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turner1
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Beitrag von turner1 » So Apr 14, 2019 8:07 pm

...au, mann... Williams :ohw: Man sagt dass nach einem Tief ein Hoch kommt. In ein-zwei Jahren wird es hoffentlich wieder möglich sein zu den ersten 10 aufzuschließen. Noch wird das Dilemma in dem sie stecken mit Galgenhumor genommen, zumindest von den Fahrern. Kubica heute: "Der aufregendste Moment war für mich, als ich mich in der Aufwärmrunde gedreht habe"
:betrunken:

Beste Grüße :) 8)
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Beitrag von danseys » So Apr 14, 2019 9:25 pm

Jan hat geschrieben:
So Apr 14, 2019 6:27 pm
...Ein Ocon interessiert ein "ich darf nicht" auch nicht die Bohne, er würde einfach machen.( weswegen er wohl auch nicht im Auto sitzt )
DAS wäre genau die Spannung, die jetzt schon ein Leclerc andeutet. Schade, dass nicht beide ein Cockpit haben!

BartBottas mit gutem MEL-Ergebnis hin oder her - überragend war und wird der nie; schade ums Auto... :shake:

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Beitrag von flingomin » So Apr 14, 2019 10:30 pm

turner1 hat geschrieben:
So Apr 14, 2019 8:07 pm
...au, mann... Williams :ohw: Man sagt dass nach einem Tief ein Hoch kommt. In ein-zwei Jahren wird es hoffentlich wieder möglich sein zu den ersten 10 aufzuschließen. Noch wird das Dilemma in dem sie stecken mit Galgenhumor genommen, zumindest von den Fahrern. Kubica heute: "Der aufregendste Moment war für mich, als ich mich in der Aufwärmrunde gedreht habe"
:betrunken:

Beste Grüße :) 8)
:top: :top:
Was hab ich mich gefreut als es hieß Head kommt zurück.
Head und Williams verkörpern „meine“ Formel 1 Zeit. (Canon, Rothmans, Renault, Prost, Mansell, Senna, Hill)
Aber mit ein wenig Nachdenken: Kann dieser Mann der zweifellos ein Genie seiner Zeit war, die Formel 1 2019 überhaupt noch verstehen?
Er kommt aus einer ganz anderen Formel 1, hat diese sogar geprägt.
Aber damals waren andere Dinge wichtig als heute.
Wie sagte in den 90ern mal jemand: Williams funktioniert, weil sich Newey und Head solange angeschrien haben, bis die beste Lösung gefunden war. So funktioniert’s heute nicht mehr, und es gibt dort auch keinen Newey mehr.
Ich denke so weh es mir tut, Williams wird nicht zu retten sein. Das was jetzt ist, ist der Anfang vom Ende.

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Beitrag von turner1 » Mo Apr 15, 2019 1:07 am

...och, ganz abschreiben würde ich Williams mal nicht. Guck Dir mal Sauber an. Wer hätte an sowas gedacht was da gerade passiert? Williams halte ich vom inneren Kern her eigentlich für kompetenter als Sauber. Mal gucken wohin die Reise von Williams geht. Aber so ganz ohne Partnerschaft (Mercedes?) wird es aber wohl in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr gehen

Beste Grüße :) 8)
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Beitrag von Maglion » Mo Apr 15, 2019 1:26 pm

Am Rennwochenende hat es ja Toto Wolff gut erklärt, wieso Mercedes so stark ist: Bei Mercedes ziehen alle an einem Strang und JEDER darf/soll sagen, wenn er der Meinung ist, dass etwas nicht optimal läuft/gemacht wird, damit das Problem möglichst effektiv gelöst werden kann und da geht es nicht nur um technische Probleme, sondern auch um Abläufe und die Organisation. In anderen Teams wie Ferrari gab/gibt es Lager und Verantwortliche, die jede Form der Kritik als persönlichen Angriff sehen oder es werden Probleme verschleiert, um die eigene Position nicht zu schwächen.

