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Lotus in Sotschi: Wieder Ärger mit der Hospitality?

Die Hängepartie um die Renault-Übernahme des Lotus-Teams geht weiter - Vor dem Grand Prix von Russland mussten die Mechaniker zunächst erneut draußen bleiben

(Motorsport-Total.com) - Es geht weder richtig vorwärts noch merklich rückwärts - Lotus hängt weiter in der Schwebe. Beim Warten auf die offizielle Übernahme von Renault muss das Team noch immer mit finanziellen Engpässen jonglieren. Zwar konnte die Katastrophe der Insolvenz in der vergangenen Woche noch einmal abgewendet werden, vor dem Grand-Prix-Wochenende in Russland scheint es jedoch, als habe es nach Japan erneut Probleme mit der Zahlung für die Hospitality gegeben. Bei den Aufbauarbeiten an der Strecke in Sotschi wurden wieder "obdachlose" Mechaniker entdeckt.

Lotus

So war's Japan - In Sotschi konnte man mittlerweile Unterschlupf gewähren Zoom

In Budapest waren es die nicht bezahlten Reifen, in Spa die verzögerte Abreise durch zweitweise Beschlagnahmung, in Suzuka die fehlende Empfangshalle - Lotus' finanzielle Probleme lassen sich in dieser Saison nicht übersehen. Nicht nur unbezahlte Lieferanten und Ex-Piloten sitzen dem Team dabei im Nacken, sondern auch das britische Finanzamt, das bereits drei Gerichtstermine veranlasst hatte. Die Lösung soll die Übernahme durch Renault sein. Bisher kam dabei aber lediglich eine Absichtserklärung rum.

Immerhin verhinderte diese die sofortige Insolvenz, die womöglich das Einstellen des Rennbetriebs bedeutet hätte. Eine Einigung mit dem französischen Motorenhersteller, der wieder als Werksteam in der Formel 1 antreten will, bedeutet das aber noch nicht. Renault feilscht noch um den Status eines Premiumteam, was Sondervergütungen bei der Ausschüttung der TV-Gelder bedeuten würde - Geld, welches in Enstone dringend benötigt wird.

Die Mitarbeiter trotzen derweil den widrigen Umständen. Die Rennteilnahmen waren bisher stets gesichert und auch ohne eigene Hospitality schafften es die Mannschaft, beide Autos in Japan ins Ziel und in die Punkte zu bekommen. Die Mechaniker wurden dabei sogar von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone in den teuren Paddock-Club eingeladen - Verantwortliche und Fahrer mussten allerdings für sich selbst sorgen. Am Mittwoch vor dem Rennen in Sotschi blieben die Paddock-Unterbringung und die Garage zunächst auch leer.

Schon am Mittag gab es dann aber Entwarnung vom Team: Die Mitarbeiter sind versorgt, die Vorbereitungen auf den 15. Grand Prix der Saison nehmen ihren Lauf. Ein Schatten bleibt dennoch über der Mannschaft um die Piloten Pastor Maldonado und Romain Grosjean hängen. Zwar wurde Maldonado (und dessen zahlungskräftiger Sponsor) bereits für die kommende Saison bestätigt; Grosjean hat die Hängepartie mit Renault allerdings schon in die Flucht geschlagen. Er fährt 2016 für den Neueinsteiger HaasF1.

Die Bekanntgabe, dass Mercedes im kommenden Jahr Manor-Marussia mit ihren Motoren versorgt, bedeutet außerdem, dass dem Team die Alternativen ausgegangen sind. Nach Renaults "Letter of Intent" gab das Gericht eine Gnadenfrist bis zum 7. Dezember, um den rettenden Deal klar zu machen. Wie gesichert die Teilnahme an den verbleibenden vier Rennen nach Sotschi ist, bleibt unklar.

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