Noch kein WM-Punkt, dafür jetzt wieder ein Crash. Wird es für Franco Colapinto bei Alpine langsam eng? "Ich habe einfach in der letzten Kurve die Kontrolle über das Heck verloren", schildert er seinen Abflug.
"Kein gutes Qualifying von meiner Seite", gesteht er und ärgert sich, dass man eigentlich "viele Dinge" gefunden habe, durch die er sich jetzt wohler im Auto fühle. Doch das konnte er nicht zeigen.
Über seine Zukunft sagt er dennoch: "Ich mache mir keine großen Sorgen. Natürlich gibt es immer Gerüchte. Ich muss einfach weiterarbeiten und versuchen, dem Team dabei zu helfen, das Auto zu verbessern."
Der heutige Tag sei aber natürlich "nicht ideal" gewesen.
GP Großbritannien
Silverstone-Samstag in der Analyse: Regen als Chance für Ferrari?
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Wird es jetzt eng für Colapinto?
Russell: Hatte P4 nicht erwartet
Der Brite ist mit P4 mehr als zufrieden und erklärt, dass er eigentlich nicht erwartet hatte, so weit vorne mitkämpfen zu können. Seine letzte Q3-Runde sei dann aber "mega stark" gewesen, betont er bei Sky.
Am Ende fehlten nur 0,137 Sekunden auf die Pole, was "ein gutes Ergebnis" sei. Zudem seien es "gute Neuigkeiten", dass es auch morgen wieder etwas kühler sein soll. Das käme Mercedes entgegen.
Am bisherigen Wochenende sei er zwar "nicht mit der Pace" zufrieden, mit dem heutigen Ergebnis aber schon.
Hülkenberg: Brauchen Hilfe im Rennen
In Spielberg fuhr der Deutsche vom Ende des Feldes noch in die Punkte. So eine Aufholjagd bräuchte er auch morgen von P19 aus wieder. Das könnte allerdings schwierig werden, denn: "Seit gestern haben wir zu kämpfen und finden einfach nicht den richtigen Rhythmus."
"Es sieht nicht so gut aus wie an den letzten drei Wochenenden", betont Hülkenberg daher und erklärt, dass man das Auto zwar über Nacht etwas verbessert habe, aber "noch immer nicht schnell genug" sei. "Über eine Runde haben wir nicht den Speed wie andere", betont er.
Im Rennen werde man natürlich alles geben, "aber ich vermute, wir werden Hilfe von außen benötigen", so Hülkenberg, der zuletzt dreimal in Folge punktete. Im Normalfall dürfte diese Serie morgen wohl enden.
Verstappen zieht mit Vettel gleich
Kleine Randnotiz: Max Verstappen holte heute seine 44. Pole für Red Bull. Damit hat er mit Sebastian Vettel gleichgezogen, der in seiner Zeit bei den Bullen ebenfalls 44-mal auf Pole stand.
Aber: Insgesamt hat Vettel die Nase mit 57 Poles noch immer vorne. Denn beim Deutschen kommen ja noch eine für Toro Rosso und zwölf mit Ferrari dazu.
Marko: "Haben die erste Reihe erwartet"
Für einige kam die Verstappen-Pole überraschend - aber nicht für Helmut Marko. "Wir haben die erste Reihe erwartet", verrät er bei ServusTV und erklärt: "Wir haben am Freitag schon gesehen, wenn wir das Untersteuern wegkriegen, dann sind wir vorne dabei."
"Und sukzessive ist also die Balance besser geworden. Wir haben noch eine Kleinigkeit nach dem ersten Run in Q3 geändert und dann kam natürlich wieder der Max-Faktor, eine unglaubliche Runde und wieder fehlerfrei", sagt er zufrieden.
Auch für das Rennen ist er optimistisch, denn: "Der Longrun von Max war der schnellste am Freitag", betont er. Daher könne man von der Pole aus nun "angenehm" auf das Rennen blicken.
Norris "nicht unzufrieden" mit P3
Der Brite war noch einmal 0,015 Sekunden langsamer als sein Teamkollege, spricht aber trotzdem von einem "guten Qualifying" und erklärt: "Ich werde mit dem dritten Platz nicht unzufrieden sein, obwohl ich hier in Silverstone gerne ganz oben stehen würde."
"Max hat einen guten Job gemacht", lobt er und erklärt, man selbst sei einfach "nicht schnell genug" gewesen. "Trotzdem ein guter Tag", stellt er noch einmal klar und erklärt, dass "kleine Fehler" bei so engen Abständen den Unterschied ausmachen.
"Ich glaube, morgen wird es spannend. Ich denke, es wird ein guter Kampf zwischen uns dreien - oder wahrscheinlich auch mit Lewis, Charles und George", so Norris.
Piastri: Zweite Runde nicht ganz sauber
"Ich war mit meiner ersten Runde zufrieden. Die erste Runde war mega, um ehrlich zu sein", betont der Australier nach P2 und erklärt: "Ich habe überlegt, wie ich schneller fahren könnte, aber es ist mir nicht gelungen."
