99 ging das so weiter, er ist für das Team gefahren...man kann MSC also wirklich nicht unterstellen er wäre zu Stolz für so etwas gewesen. Ausserdem hat sich Rubens in Indy 2002(?) einen Sieg zurückerschlichen(misslungenes Fotofinish) :finger:
Ja, das ist ein sehr wichtiges Argument. :top: Das gehört zur Wahrheit eben auch dazu. Schumi war immer ein absoluter Teamplayer, ganz im Gegensatz zu Irvine, der ja angeblich immer so oft zurückstecken musste. Irvines wahre Gesinnung hat man nach Silverstone 1999 kennen gelernt, als er über Schumi herzog und sich über die ganzen Jahre als Nr. 2 Fahrer beschwert hatte. Wie armselig!
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