GP Ungarn

Ungarn-Donnerstag in der Analyse: Verstappen bestätigt Red-Bull-Verbleib

F1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Norris: Geht darum, weniger Fehler zu machen +++ Darum läuft es für Colapinto nicht +++ Ferrari: Vertrag für Frederic Vasseur +++

Colapinto: Weniger Selbstvertrauen als 2024

Der Argentinier hatte jetzt sieben Rennen für Alpine, steht aber noch immer bei null Punkten. "Ich habe Schwierigkeiten, in die Kurven einzulenken und sie zu durchfahren, und das gibt mir einfach nicht viel Selbstvertrauen", erklärt er.

"Letztes Jahr hatte ich dieses Problem nicht", erinnert sich Colapinto, der da noch einige gute Leistungen für Williams zeigte. Doch bei Alpine konnte er diese Eindrücke bislang nicht bestätigen.

"Ich habe nicht mehr das Selbstvertrauen, das ich vielleicht letztes Jahr hatte, und das ist in der Formel 1 ziemlich kostspielig", so Colapinto, der betont, er arbeite "hart" mit dem Team, um eine Lösung zu finden.

"Ich glaube, dass wir in einigen Bereichen besser geworden sind", betont er. In den Ergebnissen spiegelt sich das bislang aber noch nicht wider.


Feierabend

Mit einer weiteren Frage zum Fahren im Nassen endet die heutige PK dann auch. Wir legen unseren Fokus damit wieder auf die restlichen Medienrunden des heutigen Tages - und hoffen, dass es da noch einige spannendere Aussagen gibt.


Leclerc zufrieden mit eigener Performance

Auch über seine eigene Leistung in diesem Jahr spricht der Monegasse. Natürlich wolle er gewinnen, betont er, aber davon abgesehen sei er mit seiner eigenen Performance bislang "sehr zufrieden".

Natürlich habe es auch nicht so gute Wochenenden wie Silverstone gegeben, gesteht er. Aber generell ist er mit seinem Abschneiden in diesem Jahr bisher zufrieden.


Leclerc: Stabilität ist wichtig

Noch einmal der Ferrari-Pilot, der gefragt wird, wie wichtig Stabilität in einem Team sei. Diese sei "immer sehr wichtig", sagt er und erklärt, dass es daher "eine wirklich gute Sache" sei, dass Vasseur an der Spitze von Ferrari bleibe.

"In der Formel 1 braucht es Zeit, um etwas aufzubauen", erklärt er. Und diese Zeit wird Vasseur wohl bekommen.


Leclerc: "Fred hat eine unglaubliche Vision"

"Ich bin sehr happy", sagt der Monegasse über den neuen Vasseur-Vertrag, betont aber auch, dass dieser keine "Überraschung" sei, auch wenn es zuletzt "eine Menge Gerüchte" gegeben habe.

"Fred hat eine unglaubliche Vision", nennt er Vasseurs größte Stärke. Sportlich gesehen ergänzt er, dass die Schritte bei Ferrari aktuell "in die richtige Richtung" gehen.

Man sei noch nicht konstant das zweitschnellste Team, aber man sei auf einem guten Weg dorthin, betont Leclerc, für den persönlich Ungarn übrigens "mit Abstand die schlechteste Strecke" im Kalender sei.

Für dieses Wochenende ist er daher nicht übermäßig optimistisch.


Feierabend

Der erste PK-Teil endet ohne irgendwelche Highlights. Ein größeres Thema war wie gesagt noch das Fahren im Regen. Dazu haben auch Ocon und Gasly etwas gesagt, davon abgesehen gingen die meisten Fragen aber an den WM-Leader.

Mal schauen, ob der zweite Teil etwas aufregender wird.


Piastri: Weiterhin keine Stallregie

Der McLaren-Pilot wird gefragt, ob er und Norris komplett frei gegeneinander fahren dürfen, sobald McLaren den WM-Titel rechnerisch im Sack hat.

Piastri stellt klar, dass das nichts mit dem Titel zu tun habe. Er und Norris dürften seit dem ersten Rennen frei fahren. Und daran habe sich auch nichts geändert.


Piastri: Habe genug Selbstvertrauen

Die PK tröpfelt so ein bisschen vor sich hin, die ganz spannenden Themen sind hier nicht auf dem Tisch. Unter anderem wird Piastri gefragt, ob er genug Selbstvertrauen habe, um in diesem Jahr an den WM-Titel zu glauben?

Er betont, dass er eine Menge Selbstvertrauen habe, auch wenn bislang nicht jedes Wochenende "perfekt" gewesen sei. Aber das sei sowieso nur selten der Fall. Es gehe einfach darum, ein konstantes Jahr abzuliefern.

Jetzt gerade geht es noch einmal darum, dass in Spa am Anfang nicht im Nassen gefahren wurde. Das Thema wurde aber ja auch schon oft genug durchgekaut.


Piastri: WM-Kampf wohl gegen Norris

Der Australier macht den Anfang in der PK und erklärt auf Nachfrage, dass sich der WM-Kampf jetzt wohl zwischen ihm und seinem Teamkollegen entscheiden wird. "Ich denke schon", so Piastri.

Er erwarte die Gegner zwar weiterhin "stark", vor allem "auf gewissen Strecken", so der WM-Leader. Allerdings hat Max Verstappen auf P3 jetzt bereits 81 Punkte Rückstand auf Piastri.

Das macht es inzwischen sehr unwahrscheinlich, dass der Niederländer noch einmal in den WM-Kampf eingreifen kann.