Bei Mercedes ist es wichtig, dass man so wenig wie möglich personelle Ändereungen vornimmt, um die Abläufe nicht zu stören. Bei Ferrari werden schon seit Jahren immer wieder Schlüsselpositionen neu besetzt, so bald es mal nicht läuft und anstatt an den Problemen mit dem bestehenden Personal zu arbeiten, um dessen Leistung zu steigern. Das Problem ist, dass neues Personal nicht auch automatisch die bestehenden Probleme löst und es besteht immer die Gefahr, dass man sich neue Probleme ins Team oder an die Postion holt. Da muss man sich nicht wundern, dass Ferrari trotz mega Budget in vielen Bereichen eher mittelklassig sind und ihr Potenzial nicht nutzen können. Ich bin mir sicher, dass die Grundvoraussetzung bei Ferrari nicht schlechter sind, als bei Mercedes, nur nutzt Mercedes das Potenzial deutlich besser und bei Ferrari wird geschlampt bzw. nicht konsequent und effektiv genug gearbeitet. Das beste Beispiel ist das Rennen in China, bei dem Ferrari eine völlig falsche Aero dabei hatten und an der Strecke auch keine Teile hatten, um darauf zu reagieren. Jeder Experte inkl. der Konkurrenz ist sofort aufgefallen, dass Ferrari zu wenig Abtrieb fährt, was Ferrari sicher auch gemerkt hat, aber sie hatten angblich keine Teile, um darauf reagieren zu können - Sorry, aber das ist doch absolut unprofessionell, wofür geben sie denn Millionen für Aerotests und Simulationssoftware aus? Fahren die an ein Renstrecke mit dem Motto: "Lass dich überraschen!". Klar wird es auch mal positive Überaschungen geben, bei denen der Ferrari plötzlich wieder das schnellste Auto ist, aber mit soclhen Zufallstreffer gewinnt man keinen Blumentopf, da Gewinnt man höchsten Hohn und Spott. Bei dem was Ferrari abliefert, ist das Theater umd Vettel und Leclerc völlig belanglos, denn wen juckt es denn, wer am Ende 3. 4. oder 5. in der WM wird?
Man kann nur hoffen, dass man bei Ferrari nicht wieder anfängt Leute zu feuer oder umzubesetzen, weil man sonst keine Ideen mehr hat, denn dann geht es nur weiter abwärts.
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Beitrag von flingomin » Mo Apr 15, 2019 4:45 pm

turner1 hat geschrieben:
Mo Apr 15, 2019 1:07 am
...och, ganz abschreiben würde ich Williams mal nicht. Guck Dir mal Sauber an. Wer hätte an sowas gedacht was da gerade passiert? Williams halte ich vom inneren Kern her eigentlich für kompetenter als Sauber. Mal gucken wohin die Reise von Williams geht. Aber so ganz ohne Partnerschaft (Mercedes?) wird es aber wohl in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr gehen

Beste Grüße :) 8)
Vielleicht.
Sollte Mercedes auf die Idee kommen sich ein Juniorteam aufzubauen könnte das natürlich Williams sein. Ähnlich wie Toro Rosso für RBR oder Sauber bei Ferrari.
Dann wäre Geld da und Knoff Hoff und gute Nachwuchsfahrer gäbe es auch.
Wenn nicht?
Ich hab da kein so gutes Gefühl.
Habe eher die Befürchtung Williams geht den Weg von Arrows, Ligier, Tyrell.
Wobei es letztere ja genau genommen von der DNA noch gibt.
Recht erfolgreich sogar. ;)

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Beitrag von shuyuan » Mo Apr 15, 2019 10:18 pm

