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McLaren-Boss Zak Brown: Jetzt haben wir nur noch einen Koch

Das McLaren-Team vertraut seit Mai auf die Dienste von Andreas Seidl als Teamchef, womit Zak Brown sehr zufrieden ist - "Was er daraus macht, ist seine Sache"

(Motorsport-Total.com) - Das McLaren-Team hat die Umstrukturierung abgeschlossen und macht sich nun mit Teamchef Andreas Seidl an eine neue Mission. In der Vergangenheit hätten "zu viele Köche" beim Traditionsteam die Suppe versalzen, jetzt gibt es mit dem Deutschen an der Spitze nur noch einen.

Zak Brown

Seidl und Brown im Pressegespräch mit Journalisten in Monaco Zoom

"Wir haben jetzt totale Klarheit im Team und eine Führung mit Andreas. Ich kenne ihn nun schon eine Weile, er ist ein Racer und hat technisches Verständnis, er ist fokussiert, widmet sich mit vollem Einsatz dem Projekt und ist sehr klar in seiner Richtungsvorgabe", schwärmt McLaren-Boss Zak Brown.

Seit Mai ist der Ex-Porsche-Teamchef in seiner neuen Funktion beim britischen Rennstall tätig. Zuvor war McLaren mit Sportdirektor Gil de Ferran an der Rennstrecke vertreten, der auf Eric Boullier nachfolgte. "In der Vergangenheit gab es wohl zu viele Köche, um das so auszudrücken", gesteht der US-Manager.

"Nun haben wir nur noch einen. Alles, was ich sehe, gefällt mir." Mit James Key hat die Mannschaft außerdem einen neuen Technikchef an Bord. Für Seidl ist die Situation noch recht neu, weshalb er auch noch keine Analyse des Ist-Zustands abgeben möchte.

Mit seiner Erfahrung aus der Langstrecke könne er in der Formel 1 viel bewegen, ist er überzeugt. "Ich kann meine Erfahrung aus anderen Kategorien sicherlich nützen, denn die grundlegenden Dinge, die es braucht, um Erfolg zu haben, sind überall die gleichen."

Zwar gibt es gravierende Unterschiede zwischen einem LMP1- und einem Formel-1-Team - Regularien, Mitarbeiteranzahl, Rennformate, Entwicklungsrate. Dennoch sieht Seidl auch Ähnlichkeiten: "Aber alle Projekte, in die ich in der Vergangenheit involviert war, waren Werksprogramme mit großen Budgets."


Fotostrecke: Monaco: Fahrernoten der Redaktion

Das McLaren-Team operiert mit kolportierten 190 Millionen Euro Jahresbudget. "Uns fehlen 1,5 bis zwei Sekunden, das ist offensichtlich! Wenn man das mit unserem Budget und der Infrastruktur in Relation setzt, dann müssen wir insgesamt besser sein."

Das ist Seidls erklärte Mission. "Zunächst muss ich die Organisation ganz verstehen. Dann muss ich mir überlegen, wie ich dieses Projekt in Zukunft strukturiere." Auch die Regularien 2021 werden in seine Überlegungen mit hineinspielen.

Brown weiß sein Team, laut eigener Aussage, nun in guten Händen. "Aus meiner Sicht bin ich fertig. Ich habe erreicht, was ich wollte und damit bin ich sehr glücklich. Ich habe alle an Land gezogen, die ich haben wollte. Was Andreas jetzt mit dem Rennteam macht, ist seine Sache. Er hat meine volle Unterstützung."

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