"Die letzte Runde war etwas unsauber", gesteht er und erklärt, dass wohl noch etwas mehr Zeit drin gewesen wäre. "Es gab ein paar Kurven, in denen ich vielleicht etwas zu vorsichtig hineingefahren bin", verrät er.
Er habe dann versucht, "das beim Herausfahren wieder auszugleichen, aber das hat nicht ganz funktioniert", gesteht er. Am Ende fehlten 0,103 Sekunden zur Pole.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch das Qualifying in Silverstone und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 an diesem Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Weiterhin kühl
Am Wetter hat sich im Vergleich zu FT3 nicht viel geändert. Es ist mit 20 Grad weiterhin kühler als gestern, vor allem der Asphalt ist mir 26,4 Grad deutlich kälter. Aber: Regnen soll es auch in der Qualifikation nicht.
Schauen wir mal, wem die kühleren Bedingungen hier in die Karten spielen.
Brundle: Bearman-Aktion "verrückt"
Experte Martin Brundle sagt bei Sky zu der Bearman-Strafe: "Das war verrückt. Du fährst an einer rot blinkenden Tafel vorbei und gibst wie verrückt Gas, um an die Box zu kommen."
"Der Bericht der Stewards besagt, dass er bei dieser Boxeneinfahrt sogar noch schneller war als bei einem früheren Versuch. Deshalb haben sie ihn so hart bestraft", so Brundle, der wenig Verständnis für die Aktion hat.
Wichtiges Qualifying
Statistisch gesehen ist das Qualifying heute schon die halbe Miete. Ich habe einmal in unserer großen Datenbank nachgesehen und festgestellt, dass der Großbritannien-GP in den vergangenen zehn Jahren immer aus der ersten Startreihe gewonnen wurde.
2015 siegte Lewis Hamilton bei einem Rennen unter Mischbedingungen von P6 aus, seitdem kam der Sieger sechsmal von der Pole und viermal von Startplatz zwei.
Und auch historisch gesehen ist Silverstone kein Ort für große Aufholjagden. 1978 gewann Carlos Reutemann einmal vom achten Startplatz aus. Von weiter hinten siegte hier noch nie jemand.
Strafpunkte
Weil Bearman für die Aktion gleich vier Strafpunkte kassiert hat, steht er insgesamt nun auch schon bei acht - und hat damit nur noch einen weniger als Max Verstappen.
Zur Erinnerung: Bei zwölf Strafpunkten gibt es eine Rennsperre. Sollte er sich in Zukunft also noch einmal so eine Aktion leisten, dann müsste er ein Rennen zuschauen ...
Bearman muss zehn Plätze zurück
Das Urteil ist da und Oliver Bearman muss morgen in der Startaufstellung zehn Plätze nach hinten - wie auch schon in Monaco. Hier die Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:
"Das Rennen wurde um 12:33:57 mit roter Flagge unterbrochen. Auto 87 hatte zunächst wegen der roten Flagge verlangsamt, beschleunigte jedoch kurz vor Kurve 15 wieder deutlich auf Renntempo und fuhr mit 260 km/h in die Boxeneinfahrt. Dabei verlor er die Kontrolle über das Auto und prallte in die Barrieren."
"Artikel 37.6 (a) des Formel-1-Sportreglements sowie Artikel 2.5.4.1(b) des Anhangs H des Internationalen Sportgesetzes schreiben vor, dass bei gezeigter roter Flagge 'alle Fahrzeuge sofort ihre Geschwindigkeit reduzieren und langsam in die Boxengasse zurückkehren müssen'."
"Es besteht kein Zweifel, dass der Fahrer von Auto 87 dieser Anweisung nicht folgte, als er beschleunigte, um ein Boxeneinfahrtsmanöver unter Rennbedingungen zu simulieren. Tatsächlich haben wir eine frühere Inlap unter normalen Rennbedingungen überprüft und festgestellt, dass er in dieser Runde - trotz roter Flagge - sogar schneller fuhr."
"Schlimmer noch: Er verlor bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug und krachte in die Barrieren. Der Fahrer erklärte, er habe falsch eingeschätzt, dass seine Bremsen nicht auf Temperatur waren, da er die Runde wegen der roten Flagge langsam gefahren sei."
"Auch wenn dies möglicherweise zum Unfall beigetragen hat, sahen wir es nicht als mildernden Umstand an."
"Dementsprechend haben wir ihn gemäß dem Strafenkatalog mit einer Rückversetzung um zehn Startplätze und vier Strafpunkten belegt."
Den Crash von Bortoleto ...
Anhörung
Die Anhörung von Bearman ist für 14:15 Uhr MESZ angesetzt, also in wenigen Minuten. Zur Erinnerung: Eine Gridstrafe gibt es an diesem Wochenende bereits. Antonelli muss morgen drei Positionen nach hinten.
Das ist noch ein Überhang aus Spielberg für die Kollision mit Verstappen.
