Wie Ganassi-Pilot Scott Dixon seinen sechsten IndyCar-Titel eingefahren hat, erzählt er Rennen für Rennen in unserer Fotostrecke
Wie Ganassi-Pilot Scott Dixon in der IndyCar-Saison 2020 seinen sechsten Titel eingefahren hat, erzählt er Rennen für Rennen in unserer Fotostrecke:
Fort Worth (P1): "Es war bitter, die Pole-Position verpasst zu haben, weil das Auto so gut war. Als das Rennen losging, haben wir dann nur noch gelacht. Ich glaube, ohne den Unfall von Felix [Rosenqvist] und ohne das Problem beim Boxenstopp von Marcus [Ericsson] hätten wir locker einen 1-2-3-Sieg für Chip [Ganassi] einfahren können."
Indianapolis-GP 1 (P1): "Das Auto war richtig stark, aber ich habe es im Quali nicht zusammengebracht. Wir überlegten kurz, im Rennen auf zwei Stopps zu setzen, waren aber nicht konsequent und entschieden uns für drei. Zwischenzeitlich hatte ich 20 Sekunden Vorsprung. Das Auto fühlte sich so gut an. Dieses Gefühl wollte ich behalten."
Elkhart Lake (P1/P12): "Da haben wir gezeigt, dass man von Rennen 1 zu Rennen 2 alles falsch machen kann! Aus der Box heraus steckte ich immer im Verkehr. Dann fuhren wir den Tank trocken. Dann würgte ich das Auto ab. Es war das Wochenende mit dem krassesten Gegensatz für uns - Sieger an einem Tag, Zwölfter am nächsten Tag."
Newton (P2/P5): "Im Qualifying lag das Auto wie auf Eis (Startplatz 17 & 18; Anm. d. Red.). In Rennen 1 hatten wir Glück, dass eine Gelbphase genau zum richtigen Zeitpunkt kam. In Rennen 2 war das Auto auf Longruns sehr stark. Um einen Titel zu gewinnen, sind das die Wochenenden, die man nicht wegwerfen darf."
Indy 500 (P2): "Im Vergleich zu den Vorjahren waren wir richtig stark: um die Pole gekämpft, im Rennen viel Speed und viele Führungsrunden. Aber leider kann man in Indy nicht alles kontrollieren. [Sato] hätten bei dem Tempo zwei, drei Runden [Sprit] gefehlt. Das wissen wir, weil wir mit seinen Leuten gesprochen haben."
St. Louis (P1/P5): "In Rennen 1 waren Pace, Boxenstopps und Strategie gut. In Rennen 2 hätten wir aggressiver sein sollen. Wir hätten einen längeren Stint fahren sollen. So aber blieben wir im Verkehr hängen, haben auf nur einem Stint eine halbe Runde verloren. Dieses zweite Rennen war eins, in dem wir es uns selber schwer gemacht haben."
Mid-Ohio (P10/P10): "Rennen 1 war schrecklich. Schlechtes Qualifying und im Rennen ging nichts vorwärts, weil niemand eine andere Strategie probierte. Rennen 2 war die größte Enttäuschung meiner eigenen Performance in diesem Jahr. Nach gutem Qualifying passierte mir ausgangs Kurve 1 an dritter Stelle liegend dieser dumme Dreher."
Indianapolis-GP 2 (P9/P8): "Wir haben die Bodenfreiheit über die Federn und die Dämpfer nicht richtig hinbekommen. Und mit den harten Reifen hatte ich große Probleme. Die Temperaturen waren im Vergleich zum Juli deutlich niedriger. Damit hätten wir aber umgehen müssen können und stärker sein sollen."
St. Petersburg (P3): "Im Samstagstraining hatten wir ein Bremsproblem, wollten aber vor dem Quali nicht wechseln, weil die Zeit zu knapp war. So wurde es nur Reihe 6. Mit neuen Scheiben und Belägen war der Unterschied krass. Ich konnte mit vollem Tank und alten Reifen später bremsen als im Quali mit fast leerem Tank und frischen Reifen!"
Mit nun sechs IndyCar-Titeln (2003, 2008, 2013, 2015, 2018, 2020) hat Scott Dixon in der ewigen Bestenliste nur noch einen vor sich: A.J. Foyt, der sieben Titel auf dem Konto hat.
Wie Ganassi-Pilot Scott Dixon seinen sechsten IndyCar-Titel eingefahren hat, erzählt er Rennen für Rennen in unserer Fotostrecke