GP Australien

Melbourne-Donnerstag in der Analyse: McLaren laut Norris nicht klarer Favorit

Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Piastri: Keine Stallorder bei McLaren +++ Hamilton: Druck macht mir nichts aus +++ Verstappen: Müssen "geduldig" sein +++

Feierabend

In Melbourne ist es bereits kurz nach 21:00 Uhr und daher endet unser heutiger Liveticker damit auch. Für euch geht es aber wie bereits angekündigt noch weiter, nämlich mit unserer großen Liveanalyse zum Medientag.

Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll melden sich um 13:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit den folgenden Themen bei euch:

-McLaren vs. Red Bull
-Piastri: Neuer Vertrag
-Russell vs. Antonelli
-Hamilton über Leclerc
-Bortoleto kontert Marko
-Fragen der Kanalmitglieder

Hier sind wir morgen in den frühen Morgenstunden mit einer neuen Ausgabe zurück. Los geht es auf der Strecke bereits um 02:30 Uhr MEZ mit dem ersten Training, das ihr dann natürlich live in unserem Session-Ticker verfolgen könnt.

Viel Spaß später mit unserer Videoanalyse, habt noch einen schönen Donnerstag und bis dann!


Russell: Bin nicht schneller geworden, nur erfahrener

Spannende Aussage von George Russell, der in diesem Jahr auch schon in seine siebte Saison in der Formel 1 geht. In diesem Zusammenhang verrät er, dass er in all den Jahren eigentlich nicht schneller geworden sei.

"Ich fühle mich heute nicht schneller als mit 18 Jahren", so Russell, "aber ich habe viel mehr Erfahrung. Wenn ich in einem Qualifying auf einer Outlap Verkehr habe, weiß ich, wie ich damit umgehen muss."

"Wenn meine Reifen kalt sind, wenn sie heiß sind, weiß ich, wie ich auf diese Umstände reagieren muss. Ich weiß auch, wie ich mit dem Druck in diesem Sport umgehen muss", erklärt Russell.

Das alles macht natürlich einen Unterschied. "Aber was das reine Tempo angeht, glaube ich nicht, dass ich heute schneller bin als vor neuen Jahren", stellt er klar.


Erinnert ihr euch?

Vor fünf Jahren sollte zum bislang letzten Mal eine Formel-1-Saison in Melbourne beginnen. Doch nachdem der Medien-Donnerstag damals bereits komplett absolviert war, wurde das Rennen 2020 wegen eines Coronafalls bei McLaren kurzfristig abgesagt.

Ich habe unsere Fotostrecke von damals noch einmal aus dem Archiv gekramt. Wirkt aus heutiger Sicht alles ein bisschen surreal ...


Fotostrecke: In Bildern: Melbourne nach der Formel-1-Absage


Ecclestone: Darum wird es schwer für Hamilton

Bernie Ecclestone hat gegenüber RTL erklärt, dass er den Wechsel von Lewis Hamilton zu Ferrari nicht so recht verstehen kann. Zwar habe Hamilton nichts von seiner Klasse verloren, so der langjährige Formel-1-Boss.

"Es ist nur so, dass es [bei Ferrari] eine komplett andere Umwelt ist", warnt er und erklärt: "Ferrari ist Ferrari, sie arbeiten auf eine andere Weise. Es geht nicht mal darum, Italienisch zu sprechen. Sie sprechen Ferrari."

Grundsätzlich traut Ecclestone Hamilton zwar zu, in der Formel 1 noch weitere Erfolge zu feiern. "Er hat das Talent. Wenn er noch immer gewinnen will, wird er gewinnen. Er braucht diesen Siegeshunger", so der 94-Jährige.

Allerdings geht er davon aus, dass Charles Leclerc bei Ferrari intern die Nummer 1 in diesem Jahr sein wird. "Ich habe da zwar noch keinen gefragt, um es herauszufinden, aber ich würde davon ausgehen", so Ecclestone.

Seine Erklärung: "Sie haben sich all die Jahre um ihn gekümmert, es gibt keinen Grund, warum sie das plötzlich nicht tun sollten." Kein leichter Stand also für Hamilton.


Piastri: 2024 hat "viel Selbstvertrauen gegeben"

Der McLaren-Pilot steht ebenfalls vor seinem Heimrennen - und startet laut eigener Aussage mit einer Menge Selbstvertrauen in die neue Saison. "Ich bin mir bewusst, dass es Dinge gibt, die ich im Vergleich zur letzten Saison besser machen muss", so Piastri.

