Lotterer trotzt Schwierigkeiten: "Träume nicht von Formel 1"

Le-Mans-Ass und Caterham-Debütant Andre Lotterer erklärt, warum er im dritten Training Schwierigkeiten hatte, sich aber nicht aus der Ruhe bringen lässt

(Motorsport-Total.com) - Die Herausforderung ist enorm: Andre Lotterer saß über zehn Jahre lang in keinem Formel-1-Auto, ehe er sich dieses Wochenende in Spa-Francorchamps der Königsklasse des Motorsports stellte. Und das mit Caterham in einem der Nachzügler-Teams. Dennoch beeindruckte das Le-Mans-Ass am Freitag das Fahrerlager mit Zeiten auf dem Niveau seines Teamkollegen Marcus Ericsson.

Titel-Bild zur News: Andre Lotterer

Andre Lotterer bleibt trotz der Herausforderung ganz cool Zoom

Im dritten Freien Training am Samstagvormittag wurde Lotterer Letzter - ihm fehlten acht Zehntelsekunden auf seinen schwedischen Teamkollegen. "Ich fühle mich recht gut im Auto, aber es ist nicht einfach, ins Auto zu springen und ein Formel-1-Rennen zu fahren, wenn alle bereits an alles gewöhnt sind", gibt er gegenüber 'Sky Sports F1' zu.

Lotterer nutzt laut eigenen Angaben den Sitz seines Teamkollegen, der etwas kleiner als er ist - keine optimalen Umstände. "Der Sitz passt aber recht gut", sagt er. Nach einem guten Auftakt hatte er am Samstagvormittag leichte Schwierigkeiten: "Es war etwas hektischer im dritten Training, weil sich die Bedingungen geändert haben. Ich muss viel lernen."

Zudem habe er auf trockene Bedingungen gehofft, "damit ich auf gestern aufbauen kann". Seine Herangehensweise bleibt aber die gleiche: "Ich versuche einfach, mich Schritt für Schritt heranzuarbeiten und will es nicht übereilen."

Dass er in der WEC und in Le Mans eine etablierte Größe ist, sieht er als psychologischen Vorteil: "Ich habe nicht viel zu verlieren, kann nur gewinnen. Außerdem träume ich nicht von einer Formel-1-Karriere. Daher bin ich entspannt." Er ergänzt aber: "Man weiß nie, was passiert."