Jordan EJ10 hat geschrieben:
So Apr 14, 2019 12:23 pm

Besser kann man es nicht ausdrücken. :top: Viele der "Fans", welche sich heute über die fehlende Spannung beschweren, vergessen nur zu gerne die dominanten Jahre der jüngeren Ferrari- und Red Bull Zeit, da dort ja nicht nur ein deutscher Landsmann gewonnen hat, sondern zumindest bei Ferrari auch ein deutscher in einem roten Fahrzeug einen Erfolg nach dem nächsten für sich verbuchen konnte und die Titel bereits 5 oder 6 (!) Rennen vor Saisonende feststanden. ;) Nationalitätsbewusstsein ist natürlich nichts verwerfliches, aber sich beschweren, dass es seit 2014 bis heute extrem langweilig ist, während die Titeljahre von Schumacher und Vettel, die im Großen und Ganzen keinerlei Unterschied zur Mercedes Ära boten, wissentlich nicht ebenfalls angeprangert werden, ist schon ziemlich scheinheilig. ;)

Und betreffend dem 2018er Titel für Ferrari: Den hätte Hamilton in einem Ferrari definitiv gewonnen, da das rote Fahrzeug WM-tauglich war, der Fahrer, der in diesem fuhr, in jenem Jahr es allerdings nicht war.
Hallo Jordan, dich gibts ja immer noch :)

Also ich glaube das kann man nicht vergleichen.
Schumacher war der 1. deutsche der es den anderen richtig gezeigt hat in einer Ära der wirklich puren F1.
Die Gründe dazu waren vielfältig (unter anderem Tests bis zum zerbrechen und Zusatzmaterial wie 3. fahrzeug , qualimotoren etc)und ergebnis harter arbeit.
Mit RedBull fanden wir toll dass mal ein aussenseiter die bestehende Rasselbande aufgemischt hat und ja wir fanden es toll, wieder ein deutscher , der es allen zeigen kann , naund ?
Spätestens als ein junger wilder Seb im Torro Rosso ! auf Pole stand, fanden wir das toll.

Was wir aber heute sehen ist doch fast nur noch eine computersimulation, die der fahrer auf die strecke bringen muss..
ähm sorry, Parkplatzarenen...gibt ja kaum noch kiesbetten.
Der Einfluss der Fahrer ist auf einen historischen Tiefstand gesunken und nein auch Hamilton hätte den ferrari nicht zum WM gemacht.
Nach seinem Ego und Fahrweise, wäre der karren lange vor der ziellinie verreckt. Frag Alfonso ...der kennt den Parma Schinken auch.. :mrgreen:

Luigis Garage braucht mehr Qualität, Stabilität und vor allem Kontinuität .
Da ist sogar RedBull besser aufgestellt.
Und da ist einfach der Garant Mercedes ,der alles perfekt hin bekommt.
Vettel würde in dem Schienenbenz auch (gähn) dauerhaft um den Sieg mitfahren..

Dieses Fangebrabbel , das meinst du doch ned ernst :jupi:

Heute geht kaum noch ein auto kaputt oder strandet durch fahrfehler....langweiliger kann autorennen nicht sein. Find :naughty:
und dann noch dieses vorbeisegeln mit drs ....doppelgähn.... :jupi:
„Ich verstehe nicht, warum sich die Menschen vor neuen Ideen fürchten. Ich fürchte mich vor den alten.“ John Milton Cage jr.

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Beitrag von Jordan EJ10 » Di Apr 16, 2019 12:25 am

shuyuan hat geschrieben:
Mo Apr 15, 2019 10:18 pm
Hallo Jordan, dich gibts ja immer noch :)
Hehe, ja wenn man sich einmal mit dem Rennsport-Virus infiziert hat kommt man davon nicht mehr los. ;) Aber aus verschiedenen Gründen auf die ich weiter unten kurz eingehen werde, hatte ich mich seit Jahren im Forum sehr rar gemacht. Du warst aber beständig aktiv oder? :)

