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McLaren: "Mercedes und Bottas waren eindeutig schneller"

McLaren sieht Platz acht in Miami als das maximal mögliche Ergebnis an und geht davon aus, dass es nur eine streckenspezifische Leistungsdelle war

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich hatte man bei McLaren gedacht, dass der punktelose Saisonauftakt in Bahrain nur ein Ausrutscher war, der den Umständen geschuldet war, doch in Miami fiel der Rennstall in gewisser Weise in eine Performance-Delle zurück. Denn das neue Rennen in den USA musste der Rennstall ohne Punkte verlassen.

Lewis Hamilton, Lando Norris, Yuki Tsunoda

Mit Mercedes konnte McLaren in Miami nicht mithalten Zoom

Platz 13 gab es für Daniel Ricciardo, Lando Norris schied nach einer Kollision vorzeitig aus. Zwar ist das Team überzeugt davon, dass der Brite ohne den Zwischenfall Punkte geholt hätte, mehr als Platz acht wäre es aber trotzdem nicht geworden.

"Wir wussten vor dem Rennen, dass Platz acht wohl unser Maximum sein würde", sagt Teamchef Andreas Seidl. "Denn wir wussten, dass Mercedes schneller war als wir, und auch [Valtteri] Bottas war hier schnell." Und diese hatten in Miami die Plätze fünf bis sieben belegt.

Gegenüber allen anderen direkten Konkurrenten wie Fernando Alonso, Pierre Gasly oder den beiden Haas hatte McLaren die besseren Karten, weil man leicht später von den Medium-Reifen auf die Hards gewechselt war. "Damit hätten wir am Ende auf den harten Reifen einen kleinen Vorteil gehabt", sagt Seidl.


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Die Safety-Car-Phase, die unter anderem George Russell, Esteban Ocon oder Sebastian Vettel half, war da natürlich nicht einkalkuliert, da diese erst von Norris ausgelöst wurde. "Wie hätten vielleicht einen oder zwei Punkte geholt, aber leider hat uns der Zwischenfall aller Chancen beraubt", so der Deutsche.

Miami streckenspezifische Delle

Die Frage ist, ob Miami für McLaren nur ein negativer Ausrutscher war, nachdem man in Imola noch auf das Podium gefahren war. Dass es von Strecke zu Strecke ein anderes Kräfteverhältnis gibt, ist für den Teamchef aber nicht neu, sagt er und verweist auf das Monza-Rennen im Vorjahr, als McLaren sogar aus eigener Kraft gewonnen hatte.

"Das ist daher nicht speziell für dieses Reglement", sagt Seidl. "Ich denke, jeder arbeitet noch an den Schwächen seines Autos. Und wir haben gesehen, dass wir bei Bedingungen wie hier und in Bahrain definitiv größere Probleme haben als auf anderen Strecken wie Melbourne und Imola."


Doch McLaren weiß um seine Schwächen und arbeitet daran, diese auszumerzen. "Darauf liegt unser Fokus", betont Seidl, der auch eine Erklärung hat, wieso es bei Daniel Ricciardo trotz einer Zielankunft nicht für Punkte gereicht hat.

Der Australier hatte eine Fünf-Sekunden-Strafe bekommen und wurde nur 13., wäre aber auch ohne die Zeitstrafe außerhalb der Punkte gelandet. "Von seiner Startposition aus hing er die meiste Zeit über im DRS-Zug fest. Darum kam er nicht nach vorne, obwohl er definitiv eine bessere Pace hatte als einige der Autos vor ihm", so Seidl.

McLaren mit Vorstellung über Entwicklungsrichtung

Vor dem nächsten Rennen in Barcelona geht die Entwicklung am MCL36 natürlich weiter: "Ich denke, dass wir schon vor diesem Wochenende eine klare Vorstellung davon hatten, was wir nach den ersten Rennen mit dem neuen Auto angehen müssen", betont der Teamchef.


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"Es war und ist immer noch eine Menge Arbeit, um das Auto weiterzuentwickeln und Upgrades auf die Strecke zu bringen. Jetzt freuen wir uns darauf, die Ergebnisse bei den nächsten Rennen zu sehen."

McLaren liegt nach fünf Saisonrennen mit 46 Punkten auf dem vierten Gesamtrang. Auf Mercedes fehlen bereits 49 Punkte, der Abstand nach hinten ist mit 15 Punkten auf Alfa Romeo und 20 Punkten auf Alpine weniger komfortabel.

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