Durch die Hamilton-Strafe werden die Mercedes-Piloten morgen von P5 und P6 ins Rennen gehen. Toto Wolff stellt bei Sky klar, dass er damit nicht zufrieden ist. "Ich glaube, wir haben ein schnelles Auto gehabt", so der Teamchef.
"Aber wir haben in der Session keine Fortschritte gemacht", betont er und gesteht: "Wir haben schon auf mehr gehofft." Zudem gab es im letzten Q3-Run bei George Russell auch noch ein Missverständnis.
Der Brite wollte eigentlich Mediums haben, bekam aber weiche Reifen. "Ich glaube, das war eine Misskommunikation, weil wir haben gesagt, wir bleiben auf unserem Plan", erklärt Wolff die Situation.
Der Plan sei der Soft gewesen, aber Russell "dachte, es ist der Medium. Muss man klären", so Wolff. Russell selbst bestätigt: "Es war ein Missverständnis zwischen mir und dem Team. Sie sind also nicht wirklich schuld."
Letztendlich wisse er aber auch nicht, ob mit dem Medium mehr möglich gewesen wäre. "Die Lücke war am Ende offensichtlich ziemlich groß. Aber ich habe mich mit den Mediums einfach viel wohler gefühlt", so Russell.
Am Ende fehlten ihm 0,365 Sekunden auf die Pole-zeit.
GP Italien
Monza-Samstag in der Analyse: Verstappen bezwingt McLaren-Duo
F1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Verstappen vor Norris & Piastri auf Pole +++ Motorengipfel nächste Woche abgesagt +++ Gasly verlängert Alpine-Vertrag +++
"Missverständnis" bei Russell und Mercedes
Leclerc: Ferrari im Normalfall chancenlos
Der Monegasse landete auf P4 und glaubt morgen nicht an ein großes Wunder beim Ferrari-Heimspiel. "Ich bin in gewisser Weise glücklich, dass wir das heutige Paket optimal genutzt haben", so Leclerc.
Oder anders gesagt: Mehr habe er nicht herausholen können. "Jetzt schauen wir auf morgen, aber ich denke, McLaren und Red Bull sind derzeit zu weit vorne", so Leclerc, der den Sieg zwar nicht komplett abschreiben möchte.
"Ich werde bis zum Schluss daran glauben und wir werden sehen, was möglich ist", betont er, "aber rein vom Tempo her halte ich es für unmöglich", stellt er klar. Denn dazu seien Verstappen und die McLaren "zu stark".
Etwas ärgert er sich übrigens darüber, dass er in seinem zweiten Q3-Run fast keinen Windschatten gehabt habe. Sein Teamkollege Lewis Hamilton, der sowieso eine Gridstrafe hatte, gab ihm auch keinen.
"Das werden wir jetzt mit dem Team besprechen", kündigt er an, stellt aber auch klar, dass das nicht der Hauptgrund gewesen sei, warum er nicht weiter vorne gelandet ist.
McLaren: Ergebnis "keine große Überraschung"
Oscar Piastri erklärt nach P3, dass es für McLaren bereits am ganzen Wochenende etwas schwieriger gewesen sei, "daher ist das Ergebnis keine große Überraschung. Aber natürlich hätten wir gerne einen etwas besseren Platz erreicht."
Teamkollege Lando Norris ergänzt nach P2: "Max war an diesem Wochenende schneller." Zudem sei es grundsätzlich nie eine Überraschung, wenn der Niederländer ganz vorne steht, so Norris.
Er selbst habe "zu viele Fehler" gemacht, gesteht er, daher sei er "ziemlich happy", am Ende zumindest noch in die erste Reihe gefahren zu sein. P2 sei für den Start zudem "keine schlechte Position", betont er.
Zudem erinnert Norris: "Das Rennen am Sonntag ist normalerweise unsere Stärke. Aber an Max vorbeizukommen, wird sicher eine große Herausforderung, aber wir werden sehen. Ihr Tempo war [am Freitag] auch sehr stark."
Rekord für Verstappen
Der Weltmeister hat den alten Monza-Rundenrekord von Lewis Hamilton aus der Saison 2020 mit seiner 1:18.792 heute unterboten - und damit Geschichte geschrieben.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 264,68 km/h war es nämlich gleichzeitig die schnellste Runde, die in der Formel 1 bislang jemals gefahren wurde.
