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Schafft es Liberty die Formel 1 in den USA zu etablieren?

Die Formel 1 und die USA galten lange Zeit als nicht vereinbar, doch der neue Eigentümer Liberty Media könnte die Angelegenheit ändern

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Kauf der Formel 1 von Liberty Media kommt auch große Hoffnung in das Fahrerlager, dass der neue Eigentümer seine Expertise nutzt, um die Königsklasse in wichtigen Kernfragen weiterzubringen. Neben dem Erschließen des digitalen Marktes werden immer wieder die USA als zentrales Thema genannt. Trotz des Erfolges von Austin konnte die Formel 1 in den Vereinigten Staaten nie wirklich Fuß fassen und hofft diesbezüglich nun auf Unterstützung des amerikanischen Medienunternehmens.

Girls mit amerikanischer Flagge

Bringt Liberty Media die Formel 1 wieder näher mit Amerika zusammen? Zoom

"Hoffentlich können sie uns in Amerika voranbringen - das wäre klasse", meint Nico Rosberg stellvertretend für viele Köpfe in der Königsklasse. Der Mercedes-Pilot glaubt, dass es noch viele potenzielle Fans der Formel 1 in den USA gibt, die man erreichen könnte. Neben der Verbesserung der Show erreicht man das vor allem durch eines: "Ein zweiter Grand Prix in den USA wäre sicher hilfreich", glaubt Romain Grosjean.

Ob Watkins Glen, Detroit, Phoenix oder Indianapolis: Viele Rennstrecken waren bislang Teil des Kalenders, doch keine konnte sich mehr als ein paar Jahre in der Formel 1 halten. Mit Austin unternimmt man derzeit einen neuen Anlauf, doch gegen NASCAR und IndyCar kommt die Königsklasse weiterhin nicht an. Der ehemalige FIA-Präsident Max Mosley sieht den Markt bei 'Sky Sports News' bereits übersättigt und glaubt nicht, dass die Formel 1 den Durchbruch schaffen wird.

Doch der neue Formel-1-Vorstandsvorsitzende Chase Carey glaubt daran, dass man die Serie in seiner Heimat zu einer großen Nummer machen kann. Erst einmal möchte er das Kernland Europa wieder stärken, doch langfristig sieht er eine weitere Entwicklung in den USA: "Es gibt ein großes nicht angesprochenes Publikum", meint er bei 'formula1.com', will aber nicht auf den gescheiterten Versuchen von Bernie Ecclestone herumreiten.

Alejandro Agag

Ist Alejandro Agag der Schlüssel für einen Grand Prix in New York? Zoom

Konkrete Pläne besitzt er mit Liberty Media noch nicht, eine Vision dafür schon: "Die Formel 1 ist eine großartige Premiummarke, von daher möchte man in Locations wie Los Angeles, New York oder Miami fahren - idealerweise in den großartigsten Städten der Welt." Interessanterweise konnte die Formel E bislang in allen drei Regionen Rennen an Land ziehen und hat erst in dieser Woche seine Strecke in New York präsentiert.

Möglich gemacht hat das Formel-E-Boss Alejandro Agag, der als möglicher Mann an der Spitze der Formel 1 immer wieder genannt wird - auch weil das Liberty-Imperium Eigentümer der Formel E ist. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte immer von einem Rennen in New York geträumt, doch bis auf fortgeschrittene Pläne mit New Jersey ist daraus nie etwas geworden. Doch aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Liberty könnte die Chance dazu bieten, die Formel 1 in den USA salonfähig zu machen.