Formel 1 Zukunft

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Maglion
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Maglion » Mi Jun 26, 2019 11:29 pm

Lies erst mal das hier: https://www.n-tv.de/panorama/Weniger-Ju ... 02665.html

Das nächste ist: Mobilität hat nichts mit der Faszination für Automobile zu tun - Bei Mobilität geht es darum, wie ich von A nach B komme.

Und Du hast es ja auch selbst geschrieben, der Trend geht zu Car-Sharing & Co. und genau DIESE modernen Mobilitäskonzepte haben nichts mit der faszination für Motoren Autos, Geschwindikeit usw. zu tun, von der aus sich meistens auch die Faszinazion für Motorsport entwicklet hat. Wie soll sich jemand für Motorsport interessieren, wenn er keinen emotionalen Bezug zu Autos hat? Als wir unsere ersten Autos hatten, haben wir schnell angefangen an diesen herumzuschrauben, mit dem Ziel sie schöner, besser und schneller zu machen. Das gibt es heute zwar auch noch, aber bei weiten nicht mehr so, wie vor 20 - 30 Jahren.

Die Kids haben heute andere Interessen und dementsprechend verfolgen sie auch andere Sportarten und da gehört für viele eben E-Sports dazu. Das ist für meine/unsere Generation nicht so leicht nachvollziehbar, aber trotzdem ist das die Zukunft. Wie DU das siehst, ist den Kid doch völlig egal - Du bist dann einer von den vielen alten Säcken, die im Gestern hängen geblieben sind und die nichts mit der zukunft zu tun haben, denn die gestalten die jetzigen Kids.

E-Sport ist DAS größe Ding der Zukunft, ob wir es verstehen, akzeptieren oder ablehen ist dabei nicht relevant. Nur weil es virtuell ist, ist es für die Kids ja nicht weniger aufregend. Wenn das reale leben so aufregend wäre, würden die Kids nicht alle vor den Bildschirmen hocken. Wenn ich Kids beim Zocken zuschaue, dann haben die 10x mehr Spaß, als wenn ich Formel1 schaue. Da muss man sich dann schon fragen, wieso man selbst sich mit so einem Mist wie F1 beschäftigt, wenn man viel einfacher viel mehr Spaß haben könnte? ;) :D

Vielen ist noch gar nicht klar, welches Potezial E-Sports in Zukunft hat und welche Möglichkeiten e-Sports sowohl für die Zuschauer, als auch für die Profis bietet. Schon heute verdienen die top E-Sportler mehr Geld, als das halbe F1-Fahrerfeld.
Jeder hat die Chance Profi zu werden, ohne imense Geldsummen investieren zu müssen - gerade der Motorsport ist doch inzwischen nur noch für Kinder aus wohlhabendem Haus möglich, weil er extrem teuer ist, soforn man in bis in den professionellen Bereich kommen möchte, wo man dann wirklich gut davon leben kann. Selbst wenn man im Bereich E-Sports genauso Talent und Fleiß benötigt, um erfolgreich zu werden, ist die Möglichkeit doch viel greifbarer, als z.B. F1 Pilot zu werden. Beim E-Sport sind die Ausschlusskritieren viel geringer, z.B. kann ein Querschnitsgelähmlter E-Football Profi werden.
Als Zuschauer wird E-Sports der abolute Knaller, er ist visuell nicht von echten SPortübertragungen zu unterscheiden, aber man kann dem zuschauer völlig neue Einblicke geben, denn jede Kameraposition, selbst die Sicht aus der Perspektive des Sportlers ist möglich und auf Knopfdruck wechselbar - wenn man das mit einer Hochauflösenden VR-Brille schaut, ist man wirklich mitten drin. Man kann bei einem Rennen in jedes Cockpit wechslen und erlebt dann das Rennen aus der tatsächlichen Sicht des Piloten, man kann spannende oder strittige Szenen aus jeder Perspektiv nochmal anschauen. Die Rennautos und die Strecken bieten unbegrenzte Möglichkeiten - man könnte mit noch deutlich schnelleren F1 Autos wieder Rennen auf der Nordschleife fahren oder noch viel krassere Sachen realisieren- alles ist möglich. Der Limitierende Faktor, der den Unterschied macht, ist dann immer noch der Mensch, aber eben pur - das heißt wenn einer der Beste ist, dann nicht weil er im besten Auto oder im besten Team fährt, sondern weil er tatsächlich DER BESTE ist - und genau dieser Faktor wird auch dafür sorgen, dass die E-Sportler zu echten Stars werden, so wie ein Hamilton oder ein Ronaldo, denn das was sie an Können in ihrem Bereich leisten müssen, wird mindestens genauso außergewöhlich sein, wie bei den heutigen Sport-Superstars.

