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Formel-3-Reglement hängt weiter in der Luft

Gute und schlechte Nachrichten für die Formel 3: Das Motorenreglement ist weiterhin ungewiss, dafür kann sich Chassishersteller Lola ein Comeback vorstellen

(Motorsport-Total.com) - Nach wie vor ist unklar, wie die Zukunft der Formel 3 aussieht. Eigentlich wollte die FIA schon 2012 ein neues Motorenformat einführen, doch das wird nun frühestens 2013 passieren. Denn abgesehen vom spanischen Hersteller Piedrafita hatte laut Informationen von 'Autosport' niemand Interesse an der "neuen" Formel 3 gezeigt. Sogar Mercedes und Volkswagen erteilten den FIA-Plänen eine Absage.

Lola-Formel-3-Chassis des Fluid-Teams

Das britische Fluid-Team setzte noch bis 2007 Formel-3-Chassis von Lola ein

"Ich bin nicht überzeugt, dass es für den neuen Motor einen Markt gibt", meint VW-Sportchef Kris Nissen und rechnet vor: "Einen neuen Motor zu bauen und dann maximal 30 Stück zu verkaufen, rechtfertigt das Investment nicht. Im Moment gibt es mit Mercedes und Volkswagen ein gutes Paket, das nur geändert werden sollte, wenn weitere Hersteller einsteigen wollen oder es eine wirklich neue Technologie gibt." Beides sei derzeit nicht der Fall.

Die FIA und die Formel-3-Verantwortlichen wollen nun versuchen, Mercedes und Volkswagen bei Laune zu halten, denn: Mercedes wäre im Falle eines VW-Ausstiegs angeblich nicht bereit, das komplette Feld der Euroserie und in Großbritannien auszurüsten, während sich VW vorstellen könnte, im Falle eines um jeden Preis durchgepeitschten neuen Reglements künftig nur noch den Formel-3-Cup in Deutschland zu beliefern. Für die internationale Formel-3-Szene wäre das eine Katastrophe.

¿pbvin|16|3805||0|1pb¿"Es wäre im Moment sehr schlecht für die Formel 3, einen unbekannten Hersteller hineinzuwerfen", wird Teamchef Trevor Carlin von 'Autosport' zitiert. "Stabilität ist das Richtige für die Formel 3. VW und Mercedes haben die Formel 3 am Leben erhalten und sollten dafür gelobt werden - und man sollte ihnen die Zeit geben, die sie fordern." Der FIA-Motorsport-Weltrat wird sich bei seiner nächsten Sitzung mit dem Thema befassen.

Gute Nachrichten kommen indes aus Großbritannien, denn der Chassishersteller Lola kann sich, ebenfalls laut Informationen von 'Autosport', angeblich eine Rückkehr in die Formel 3 vorstellen. "Wir ziehen es ernsthaft in Betracht, aber nächstes Jahr ist es noch zu früh dafür", erklärt Lola-Chef Martin Birrane. Denkbar wäre zum Beispiel, die Einführung des neuen Reglements abzuwarten und dann 2013 ein Comeback zu feiern.

¿pbvin|16|3803||0|1pb¿"Technisch wäre es kein Problem - das haben wir bewiesen. Die Probleme wären eher kommerzieller Natur", sagt Birrane, der weiß, dass er für einen geschäftlichen Erfolg "einige große Teams" braucht, weil sich ein Engagement sonst nicht rechnen würde. Dass Lola das De-Facto-Monopol von Dallara durchbrechen könnte, davon ist er aber überzeugt: "Wir haben schon früher ein Auto gebaut, das alle anderen geschlagen hat, und wir würden gerne sehen, ob wir das noch einmal können."

Zuletzt war Lola Mitte des vergangenen Jahrzehnts in der Formel 3 engagiert, als man sich 2003 auf ein Joint-Venture mit dem japanischen Hersteller Dome einließ. In Großbritannien gewann Lola bis 2005 Rennen, im deutschen Formel-3-Cup reichte es sogar noch 2006 zum Doppelsieg in der Meisterschaft (Champion: Ho-Pin Tung). Anschließend übernahm Dallara jedoch die Vorherrschaft auf dem Chassismarkt in der Formel 3.

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