Er stellt aber auch klar: "Ich denke, ich habe mir letztes Jahr über weite Strecken bewiesen, wozu ich in der Lage bin, und besonders die Siege und einige starke Rennen haben mir viel Selbstvertrauen gegeben."

Ziel sei es nun, "dieses Niveau an jedem Rennwochenende abzurufen. Lando ist ohne Frage unglaublich talentiert, und es wird nie einfach sein, gegen ihn anzutreten. Aber ich bin überzeugt von meiner eigenen Stärke und fest entschlossen, mich in dieser Saison durchzusetzen."

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier!


Laufen den Teams die Mitarbeiter weg?

Laut Helmut Marko haben es Formel-1-Teams heutzutage immer schwerer, talentiertes Personal zu bekommen. "Neue Teams sind nicht allein das Problem. Auch von außen werden Leute abgeworben", so Marko gegenüber auto motor und sport.

"Früher hast du Mitarbeiter mit der Faszination Formel 1 angelockt", erinnert er sich. "Das hat sich geändert. Das Reservoir am Arbeitsmarkt ist geringer geworden. Die jüngeren Leute schauen mehr auf eine Work-Life-Balance", erklärt er.

"Da schrecken 24 Rennen und der Erfolgsdruck natürlich ab. Und finanziell kannst du wegen des Budgetdeckels nicht mehr mithalten. Die Leute verdienen in der Industrie mehr Geld bei weniger Arbeit", verrät Marko.

Und deswegen haben es die Teams heute schwerer als früher.


Doohan: Abu Dhabi hat mir viel geholfen

Man vergisst schnell, dass Jack Doohan an diesem Wochenende bereits sein zweites Formel-1-Rennen fahren wird. Denn der Alpine-Pilot gab sein Debüt bereits beim Saisonfinale 2024 in Abu Dhabi.

"Abu Dhabi war wichtig", betont er und erklärt: "Abu Dhabi war einfach großartig, um zu lernen, wie das Wochenende abläuft, indem man tatsächlich auf dem Fahrersitz sitzt und nicht aus der Sicht eines Dritten."

Damals sei er ziemlich nervös gewesen, doch inzwischen sei er vor seinem zweiten Formel-1-Einsatz deutlich entspannter und fühle sich insgesamt wohler - obwohl die Saison ja direkt mit seinem Heimrennen beginnt.

Der Druck wird da also nicht unbedingt kleiner ...


Haug: Russell wird "ein guter Teamführer sein"

Bei Mercedes ergibt sich in diesem Jahr ohne Lewis Hamilton eine neue Konstellation. Weil der Rekordweltmeister durch Rookie Andrea Kimi Antonelli ersetzt wird, steigt George Russell faktisch zum Teamleader auf.

"Ich halte sehr viel von ihm", verrät Ex-Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gegenüber Sky und erklärt: "Ich habe nie persönlich mit ihm gearbeitet, aber er ist ein Könner. Er hat alle Nachwuchsklassen im ersten Jahr gewonnen."

Zudem habe er in den vergangenen Jahren gezeigt, "dass er sich auch gegen Lewis sehr gut in Szene setzen kann. Ich glaube, dass er ein guter Teamführer sein wird." Über Teamkollege Antonelli sagt Haug derweil: "Der muss sehr talentiert sein."

"Ich bin sicher, dass mein Nachfolger Toto Wolff da nicht ins 'Gambling' geht, sondern sich mit seinem Team ganz genau überlegt hat, wer ein würdiger Nachfolger von Lewis Hamilton sein könnte. Ich rechne mit einer starken Fahrerpaarung", so Haug.


Die besten Bilder aus Melbourne ...

... findet ihr natürlich auch an diesem Wochenende wieder in einer eigenen Fotogalerie bei uns. Schaut immer mal wieder rein, denn es kommen regelmäßig neue Schnappschüsse dazu.


Fotos: F1: Grand Prix von Australien (Melbourne) 2025



Norris: 2024 "zwei große Dinge" gelernt

Der McLaren-Pilot hat ein umkämpftes Jahr hinter sich, nachdem er sich über weite Strecken der Saison mit Max Verstappen um den Titel duelliert hat. Dabei habe er "zwei große Dinge" gelernt, sagt Norris.