Zudem war es seine 45. Pole für Red Bull. Damit hat er in dieser Hinsicht nun Sebastian Vettel überholt, der für die Bullen "nur" 44-mal auf der Poleposition stand.
Marko: "Neue Herangehensweise" zahlt sich aus
Helmut Marko erklärt nach der Pole von Verstappen im ORF zufrieden: "Wir sind nach dem Freitag sehr optimistisch gewesen, vor allem im Vergleich zum Vorjahr. Diese neue Herangehensweise, dass man das Training anders strukturiert [...], hat sich super bemerkbar gemacht."
"Jetzt schauen wir im Rennen, da wird es halt darauf ankommen, wie der Reifenverschleiß ist", so Marko, der erinnert: "Die zwei McLaren [...] sind im Rennen durch ihr super Reifenmanagement eigentlich die Favoriten. Aber schauen wir mal."
"Das Überholen ist sehr schwer. Wenn die Reifen nicht extrem oder unerwartet aufbauen, dann schaut das für uns ganz gut aus", hofft er - sofern Verstappen beim Start vorne bleiben kann.
Hadjar startet aus der Box
Für Lewis Hamilton geht es wegen seiner Strafe aus Zandvoort morgen in der Startaufstellung von P5 auf P10 nach hinten. Isack Hadjar wird gar nicht im Grid stehen, der hat nämlich bereits vor dem Qualifying einen neuen Motor bekommen.
Trotzdem ärgert sich der Rookie, dass er gerade als 16. bereits in Q1 ausgeschieden ist. "Das Auto war sehr gut", berichtet er bei Sky und erklärt, dass Carlos Sainz seine Outlap ruiniert habe.
"Und dann habe ich in meiner Runde einen Fehler gemacht", so Hadjar, der aber auch selbst erklärt, dass es eigentlich egal sei, weil er morgen so oder so als Letzter gestartet wäre.
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch das Qualifying in Monza und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 an diesem Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Alpine lässt sich Zeit bei Fahrerwahl
Den Vertrag von Pierre Gasly hat man heute bereits vorzeitig verlängert, beim zweiten Cockpit für 2026 will sich Alpine dagegen noch Zeit lassen. "Im November müssen wir eine Entscheidung treffen", so Flavio Briatore eben bei Sky.
"Im Moment glaube ich, dass Franco [Colapinto] gute Arbeit leistet. Am Anfang hat er wie viele Rookies und junge Fahrer ein wenig unter seiner Unerfahrenheit gelitten. In den letzten drei oder vier Rennen war er jedoch viel konstanter", so Briatore.
"Vielleicht wird es Franco sein", so der Italiener, der jedoch klarstellt: "Wir haben noch vier oder fünf Rennen vor uns, um das zu beurteilen, und dann werden wir sehen."
Die knappsten Qualifyings
In FT3 lag Lando Norris lediglich 0,021 Sekunden vor Charles Leclerc. Um es in diese Fotostrecke zu schaffen, müsste das Qualifying jetzt gleich aber noch einmal mehr als doppelt so knapp werden:
Verwarnung für Hadjar
Rechtzeitig vor der Qualifikation ist auch das Hadjar-Urteil da und der Rookie kommt wie schon erwartet mit einer Verwarnung davon. Hier die Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:
"Auto 6 verließ in Kurve 4 die Strecke und fuhr rechts am Kiesbett vorbei, ohne die in den 'Event Notes' des Rennleiters vorgeschriebene Auslaufzone zu benutzen."
"Während der Anhörung erklärte der Fahrer, dass er sich zwar in einer Outlap mit geringer Geschwindigkeit befand, jedoch beim Aufwärmen seiner Reifen das linke Vorderrad blockierte."
"Obwohl dies bereits der zweite Vorfall dieser Art für den Fahrer an diesem Wochenende war - und wiederholte Verstöße üblicherweise strengere Strafen nach sich ziehen -, stellen die Sportkommissare fest, dass sich der Vorfall bei niedriger Geschwindigkeit, ohne andere Fahrzeuge in der Nähe und ohne jegliche Gefahrensituation ereignete."
