GP Ungarn

Ungarn in der Analyse: Drohte Ferrari die Disqualifikation?

F1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Drohte Ferrari die Disqualifikation? +++ Red Bull hofft: Ungarn nur ein "Einzelfall" +++ Mercedes zurück auf dem Podium +++

Feierabend

Die Formel 1 verabschiedet sich in die Sommerpause, aber wir sind morgen noch ein letztes Mal mit einem neuen Ticker für euch am Start. Und auch heute geht es ja noch weiter mit unserer großen Liveanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Hier an dieser Stelle ist für heute aber erst einmal Schluss. In vier Wochen meldet sich die Königsklasse dann in Zandvoort zurück. Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß mit unserer Analyse und bis dann!


Alpine ganz unten: Mehr geht einfach nicht

Noch schlechter lief es mit P18 und P19 für Alpine. Die Franzosen belegten damit die beiden letzten Plätze. "Das ist einfach das, wo wir mit dem Auto sind", zuckt Pierre Gasly die Schultern.

Letzter wurde er am Ende, weil er für eine Kollision mit Carlos Sainz eine Zehn-Sekunden-Strafe bekam. "Ich werde meine Position nicht einfach so aufgeben. Ich habe versucht, mich außen zu verteidigen", erklärt er.

"Ich habe mich verteidigt, wir haben uns berührt. So ist es nun mal. Ich habe dazu nicht wirklich viel zu sagen", winkt er ab. Auch Teamkollege Franco Colapinto erklärt: "Ich denke, es war insgesamt einfach kein gutes Rennen."

"Wir haben Fehler gemacht. Überall, beim Start und bei den Stopps. Es war kein guter Tag. Wir haben viele Plätze verloren und konnten uns dann nicht mehr wirklich erholen", so der Argentinier.

"Wir hatten nicht viel Tempo im Auto", sagt auch er, "aber ich glaube, wir hatten mehr, als wir am Ende erreicht haben. Es war ein bisschen schade, das letzte Rennen vor der Pause so zu beenden."


Haas: Hätten Punkte holen sollen

Ohne Highlight hat sich auch Haas in die Sommerpause verabschiedet. "Wir haben heute nicht gezeigt, was wir hätten zeigen sollen", ärgert sich Ayao Komatsu nach P16 von Esteban Ocon und dem Ausfall von Oliver Bearman.

"Angesichts der Schnelligkeit des Autos, unserer Qualifikationsposition und der Renngeschwindigkeit von Bortoleto gibt es keinen Grund, warum wir das nicht schaffen sollten", betont er Teamchef.

Ocon habe man "zu früh" an die Box geholt, erklärt er, und über Bearman sagt er: "Wir haben Ollie aus dem Rennen genommen, da er erneut den Unterboden in Kurve 4 beschädigt hat."

"Das ist bereits das dritte Mal an diesem Wochenende, daher müssen wir uns auch darum kümmern", so Komatsu, der betont, dass man die Sommerpause jetzt brauche, um sich neu zu sortieren.

In der WM ist Haas Vorletzter und in den vergangenen drei Rennen holte man (abgesehen vom Sprint in Spa) keinen einzigen Zähler.


Williams: Warum läuft es in Ungarn einfach nicht?

Das Team geht als "Best of the Rest" auf P5 in der WM in die Sommerpause, blieb heute aber ohne Zähler. "Ein schwieriges Wochenende", gesteht Teamchef James Vowles nach P14 und P15 in Budapest.

"Wir müssen herausfinden und verstehen, warum wir auf einer Rennstrecke stark sind, auf anderen hingegen schlecht abschneiden. Dieses Muster besteht schon seit Jahren", erklärt Vowles.

Und dieses müsse man "durchbrechen, um in der Startaufstellung weiter nach vorne zu kommen." Das bestätigt auch Carlos Sainz, der mit seinem Wochenende an sich grundsätzlich zufrieden ist.

"Es ist nur schade, dass es nicht an einem Wochenende ist, an dem das Auto stark ist. P13 schien das Maximum zu sein, wo wir ohne den Zwischenfall mit Gasly auch gelandet wären", glaubt er.

Heißt: Eigentlich hat man das Maximum herausgeholt, nur war dieses Maximum eben zu wenig für Punkte. Teamkollege Alexander Albon ergänzt: "Wir hatten in dem Rennen mehr zu kämpfen, als ich gedacht hatte."


