Werde jetzt Teil der großen Community von Motorsport-Total.com auf Facebook, diskutiere mit tausenden Fans über den Motorsport und bleibe auf dem Laufenden!
Formel E Sao Paulo: DS-Penske in den Punkten
Während Maximilian Günther in Sao Paulo nach einer Aufholjagd die ersten Punkte für DS-Penske holte, wurde Taylor Barnard durch ein Batterieproblem ausgebremst
(Motorsport-Total.com) - In Sao Paulo begann am Samstag die Formel-E-Saison 2025/26 wie im vergangenen Jahr: in hohem Tempo, mit der Intervention des Safet- Cars und einer kompletten Rennunterbrechung, die das Klassement durcheinanderbrachte. Inmitten des turbulenten Rennverlaufs gaben die zehn Teams zum Auftakt des letzten Jahres der Gen3-Fahrzeuge alles.
© DPPI
Maximilian Günther gelang eine starke Aufholjagd Zoom
Für DS-Penske hatte die Arbeit schon lange vor dem Brasilien-Event begonnen, sowohl in den Büros in Satory als auch im Penske-Simulator nahe London im Vereinigten Königreich. Der videospielbegeisterte Neuzugang Taylor Barnard verbrachte lange Sessions mit seinen Ingenieuren, um jede Kurve des Kurses von Sao Paulo virtuell zu analysieren.
"Er ist wirklich beeindruckend und hat uns geholfen, die Strecke auf eine neue Art zu betrachten", hieß es aus seinem Umfeld im Fahrerlager. Auf diesem sehr unebenen Kurs ist das Beherrschen der Bremszonen nahezu eine Wissenschaft, und jeder Referenzpunkt ist entscheidend. Doch die Formel E bleibt unvorhersehbar und der kleinste Fehler kann alles verändern, wie sich am Samstagnachmittag erneut zeigte.
© DPPI
Taylor Barnard bestritt sein erstes Rennen für DS-Penske Zoom
Bei DS-Penske brachte das einstündige Training am Samstag nach der Absage der Freitagssession aufgrund eines allgemeinen Funkproblems Zweifel an bestimmten Elementen der Antriebsstränge der beiden DS E-Tense FE25 ans Licht. Die Techniker tauschten daraufhin eilig mechanische Bauteile aus und im Qualifying wählten beide Fahrzeuge ein kontrolliertes Tempo.
In Gruppe A verpasste Maximilian Günther den Einzug in die K.o.-Runde knapp, zeigte aber eine ermutigende Performance. Barnard lag nach einer sehr schnellen Runde ebenfalls auf Kurs Richtung Finalphasen, doch eine zu weite Linie in der letzten Kurve brachte ihn an eine Mauer und kostete wertvolle Hundertstel.
Die Wissenschaft des Rennens
Mit den Startplätzen 12 und 16 blieben Barnard und Günther dennoch optimistisch und erinnerten sich an die Ereignisse des Vorjahres. "Es ist immer besser, weiter vorne zu starten, aber diese Strecke ist speziell. Ich erinnere mich, dass im letzten Jahr der Fahrer gewonnen hat, der von ganz hinten gestartet ist", sagte Barnard, der selbst 2024 vom 17. Platz gestartet war und am Ende auf dem Podium stand. Für Günther, der im Vorjahr Elfter wurde, war das Ziel klar: schnell in die Top 10 und dort bleiben.
Beim Start kämpften die beiden DS-Penske-Piloten bei rund 30 Grad Lufttemperatur und fast 50 Grad Celsius auf dem Asphalt darum, ihre Positionen zu halten. Mit fortschreitender Renndauer arbeiteten sie sich dank einer guten Strategie und effizientem Energiemanagement in die Punkteränge vor. Das KI-gestützte Rennanalysesystem stufte Barnard sogar als "Driver to Watch" ein, da er bei konstantem Tempo über mehr Energie verfügte als seine Gegner.
© DPPI
Die Gen3-Boliden werden 2025/26 zum letzten Mal eingesetzt Zoom
Kurz vor Rennende aktivierte Barnard seinen zweiten Attack-Mode und war der einzige Fahrer in den Top 10 mit zusätzlicher Leistung. Ein Top-5-Ergebnis schien möglich. Dann jedoch veränderte ein Fehler eines Cupra-Piloten alles. Eine rote Flagge stoppte Barnards Aufholjagd zwei Minuten vor Schluss. Die Fahrer gingen davon aus, dass die Reihenfolge unverändert bleiben würde, doch die Rennleitung entschied sich für einen Neustart über zwei Runden.
Nun auf den Positionen acht und neun hatten beide DS-Penske-Piloten noch Chancen, auch wenn Barnards Attack-Mode abgelaufen war und nicht erneut aktiviert werden konnte. Am Ende rettete Maximilian Günther einen bemerkenswerten sechsten Platz. Barnard dagegen ereilte zum zweiten Mal Pech: Zu dem verlorenen Attack-Mode kam ein Defekt an der 12-Volt-Batterie hinzu, sodass er auf den 13. Platz zurückfiel. Ein frustrierendes, aber zugleich ermutigendes Ergebnis für den jungen Fahrer, der von vielen als Ausnahmetalent gilt.
Das nächste Rennen der Formel-E-Weltmeisterschaft findet am 10. Januar in Mexiko-Stadt statt.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.

Neueste Kommentare
Erstellen Sie jetzt den ersten Kommentar