"Erstens: Ich war offensichtlich nicht ganz bereit, alles abzuliefern, was ich abliefern musste. Und das liegt einfach daran, dass ein Rennen gegen Max eine einzigartige Situation ist", erklärt Norris.

"Wäre es ein Duell gegen andere Fahrer gewesen, wäre es vielleicht nicht dasselbe gewesen. Wahrscheinlich wäre es nicht so hart gewesen", so Norris, "denn Max ist wohl der schwierigste Fahrer, gegen den man antreten kann."

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier!


Alonso: Geht vor allem um "Fahrbarkeit"

Fernando Alonso betont, dass Aston Martin im Winter "einen Schritt nach vorne" gemacht habe. "Die Sache ist, dass wir 2024 im Mittelfeld sehr eng beieinander lagen, und es scheint, dass auch das Mittelfeld ziemlich nah an die Spitzenteams herangerückt ist", so Alonso.

Das mache größere Sprünge schwierig, denn: "Das ganze Feld ist jetzt sehr eng, und es ist sehr schwierig, Leistung ans Auto zu bringen, ohne die Fahrbarkeit fast unmöglich zu machen. Es ist ein sehr schmaler Grat, Performance hinzuzufügen, ohne die Fahrbarkeit des Autos zu beeinträchtigen."

"Ich denke, wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, aber jeder scheint im Winter das Gleiche getan zu haben. Ich denke, es wird sehr eng werden, aber ich bin nicht allzu besorgt", so Alonso, der betont, dass man es schließlich selbst in der Hand habe.


Heute vor 42 Jahren ...

... gewann Nelson Piquet den Saisonauftakt 1983 in seiner Heimat Brasilien. Ein Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf des Jahres, denn am Ende sollte Piquet seinen zweiten WM-Titel nach 1981 holen.

Spannend: Obwohl der Brasilianer im Laufe seiner Karriere sogar insgesamt dreimal Weltmeister wurde, schaffte er es dabei nie, seinen Titel auch einmal erfolgreich zu verteidigen. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:


Fotostrecke: Formel-1-Champions, die ihren WM-Titel erfolgreich verteidigen konnten


Leclerc: Haben noch Luft nach oben

Lando Norris hat ja bereits angedeutet, dass er Ferrari an diesem Wochenende auf der Rechnung hat. Und auch Charles Leclerc räumt nun ein, dass die Scuderia beim Bahrain-Test noch nicht ihre wahre Stärke gezeigt hat.

"Es gibt auf jeden Fall noch einiges an Potenzial", verrät er. In Bahrain sah es teilweise danach aus, dass die Balance des neuen Autos noch nicht passte. Doch laut Leclerc ist das kein großes Problem.

"Wir haben nichts getan, um die Balanceprobleme zu beheben, die wir hatten. Wir haben einfach verschiedene Optionen für das Set-up ausprobiert", erklärt er und betont, man habe austesten wollen, in welche Richtung man gehen muss.

"Wir haben das Auto nie wirklich optimiert", stellt er daher klar, betont aber auch: "Ich glaube nicht, dass andere Teams das getan haben. Wir werden also erst am Samstag sehen, wo wir im Vergleich zu den anderen stehen."


Bortoleto: Marko wird seine Aussage hoffentlich bereuen

Er hat noch nicht einmal sein erstes Formel-1-Rennen bestritten und schon die passende Antwort in Richtung Helmut Marko parat. Der hatte den Sauber-Piloten im Vorfeld des Rennens gegenüber ServusTV nämlich als "B-Pilot" bezeichnet.

Zwar bescheinigte er dem Brasilianer, ein "sehr intelligenter Fahrer" zu sein, der aber den absolut letzten Speed vermissen lasse, wie sich daran zeigt, dass er die Formel 3 und die Formel 2 jeweils nur mit zwei Saisonsiegen gewann.

Doch diese Kritik lässt den Rookie kalt: "Helmut hat viele talentierte Fahrer in die Formel 1 gebracht, aber er hat wahrscheinlich noch mehr Fahrer geholt, die letztendlich gescheitert sind", sagt er. "Und hoffentlich werde ich ihm das Gegenteil beweisen."

Die komplette Geschichte könnt ihr hier nachlesen!


Stella: Wird wieder so sein wie 2024

Nachdem Lando Norris bereits betont hat, dass McLaren aktuell nicht meilenweit vor dem Rest des Feldes liege, hat nun auch Teamchef Andrea Stella erklärt, dass er keinen Durchmarsch zum WM-Titel erwartet.