E-Sports wird "echten" Sport nie ersetzen, aber er hat das Potenzial in manchen Bereichen populärer zu werden, als der echte Sport. Man sollte nicht vergessen, dass Zuschauer in erster Linie gut unterhalten werden wollen und wenn Simracing besser aussieht, besser klingt, spannder ist und mehr Show und Unterhaltung bietet, als echtes Racing, wieso sollte man dann noch echtes, überreglementiertes und langweiliges Racing anschauen? ;)
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shuyuan
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Do Jun 27, 2019 12:29 am

Als Hauptgrund für diese Entwicklung gilt der demographische Wandel: Wenn es immer weniger junge Menschen gibt, können auch weniger den Führerschein machen.
gelesen :D
Das nächste ist: Mobilität hat nichts mit der Faszination für Automobile zu tun - Bei Mobilität geht es darum, wie ich von A nach B komme.
das sagst du.Dabei siehst du nicht dass du dich widersprichst.
Das eine schliesst das andere nicht aus.
denn das WIE, das hab ich doch schon geschrieben.#Als erkenntnisquelle dient mein Sohn und seine sozialen Verbindungen.
Möglichst komfortabel und auch sportlich wenns sein muss.
Wo siehst du da keine verbindungen ?

Im Grunde hab ich nix anderes geschriebn wie du, mit dem kleinen Unterschied, dass das eine das andere nicht ausschliesst.
Die F1 ist ein alterndes übereguliertes Relikt aus vergangenen tagen, dass selbst die Fahrer nicht mehr verstehen.
Wie sollen da die Fans es verstehen. Es ist einfach zu kompliziert gleichzeitig langweilig, autos im kreis fahren zu sehen, wo nichts passiert was einen aufregen könnte.
entscheidungen sind nicht nachvollziehbar...ach und andere tausend gründe.
da guckt man sich doch lieber mal live wohnwagen rennen rückwärts in holland an. da ist spass garantiert.
Es gibt bei dr formel 1 leider keinen Thrill mehr.
Kann man verstehen wenn die jungs von heute darüber müde lächeln...
Um das zu wissen, muss ich keine statistik bemühen sondern lediglich gesunden menschenverstand . ;)
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seahawk
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von seahawk » Do Jun 27, 2019 8:34 am

E-Sports verstehe ich sogar.

Gucke ich mir Rennen aus den oberen Ligen in Rennsimulation an, dann sind sie nicht schlechter als echte Rennen, ich kann danach aber selber probieren wie ich da fahren würde.

Der Rest des Problems hat sich hat sich ja die F1 selber gebaut. Wenn man sagen würde, wir suchen das schnellste Auto und den schnellsten Fahrer wäre das Konzept ja noch stimmig, aber man versucht ja modern zu sein. Ergo umweltfreundlich, nachhaltig, spritsparend - nur dann funktioniert das Konstrukt nicht mehr, denn die umweltfreundlichste F1 ist die, die nicht stattfindet.

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shuyuan
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Do Jun 27, 2019 10:02 am

seahawk hat geschrieben:
Do Jun 27, 2019 8:34 am
E-Sports verstehe ich sogar.

Gucke ich mir Rennen aus den oberen Ligen in Rennsimulation an, dann sind sie nicht schlechter als echte Rennen, ich kann danach aber selber probieren wie ich da fahren würde.

Der Rest des Problems hat sich hat sich ja die F1 selber gebaut. Wenn man sagen würde, wir suchen das schnellste Auto und den schnellsten Fahrer wäre das Konzept ja noch stimmig, aber man versucht ja modern zu sein. Ergo umweltfreundlich, nachhaltig, spritsparend - nur dann funktioniert das Konstrukt nicht mehr, denn die umweltfreundlichste F1 ist die, die nicht stattfindet.
nachhaltig.
das unsinnigste modewort schlechthin. ich kanns nicht mehr hören :D
was hat Motorsport mit "nachhaltig" zu tun ? :shock:
ich hab mal nachgeguckt:
Ursprung des Begriffs Nachhaltigkeit. Der Begriff Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft und wurde im frühen 18. Jahrhundert vor dem Hintergrund einer zunehmenden überregionalen Holznot definiert. 1713 verwendete ihn Carl von Carlowitz (1645-1714), der Oberberghauptmann in Kursachsen.
:jupi:

und was versteht man darunter ?

ich lese folgendes:
Es wird immer darüber geredet, dass die Menschen anfangen sollen, nachhaltig zu denken, nachhaltig zu handeln, nachhaltig zu leben. ... Nachhaltigkeit bedeutet, dass man sich überlegt, was die Dinge, die man tut auf Dauer für Auswirkungen haben. Und dass man versucht, die Dinge so zu erhalten wie sie sind.
Ist das beim Motorsport, insbesondere der Formel 1 nicht widersprüchlich ? :roll:
Heutzutage sollten Leute mal überlegen bevor sie so einen Mist schreiben......(ich meine nicht Dich jetzt )
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Dissident » Sa Jun 29, 2019 6:32 pm

Motorsport muss nachhaltig sein, weil 22 F1 Autos zerstören an einem Rennwochenende die gesamte Natur für die restlichen bald 8 Milliarden Menschen... äh, und so.