Das Überholmanöver ...

... von Russell gegen Leclerc gibt es hier noch einmal im Video. Für die Aktion bekam der Monegasse eine Fünf-Sekunden-Strafe und einen Strafpunkt. Die Rennkommissare begründen das so:

"Auto 63 setzte zum Überholen von Auto 16 auf der Innenseite in Kurve 1 an. Auto 16 bewegte sich zunächst auf der Geraden vor dem Bremsen in Richtung Auto 63 und anschließend ein zweites Mal, nun während des Bremsvorgangs, was beinahe zu einer Kollision mit Auto 63 geführt hätte. Die Sportkommissare bewerten beide Bewegungen in ihrer Gesamtheit als unberechenbares Fahrverhalten."

"Die Sportkommissare berücksichtigten, dass Auto 63 das Überholmanöver erfolgreich abschließen konnte und es zu keinem Kontakt kam. Unter diesen Umständen wird eine mildere Strafe verhängt, als sie unter anderen Bedingungen erfolgt wäre."

Heißt: Hätte es gekracht, dann hätte Leclerc eine noch größere Strafe bekommen.


Antonelli: Mit Vertrauen zurück in die Punkte

P10 klingt nicht spektakulär, aber tatsächlich fuhr der Rookie damit nach drei punktlosen Rennen in Serie endlich wieder in die Top 10. "Ich bin wirklich froh, dass ich dieses Wochenende mein Vertrauen in das Auto zurückgewonnen habe", berichtet er.

"Mit der alten Hinterradaufhängung verlasse ich Budapest mit einem viel besseren Gefühl", verrät er und erklärt: "Das gestrige Qualifying war einfach nur schade, denn die Pace war eindeutig da."

Heißt: Bei einer besseren Ausgangslage als P15 wäre noch mehr möglich gewesen. "Der letzte Stint war sehr lang. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Ich bin fast 50 Runden mit den harten Reifen gefahren", erklärt er.

"Am Ende habe ich auf jeder Runde in der letzten Kurve alles gegeben und mich in Kurve 1 verteidigt. Die Autos hinter mir hatten einen besseren Grip, aber ich konnte sie hinter mir halten", atmet er durch.

"Wenn ich nach der Sommerpause weiter vorne starten kann, weiß ich, dass wir jedes Wochenende um gute Platzierungen kämpfen können", zeigt er sich optimistisch.


Bestes Ergebnis für Bortoleto

Nicht nur sein Manager Fernando Alonso holte heute sein bestes Saisonergebnis, für Gabriel Bortoleto war P6 sogar sein bislang bestes Formel-1-Resultat überhaupt. "Ich bin so glücklich über dieses Ergebnis", strahlt er.

"Es ist unser bisher bestes und zeigt, wie großartig wir als Team arbeiten. Wir haben die richtigen Schritte in die richtige Richtung unternommen", so Bortoleto, der jetzt in drei der vergangenen vier Rennen punktete.

In den ersten zehn Rennen zuvor hatte er keinen einzigen Zäher geholt, doch dann platzte der Knoten. "Das ist erst der Anfang dessen, was wir gemeinsam erreichen können", kündigt der Rookie an.

"Das Rennen selbst war sehr intensiv und mental anspruchsvoll, mit 70 Runden, in denen man sich keinen einzigen Fehler leisten darf. Aber ich habe alles gegeben und keinen einzigen Fehler gemacht", sagt er stolz.

Am Ende habe man das Maximum herausgeholt.


Warum war Aston Martin so schnell?

Fernando Alonso holte mit P5 heute sein bestes Saisonergebnis. "Ich denke, wir haben die Leistung des Autos gestern im Qualifying und heute im Rennen maximal ausgeschöpft", sagt er zufrieden.

"Es ist definitiv eine Überraschung", sagt er, denn in Spa hatte Aston Martin überhaupt keine Zähler geholt. Dieses Mal schaffte es auch Teamkollege Lance Stroll als Siebter in die Top 10.

"Das Gute ist, dass wir wettbewerbsfähig und schnell waren. Das Besorgniserregende ist, dass wir nicht wissen, warum", betont Alonso und erklärt, das müsse man jetzt herausfinden.

"Ich will ehrlich sein: Ich war [nach Spa] besorgt, ich machte mir Sorgen um die zweite Jahreshälfte", so Alonso. Nach dem heutigen Ergebnis wird er nun wohl etwas ruhiger schlafen können.