"Für uns war der Test wichtig, um zu sehen, dass einige der Ansätze, die wir aus technischer Sicht für das Auto gewählt haben, tatsächlich so funktionieren, wie wir es erwartet haben", erklärt Stella.

Was die "Konkurrenzfähigkeit" angehe, werde 2025 seiner Meinung nach aber wieder eine Saison werden, bei der es "auf die Bedingungen und die Strecke" ankomme und sich die Hackordnung immer wieder verschieben werde.

"Ich denke also, dass wir eine sehr spannende und ausgeglichene Formel-1-Saison vor uns haben", so der McLaren-Teamchef.


Hülkenberg: Letzter Platz kann auch ein Vorteil sein

Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass Nico Hülkenberg vor dem ersten Saisonrennen nicht übermäßig optimistisch klingt. Sauber könnte also wieder der letzte WM-Platz drohen.

Allerdings erinnert Hülkenberg daran, dass der letzte WM-Platz im vergangenen Jahr zumindest auch einen Vorteil hat. Denn durch das Handicapsystem hat Sauber dadurch aktuell mehr Entwicklungszeit als alle anderen Teams.

Und sollte man auch in der ersten Hälfte der Saison 2025 wieder WM-Letzter sein, dann würde man diesen "Vorteil" bis zum Ende des Jahres behalten - und wäre daher auch bei der Entwicklung für 2026 in einer guten Position.

Jetzt liege es am Team, "was wir damit machen", weiß Hülkenberg. Denn die reine Entwicklungszeit alleine ist keine Garantie dafür, auch ein gutes Auto zu bauen.


Lawson: Will nicht für immer Nummer 2 bleiben

"In der Formel 1 wird ein Fahrer immer mit seinem Teamkollegen verglichen", weiß Liam Lawson. Deshalb hat der Neuseeländer in der Saison 2025 das schwierigste Los von allen: Er tritt bei Red Bull gegen Max Verstappen an.

Auch er selbst betont, er habe mit Verstappen einen erfahrenen Teamkollegen, "der seit zehn Jahren für das Team fährt und vier Titel gewonnen hat", so Lawson. "Es wäre nicht fair, von mir zu erwarten, dass ich sofort reinkomme und ihn auf Anhieb schlage."

Er will sich stattdessen ein Beispiel nehmen an Verstappen. "Ich will ihn als Orientierung nutzen, um mich so schnell wie möglich weiterzuentwickeln und mein Ziel zu erreichen: Rennen zu gewinnen."

Denn in diesem Artikel betont er auch, dass er nicht für immer die zweite Geige hinter dem viermaligen Weltmeister spielen will.


Hamilton: Leclerc ist "Mr. Ferrari"

Lewis Hamilton hat seinen neuen Teamkollegen heute als "Mr. Ferrari" bezeichnet, weil der Monegasse inzwischen schon seit vielen Jahren im Team ist und davor auch schon Teil der eigenen Nachwuchsakademie war.

Hamilton dagegen ist erst seit wenigen Wochen im Team, bringt aber natürlich unter anderem sieben WM-Titel nach Maranello mit. Hat Leclerc also keine Angst, dass Hamilton ihm schnell den Rang abläuft?

"Nein, denn bei Ferrari gibt es keinen Platz für einen bestimmten Fahrer", betont Leclerc und erklärt: "Ferrari ist größer als jeder Fahrer. Das war bei Ferrari schon immer der Fall. Das ist es, was Ferrari so besonders macht."

Die Fans würden immer das Team und keinen bestimmten Fahrer unterstützen. Natürlich liege auf Neuzugang Hamilton momentan "viel mehr Aufmerksamkeit" als auf ihm selbst. "Aber das ist komplett in Ordnung für mich", so Leclerc.

Sorgen mache ihm das auf jeden Fall nicht.


Verstappen: Schaue mir Netflix nicht an

Max Verstappen ist bekanntlich nicht der größte Fan von "Drive to Survive". Das hat der Niederländer auch heute noch einmal durchblicken lassen, als er konkret auf die Netflix-Serie angesprochen wurde.

Dabei ging es darum, dass wieder einmal Szenen zusammengeschnitten wurden, die eigentlich nichts miteinander zu tun hatten. Genau darüber hatte sich Verstappen auch in der Vergangenheit schon beschwert.