shuyuan hat geschrieben:
Mo Apr 15, 2019 10:18 pm
Also ich glaube das kann man nicht vergleichen.
Schumacher war der 1. deutsche der es den anderen richtig gezeigt hat in einer Ära der wirklich puren F1.
Die Gründe dazu waren vielfältig (unter anderem Tests bis zum zerbrechen und Zusatzmaterial wie 3. fahrzeug , qualimotoren etc)und ergebnis harter arbeit.
Mit RedBull fanden wir toll dass mal ein aussenseiter die bestehende Rasselbande aufgemischt hat und ja wir fanden es toll, wieder ein deutscher , der es allen zeigen kann , naund ?
Spätestens als ein junger wilder Seb im Torro Rosso ! auf Pole stand, fanden wir das toll.
Ja, ich bestreite nicht das die F1 damals attraktiver war. Das steht außer Frage, aber mir geht es nur darum aufzuzeigen oder zu erwähnen, dass diese Jahre auch nicht durchgehend spannend waren, bei nicht gerade wenigen aber anscheinend in der Erinnerung das gar nicht so tragisch war, obwohl in einigen Saisons bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt die WM zugunsten Ferraris oder Red Bulls entschieden war und sich damals nur sehr wenige daran gestört haben. Da wird ein wenig mit zweierlei Maß gemessen meiner Meinung nach. ;) Wenn man sich zum Beispiel die Saison von Schumacher 2002 und die Vettel 2013 anschaut, so beendete Michael alle 02 Grand Prix und stand dabei in jedem der 17 Rennen auf dem Podest (!), während Vettel 2013 acht oder 9 Rennen in Folge gewann (!). Das ist der pure Wahnsinn und an Langeweile nicht zu überbieten.

shuyuan hat geschrieben:
Mo Apr 15, 2019 10:18 pm
Was wir aber heute sehen ist doch fast nur noch eine computersimulation, die der fahrer auf die strecke bringen muss..
ähm sorry, Parkplatzarenen...gibt ja kaum noch kiesbetten.
Absolut, da kann ich dir nur vollkommen zustimmen. Das ist nämlich auch der Grund, weshalb ich mittlerweile viel weniger aktiv bin als noch vor einigen Jahren. Meine Liebe und Begeisterung für die Formel 1 hat sich seit der Einführung des KERS ( 2009? ) und DRS ( 2010? ) drastisch reduziert, da dies nicht mehr der Rennsport ist für den ich damals ohne zögern um 04:00 aufstand, wenn der langersehnte Saisonstart in Melbourne abgehalten wurde. Echte Zweikämpfe über 15-20 z.B. in denen ein langsameres Fahrzeug sich durch die Kampflinie vor dem hinteren behaupten konnte, gibt es in dieser Form gar nicht mehr. Und ja, wie du schon schreibst, auch das beinahe jegliche Kiesbetten asphaltierten Auslaufzonen weichen mussten ist ganz klar ein Schritt rückwärts.

Niemand wird mehr bestraft, wenn er sich verschätzt und über das Limit geht. Was solls, dann korrigiert man kurz das Lenkrad, fährt mal 5 Meter neben die Strecke und kommt dann wieder zurück auf die eigentliche Fahrbahn. Ziemlich bitter. Deshalb habe ich auch seit Ende 2012 bis heute kein einziges Rennen mehr live gesehen ( mir reicht die Sichtung der 5 oder 6 minütigen Highlights und das lesen der Grand Prix Berichte ). Meiner Meinung nach war die letzte, nicht durch technische Spielereien künstlich beeinflusste Saison 2008 und dann ging es so langsam bergab ( und die letzte Saison mit sinnvollem Punktesystem war 2009 ).