Finales Ergebnis

Eine kleine Randnotiz: Die FIA hat vor einigen Minuten das offizielle Endergebnis veröffentlicht. Das bedeutet, dass alle Untersuchungen abgeschlossen sind und keine weiteren Strafen oder Disqualifikationen mehr drohen.

Damit verabschiedet sich die Formel 1 sozusagen auch ganz offiziell in die Sommerpause.


Norris: Einstoppstrategie nicht geplant

"Eigentlich hatten wir Einstopp gar nicht geplant, aber nach der ersten Runde war das eigentlich unsere einzige Option, um wieder ins Geschäft zu kommen", verrät Sieger Lando Norris nach dem Rennen.

"So etwas ist immer eine Wette", betont er und erklärt: "Man darf keine Fehler machen und braucht neben einer guten Strategie gute Rundenzeiten. Das hatten wir heute. Der letzte Stint, als Oscar näherkam, war komplett Vollgas."

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.


Mekies hofft: Ungarn nur ein "Einzelfall"

Der neue Red-Bull-Teamchefs glaubt nicht, dass sich die Leistung des Wochenendes nach der Sommerpause wiederholen wird. Er sei "ziemlich zuversichtlich, dass es sich um einen Einzelfall handelt", so Mekies.

"Das ändert nichts an der Tatsache, dass wir nur ein kleines Fenster haben [in dem das Auto funktioniert]", betont er. Aber so "dramatisch" werde man im Normalfall nicht mehr danebenliegen, erklärt er.

Letztendlich sei es "ein hartes Wochenende" gewesen, gesteht er, erinnert aber auch daran, dass man vor einer Woche in Spa noch viel näher an McLaren dran gewesen sei. Dort gewann Max Verstappen den Sprint ja sogar.

"Die Saison ist noch sehr lang", erinnert er. Anders als der Niederländer möchte er sich daher noch nicht darauf festlegen, dass Red Bull in diesem Jahr kein Rennen mehr gewinnen wird.


Gemischte Gefühle bei den Racing Bulls

"Ich bin sehr happy mit dem heutigen Ergebnis", sagt Liam Lawson nach P8. Er fuhr in den vergangenen vier Rennen bereits zum dritten Mal in die Punkte. Highlight war, dass er in der Schlussphase Max Verstappen hinter sich halten konnte.

"Es ist nie einfach, einen Fahrer wie Max hinter sich zu halten, aber dank unserer Strategie konnten wir unsere Position bis zum Schluss halten", so der Neuseeländer nach seinem Einstopper.

"Einfach nur frustrierend" ist die Situation dagegen für seinen Teamkollegen, der die Punkte als Elfter ganz knapp verpasste. "Das Tempo war das ganze Wochenende über stark", ärgert sich Isack Hadjar.

"Leider hatten wir keinen guten Start. Ich habe in der ersten Runde alles gegeben, wurde aber überholt und blieb hinter anderen Autos hängen", so der Rookie, der danach nicht mehr zurück in die Top 10 kam.

"Wir hatten in den letzten Rennen etwas Pech", so Hadjar, der nach einem starken Saisonstart jetzt in den vergangenen fünf Rennen keine Punkte mehr holte. Lediglich beim Sprint in Spa gab es einen Zähler.


Ferrari bleibt bei Chassis-Variante

Bei Ferrari bleibt man derweil bei der Version, dass es ein Problem mit Leclercs Chassis gegeben habe. Teamchef Frederic Vasseur erklärt, dass man im letzten Stint "zwei Sekunden pro Runde" verloren habe.

"Jetzt müssen wir verstehen, was am Chassis passiert ist, das das Auto für Charles so schwer zu fahren machte. Zumindest haben wir die Punkte für den vierten Platz geholt, denn es gab sogar Zweifel, ob Charles das Rennen überhaupt beenden kann", so Vasseur.

"Ich kann seine Frustration vollkommen nachvollziehen", so der Teamchef, der ergänzt: "Positiv zu vermerken ist natürlich, dass wir gestern unsere erste Poleposition der Saison geholt haben und in der ersten Rennhälfte mit McLaren mithalten konnten."

"Aber dann haben wir alles verloren und hatten kein Tempo mehr, sodass wir nun untersuchen müssen, warum das so war", so Vasseur.