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flingomin
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von flingomin » Mo Jul 01, 2019 9:38 am

Dissident hat geschrieben:
Sa Jun 29, 2019 6:32 pm
Motorsport muss nachhaltig sein, weil 22 F1 Autos zerstören an einem Rennwochenende die gesamte Natur für die restlichen bald 8 Milliarden Menschen... äh, und so.
22 Autos nicht.
Dazu kommen jedes Wochenende aber noch 500 Tonnen um die Welt transportiertes (teils geflogenes) Equipment, 100 Sattelzüge, 200.000 reisende Fans.
Das ganze 20 Mal im Jahr.
Dazu dann knapp 30.000 Reifen nur für die Rennfahrzeuge und das ist dann "nur" die Formel 1.
Dann noch LeMans, nationale Rennserien, WRC, IndyCar, Nascar, DTM und was auch immer.

So wenig als dass es unbedeutend wäre, ist es auch wieder nicht.

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Maglion
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Maglion » Do Jul 04, 2019 9:20 am

Das Problem ist, dass wenn die F1 aus den Mainstream-Medien und damit von den Top-Sendeplätzen verschwindet, dann war´s das mit Motorsport für die breite Masse, denn die F1 ist die letzte große weltweite Rennserie auf 4 Rädern.

Eine alternative Rennserie hat zudem kaum eine Chance um sich durchsetzen zu können. Das bedeutet, dass die Verantwortlichen der FIA / Liberty ganz schnell und effektiv handeln muss und da ist ist meiner Meinung nach KEIN PLATZ für Mitsprache der TEAMS, denn genau dieses Mitsprache und damit auch Blockadesystem hat die Formel 1 dort hin gebracht, wo sie jetzt ist - an den Abgrund. Die bis jetzt geplanten Ändereungen für 2021 greifen viel zu kurz und sind schon wieder wegen den vielen Interessen, die man versucht unter einen Hut zu bringen, ein vermurkster Kompromissbrei, der die F1 nicht retten kann, sondern nur das Leiden verlängern und das Ende hinauszögern wird.

Die FIA und Liberty müssen eine NEUE F1 schaffen, ohne Rücksicht auf die beteiligten Teams und schon gar nicht auf die Hersteller. SIe müssen sich aus dem Würgegriff der Hersteller lösen und diese vor die Wahl stellen, entweder sie machen mit oder nicht und wenn dann Hersteller die F1 verlassen, dann ist das so - das kann auch ein zeichen dafür sein, dass man auf dem richtigen Weg ist. Die F1 hat nur eine Chance, wenn man sich komplett auf die Zuschauer konzentriert, denn die Zuschauer entscheiden ALLEINE, ob die F1 ein Erfolg wird oder nicht - ohne Zuschauer, keine F1 und keine große Werbeplattform für große Hersteller. Aktuell nehmen sich enige Teams zu wichtig und meinen, dass es in erster Linie nur um sie geht, aber diese Sichtweise ist sehr kurzsichtig und dumm, denn JEDER Hersteller ist verzichtbar - der eine Mehr, der andere weniger und ganz ehrlich, ich brächte in der F1 gar keine Hersteller, da es genügend Private Rennställe gibt, die besseres Racing bieten können. Für schnelle AUtos und aufregende Rennen braucht es schon lange nicht mher das große Geld der Hersteller - im Gegenteil. Das große Geld hat zu dem absurden Trend geführt, dass dass die F1 zu schnell wurde und immer wieder künstlich ausgebremst werden musste, weshalb die Hersteller wieder mher investiert haben um das wieder ausgleichen zu können - wir befinden uns seit vielen Jahren in einem Geldvernichtungsteufelskreis bei dem das Geld- Speed-Verhältnis immer schlechter wurde - das ist nicht mehr zeitgemäß - in jeder Hinsicht.