"Ich bin nicht überrascht", zuckt er daher die Schultern und erklärt, dass er auch die neue Staffel nicht geschaut habe. Allerdings sei er in den sozialen Medien über einige Ausschnitte gestolpert.

"Man muss es nur schnell ignorieren, damit es nicht wieder im Feed auftaucht", grinst er. Freunde werden Verstappen und die Macher von "Drive to Survive" in diesem Leben wohl nicht mehr ...


Die tägliche F1-Show

Guten Morgen an dieser Stelle auch noch einmal an alle, die sich jetzt erst "zugeschaltet" haben. Wer keine Lust hat, sich mit uns hier die Nächte um die Ohren zu schlagen, dem empfehle ich an diesem Wochenende ganz besonders unsere täglichen Livestreams.

Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll fassen jeweils am Tagesende (nach australischer Zeit) das komplette Geschehen in Melbourne live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de für euch zusammen.

Los geht es heute um 13:00 Uhr.


Norris bestätigt: Keine Stallorder bei McLaren

Der Brite bestätigt in seiner Medienrunde das, was Oscar Piastri bei der PK bereits gesagt hatte. "Es gibt keine 'Papaya Rules'. Im Moment gibt es nichts. Wir dürfen frei fahren", so der amtierende Vizeweltmeister.

"Unsere Stärke in der letzten Saison war, dass wir uns gegenseitig geholfen haben. Wir haben uns gegenseitig immer viel Platz gelassen", betont Norris und erklärt, das Racing sei immer fair gewesen.

"Das war unsere Stärke in der letzten Saison, und das müssen wir beibehalten", so Norris, der erklärt, die einzige Ansage sei momentan, dass man natürlich nicht mit dem Teamkollegen crashen dürfe.

Davon abgesehen dürfe er aber frei gegen Piastri fahren, und darauf freue er sich auch.


Norris: McLaren ist nicht der klare Favorit

Lando Norris hat sich in seiner Medienrunde zur Favoritenrolle von McLaren geäußert - und betont, dass er selbst das überhaupt nicht so sieht. Denn diese Behauptung komme lediglich daher, dass er beim Test eine gute Rennsimulation gefahren sei.

"Es war ein guter Run", gesteht Norris zwar, "aber er fand auch unter perfekten Bedingungen statt. Oscar ist am nächsten Tag eine Rennsimulation gefahren, die viel langsamer war", betont er.

Dabei sei sein Teamkollege nicht schlechter gefahren, die Bedingungen seien einfach "deutlich langsamer" gewesen. "Deshalb bin ich ziemlich überrascht, dass so viele Menschen so kurzsichtig sind", wundert sich Norris.

Denn eine gute Rennsimulation bei perfekten Bedingungen mache McLaren noch nicht zum klaren Favoriten. "Aber alle wollen nur das Spiel spielen, sich als Außenseiter zu präsentieren und die Sache herunterzuspielen", glaubt er.

Er selbst sieht McLaren auf jeden Fall nicht deutlich vor dem Rest des Feldes. Ferrari sei beim Test zum Beispiel mit viel Sprit gefahren. "Ihr werdet überrascht sein, wie schnell sie an diesem Wochenende sein werden", so Norris.


Leclerc: Ohne WM ist meine Karriere nicht komplett

Während Max Verstappen bereits vier WM-Titel auf dem Konto hat, steht Charles Leclerc bislang "nur" bei einem Vizetitel in der Saison 2022. Auf Nachfrage gesteht er nun, dass seine Ferrari-Karriere nicht komplett wäre, wenn er nicht irgendwann auch noch Weltmeister wird.

"Das ist mein einziges Ziel und mein einziger Traum, der noch zu erfüllen ist", so Leclerc, der verrät: "Ich hatte viele Träume, als ich aufwuchs. Einer davon war, ein Formel-1-Fahrer zu werden. Dann ein Ferrari-Fahrer zu sein. Dann in Monza und Monaco zu gewinnen."

All das habe er inzwischen erreicht. "Jetzt geht es nur noch darum, Weltmeister zu werden", so Leclerc. Schauen wir mal, ob er dazu in diesem Jahr die Chance bekommen wird.


Verstappen: "Im Moment sind wir nicht die Schnellsten"

Der Weltmeister hat vor einigen Tagen bereits erklärt, dass er nicht glaubt, in Australien um den Sieg kämpfen zu können - und bei der Meinung bleibt er. "Im Moment sind wir nicht die Schnellsten", weiß er.

