Formel E Mexiko: DS-Penske erlebt ein Wechselbad der Gefühle

Taylor Barnard verliert Poleposition wegen Track Limits und beendet das Rennen auf Platz vier - Maximilian Günther fällt nach einer Kollision zurück

(Motorsport-Total.com) - Für das Team DS-Penske verlief der E-Prix von Mexiko-Stadt ereignisreich. Während Taylor Barnard nach der Aberkennung seiner Poleposition Schadensbegrenzung betrieb und als Vierter ins Ziel kam, erlebte Teamkollege Maximilian Günther ein schwieriges Rennen. Der Deutsche zeigte zwar eine vielversprechende Pace, wurde jedoch durch eine Kollision bis auf den 12. Platz zurückgeworfen.

Titel-Bild zur News: Maximilian Günther

DS-Penske erlebte in Mexiko einen Renntag mit Höhen und Tiefen Zoom

Barnard hatte sich im Qualifying zunächst die Poleposition gesichert. Diese wurde ihm jedoch aberkannt, da er die Streckenbegrenzung (Tracklimits) um wenige Zentimeter überschritten hatte. Der junge Brite zeigte sich im Rennen dennoch gefasst und sicherte dem Team mit Rang vier wichtige Punkte.

Jubiläum für die Formel E

Das Wochenende in Mexiko markierte einen Meilenstein für die Elektrorennserie, die ihr 150. Rennen seit der Gründung feierte. Auch für DS Automobiles war es ein besonderes Datum. Der französische Hersteller ist seit der zweiten Saison in der Meisterschaft aktiv und stand zum 139. Mal in der Startaufstellung.

Für die Serie war es der zehnte Besuch auf dem Autodromo Hermanos Rodríguez. Barnard trat erst zum zweiten Mal auf dem 2,608 Kilometer langen Kurs an. Der DS-Penske-Pilot konnte sich jedoch auf intensive Simulatorarbeit stützen und fand schnell einen Rhythmus. Er gehörte über das gesamte Wochenende zu den schnellsten Piloten und profitierte dabei auch von der Erfahrung seines Teamkollegen Günther.

Freies Training: Enges Feld an der Spitze

Die speziellen Bedingungen in Mexiko-Stadt stellten die Ingenieure vor Herausforderungen. Die Rennstrecke liegt auf über 2.200 Metern Höhe. Die dünne Luft beeinträchtigt insbesondere die Batteriekühlung und erfordert eine angepasste Energiestrategie.

Im ersten Freien Training, das bei einer Außentemperatur von 20 Grad Celsius stattfand, konzentrierten sich die Teams auf zahlreiche Abstimmungsarbeiten. Neben Reifenwechseln standen Anpassungen am Chassis-Set-up und verschiedenen Software-Mappings im Vordergrund, weshalb das Kräfteverhältnis lange unklar blieb.

Maximilian Günther

In Mexiko fand das 150. Rennen in der Geschichte der Formel E statt Zoom

Die beiden DS E-Tense FE25 zeigten im Verlauf der Session eine ansteigende Formkurve. In den Schlussminuten schoben sich Barnard und Günther kurzzeitig auf die Plätze zwei und drei. Am Ende fielen sie zwar leicht hinter die Konkurrenz von Porsche und Nissan zurück, der Rückstand blieb jedoch minimal. Die Top 5 der Session waren durch weniger als drei Zehntelsekunden getrennt, was die hohe Leistungsdichte für den weiteren Verlauf des Wochenendes andeutete.

Qualifying: Poleposition am grünen Tisch verloren

Der Samstag begann für die Teams bereits früh am Morgen. Um 07:30 Uhr gingen die Fahrer bei kühlen zehn Grad Celsius für letzte Abstimmungsarbeiten auf die Strecke. Trotz einer Regenwahrscheinlichkeit von 40 Prozent blieb es trocken. Günther setzte sich früh an die Spitze, und am Ende der Session landeten beide DS-Penske-Piloten in den Top 10, wobei Barnard den dritten Rang belegte.

Das Qualifying startete gut 90 Minuten später bei sonnigen Bedingungen vor gut gefüllten Tribünen im Foro Sol. In Gruppe A sicherte sich Barnard souverän den Einzug in die K.o.-Phase. Günther verpasste das Weiterkommen in Gruppe B hingegen knapp. Ihm fehlte lediglich eine Zehntelsekunde, was Platz fünf in seiner Gruppe bedeutete.

Taylor Barnard

Taylor Barnard durfte sich nur kurz über die Poleposition freuen Zoom

In den Duellen setzte sich Barnard im Viertelfinale gegen Porsche-Pilot Nico Müller durch. Im Halbfinale gewann er ein enges Duell gegen Edoardo Mortara im Mahindra. Das Finale bestritt der Brite gegen Routinier Sebastien Buemi (Envision).

Barnard erzielte auf der Strecke zwar die schnellste Zeit, die Runde wurde jedoch wegen einer leichten Überschreitung der Tracklimits gestrichen. Statt seiner ersten Poleposition für das Team musste er sich mit Startplatz zwei begnügen. Günther ging von Rang neun ins Rennen.

Das Rennen: Kollision verhindert doppeltes Punkteresultat

Der Start verlief turbulent. Buemi verpasste in der ersten Kurve den Bremspunkt, wodurch Taylor Barnard direkt die Führung übernehmen konnte. Auch Günther erwischte einen guten Auftakt und machte drei Positionen gut. In der Folge agierten beide Piloten taktisch abwartend. Sie hielten sich in den Top 10 und zögerten die Aktivierung des Attack-Mode hinaus, um Energie zu sparen.

Taylor Barnard kam im Rennen auf Rang vier ins Ziel

Taylor Barnard kam im Rennen auf Rang vier ins Ziel Zoom

14 Runden vor Schluss neutralisierte eine Safety-Car-Phase das Rennen. Beim anschließenden Restart verschoben sich die Positionen im Feld deutlich. Beide DS-Boliden hatten zu diesem Zeitpunkt noch Chancen auf ein Top-10-Ergebnis oder sogar das Podium. Günther wurde jedoch unverschuldet in eine Kollision mit anderen Fahrzeugen verwickelt. Der Zwischenfall warf ihn aus den Punkterängen bis auf Platz zwölf zurück.

An der Spitze kämpfte Barnard weiter um einen Platz auf dem Podium. Die Rennleitung verlängerte die Distanz um zwei Runden. Am Ende überquerte der Brite die Ziellinie auf dem vierten Platz und sicherte dem Team damit wichtige Punkte.

Das dritte Saisonrennen der Formel-E-Weltmeisterschaft 2025/26 findet am 31. Januar in Miami statt.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe eines Produktionskostenzuschusses von DS Automobiles ermöglicht. Eine inhaltliche Einflussnahme von DS auf den Beitrag fand nicht statt.

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