Ich habe auch kein Problem damit, wenn die F1 sich an der Technik orientiert, die von einer breiten Masse akzeptiert und gekauft wird und da sind wir noch nichtmal beim Hybridantrieb angekommen und ich sehe die F1 nicht als mahnenden Zeigfinger, der den Zuschauer darauf hinwiesen soll, welche Autos/Technik sie zu nutzen haben, sondern Motorsport sollte immer ein Spiegelbild der Geseelschaft sein. Deshalb funktioniert ja die MotoGP so gut, die fahren Motorräder, wie ich sie fast im Laden kaufen kann, sowohl optisch, als von der Technik, nur dass die Technik in der MotoGP mehr ausgereizt wird und etwas voraus ist, ABER mit dem Wissen, dass man die aktuelle Technik in absehbarer Zeit auch im Laden kaufen kann - die F1 hat hier schon seit vielen Jahren den Bezug zum PKW verloren, wehslab es auch keinen Sinn macht, hier PKW-Technik profilieren zu wollen. Anstatt auf die Technik, sollten die Verantwortlichen sich lieber auf die Show konzentrieren - die F1 muss in erster Linie unterhalten und sie muss Stars produzieren. Das funktioniert nur, wenn alle Teams auf einem Level sind, so dass ein Jahrhunderttalent in jedem Auto gewinnen kann. Ein Star kann man n ur werden, wenn die Leistung offensichtlich ist und das wird im Motorsport durch möglichst schnelle Runden, spannende Zweikämpfe und tolle Überholmanöver sichtbar und nicht durch das drücken von 100 Knöpfen, um Reifen, Benzin zu sparen und Material zu schonen. Ein F1-Star muss über 60 Runden 100% geben können, um permanent am Limit zu fahren und zu kämpfen und die Technik ist alleine dazu da, dies zu ermöglichen und nicht, wie aktuell, dies zu verhindern !!! Genau DAS ist der Schlüssel zum Erfolg und nichts anderes.
Die Teams/Marken sollten nciht dazu da sein, um Stars zu machen, so wie es aktuell der Fall ist, sondern der Star-F1-Fahrer sollte das Image der Teams stärken oder gar aufbauen. Das bedeutet, der beste Fahrer sollte nicht das Ziel haben zu einem besimmten Team kommen zu müssen um überhaupt um die WM kämpfen zu können, sondern die Teams sollten auf den besten Fahrer angewiesen sein, um eine Chance auf die WM zu haben. Erst wenn man diesen Twist schafft, dann bekommt man eine Formel 1, die auch eine Chance hat neue Zuschauer zu gewinnen, da Menschen in erster Linie Fans von Sportlern sind und nicht von Herstellern, Sponsoren oder Teams. F1 ist kein Teamsport, bei dem der Zuschauer in erster Linie für ein Team fiebert, sondern es ist ein Sport für Einzelkämpfer, die von einem Team unterstützt werden und so muss man das auch verkaufen.
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Do Jul 04, 2019 9:35 am

flingomin hat geschrieben:
Mo Jul 01, 2019 9:38 am
22 Autos nicht.
Dazu kommen jedes Wochenende aber noch 500 Tonnen um die Welt transportiertes (teils geflogenes) Equipment, 100 Sattelzüge, 200.000 reisende Fans.
Das ganze 20 Mal im Jahr.
Dazu dann knapp 30.000 Reifen nur für die Rennfahrzeuge und das ist dann "nur" die Formel 1.
Dann noch LeMans, nationale Rennserien, WRC, IndyCar, Nascar, DTM und was auch immer.

So wenig als dass es unbedeutend wäre, ist es auch wieder nicht.
ja klar, alles abschaffen, sofort ! :jupi:
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Maglion » Do Jul 04, 2019 10:27 am

wenn man EINEN Luxuskreuzer, der mit Schweröl fährt, still legt, macht man das alles wieder wett, wass die größten Rennserien in die Luft blasen. Der Unterschied ist, dass ein Luxusdampfer ca. 4000 Menschen unterhält, die Formel 1 ca. 50 Millionen.

Viel schlimmer als Motorsport ist übrigesn Fussball in Bezug auf die weltweite Ökobilanz. :naughty: ;)

Ich bin ja dafür, dass die Formel 1 in Bezug auf den Umwletschutz eine Vorreiterrolle einnimmt und der klassische Le-Mans-Start in der F1 eingeführt wird, nur dass man die Autos weg lässt. :naughty: :mrgreen: :D :schumi:
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Feldo » Do Jul 04, 2019 10:59 am

Kleiner Vergleich, weil es so passt:

Die 15 größten Containerschiffe dieser Welt, die mit Schiffsdiesel (Schweröl) betrieben werden, stoßen mehr giftige Schwefelverbindungen aus als ALLE Diesel PKW dieser Erde zusammen :D

;)


Man sollte es wie die IndyCar machen. Bio-Ethanol als Kraftstoff für das Gewissen und als angenehmer Nebeneffekt muss man aufgrund der geringeren Energiedichte mehrfach nachtanken. 8)
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Do Jul 04, 2019 11:51 am

Maglion hat geschrieben:
Do Jul 04, 2019 10:27 am
wenn man EINEN Luxuskreuzer, der mit Schweröl fährt, still legt, macht man das alles wieder wett, wass die größten Rennserien in die Luft blasen. Der Unterschied ist, dass ein Luxusdampfer ca. 4000 Menschen unterhält, die Formel 1 ca. 50 Millionen.