Red Bull hatte bei den Testfahrten in Bahrain einige Probleme offenbart und die wenigsten Runden aller zehn Rennställe gedreht. Laut Verstappen habe man "ein paar Bereiche gefunden", an denen das Team arbeiten muss.

"Und genau das werden wir auch tun", so der Weltmeister. Seine Hoffnung: dass Red Bull das Ruder genauso herumreißt wie McLaren im vergangenen Jahr, die ebenfalls nicht stark in die Saison gestartet waren, am Ende aber das schnellste Auto hatten.

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier!


Bortoleto: Größte Umstellung sind die ganzen Termine

Zahlreiche Rookies sind in diesem Jahr am Start, unter anderem auch Gabriel Bortoleto. Der Formel-2-Champion hat in diesem Zusammenhang verraten, dass die größte Umstellung für ihn das ganze Drumherum sei.

Gemeint sind die zahlreichen Medien- und Sponsorentermine. "In der Formel 2 und der Formel 3 kommt man einfach an die Strecke, arbeitet mit den Ingenieuren und fährt dann wieder nach Hause", berichtet er.

Das sei in der Formel 1 ganz anders und "der größte Unterschied", so der Brasilianer, der verrät: "Hier verbringt man mehr Zeit mit anderen Dingen als mit dem Team selbst." Dafür habe er aber auch Verständnis.

"Es ist ein sehr teurer Sport, und die Sponsoren sind diejenigen, die uns am Ende des Tages Rennen fahren lassen. Sie investieren, sie stecken viel Geld in die Teams", weiß er. Und deshalb muss man als Fahrer eben auch für diverse Termine zur Verfügung stehen.


Alonso: Im Fußball ist es leichter

Auch Aston Martin gehört zu den Teams, die viele Experten im Mittelfeld aktuell nicht ganz vorne sehen. Obwohl Adrian Newey seine Arbeit in Silverstone inzwischen aufgenommen hat, erklärt Fernando Alonso, dass man geduldig bleiben müsse.

"Ich denke, das Paket ist jetzt komplett", sagt er zwar über Aston Martin. Trotzdem werde man noch etwas "Zeit" brauchen, bevor sich das auch auf der Strecke zeige. "Im Fußball ist es sehr leicht", zieht Alonso einen Vergleich.

Dort brauche man nur "den besten Trainer" und "die besten Spieler", und dann werde man wahrscheinlich gewinnen. "In der Formel 1 kann man die besten Einrichtungen und die besten Leute haben, aber man braucht immer noch Zeit, um alle Zutaten zusammenzubringen", so Alonso.

Er hoffe daher, dass die Zeit in diesem Jahr ausreiche, um dann perfekt vorbereitet in die Saison 2026 zu gehen. Man könnte also auch sagen: 2025 wird für Aston Martin ein (weiteres) Übergangsjahr sein.

Mit Newey hat Alonso seit dessen Amtsantritt übrigens noch nicht persönlich gesprochen, verrät er.


Hülkenberg: Sauber muss konstanter werden

Während die meisten Teams im Mittelfeld optimistisch sind, trifft das bei Sauber aktuell nicht wirklich zu. Nico Hülkenberg erklärt, dass das neue Auto beim Test in Bahrain nicht leicht zu fahren gewesen sei.

"Wir haben ein paar Dinge festgestellt, die mit dem Auto nicht optimal waren. Also haben wir natürlich versucht, diese zu bereinigen", so der Deutsche vor dem Saisonauftakt an diesem Wochenende.

Jetzt müsse man schauen, wie sich der Bolide mit den Änderungen morgen im Training anfühle. Auf die Frage, was das größte Problem in Bahrain gewesen sei, antwortet er, dass er das nicht so genau sagen könne.

Denn das Auto habe sich einfach insgesamt nicht konstant genug angefühlt. Das müsse man in den Griff bekommen.


Russell: Keine Eile bei neuem Vertrag

Wo wir gerade bei Mercedes-Fahrern sind: Der aktuelle Vertrag von George Russell läuft am Ende des Jahres aus. Der Brite hat nun verraten, dass weder er selbst noch das Team in Eile seien, einen neuen Kontrakt unter Dach und Fach zu bringen.