shuyuan hat geschrieben:
Mo Apr 15, 2019 10:18 pm
Der Einfluss der Fahrer ist auf einen historischen Tiefstand gesunken und nein auch Hamilton hätte den ferrari nicht zum WM gemacht.
Zum ersten Teil des zitierten Textes: Wieder volle Zustimmung. Zum zweiten Teil: Hm...ok. Lass es mich anders formulieren. Ja, es ist hypothetisch ob Hamilton im Ferrari den Titel 2018 geholt hätte, aber eines kann ich mit absoluter Gewissheit äußern: Lewis hätte den Titelkampf, wenn er ihn im roten Fahrzeug evtl. schon nicht gewonnen hätte, bis kurz vor Schluss offen gestaltet, da Vettel 2018 viel zu sehr neben der Spur war und eine enorm hohe Fehlerquote an den Tag legte, während Hamilton unter anderem in den exakt gleichen Situationen weder den Sieg in Hockenheim im Kiesbett verloren hätte noch sich in Monza in der ersten Schikane gedreht hätte. Sicher, das ist erneut spekulativ, aber wenn ich mir die extrem geringe Fehlerquote von Hamilton anschaue, so muss ich einfach davon ausgehen, dass er diese Fehler nicht begangen und im Vergleich zu Vettel eine bessere 2018er Saison im Ferrari abgeliefert hätte.

shuyuan hat geschrieben:
Mo Apr 15, 2019 10:18 pm
Luigis Garage braucht mehr Qualität, Stabilität und vor allem Kontinuität .
Da ist sogar RedBull besser aufgestellt.
Und da ist einfach der Garant Mercedes ,der alles perfekt hin bekommt.
Vettel würde in dem Schienenbenz auch (gähn) dauerhaft um den Sieg mitfahren..
Ferrari muss definitiv wieder mehr Organisation in die internen Strukturen bekommen und . Aber bezüglich Vettel bin ich mittlerweile nicht mehr so euphorisch wie noch zu Red Bull Zeiten. Ich weiß natürlich auch nicht woran es liegt, aber diese vielen unnötigen Fehler der vergangenen zwei Jahre ( und das zieht sich ja jetzt 2019 bereits in das dritte Jahr ) gab es in dieser Häufigkeit bei Red Bull nicht. Deshalb habe ich von ihm inzwischen auch nicht mehr so eine große, übergeordnete Meinung. Hehe, du scheinst da aber etwas anderer Meinung zu sein.^^ Denn, um noch kurz bei Vettel zu bleiben, du schreibst das er im Mercedes ebenfalls dauerhaft um den Sieg mitfahren würde. Ja, bin ich auch deiner Meinung, aber um den Sieg mitfahren und den Titel schlussendlich einzufahren sind zwei verschiedene Dinge. Ich weiß nicht ob du mit deinem Satz auch aussagen wolltest, dass er jedes Mal den Titel im Mercedes geholt hätte, oder ob du das bewusst nicht geschrieben hast, allerdings bin ich auch in dieser Angelegenheit Vettel gegenüber misstrauischer geworden.

Zu Red Bull Zeiten hätte ich gesagt, dass Vettel mit seinem Können die Titel, welche Hamilton auf Mercedes geholt hat bzw. noch holen wird, auch eingefahren hätte. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich denke viele übersehen wissentlich was für ein großartiger Fahrer Hamilton ist, da sie die Titel dem Fahrzeug zuschreiben und nicht verkraften können, dass dort jemand fährt, der die Geschichtsbücher der F1 umschreibt und Schumachers Rekorde übertrumpft hat bzw. evtl. noch zu Fall bringen wird. Man darf die Missgunst und den Neid vieler Fans leider nicht unterschätzen, denn das spielt da auch definitiv mit hinein. Denn auch wenn der Einfluss des Fahrers mittlerweile geringer geworden ist, 5 bzw. 6 Titel holt man nicht durch Zufall - auch nicht nur durch Überlegenheit des Fahrzeugs oder technische Spielereien wie DRS. Hamilton hat bislang seit 2007 in jedem Jahr einen Sieg eingefahren ( und das sogar im, über die Saison hinweg betrachtet, deutlich unterlegenen 2009er McLaren ) und wenn diese beeindruckende Serie weitergeht wird er Schumacher auch diesen brillanten Rekord abnehmen. Und in seiner ersten Saison konnte er es gleich mit Alonso, einem zweimaligen Weltmeister aufnehmen, was ich Vettel rückblickend betrachtet in dieser Form auch nicht zutraue. Lewis steht meiner Ansicht nach deswegen mindestens eine Stufe über Vettel was die fahrerische Qualität betrifft und das ist weder Fangebrabbel noch in der Hoffnung geschrieben, einige damit zu verärgern. Das ist meine volle Überzeugung und so objektiv geschrieben, wie es mir möglich ist.