Viel schlimmer als Motorsport ist übrigesn Fussball in Bezug auf die weltweite Ökobilanz. :naughty: ;)

Ich bin ja dafür, dass die Formel 1 in Bezug auf den Umwletschutz eine Vorreiterrolle einnimmt und der klassische Le-Mans-Start in der F1 eingeführt wird, nur dass man die Autos weg lässt. :naughty: :mrgreen: :D :schumi:
ihr vergesst aber auch immer die anderen zahlen. in der zeit wo man mit dem schiff fährt, benutzt man keinen flieger, kein auto.
ausserdem partizipieren viele menschen in form von Verdienst daran.
das gilt natürlich auch für sportveranstaltungen im allgemeinen.
am besten ist natürlich bei kerzenschein zuhause zu bleiben und möglichst keine elektrogeräte benutzen :mrgreen:
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Do Jul 04, 2019 11:53 am

Feldo hat geschrieben:
Do Jul 04, 2019 10:59 am
Kleiner Vergleich, weil es so passt:

Die 15 größten Containerschiffe dieser Welt, die mit Schiffsdiesel (Schweröl) betrieben werden, stoßen mehr giftige Schwefelverbindungen aus als ALLE Diesel PKW dieser Erde zusammen :D

aber eine bessere lösung als viele kleinere oder ?
irgendwoher muss der sprit und die bananen ja herkommen, es sei denn man kauft nur noch in der region gereiftes beim bauern ...der nachhaltigkeit wegen :mrgreen:
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Maglion
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Maglion » Do Jul 04, 2019 1:25 pm

shuyuan hat geschrieben:
Do Jul 04, 2019 11:51 am
ihr vergesst aber auch immer die anderen zahlen. in der zeit wo man mit dem schiff fährt, benutzt man keinen flieger, kein auto.
ausserdem partizipieren viele menschen in form von Verdienst daran.
das gilt natürlich auch für sportveranstaltungen im allgemeinen.
am besten ist natürlich bei kerzenschein zuhause zu bleiben und möglichst keine elektrogeräte benutzen :mrgreen:
Das Problem sind weder Sportveranstaltung ob mit oder ohne Motoren, den die Menschen in ihrer Freizeit schauen, sondern wie jeder einzelne selbst lebt - wie und wo er Urlaub macht, wie er seine Mobilität gestaltet und was er konsumiert.
Aber daran ändert die Formel 1 nichts, egal ob sie mit V12 Motoren oder mit E-Motoren betreiben wird, deshalb ist es total sinnlos, die Qualität des Sports zu reduzieren, um ihn ökologischer zu machen.

Wenn die F1 grün werden möchte, dann sollten die Teams und Hersteller ihre Fabriken möglichst ökologisch betreiben. Sie können auch gerne Bio-Kraftstoffe benutzen.

Wenn die F1 einen Beitrag für umweltfreundliche Antriebe leisten wollte, müsste dieser Bereich komplett frei von technischen beschränkungen sein, so dass sich die Entwicklungsausgaben darauf konzentrieren, einen möglichst effizienten Antrieb zu entwickeln, mit Techniken, die später in die Sereinproduktion einfließen könnte.

Aktuell nutzt die F1 relativ alte Hybridtechnik, von denen die Sereinfahrzeuge nicht profitieren - Innovationsloser Blödsinn, um den Schein zu wahren.

Bei umweltfreundlichen Antrieben geht es doch in erster Linie darum, dass mit möglichst wenig Kraftstoff, der möglichst wenig Umweltschädliche Stoffe in die Luft bläst, möglichst weit zu kommen. Wenn man Motorsport als Innovationsgeber für umweltfreundliche Antriebe nutzen möchte, sollte man sagen "Ihr habt 80 Liter Kraftstofft für 400km, baut einen Motor, mit dem Ihre mit dieser Menge Kraftstoff möglichst schnell ins Ziel kommt." Jeder kann sich dann selbst ein Motorenkonzept ausdenken, mit dem er möglichst effektiv den vorgegebenen Kraftsstoff nutzen kann. Damit die Kosten nich ausufern, kann man ein Budget vorgeben und für die Sicherheit müssen ebenfalls Vorgaben erfüllt werden, aber alles andere ist frei. DAS wäre für mich eine echte Formel-Öko, die sicher hoch interessant wäre.
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Do Jul 04, 2019 4:22 pm

eben, diese konstruierte sch... mit durchflusslimiter und der drs mist nervt
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von pitschen » Fr Jul 05, 2019 8:28 am

Maglion: DAS WÄRE FÜR MICH EINE ECHTE FORMEL ÖKO.
DASS IST NICHT RENNSPORT, DANN SCHLEICHEN SIE UM DEN KURS , UM SPRIT ZU SPAREN. HATTEN WIR DOCH VOR EIN PAR JAHREN SCHON. :jupi:

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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von vandamm » Fr Jul 05, 2019 8:46 am

Das größere Problem ist der enttäuschende Sound......

