Formel E Sao Paulo: Jake Dennis siegt nach Überschlag von Pepe Marti!
Andretti-Pilot Jake Dennis gewinnt das Auftaktrennen der Formel-E-Saison 2025/26 nach später Rotphase im Schlussspurt - Mehrfacher Überschlag von Pepe Marti
(Motorsport-Total.com) - Während die Formel 1 an diesem Wochenende ihr Saisonfinale 2025 austrägt, ist die Formel E bereits in die neue Saison gestartet. Das Auftaktrennen der insgesamt zwölften Saison in der elektrischen Formelrennserie fand am Samstag in Sao Paulo (Brasilien) statt. Es war ein dramatischer Saisonauftakt, der einen mehrfachen Überschlag von Formel-E-Rookie Pepe Mart (Kiro) beinhaltete.
© Beto Issa / LAT Images
Start der Formel E 2025(26 in Sao Paulo: Jake Dennis (Andretti) führt Zoom
Nach einer späten Rotphase, die infolge des Überschlags ausgerufen wurde, ging es im Schlussspurt über eine Runde um den Sieg. Dabei war es Jake Dennis, der sich durchsetzte. Am Steuer seines Andretti-Boliden siegte Dennis vor Titelverteidiger Oliver Rowland (Nissan) und vor Nick Cassidy (Citroen).
Pole-Zeit, aber Rückversetzung für Pascal Wehrlein
Das erste Qualifying der neuen Saison entschied Pascal Wehrlein (Porsche) für sich. Von der Pole startete er aber nicht. Im finalen Duell des Qualifyings hatte sich Wehrlein gegen Jake Dennis durchgesetzt, kassierte aber eine Rückversetzung um drei Plätze in der Startaufstellung. Grund: In der Boxengasse hatte Wehrlein die Räder seines Porsche-Boliden durchdrehen lassen.
Somit war es Dennis, der das erste Rennen der Formel-E-Saison 2025/26 vom besten Startplatz in Angriff nahm. Neben ihm in der ersten Reihe stellte sich Dank Ticktum (Kiro) auf. Somit standen zwei Fahrer von Porsche-Kundenteams in der ersten Reihe, während Porsche-Werkspilot Wehrlein mit dem vierten Startplatz vorliebnehmen musste.
Mahindra-Kollision in Kurve 1
Während sich etwas weiter hinten im Feld die zwei Mahnidra-Teamkollegen Edoardo Mortara und Nyck de Vries das Leben in den Kurven 1/2 gegenseitig schwermachten und kollidierten, führte Dennis das Feld vor Wehrlein an. Mortara war trotz der teaminternen Kollision Dritter, gefolgt von Norman Nato (Nissan). Allerdings fing sich Mortara für Abkürzen in Kurve 2 eine Fünf-Sekunden-Strafe ein.
Der aus der ersten Reihe gestartete Dan Ticktum trug bei der Mahindra-Kollision einen Reifenschaden davon. Somit war er aus der Entscheidung um die Spitzenplätze früh raus. Für Mortara galt das nicht. Ungeachtet seiner Strafe fuhr der Schweizer weiter in den Top 3. Er war darauf aus, ein Polster auf seine Verfolger aufzubauen.
Das gelang nicht. In der Schikane auf der Gegengerade wurde Mortara von Lucas di Grassi (Abt-Lola) in die Mauer gedrückt. Die Folge war eine Safety-Car-Phase, und die spielte allen voran Jake Dennis in die Karten. Er fuhr an dritter Stelle und hatte noch einmal Attack-Mode ausstehend. Für Spitzenreiter Oliver Rowland und dessen Verfolger Nick Cassidy galt das nicht.
Mehrfacher Überschlag von Pepe Marti sorgt für Rot
Als das Rennen im Anschluss an die Safety-Car-Phase mit noch vier verbleibenden Runden wieder freigegeben wurde, zündete Dennis seinen zweiten Attack-Mode sofort und stürmte daraufhin bis an die Spitze. Kurz darauf sorgte Vorjahressieger Mitch Evans (Jaguar) mit einem Abflug in die Reifenstapel von Kurve 10 für Gelb. Diese Gelbphase wurde vom 20-jäjhrigen Formel-E-Rookie Pepe Marti aus Spanien nicht rechtzeitig registriert.
Auf der Gegengerade rauschte Marti mit hohem Tempo in die langsam vor ihm fahrenden Nico Müller (Porsche) und Antonio Felix da Costa (Jaguar). Das Auto von Marti hob ab und legte nach dem ersten Kontakt mit dem Asphalt mehrere Überschläge hin, bevor es schließlich auf den Rädern zum Stillstand kam. Marti befreite sich aus eigener Kraft aus dem Wrack Für alle anderen gab es eine Unterbrechung des Rennens mit der roten Flagge.
© Simon Galloway / LAT Images
Pepe Marti kam beim heftigen Crash in seinem ersten Formel-E-Rennen mit dem Schrecken davon Zoom
Den anschließenden Schlussspurt über eine Runde nahm Jake Dennis als Spitzenreiter in Angriff. Im Nacken hatte er Oliver Rowland und Nick Cassidy, sowie Pascal Wehrlein und seinen eigenen Andretti-Teamkollegen Felipe Drugovich. Und genau so ging es in den Top 5 auch ins Ziel.
Porsche-Neuzugang Nico Müller belegte P6 vor Maximilian Günther (DS-Penske) auf P7. Die Top 10 machten Joel Eriksson und Sebastien Buemi (beide Envision) sowie Nyck de Vries komplett.
Nur noch zehn Teams im Feld
Im nur noch 20-köpfigen Teilnehmerfeld für die Formel-E-Saison 2025/26 gibt es im Vergleich zur vergangenen Saison fünf Fahrer, die das Team gewechselt haben. Außerdem treten drei Rookies an.
Diejenigen mit Teamwechsel sind Nico Müller (von Andretti zu Porsche), Antonio Felix da Costa (von Porsche zu Jaguar), Nick Cassidy (von Jaguar zu Citroen), Jean-Eric Vergne (von DS-Penske zu Citroen) sowie Taylor Barnard (von McLaren zu DS-Penske). Der bestplatzierte dieser fünf Piloten im Rennen am Samstag war Cassidy auf dem dritten Platz.
Die drei Rookies sind zum einen der bereits erwähnte Pepe Marti (Kiro), zum anderen Joel Eriksson (Envision) und Felipe Drugovich (Andretti). Letztgenannter ist mittlerweile nicht mehr Formel-1-Testfahrer für Aston Martin. Sao Paulo am Samstag war für Drugovich das Heimrennen im Formel-E-Kalender. Dieses beendete der Brasilianer auf P5.. Damit war er der bestplatzierte Rookie.
© Simon Galloway / LAT Images
Gruppenfoto: Alle Fahrer und Autos für die Formel-E-Saison 2025/26 Zoom
Was die Teams betrifft, so ist Citroen in dieser Saison neu dabei. Der französische Rennstall hat die ebenfalls zum Stellantis-Konzern gehörende Schwestermarke Maserati abgelöst. Indes hat sich McLaren nach Abschluss der Saison 2024/25 komplett aus der Formel E zurückgezogen, weshalb die Rennserie in ihrer jetzt begonnenen zwölften Saison nur noch zehn Teams aufweist.
Das zweite von 17 Rennen im Formel-E-Kalender 2025/26 findet in fünf Wochen statt, nämlich am 10. Januar 2026. Gefahren wird in Mexiko und dort wie gewohnt auf dem für die Elektrorenner verkürzten Layout des Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko-Stadt.
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