Pressekonferenz

Damit legen wir unseren Fokus jetzt erst einmal auf die obligatorische Fahrer-PK, die in fünf Minuten in Budapest beginnt. Folgende Teilnehmer sind heute dabei:

14:30 Uhr:
Pierre Gasly (Alpine)
Esteban Ocon (Haas)
Oscar Piastri (McLaren)

15:00 Uhr:
Charles Leclerc (Ferrari)
Lance Stroll (Aston Martin)
Liam Lawson (Racing Bulls)

Die wichtigsten Aussagen liefern wir euch wie gewohnt hier im Ticker.


Aus dem aktuellen Fahrerfeld ...

... feierten gleich drei Piloten ihren ersten Grand-Prix-Sieg in Ungarn. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:


Fotostrecke: Alle Formel-1-Debütsieger beim Ungarn-Grand-Prix


Bearman: Würde nicht von "Pech" reden

Der Brite wurde zuletzt viermal in Folge Elfter und verpasste damit viermal in Serie die Punkte um lediglich einen Platz. "An den vergangenen Wochenenden gab es einige verpasste Gelegenheiten", ärgert er sich.

Auf die Frage, ob diese Serie einfach nur Pech sei, antwortet er: "Nein, es ist niemals Pech. Ich glaube, man schafft sich sein Glück immer selbst, und es gab zwar diese unglücklichen Ereignisse, aber ich würde das niemals als Pech bezeichnen."

Heißt: Man muss einfach selbst einen besseren Job machen, um mal wieder in die Top 10 zu fahren. Immerhin sei das Auto in Spa zuletzt "wirklich schnell" gewesen, stellt Bearman klar.

Zudem habe man aus den "Fehlern" dort gelernt, versichert er und betont, er sei zuversichtlich für die restlichen Rennen in diesem Jahr.


Sainz: Bin nicht für 2025 zu Williams gekommen

Carlos Sainz hat in seiner Medienrunde erklärt, dass es für Williams "ein erfolgreiches Jahr" wäre, wenn man den fünften WM-Platz halten könne. Gleichzeitig betont er aber auch, dass der Fokus natürlich auf der Zukunft liege.

Und er sei nach seiner ersten halben Saison bei Williams "sehr zuversichtlich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe", so Sainz, der betont: "Ich bin nicht wegen der Ergebnisse 2025 zu diesem Team gekommen."

"Ich bin wegen des Potenzials von 2026, 2027, 2028 gekommen", stellt er klar und erklärt: "Je mehr ich sehe, was getan wird, und je mehr ich mit dem Team zusammenarbeite, desto besser sieht es aus."

Trotzdem möchte er natürlich auch die Saison 2025 so stark wie möglich beenden.


Aston Martin jetzt 3,2 Milliarden Dollar wert

Das Formel-1-Team von Aston Martin wird nach dem Verkauf eines Minderheitsanteils jetzt mit rund 3,2 Milliarden US-Dollar (aktuell rund 2,8 Milliarden Euro) bewertet.

Diese Summe ergibt sich aus einem kürzlich abgeschlossenen Vorvertrag über den Verkauf eines Anteils im Wert von 146 Millionen US-Dollar, wie die Muttergesellschaft Lagonda Global Holdings plc offiziell bestätigte. Der Name des Käufers wurde bislang nicht veröffentlicht.

Die neue Bewertung markiert eine deutliche Steigerung im Vergleich zum März des Vorjahres, als das Team im Rahmen eines Anteilskaufs durch HPS Investment Partners und Accel Partners noch mit bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar taxiert wurde.

Innerhalb eines Jahres hat sich der Marktwert des Teams somit um rund 23 Prozent erhöht. Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen.


Hülkenberg bleibt dabei: Strategie war nicht falsch

In Spa fiel Nico Hülkenberg aus den Punkten, weil er noch einen zweiten Boxenstopp einlegte. Auch ein paar Tage später ist er aber weiterhin der Meinung, dass die Entscheidung nicht falsch gewesen sei.

"Ich glaube nicht. Ich glaube nicht, dass ich überlebt hätte, weil ich mit meinen Vorderreifen zu kämpfen hatte und es noch zwölf oder 13 Runden zu fahren waren", so Hülkenberg in seiner heutigen Medienrunde.

Letztendlich sei das Set-up "nicht ideal" gewesen, was ihn in diese Position gebracht habe. Am Rennen selbst bereue er aber nichts, stellt er klar und betont auch, dass die Saison insgesamt weiterhin positiv sei.

Sauber sei sogar "vielleicht etwas über den Erwartungen", verrät er. Schauen wir mal, was an diesem Wochenende drin ist.


Albon: Ungarn wird schwieriger für Williams

In Budapest laufen inzwischen die Medienrunden der Fahrer, und nach P6 in Belgien bremst Alexander Albon die Erwartungen für dieses Wochenende etwas ein. Denn "historisch" sei Ungarn keine gute Strecke für Williams.

"Ich weiß nicht, ob ich es hier schon einmal in Q2 geschafft habe", grübelt er, betont aber auch, dass man in diesem Jahr generell "in einer besseren Position" als in den vergangenen Saisons sei.

"Wir haben in Barcelona gezeigt, dass wir uns trotz einiger Mängel auf P11 qualifiziert haben", nennt er ein Beispiel. Allerdings: Punkte holte Williams in Barcelona in diesem Jahr trotzdem nicht.

Das soll in Budapest besser laufen.