Mein Winterauto hört sich um längen geiler an. Das in Spielberg war echt lächerlich. Da konnte man ja noch den Orangje Edelfan hören :jupi:

Nach 2 Stunden Rennstrecke will ich, dass mir die Ohren klingeln und keinen Ökoscheiß.....
Totto Wolf: "Ist Hamilton innen, diktiert er die Linie - Ist Hamilton außen, diktiert er die Linie..."

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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Maglion » Fr Jul 05, 2019 6:08 pm

pitschen hat geschrieben:
Fr Jul 05, 2019 8:28 am
Maglion: DAS WÄRE FÜR MICH EINE ECHTE FORMEL ÖKO.
DASS IST NICHT RENNSPORT, DANN SCHLEICHEN SIE UM DEN KURS , UM SPRIT ZU SPAREN. HATTEN WIR DOCH VOR EIN PAR JAHREN SCHON. :jupi:
Sie wären schneller als heute, da die Autos leichter wären und eine besseres Leistungsgewicht hätten. Aktuell wird die Turbo und Hybridtechnik viel zu sehr reglementiert, da steckt viel mehr Potenzial drin.

Du glaubst ja gar nicht, wie schnell man mit 80 Liter mit einem einem nicht eingebremsten Rennwagen eine Renndistanz schafft. ;) :D
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von flingomin » Di Jul 09, 2019 3:08 pm

shuyuan hat geschrieben:
Do Jul 04, 2019 9:35 am
ja klar, alles abschaffen, sofort ! :jupi:
Sagt kein Mensch. Aber es braucht auch keiner so zu tun, als wäre es mit 20 Autos die 1 1/2 im Kreis fahren getan.

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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von turner1 » Do Jul 11, 2019 10:32 am

Ich finde diesen ----> https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... toren-hat/
Bericht sehr interessant!

Beste Grüße :) 8)
turner 1

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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Do Jul 11, 2019 2:15 pm

sehr gut :top: :top:
es wird politische gründe geben, warum kein umdenken stattfindet.
„Ich verstehe nicht, warum sich die Menschen vor neuen Ideen fürchten. Ich fürchte mich vor den alten.“ John Milton Cage jr.

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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von flingomin » Fr Jul 12, 2019 8:34 am

Natürlich ist diese Aufzählung vollkommener Unsinn.
Beispiel Reifen: Nicht das Drehmoment ist schuld an den sich selbst zerstörenden Reifen, sondern das Lastenheft der FIA.
Die Reifen sind wie sie sind, weil sie genau so sein sollen.

ANderes Beispiel:
Williams wollte 2018 den Mercedes nachbauen und ist damit grandios auf die Nase gefallen. Man braucht neben Geld auch Knowhow.
Wow, was für eine Erkenntnis.
Denn natürlich war das zu Saugmotorzeiten ganz anders. Da brauchte man offenbar kein KnowHow, oder doch?

Anderes Beispiel: Der Radstand. Den hätten die Designer auch früher schon gerne lang gebaut, den Länge bringt Abtrieb. Durften sie aber nicht.

Oder DIe Motorenhersteller. Ganz neue Erkenntnis:
Private Motorenbauer wie Ilmor oder Cosworth haben weder das Knowhow noch die Ressourcen solche Technikwunder zu bauen.
Wann hat denn in der Saugmotorenzeit ein privater Motorenhersteller die letzte WM gewonnen?
Der letzte "private" Motor der halbwegs konkurrenzfähig war war der Mugen-Honda in den 90er Jahren. Und selbst da mischte das Werk im Hintergrund kräftig mit.
Klar gabs immer mal wieder private Motoren (das waren fast immer privat betriebene ehemalige Werksmotoren (Supertech, Mecachrome, Asiatech u.s.w.)) , aber die hatten halt 100PS weniger als die Werksmotoren.
Der letzte (politisch gewollte) Versuch von Cosworth scheiterte recht kläglich, wenn ich mich recht erinnere.
Was war daran anders als es heute ist?
Wenn heute Porsche, BMW, VW oder wer auch immer "jetzt" sagen dann machen sie es ob Hybrid oder nicht.
Wenn nicht dann lassen sie es bleiben. Das war nie anders.

Den Rest kann man sich ersparen, ist nur eine weitere Aneinanderreihung von gequirltem Blödsinn.
"Umdenken" im Sinne von "Zurück in die Steinzeit" wäre der komplett falsche Weg.
Formel 1 muss technische Herausforderung sein, das war sie immer. DIe besten gewinnen und die anderen müssen sich eben mehr anstrengen und ihre Eier rechtzeitig aus dem Pool nehmen.

