Ein wichtiger Tag ist dieser Montag nach Abu Dhabi für alle Fans von Red Bull, denn dort findet heute ein großes Treffen statt, bei dem darüber entschieden werden soll, wer 2025 an der Seite von Max Verstappen fährt.
Helmut Marko bestätigt, dass man heute über "alle Fakten" diskutieren und wohl auch eine Entscheidung treffen werde. Über eine Bekanntgabe sagt er allerdings: "Ich denke nicht, dass es am Montag sein wird."
Heißt: Eine Entscheidung wird es heute wohl geben, verkünden wird man diese aber erst in den kommenden Tagen. Auf Nachfrage, ob denn noch in dieser Woche damit zu rechnen sei, antwortet Marko: "Ja, das ist der Plan."
Bei dem Treffen wird übrigens nicht nur über das zweite Red-Bull-Cockpit entschieden, sondern auch darüber, wie die Fahrerpaarung bei den Racing Bulls 2025 aussehen wird.
Formel-1-Newsticker
Formel-1-Liveticker: Red Bull entscheidet heute über zweites Cockpit
Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Red Bull entscheidet über zweites Cockpit +++ Verkündung später in dieser Woche +++ Rückblick auf den Abu-Dhabi-GP +++
Red Bull entscheidet heute über zweites Cockpit
Das war's noch nicht!
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Newstickers. Ja, die Saison 2024 endete gestern offiziell in Abu Dhabi. Aber das heißt nicht, dass wir unseren Ticker jetzt direkt in die Winterpause schicken.
Unter anderem erwarten uns in dieser Woche ja noch der Abu-Dhabi-Test (Dienstag) und die große FIA-Gala in Ruanda (Freitag). Deshalb sind wir hier im Ticker auch in den kommenden Tagen noch einmal für euch am Start.
Ruben Zimmermann begleitet euch auch heute wieder durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube. Auf geht's!
Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen!
Schlecht geschlafen?
Angesichts der aktuellen Situation dürfte Sergio Perez vermutlich nicht die beste Nacht gehabt haben. Mein Kollege Frederik Hackbarth hat sich in seiner Kolumne heute allerdings für einen anderen Protagonisten entschieden.
Unsere beiden beliebten Montagskolumnen und die große Videoanalyse zum Rennen findet ihr hier:
Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Brad Pitt
Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Andrea Stella
WM-Finale: Verstappen beschimpft FIA wüst!
Stella: Dürfen jetzt nicht nachlassen
Gut geschlafen hat er vielleicht, aber Andrea Stella selbst betont, dass das Team nach dem gewonnen WM-Titel nun nicht nachlassen dürfte - im Gegenteil.
"Es wäre sehr naiv und arrogant zu denken, dass wir etwas erreicht haben, dass wir perfekt sind und uns jetzt entspannen können, weil wir Weltmeister sind", betont Stella.
"Die beste Philosophie ist, dass man so anfängt, als hätte man verloren. Das ist es, was wir in der Vorbereitung auf die nächste Saison tun werden", kündigt er an.
Denn nach dem Titel in der Konstrukteurs-WM möchte McLaren 2025 ja auch in der Fahrer-WM so richtig angreifen.
Schnellster Boxenstopp
McLaren hat gestern nicht nur das Rennen und damit die WM gewonnen. Ein letztes Mal in diesem Jahr absolvierte man auch den schnellsten Boxenstopp bei einem Grand Prix. Lando Norris wurde in 2,08 Sekunden abgefertigt.
Kevin Magnussen hat sich derweil mit der schnellsten Runde aus der Formel 1 verabschiedet. Einen Punkt hat der Däne dafür aber nicht bekommen, weil er außerhalb der Top 10 gelandet ist.
Es wäre ohnehin das letzte Mal gewesen, dass es einen Bonuspunkt für die schnellste Runde gibt, denn ab der Saison 2025 entfällt dieser generell.
Die Übersichten über all diese Dinge findet ihr natürlich wie immer auf unserem Schwesterportal Motorsport.com:
Formel 1 2024: Fahrer des Tages
Die schnellsten Rennrunden der Formel 1 2024
Die schnellsten Boxenstopps der Formel 1 2024
Die Qualifying-, Sprint- und Rennduelle der Formel-1-Saison 2024
Hamilton schlägt Russell
Das Mercedes-Teamduell 2024 hat George Russell zwar für sich entschieden. Aber: Über die gesamten vergangenen drei Jahre gesehen hat Lewis Hamilton minimal mehr Punkte geholt als sein Landsmann.
Damit gibt es weiterhin nur einen Teamkollegen in Hamiltons Formel-1-Karriere, der es geschafft hat, über so einen langen Zeitraum mehr Punkte als der Rekordweltmeister zu holen.
Wer das ist, das erfahrt ihr in dieser Fotostrecke:
Filmtag
Und noch eine kleine Erinnerung: Carlos Sainz wird heute bereits sein Debüt für Williams geben. Er absolviert in Abu Dhabi einen Filmtag im FW46, morgen wird er für sein neues Team dann auch am Test teilnehmen.