Keine Strafe für Verstappen

Und wie auf Bestellung kommt hier auch das Urteil: Verstappen bekommt keine Strafe für den Hamilton-Vorfall. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. Hier die Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:

"Der Fahrer von Auto 1 erklärte während der Anhörung, dass er mit frischeren Reifen aus Kurve 3 etwas Schwung auf Auto 44 gewonnen habe und diesen Schwung genutzt habe, um auf der Innenseite in Kurve 4 einen Überholversuch zu starten."

"Er führte weiter aus, dass er die volle Kontrolle über sein Auto gehabt habe und weiter innen hätte bleiben können, um Auto 44 am Kurvenausgang Platz zu lassen."

"Da Auto 44 jedoch von der Strecke abgekommen sei, habe er sich entschieden, die gesamte Streckenbreite am Kurvenausgang zu nutzen."

"Der Teamvertreter von Auto 44 bestätigte, dass es keinen Kontakt zwischen den beiden Fahrzeugen gegeben habe und erklärte zudem, dass der Fahrer von Auto 44 sich entschieden habe, keinen Versuch zu unternehmen, auf der Strecke zu bleiben."

"Unter Berücksichtigung all dieser Umstände kommen die Sportkommissare zu dem Schluss, dass kein Kontakt stattgefunden hat und der Vorfall trotz der ambitionierten Natur des Überholmanövers nicht als Abdrängen eines anderen Fahrzeugs von der Strecke zu werten ist. Es werden daher keine weiteren Maßnahmen ergriffen."


Verstappen: Strategie nicht das Hauptproblem

Der Weltmeister setzte heute mit dem Zweistopper auf das falsche Pferd. "Ich denke, das ist nicht unser größtes Problem. Das ganze Wochenende über waren wir einfach sehr langsam", betont er.

Er macht dem Team daher wegen der Strategie keinen Vorwurf. Zu der Szene mit Lewis Hamilton, die aktuell noch untersucht wird, sagt er derweil: "Die Sache ist, dass nichts passiert ist. Wir haben uns nicht einmal berührt."

"Für mich ist es daher etwas schwer zu verstehen, warum es nach dem Rennen eine Untersuchung gibt", zuckt er die Schultern und verrät, dass Hamilton bei der Anhörung nicht einmal anwesend gewesen sei.

Das zeige seiner Meinung nach, dass auch ihm die Szene egal sei. Und eine Strafe würde an seinem Ergebnis bekanntlich sowieso nichts ändern.


Hamilton: Liebe es noch immer

Der Rekordweltmeister wurde heute Zwölfter und nach dem Rennen von Sky noch einmal auf seine gestrigen Aussagen angesprochen, die hohe Wellen geschlagen haben.

"Wenn man ein Gefühl hat, hat man ein Gefühl. Im Hintergrund passiert eine Menge, was nicht gerade toll ist", so Hamilton, der allerdings keine Details verrät.

Er stellt auf Nachfrage, ob er den Rennsport noch liebe, aber immerhin klar: "Ich liebe es immer noch. Ich liebe das Rennfahren immer noch."

Klingt jetzt zumindest nicht nach einem spontanen Rücktritt. Aber ein glücklicher Hamilton hört sich auch anders an ...


Schon in China disqualifiziert

Zur Erinnerung: Bereits in China wurde in diesem Jahr mit Lewis Hamilton ein Ferrari-Pilot aus genau diesem Grund disqualifiziert. Es ist also durchaus möglich, dass die Scuderia im Hinblick auf dieses Thema jetzt sensibilisiert ist.

Und es klingt auch glaubwürdiger als die Geschichte vom Chassis, das plötzlich mitten im Rennen ein Problem entwickelt, zumal auch der Funk von Leclerc eher für die Mercedes-Theorie spricht.

Aber wie Russell schon sagt: Offiziell wird die Scuderia das vermutlich nicht bestätigen.


Drohte Ferrari die Disqualifikation?

Spannende Theorie von George Russell: Er vermutet, dass Charles Leclerc am Ende langsamer fahren musste, um nicht disqualifiziert zu werden. "Ich sah, wie langsam er war, also nahm ich an, dass etwas nicht stimmte", verrät Russell gegenüber Sky.

"Das Einzige, was uns einfällt, ist, dass sie das Auto zu tief eingestellt hatten und den Reifendruck für den letzten Stint erhöhen mussten", so Russell, der vermutet, dass Leclercs Unterbodenplatte ansonsten zu stark verschlissen wäre.