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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Maglion » Fr Jul 12, 2019 9:02 am

Die Problempunkte sind schon richtig ausgewählt, die Frage ist nur wie kann man das ändern und da gibt es ZWEI WIE:
1. WIE soll amn die nötigen Änderungen durchsetzen
2. WIE müssen diese Änderungen aussehen

Leider ist das Fazit, dass die Besten gewinnen falsch - weder bei den Konstruktueren, noch bei den Fahrern. In erster Linie gewinnt Geld und Mercedes, Ferrari und RedBull sind nur Top, weil sie es sich leisten können, maximale Kompetenz zu kaufen - sowohl was die ANzahl, als auch die Qualität angeht. Wenn dann diese Qualität des Personals dann noch aus dem vollen schöpfen können, dann bekommt man die aktuelle Formel-Money. Klar gibt es unter den Geldweltmeistern noch einen der seinen Job etwas besser macht, aber die F1 hat ja mehr als 3 Teams und vom Rest sollten eben auch immer mal wieder welche auf dem Podium stehen oder gar siegen - sieh z.B. MotoGP.

Man muss Rahmenbedingungen schaffen, die die Chancen für ALLE deutlich erhöht und das geht nur über das Begrenzen des Budget, Personalsstärke und der Ressourcen. Auch dann kann jedes Team zeigen, wie gut es ist und das beste Team wird gewinnen, aber wenn alle die gleichen Voraussetzungenhaben, entscheidet eben nicht zwingend das Geld, sondern die Kompetenz, wie man das begrenzte Geld, das begrenzte Personal und die begrenzten Ressourcen am besten nutzt.

Budget drastisch reduzieren, Personal drastisch reduzieren, Ressourcen drastisch reduzieren, dafür wird im Gegenzug das technische Reglement maximal gelockert, damit es wieder viele Innovationen gibt, die breit gefächert sind. Das wäre dann wieder eine echte Konstrukteurs-WM.

Aber so lange die FIA und Liberty nicht die Eier haben, um sich gegen den Willen der Hersteller und großen teams durchzusetzen, wird sich NICHTS ändern, denn diejenigen, die die Macht haben, wollen nicht das sich noch andere Teams in die WM einmischen udnd ihnen gefährlich werden können und der Rest hat keine Macht und kann sich nur ärgen, dass sie immer nur die Arschkarte ziehen, weil die FIA & Co. eine Ansammlung an rückgratlosen Weicheiern ist.
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Fr Jul 12, 2019 10:47 am

flingomin hat geschrieben:
Fr Jul 12, 2019 8:34 am
"Umdenken" im Sinne von "Zurück in die Steinzeit" wäre der komplett falsche Weg.
Formel 1 muss technische Herausforderung sein, das war sie immer. DIe besten gewinnen und die anderen müssen sich eben mehr anstrengen und ihre Eier rechtzeitig aus dem Pool nehmen.
Kompletter Blödsinn ist natürlich genauso Quark. :D
Wer mit "Umdenken" zurück in die Steinzeit verbindet, hat das Thema nicht wirklich begriffen.

Es geht um die Komplexität der ganzen Geschichte inklusive Reglementierung.
Nur Dagobert Ducks können in dem Circus Maximus auch maximal punkten, das hat nix mit "Eier aus dem Pool und so" zu tun :naughty:
Was hat eigentlich technische Herausforderung in der F1 damit zu tun, die Autos immer schwerer, komplizierter und grösser zu bauen ?
Ähnlichkeiten zum Truckrennen sind zwar noch optisch nicht vorhanden, aber..... :jupi:
„Ich verstehe nicht, warum sich die Menschen vor neuen Ideen fürchten. Ich fürchte mich vor den alten.“ John Milton Cage jr.

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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von shuyuan » Fr Jul 12, 2019 10:50 am

Maglion hat geschrieben:
Fr Jul 12, 2019 9:02 am
Leider ist das Fazit, dass die Besten gewinnen falsch - weder bei den Konstruktueren, noch bei den Fahrern. In erster Linie gewinnt Geld und Mercedes, Ferrari und RedBull sind nur Top, weil sie es sich leisten können, maximale Kompetenz zu kaufen - sowohl was die ANzahl, als auch die Qualität angeht. Wenn dann diese Qualität des Personals dann noch aus dem vollen schöpfen können, dann bekommt man die aktuelle Formel-Money.
Sag ich beim FC Bayern auch immer. Die sind nich die Besten, die haben nur das Beste einkaufen können :D
Geld gewinnt (fast) immer.
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Re: Formel 1 Zukunft

Beitrag von Maglion » Fr Jul 12, 2019 11:54 am

Das Probelm ist doch, dass die Komplexität der F1-Technik in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht und da meine ich jetzt nur die Rundenzeiten und nicht den Unterhaltungsfaktor. Fazit: Man könnte mit deutlich weniger Geld, deutlich einfacherer, aber trotzdem moderner Technik, schnellere und schönere Autos bauen, die dann auch noch mehr Unterhaltung bieten.

