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Mattia Binotto: Sebastian Vettel ist "sehr wichtig für mich"

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto stellt sich in jeder Hinsicht hinter Sebastian Vettel - Das Zeil der Scuderia ist es weiterhin, mit Vettel den WM-Titel zu gewinnen

(Motorsport-Total.com) - Leicht haben es Ferrari und Sebastian Vettel aktuell nicht. Die Scuderia ist in der Formel 1 seit fast neun Monaten sieglos, Vettel selbst wartet sogar bereits seit mehr als zehn Monaten auf einen Triumph. Auch 2019 wird man im WM-Kampf gegen Mercedes wohl wieder den Kürzeren ziehen. Da stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die aktuelle Situation an Vettels Selbstvertrauen kratzt.

Sebastian Vettel, Charles Leclerc

Der Zusammenhalt im Team spielt für Mattia Binotto eine wichtige Rolle Zoom

"Es ist sicher nicht einfach für ihn, keine Frage", gesteht Teamchef Mattia Binotto im Gespräch mit 'Auto Bild motorsport' und erinnert: "Er hat diesen Traum, mit Ferrari Weltmeister zu werden, und wir unterstützen ihn dabei, diesen Traum zu verwirklichen. Er versteht seine Rolle, die er in dem Neuaufbau des Teams hat. Er ist sehr wichtig für mich. Weil er viel Erfahrung hat, weil er Expertise und große Fähigkeiten hat."

"Er ist einerseits ein Teamplayer, auf der anderen Seite eine Führungspersönlichkeit, die große Begeisterung an der Arbeit hat. Er genießt seinen Job auch, wenn er nicht gewinnt, was nicht so einfach ist. Aber er weiß, dass diese Begeisterung ein Schlüssel dafür ist, in Zukunft zu siegen. Und er weiß auch: Niemand kann alleine gewinnen, das können wir nur alle zusammen. Das Team ist die Basis", so Binotto

Seit 2015 fährt Vettel für die Roten. Seinen Traum vom WM-Titel konnte er sich bislang noch nicht erfüllen. Aufgeben möchte man in Maranello aber noch nicht. "Das ist unser Ziel", stellt Binotto klar, als er gefragt wird, ob Vettel noch einen WM-Titel mit der Scuderia gewinnen wird. 2019 dürfte es damit allerdings schwierig werden, in der WM liegt er bereits 74 Punkte hinter Lewis Hamilton.


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Zudem muss Vettel seit einigen Monaten immer wieder Kritik einstecken. In der zweiten Saisonhälfte 2018 machte er auf der Strecke Fehler, die Hamilton nicht machte. Und auch 2019 präsentierte sich Vettel nicht immer in Bestform, machte unter anderem in Bahrain und Kanada folgenschwere Fehler. Binotto nimmt seinen Piloten jedoch in Schutz und erklärt, dass die Kritik nicht immer berechtigt gewesen sei.

"Es waren immer Rennsituationen, bei denen Sebastian am absoluten Limit war - manchmal eben auch drüber", erinnert er und erklärt: "Unsere Fahrer müssen im Moment noch risikoreicher fahren, um mitzuhalten. In Kanada beispielsweise war es nicht einfach für Seb, vor Hamilton zu bleiben, der wahrscheinlich das etwas schnellere Auto hatte." Wichtig sei es, diese Situation möglichst schnell abzuhaken.


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"Wir schauen schnell wieder nach vorne", verrät Binotto und erklärt: "Die Zukunft ist immer wichtiger als die Vergangenheit. Wichtig ist, dass er spürt, dass wir ihm vertrauen und auf ihn bauen. Und das tun wir." Deswegen stellt sich der Teamchef auch für dessen Aktionen abseits der Rennstrecke hinter Vettel. Zum Beispiel in Kanada, wo er im Parc Ferme die Schilder mit der Nummer 1 und 2 vertauschte.

"Für mich hat er alles richtig gemacht", stellt Binotto klar und erklärt: "Er hat auf der Strecke wie ein Löwe gekämpft und war nach dem Rennen total enttäuscht. Er hat seine wahren Gefühle gezeigt, da ist nichts falsch dran." Binotto demonstriert mit seinen Aussagen vor allem, wie wichtig für ihn der Zusammenhalt des Teams ist. Das alleine wird aber auch 2020 nicht reichen, um den WM-Titel endlich wieder nach Maranello zu holen.

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