Denn Russell stellt klar, dass es nicht nur um einen neuen Vertrag für 2026 gehe. "Für uns alle hier geht es potenziell um die nächsten drei, vier, fünf Jahre unseres Lebens", so Russell, der daher nichts überstürzen möchte.

"Wenn die Zeit reif ist, werden wir uns die Zeit nehmen, diese Punkte durchzugehen. Aber im Moment ist das nicht der Fall, weil der Schwerpunkt darauf liegt, Mercedes wieder nach vorne zu bringen", betont Russell.


Bottas peilt Comeback 2026 an

Ein Fahrer, der 2025 nicht mehr mit dabei ist, ist Valtteri Bottas. Der Finne überbrückt das Jahr als Ersatzpilot bei Mercedes, hat seine Formel-1-Karriere aber noch nicht abgehakt. Er will 2026 in die Startaufstellung zurückkehren.

"Idealerweise würde ich in der Startaufstellung stehen. Ich hoffe, dass das in der nächsten Saison möglich sein wird. Aber im Moment bin ich natürlich hier, um mit dem Team zu arbeiten und zu versuchen, so nützlich wie möglich zu sein", so Bottas.

"Aber letztendlich ist es mein Ziel, 2026 wieder in der Startaufstellung zu stehen", stellt er klar. Sollte das nicht klappen, "dann müssen wir uns nach anderen Alternativen umsehen", weiß er. Doch aktuell hofft er erst einmal noch auf ein Comeback.


Gasly: Bei Alpine ist alles deutlich besser

Und noch einmal das Mittelfeld - und noch einmal Optimismus. Noch vor einem Jahr gab es bei Alpine wenig, was zum Saisonauftakt Anlass zu Hoffnung gab. Das Auto war übergewichtig und der Konkurrenz hoffnungslos unterlegen.

Doch während man damals in Bahrain die letzte Startreihe belegte, spricht davon bei Alpine heute niemand mehr. "Sagen wir mal so: In den letzten zwei Jahren hat uns das Wintertestprogramm als Team vor einige Herausforderungen gestellt", sagt Pierre Gasly.

"Doch als wir dieses Jahr nach Bahrain kamen, fühlte es sich an, als würden wir von einer viel besseren Ausgangsposition starten", so der Franzose, der betont: "Ich habe das Gefühl, dass das Team in einer großartigen Verfassung ist."

Seine kompletten Aussagen könnt ihr hier nachlesen!


Bearman: Der Haas hat keine Schwächen

Wenn man über das Mittelfeld spricht, darf man auch Haas nicht vergessen. Das US-Team war beim Test in Bahrain etwas unter dem Radar, doch Oliver Bearman stellt klar: "Das Auto hat keine Schwächen."

"Es gibt ein paar Dinge, an denen wir arbeiten müssen, aber nichts Großes", so der Rookie, der daher ebenfalls mit einem positiven Gefühl in die neue Saison geht.

Das Auto sei beim Test "sehr gut" und vor allem auch "sehr berechenbar" gewesen. Auf die Frage, was sein Ziel in diesem Jahr sei, antwortet er mit einem Grinsen: "Ein Rennsieg wäre fantastisch."

Er wisse aber natürlich, dass das "ziemlich unrealistisch" sei. Ohnehin habe er sich aber kein Ziel im Hinblick auf Ergebnisse gesetzt. "Ich konzentriere mich mehr auf meine persönliche Leistung", so Bearman.


Albon über "Optimismus" bei Williams

Von Carlos Sainz haben wir ja gerade schon gehört, dass er gerne so schnell wie möglich die ersten Punkte für Williams holen möchte. Auch Teamkollege Alexander Albon betont, dass er optimistisch in die Saison 2025 gehe.

"Ich würde sagen, dass ein großer Teil des Optimismus, zumindest auf meiner Seite, von unserer Vorbereitung und unserem Ansatz für dieses Jahr herrührt", verrät er und erklärt, dass es nicht nur um "die reine Leistung des Autos" gehe.

Vielmehr sehe er, wie viel besser Williams als noch vor einem Jahr aufgestellt sei. Ziel sei es, 2025 "Best of the Rest" hinter den vier Topteams zu werden, und da sei Alpine aktuell der größte Gegner, so Albon.

Die Beziehung zu seinem neuen Teamkollegen sei ebenfalls gut, betont Albon und sagt, dass Sainz und er "sehr offen" miteinander seien. Man arbeite gut zusammen und habe das gemeinsame Ziel, Williams wieder nach vorne zu bringen.