Die aktuelle F1-Technik ist ja auch deshalb so komplex und teuer, weil die Techniker alle Mittel einsetzen, um gegen das Reglement zu arbeiten. Das Reglement bremst die Autos ein, die Teams investieren zig Millionen um wieder dort hin zu kommen, wo sie waren = Enorme Kosten für NULL FORTSCHRITT !!! Am Ende ist die F1 gleichschnell hat aber Milliarden verbrannt - das ist sowohl aus ökoligischer, als auch aus ökonomischer Sicht der totaler Wahnsinn oder schlichte Dummheit.
Das wirklich fatale ist bei dieser Entwicklung, dass der Unterhaltungsfaktor, trotz dieser enormen Investitionen schlechter wird und das zu einer Zeit, in der es in Punkto Unterhaltung enorme Konkurrenz gibt und man eigentlich immer mehr an Unterhaltung bieten müsste, um die Marktanteile verteidigen zu können.

Am Ende klopft man sich auf die Schulter, dass man mit einem Auto WM wird, in das man 300 Mio investiert hat, das aber langsamer ist, als ein Rennwagen, der ohne den Würgegriff des F1-Reglements nur 10-20 Mio. kostet. Aber hauptsache man kann sagen, dass man Milliarden mit umweltfreundlicher Hybridtechnik verbrannt hat - ich denke absurder kann eine "ökologisches" Ausrichtung nicht sein.

Beim Budget müssten man auch Teams und Motorenhersteller trennen. Das heißt das Team Mercedes hat ein Budget von 100 Mio., davon geht ein fester Betrag für die Motoren weg, der bei allen Teams gleich hoch ist, unabhängig vom Motorenlieferant. Damit das ganze gerecht bleibt, werden die Team gleichmäßig auf die Motorenhersteller aufgeteilt - z.B. wenn es 11 Teams gibt, darf jeder Motorenhersteller maximal 3 Teams beliefern. Das Budget für die Motorenhersteller errechnet sich aus der Anzahl der Teams, geteilt durch die Anzahl der Motorenhersteller und das Ergebnis wird dann aufgerundet und mit dem Preis der Motoren multipliziert. Bei 11 Teams und 4 Herstellern, sind dass dann 11:4= 2,75 aufgerundet 3. Wenn die Teams im Jahr 20 Mio. für die Motoren zahlen, sind das dann ein Budget von 60 Mio./Jahr für die Motorenlieferanten für die Produktion und Entwicklung. Das Team, das nur 2 Teams ab bekommt, bekommt dann eine Ausgleichzahlung.

In einer Formel 1, in der es eine Fahrer- und Konstrukteurs-WM gibt, sollte es sowohl unter den Fahrern, als auch unter den Konstrukteuren Stars geben, deshalb sollten die Gehäter des Top-Personals (Fahrer, Teamführung und eine feste Anzahl an Abteilungsleitern) vom Budget ausgenommen werden, aber der komplette Rest, sollte mit einem Budget von z.B. 100 Millionen abgedeckt werden. Da kann sich dann jedes Team selbst aussuchen, wie sie dieses Geld investieren.

Wenn man am Limit der Rennstrecken ist, um die nötige Sicherheit der F1 weiter gewährleisten zu können, sollte man sich nicht neue Reglements ausdenken, wegen denn dann neue Motoren und neue Autos benötigt werden, die enorm viel Geld kosten, sondern man sollte dann das Budget oder die Ressourcen weiter reduzieren. Das ist das genau das Gegenteil, was die letzten jahrzehnte gemacht wurd, aber mit dem gleichen Ergebnis. Aber es ist doch viel sinnvolle den Speed in der F1 auf einem niveau zu halten, indem man weniger ausgibt, als wenn Geld investiert werden muss, um gleichschnell bleiben zu können, weil das Reglement die Möglichkeiten immer weiter begrenzt.

Es ist dann für die FIA dann kein Problem das Reglement so anzupassen, dass die F1 trotzdem spannender und besser wird und dass jedes Team dann auch mit der F1 Geld VERDIENEN kann, ebenso wie die Veranstalter. Dann könnte man auch die Rennstrecken aus dem Kalender streichen, nur wegen ihren hohen Zahlungen an Liberty im Kalnder sind, obbwohl die Rennen dort Mist sind, was den Unterhaltungsgedanken massiv torpediert.
SimSeat-Racer

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