shuyuan hat geschrieben:
Mo Apr 15, 2019 10:18 pm
Dieses Fangebrabbel , das meinst du doch ned ernst :jupi:
Na, ein kleines bisschen sticheln muss auch erlaubt sein.^^ ;)

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Re: .:: Livethread 1.000 Jubiläums-GP von China - Shanghai ::.

Beitrag von seahawk » Di Apr 16, 2019 7:22 am

Ja Hamilton ist gut, aber wir wissen eigentlich auch aus Erfahrung, dass er unter Druck auch mal Fehler macht. Seit Rosberg nicht mehr da ist, macht er keine Fehler mehr, was für mich dafür spricht, dass der Druck überschaubar ist. Auch 2018 wusste Mercedes, dass sie im Normalfall den Titel holen werden.

Und das ist imho das Schlimme an der aktuellen F1, man kann die Leistungen der Fahrer überhaupt nicht mehr einschätzen. Hattest Du früher ein Jahr in dem ein Team und Fahrer dominant war, dann holte er Pole, schnellste Runde und gewann mit 30+ Sekunden Vorsprung. Heute wird alles gemanaged und er gewinnt mit 5 Sekunden Vorsprung und als Zuschauer fragt man sich ob das jetzt eine tolle Leistung war oder ob die größte Herausforderung war nicht im Auto ein zu schlafen.

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Beitrag von shuyuan » Di Apr 16, 2019 9:23 am

Jordan EJ10 hat geschrieben:
Di Apr 16, 2019 12:25 am
Hehe, ja wenn man sich einmal mit dem Rennsport-Virus infiziert hat kommt man davon nicht mehr los. ;) Aber aus verschiedenen Gründen auf die ich weiter unten kurz eingehen werde, hatte ich mich seit Jahren im Forum sehr rar gemacht. Du warst aber beständig aktiv oder? :)
Naja mal so mal so.
ich guck ja seit letzter Saison nur noch Konserve.
War ja früher was ganz anderes , am zeitenmonitor zu hängen ...Laptop auf ....etc.
Diese ganzen Sachen sind nur noch über zuzahlung möglich .
Ausserdem fiel die Qualität der Übertragungen immer schlechter aus , Premiere ähm..sky hatte plötzlich werbung drin und alles verkürzt übertragen..
Irgendwie ist die technik weit vorangeschritten ,aber alles wird teurer und die qualität mieser. Man merkt einfach, dass dem Profit alles untergeordnet wird.
Und die Zukunft soll der Show und nicht dem Sport untergeordnet werden, also nochmals eine Verschlechterung..
Da guck ich dann lieber nur RTL Konserve, weniger Werbung und man hat die Vorspultaste wie zu videorekorderzeiten in der hand ;-)
Jordan EJ10 hat geschrieben:
Di Apr 16, 2019 12:25 am
Ja, es ist hypothetisch ob Hamilton im Ferrari den Titel 2018 geholt hätte, aber eines kann ich mit absoluter Gewissheit äußern: Lewis hätte den Titelkampf, wenn er ihn im roten Fahrzeug evtl. schon nicht gewonnen hätte, bis kurz vor Schluss offen gestaltet, da Vettel 2018 viel zu sehr neben der Spur war und eine enorm hohe Fehlerquote an den Tag legte, während Hamilton unter anderem in den exakt gleichen Situationen weder den Sieg in Hockenheim im Kiesbett verloren hätte noch sich in Monza in der ersten Schikane gedreht hätte. Sicher, das ist erneut spekulativ, aber wenn ich mir die extrem geringe Fehlerquote von Hamilton anschaue, so muss ich einfach davon ausgehen, dass er diese Fehler nicht begangen und im Vergleich zu Vettel eine bessere 2018er Saison im Ferrari abgeliefert hätte.