Zudem habe der Monegasse einen Motormodus verwendet, "der den Motor am Ende der Geraden langsamer machte, wo der Verschleiß am größten ist", erklärt er. Leclerc selbst behauptet ja, dass es ein Problem mit dem Chassis gab.

Russell kauft ihm das wohl nicht ab. "Er wird euch nicht sagen, dass sie fast illegal waren", grinst er.


McLaren historisch

McLaren feierte heute seinen 200. Grand-Prix-Sieg. Das schaffte man nach Ferrari (248 Siege) erst als zweites Team in der Formel-1-Geschichte. Zum Vergleich: Mercedes und Red Bull stehen "nur" bei 130 beziehungsweise 124 Siegen.

Zudem holte man heute bereits den vierten Doppelsieg in Serie. Das schaffte McLaren erst zum zweiten Mal in der Teamgeschichte. Zum ersten und zuvor einziges Mal gelang das 1988 mit Alain Prost und Ayrton Senna.

In Zandvoort könnte McLaren nach der Sommerpause mit dem fünften Doppelsieg in Serie sogar den absoluten Formel-1-Rekord einstellen.


Hülkenberg versteht Fehlstart nicht

Für den Deutschen begann das Rennen mit seinem Fehlstart direkt katastrophal. Bei Sky grübelt er: "Ich muss mir das angucken. Ich habe aus meiner Wahrnehmung nichts gemacht, keinen Fehlstart."

"Ich war heute ein bisschen spät mit dem ersten Gang einlegen, und wenn man den ersten Gang einlegt, macht das Auto so einen kleinen Sprung. [...] Vielleicht war ich recht weit vorne und dass das was getriggert hat."

Das sei "das Einzige, was ich mir vorstellen kann", wundert er sich. Er betont aber auch: "Ich glaube, es war nicht weltverändernd." Denn Punkte hätte es am Ende wohl auch ohne die Fünf-Sekunden-Strafe nicht gegeben.

"Aber natürlich passt es so ein bisschen zu dem Wochenende", so Hülkenberg nach P13.


Strafe ist Leclerc egal

Auch über seine Fünf-Sekunden-Strafe, die auf sein Ergebnis keine Auswirkung hatte, hat Leclerc gesprochen und erklärt: "Ich wusste, dass ich am Limit war". Davon abgesehen habe er nicht viel dazu zu sagen.

"Ich hatte das Gefühl, dass ich mich vor dem Bremsen bewegt habe, und dann habe ich gebremst und mein Auto natürlich in Richtung Scheitelpunkt gelenkt, was ich normalerweise auch tue", erklärt er.

Er könne sich aber "vorstellen, dass George am Funk ziemlich laut war", sagt er und betont im Hinblick auf die Strafe: "Das macht mir nichts aus, besonders bei einem Rennen wie diesem."

Denn nach hinten war sein Vorsprung groß genug, so dass die fünf Extrasekunden am Ende egal waren.


Leclerc rudert zurück: Hätten nichts anders machen können

Der Monegasse war am Funk stinksauer, rudert nach dem Rennen aber zurück und erklärt: "Zunächst einmal muss ich meine Äußerungen am Funk zurücknehmen, denn ich dachte, es käme von einer bestimmten Sache."

Inzwischen habe er aber "viel mehr Details" vom Team bekommen, und es sei alles ganz anders gewesen. "Es handelte sich tatsächlich um ein Problem, das vom Chassis herrührte, und wir hätten nichts anders machen können", so Leclerc.

"Ich habe das Problem etwa in Runde 40 bemerkt, und dann wurde es Runde für Runde schlimmer, und gegen Ende lagen wir zwei Sekunden hinter der Pace zurück", berichtet der Ferrari-Pilot.

Das Auto sei dann "unfahrbar" gewesen. So oder so sei er "sehr enttäuscht", denn: "Wir hatten dieses Jahr eine Chance, ein Rennen zu gewinnen, und ich glaube, das war dieses Wochenende."

Er verrät aber leider weder, was das tatsächliche Problem genau war, und auch nicht, was er eigentlich gedacht hatte.


