Warum die Teams ihre Autos für 2026 "viel früher" als üblich fertigstellen

Eine erholsame Winterpause wird es für die Formel-1-Teams in diesem Jahr nicht geben: Warum die Zeit rennt und wie weit die Entwicklungen für 2026 schon sind

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Großen Preis von Las Vegas beginnt an diesem Wochenende der Endspurt der Formel-1-Saison 2025, die mit einem Tripleheader bis Abu Dhabi endet. Dabei steht nicht nur der zweite Platz in der Konstrukteurs-WM noch zur Debatte, auch im Mittelfeld herrscht noch ein Kampf um die Positionen.

Titel-Bild zur News: George Russell und Oscar Piastri beim Formel-1-Rennen in Mexiko 2025

Die Formel-1-Teams haben in diesem Jahr keine lange Winterpause Zoom

Und obwohl für die Teams nach wie vor viel Geld auf dem Spiel steht, richtet sich der Blick längst auf die neuen Boliden der Saison 2026. Denn die ersten Testfahrten finden bereits am 26. Januar 2026 statt, also rund einen Monat früher als in diesem Jahr.

"Ich war letzte Woche in der Fabrik und habe das Chassis gesehen. Das ist viel früher, als ich es bisher erlebt habe", sagte Alpine-Geschäftsführer Steve Nielsen zur englischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.


Fotostrecke: Update: Formel-1-Designstudie für 2026

"Normalerweise taucht das Chassis so gegen Ende Dezember, Anfang Januar auf. Also ist diesmal alles viel früher, weil unser erster Test in der dritten Januarwoche stattfindet." Damit fällt die diesjährige Winterpause für alle Formel-1-Teams deutlich kürzer aus als in den Vorjahren.

FIA-Crashtest schon "in zwei oder drei Wochen"

"Alle Leute, die man hier [an der Strecke] sieht, werden also nach Abu Dhabi gehen, nach Hause fahren, Weihnachten mit ihren Familien verbringen und dann zurück in die Fabrik kommen, um wieder Autos zu bauen und für die Tests vorzubereiten", sagt Nielsen.

"In der Summe bedeutet das einen enormen Druck, nicht nur auf Enstone, sondern auf die gesamte Formel 1, denn der Winter so kurz wie schon lange nicht mehr." Hinzu kommt, dass die Teams die notwendigen FIA-Crashtests bestehen müssen, um ihre neuen Chassis homologieren zu lassen.

Das passiert normalerweise erst Ende Dezember oder sogar im Januar. Doch in diesem Jahr läuft alles anders. "Das Auto wird in einem Stück existieren - noch nicht fertig, aber es wird in einem Stück existieren, ich würde sagen, bis Mitte Dezember, weil es drei Wochen später auf der Strecke sein muss", verrät Nielsen.

"Wir haben Weihnachten mittendrin. Wenn man jetzt durch die Fabrik geht, ist das Chassis da, obwohl es natürlich noch nicht lackiert und noch nicht bearbeitet ist. In zwei oder drei Wochen steht der Crashtest an, ein großer Meilenstein. Aber jede Maschine in der Fabrik produziert schon Teile für die Autos von 2026."

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