"Dem Team und dem Fahrer wurde mitgeteilt, dass ein weiterer ähnlicher Verstoß an diesem Wochenende eine deutlich strengere Strafe nach sich ziehen wird."
ANZEIGE: Highlight in Hockenheim für alle Oldtimerliebhaber
Euch zieht es mal wieder selbst an die Rennstrecke? Dann ab nach Hockenheim, wo mehr als 750 historische und klassische Renn-Motorräder, -Gespanne und -Automobile in diesem Jahr wieder eine großartige Show für alle Motorsport-Begeisterten bieten.
Bei den Hockenheim Classics vom 19. bis zum 21. September entscheidet sich in der Deutschen Historischen Motorrad-Meisterschaft DHM mit allen Klassen unter anderem, wer Deutscher Meister bei den Solofahrern und bei den Gespannen wird.
Die VFV-Autogruppe GLPpro geht derweil mit vier Startgruppen auf die Piste. Zu sehen gibt es zahlreiche Tourenwagen & GT-Fahrzeuge sowie das große Feld der Formelfahrzeuge und Sportwagen in einer eigenen Startgruppe. Mehr als 120 klassische und schnelle Rennfahrzeuge der Baujahre bis 1993 werden auf der Strecke und im Fahrerlager zu sehen und zu hören sein.
Ein besonderes Merkmal der Hockenheim Classics ist die freundliche, familiäre und offene Atmosphäre im Fahrerlager. Besucher sind hier herzlich willkommen, Fragen werden gerne beantwortet und das eine oder andere "Probesitzen" auf einem echten Rennmotorrad wird ermöglicht.
Wochenendtickets mit freier Platzwahl auf den geöffneten Tribünen und Zugang zum Fahrerlager gibt es bereits für 25 Euro, und Kinder unter 14 Jahren und Rollstuhlfahrer haben sogar freien Eintritt.
Mehr Infos zum Spektakel und Tickets gibt es hier!
© Hockenheim-Ring GmbH
Doch kein deutscher Sieg
Vorhin haben wir uns über den Sieg von Tim Tramnitz in der Formel 3 gefreut. Nun hat er diesen nachträglich verloren. Aufgrund eines Vergehens während der Aufwärmrunde erhielt der Red-Bull-Junior eine Zeitstrafe von zehn Sekunden.
Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen.
Rosberg: Antonelli ist ein "Ausnahmetalent"
Warum läuft es bei Kimi Antonelli in seiner ersten Formel-1-Saison nicht so wie erwartet? Am Talent kann es laut Nico Rosberg nicht liegen. "Vom Talent her ist er auf dem Level von Hamilton oder Verstappen", so der Experte bei Sky.
"Das hat er im Go-Kart bewiesen", betont der Weltmeister von 2016 und erklärt, Antonelli sei ein "Ausnahmetalent" in seiner Generation. Trotzdem falle ihm die Formel 1 "viel schwieriger, als wir jetzt alle erwartet hätten."
Der Italiener habe "sehr, sehr viele Fehler drin" und sei auch "nicht schnell genug", so Rosberg. "Wir dürfen nur nicht vergessen, die Autos sind extrem schwer zu fahren", erinnert der langjährige Mercedes-Pilot.
"Das spielt eine Rolle", so Rosberg, der zudem betont: "George Russell fährt phänomenal stark. Ist mit der beste Fahrer da draußen dieses Jahr." Das mache die Situation für Antonelli "noch schwieriger".
"Ich möchte nicht unbedingt in seinen Schuhen stecken jetzt gerade, weil er muss sich da jetzt rausarbeiten. Das ist ganz wichtig", so der Experte.
Die Szene ...
Untersuchung
Gegen Isack Hadjar läuft nach FT3 noch eine Untersuchung, weil er in der zweiten Schikane einmal von der Piste abgekommen und danach nicht wieder so wie vorgeschrieben zurück auf die Strecke gefahren ist.
Er muss sich deswegen um 13:45 Uhr, also genau jetzt, bei den Rennkommissaren verantworten. Sollte keine harte Strafe geben, behalten wir aber natürlich im Auge.