Mercedes zurück auf dem Podium

Apropos Russell: Bei Mercedes hat sich der Rückbau auf die alte Hinterradaufhängung offenbar gelohnt. "Das war ein solides Ergebnis", sagt Toto Wolff bei Sky, betont aber auch: "Es sollte eigentlich nicht passieren, dass es ein Upgrade drauf gibt, das dann alles in den Eimer haut."

Trotzdem sei das heutige Ergebnis natürlich gut. "Wir haben ein Podium und es ist gut, in die Sommerpause zu gehen", so Wolff, und auch Russell selbst erklärt, dass er "wirklich glücklich" mit dem heutigen Rennen sei.

"Es war auf jeden Fall besser als die Rennen, die wir zuletzt hatten", so der Brite, der zu seinem Überholmanöver gegen Charles Leclerc sagt: "Ich glaube, wir haben beim zweiten Mal Kontakt gehabt. Ich bin einfach froh, dass wir es geschafft haben, und es ist eine schöne Art, in die Pause zu gehen."


Die Szene zwischen Norris und Piastri ...

... könnt ihr euch jetzt zusätzlich auch noch einmal im Video anschauen. George Russell witzelte nach dem Rennen übrigens in Richtung Piastri: "Warum bist du nicht in ihn gefahren?" Denn dann hätte er gewonnen ...


Verstappen: Falsche Strategie, kein Speed

Nur P9 für Max Verstappen heute und Helmut Marko gesteht bei Sky: "Unser Speed war einfach nicht da. Trotzdem glaube ich, wären wir mit einem Stopp etwas besser gewesen. Aber wir müssen eigentlich froh sein, dass wir nicht überrundet wurden."

Denn die Fahrer unmittelbar vor Verstappen fuhren alle mit einem Stopp durch, was heute vermutlich die bessere Strategie war. Für die zweite Saisonhälfte erhofft sich Marko nun "mehr Konstanz, und wir bringen noch kleinere Updates", verrät er.

"Und dass wir dann halt wieder zu unserer Form zurückfinden, dass wir den Platz hinter dem McLaren wieder einnehmen", so Marko. Denn heute war Red Bull nicht einmal die zweite oder dritte Kraft.


Die Szene aus der vorletzten Runde ...

... gibt es hier noch einmal im Bild. Erinnerte ein bisschen an Österreich, als es ja auch schon einmal fast zwischen den beiden McLaren-Jungs gekracht hätte.


Piastri: Hätte Fehler von Norris gebraucht

Der Australier attackierte seinen Teamkollegen in der vorletzten Runde in Kurve 1. Das klappte allerdings nicht, und so hatte er auch in der letzten Runde keine Chance mehr. Hätte er also lieber noch einen Umlauf warten sollen?

"Ich glaube, ich hätte [für ein Überholmanöver] mindestens ein paar Zehntel näher dran sein müssen, was einen Fehler von Lando erfordert hätte", so Piastri, der seinen Angriff daher nicht bereut.

"Ich hatte das Gefühl, dass das meine beste Chance sein würde. Man sollte es niemals auf die nächste Runde aufschieben, denn dann kommt [die Chance] vielleicht nie, also dachte ich, ich würde es zumindest versuchen", so Piastri.


Untersuchung gegen Verstappen

Gegen Max Verstappen läuft noch eine Untersuchung für das Überholmanöver gegen Lewis Hamilton. Behalten wir natürlich im Auge, aber am Ergebnis wird sich nichts mehr ändern, denn Verstappen war auf P9 der letzte Fahrer, der nicht überrundet wurde.

Eine Strafe hätte also keine Auswirkung.


Jetzt Fahrer bewerten!

Wir atmen einmal ganz kurz durch, denn auch an diesem Wochenende habt ihr bei uns natürlich wieder die Möglichkeit, die Piloten für ihre Leistung zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Ungarn? Jetzt abstimmen!


Übersicht

Rennbericht

Ergebnis

WM-Stand


Fotos: F1: Grand Prix von Ungarn (Budapest) 2025



Jetzt Session-Ticker öffnen!

In zehn Minuten beginnt das letzte Rennen vor der Sommerpause und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Rennen.

Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 am Ungarn-Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier.


Alle im Grid

Vor ein paar Jahren ist Max Verstappen in Ungarn auf dem Weg in die Startaufstellung mal gecrasht. Dieses Mal hat aber alles geklappt, alle 19 Autos sind im Grid. Yuki Tsunoda muss ja bekanntlich aus der Boxengasse starten. In einer halben Stunde geht es los.