Klar , Hamilton ist eine Maschine. Ich will nicht abstreiten, dass Hollywood Bling Bling gut ist.
Aber Fakt ist einfach, ohne ein Kuschelteam im Rücken ist jeder Fahrer nur noch halb so gut.

Ich hab keinen Vergleich wie Hamilton in einem Erbsenteam ausgesehen hätte.
Lewis kam irgendwie immer im rechten Moment zum ernten.
Und ob Hollywood mit den Roten klar käme und umgekehrt wage ich in Zweifel zu ziehen... :D

Extrem geringe Fehlerquoten ..da spielt halt auch der Wohlfühlfaktor eine grosse Rolle.
Und wenn man mit Müllstrategien arbeiten muss und mit fehleranfälligen Traktoren an den Start geht, den Karren dann immer wie Teufel überfährt....das sieht mir wie Frust aus.

Natürlich kommt gleich einer um die Ecke mit dem Vergleich Kimi und jetzt Charles.
Ist aber keiner.

Nur weil der Youngster befreit vonFrust und Ärger quasi unbefangen auftrumpft, heisst das noch lange nicht, dass er Vettel in die Tasche steckt. Dazu müsste man mehr Infos haben als nur die drei Rennen.
Sonst könnte man auch sagen, Bottas tütet Hamilton gerade ein...was nicht stimmt.
...


Denk ich an Jordan, muss ich immer an HHF denken 8)
Solche Interviews gibts auch nicht mehr....

"Wir hatten einen Hanomag."
Williams-Pilot Heinz-Harald Frentzen auf die Frage, ob er geheime Laster hätte.
:mrgreen:










@Seahawk
Heute wird alles gemanaged und er gewinnt mit 5 Sekunden Vorsprung und als Zuschauer fragt man sich ob das jetzt eine tolle Leistung war oder ob die größte Herausforderung war nicht im Auto ein zu schlafen.
:top:

Die Königsklasse Formel 1 auf die grüne Liste zu setzen, ist meiner Meinung nach der kompletteste Quark aller Zeiten.
Der Erfinder dieses Paradoxum sagte sich...Nagut ,heute waschen wir ja auch nur noch mit 30° :betrunken:
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Re: .:: Livethread 1.000 Jubiläums-GP von China - Shanghai ::.

Beitrag von shuyuan » Mi Apr 17, 2019 12:47 pm

Gute alte Zeit
Die Saison 1993.
Damals brauchte der Moderator die Rennen nicht spannend zu schreien wie heute... :naughty:
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Beitrag von seahawk » Mi Apr 17, 2019 1:43 pm

UNd dann guckt man sich die Frontflügel an und die von heute und fragt sich was der Fan von der heutigen Lösung hat.

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Re: .:: Livethread 1.000 Jubiläums-GP von China - Shanghai ::.

Beitrag von shuyuan » Mi Apr 17, 2019 2:40 pm

Wirkt irgendwie unfreiwillig komisch.
In der Saison 1993 wurden z.b. die reifenbreite zurück geschraubt....jetzt sind wir wieder vor 1993 angelangt :D

Der 1000. Jubiläums GP hat wohl nicht wirklich jemanden interessiert.

Damals (lustig das zu schreiben , sind ja nur 26 jahre) konnte man einfach nicht sicher sein, wer wirklich als erster über die ziellinie kommt im gegensatz zu heute..Es sah auch damals irgendwie schneller und spektakulärer aus..
Wobei ich da nichtmal die ganz alten Zeiten anspreche, es muss nicht unbedingt immer der Tod mitfahren..

Aber heute darf man nur eine begrenzte menge an bestimmten teilen fahren und somit ist völlig ausgeschlossen, ein auto max am limit fahren zu können....(okok es gab damals auch noch ersatzfahrzeuge, aber da warst du eben auch schneller mal draussen bei einem fahrfehler dank kiesbetten)
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