Sollten wir bereits Aufnahmen vom heutigen Filmtag bekommen, dann findet ihr die natürlich hier!
Vasseur: Darum wird Hamilton uns helfen
Nicht alle Experten sind sich sicher, ob Lewis Hamilton bei Ferrari wirklich an alte Erfolge anknüpfen kann. Teamchef Frederic Vasseur geht aber fest davon aus, dass der Rekordweltmeister ein Gewinn für die Scuderia sein wird.
"Ich bin überzeugt, dass Lewis mit seiner eigenen Erfahrung kommt, mit dem Hintergrund von 18 Jahren in der Formel 1, mit ein paar Titeln", erinnert er und erklärt, Hamilton habe den Anspruch, "überall ein bisschen besser zu sein."
Vasseur, der in den Nachwuchsserien vor rund 20 Jahren bereits mit Hamilton gearbeitet hat, erklärt, dass dieser gerne an "kleinen Details" arbeite. Und genau um diese gehe es für Ferrari im nächsten Jahr.
Denn der Kampf gegen McLaren und Co. entscheide sich aktuell oft nur um wenige Hundertstelsekunden. Vasseur betont daher: "Wir brauchen diese Einstellung, um in jedem einzelnen Bereich das letzte Tausendstel zu erreichen."
"Und ich denke, dass Lewis dabei eine gute Hilfe sein wird", so der Teamchef.
Horner: Arbeitsfenster muss breiter werden
Ganz unabhängig davon, wer 2025 der Teamkollege von Max Verstappen bei Red Bull sein wird: Teamchef Christian Horner betont, dass das nächstjährige Auto unbedingt ein breiteres Arbeitsfenster brauche.
Er erinnert: "Das [diesjährige] Auto hat mit Max am Steuer neun Rennen gewonnen." Das Problem sei also nicht fehlende Performance. Es sei aber sicher nicht "das leichteste Auto" gewesen, gesteht Horner.
"Der RB20 war mit Sicherheit eines der anspruchsvolleren Autos, die wir produziert haben. Sein Betriebsfenster für maximale Leistung war sehr, sehr eng, und das ist etwas, woran wir im nächsten Jahr arbeiten werden, um es zu erweitern", kündigt er an.
Wer dann neben Verstappen im Auto sitzen wird, das verrät er aber natürlich noch nicht.
Neuer Simulatorfahrer für Aston Martin
Aston Martin hat eben bekanntgegeben, Daniel Juncadella als Simulatorfahrer verpflichtet zu haben. Der 33-jährige Spanier ist kein Unbekannter, denn bereits 2014 war er Ersatzfahrer für das Team, das damals noch Force India hieß.
Juncadella gewann 2012 den Titel in der Formel-3-Euroserie gegen Piloten wie Carlos Sainz oder Pascal Wehrlein, in der Formel 1 brachte er es aber lediglich auf einige Einsätze als Freitagsfahrer in der angesprochenen Saison 2014.
In den folgenden Jahren ging er zum Beispiel in der DTM oder in der Langstrecken-WM (WEC) an den Start. Nun also die "Rückkehr" zu Aston Martin.
Sainz: War ein emotionaler Abschied
Obwohl es sein letztes Rennen für Ferrari war, wirkte Carlos Sainz am ganzen Wochenende relativ cool. Er selbst hat allerdings verraten, dass das nur äußerlich so wirkte.
Auf die Frage nach dem Rennen, ob er irgendwann noch emotional werde, antwortet er: "Vielleicht war ich das schon. Und ihr wisst es einfach nicht. Und ihr habt es nicht gesehen. Vielleicht war es unter dem Helm."
"Vielleicht war es in den zehn Minuten vor dem Rennen, als ich im Auto saß. Vielleicht war es auf der Inlap. Vielleicht werdet ihr es nie erfahren. Ich kann nur sagen, dass ich heute irgendwann emotional wurde."
Er werde aber nicht verraten, wann genau es passiert sei. "Dieses Gefühl hebe ich für mich und mein Team auf", so Sainz.
Stella: Besonderes Lob an die Boxencrew
Wir haben ja vorhin schon darüber gesprochen, dass McLaren bei Lando Norris gestern den schnellsten Boxenstopp des Tages abgeliefert hat. Deswegen gibt es von Teamchef Andrea Stella noch einmal ein ganz besonderes Lob.
"Die ganze Saison hing an dem letzten Boxenstopp", betont er, denn: "Ein Problem beim Boxenstopp und wir hätten eine Position an Carlos [Sainz] verlieren können - und damit die Meisterschaft."
Trotz des Drucks hätte das Team "einen der besten Boxenstopps der Saison hingelegt", lobt Stella. Denn in der Tat kam Norris nach seinen Boxenstopp weniger als zwei Sekunden vor Sainz wieder auf die Strecke.
Ein kleiner Fehler hätte also gereicht, damit der Ferrari vorbeizieht.
Die Noten sind da!
Zur Mittagsstunde ist jetzt auch die obligatorische Fotostrecke mit unseren Noten zum gestrigen Rennen online. Wir verraten euch, wie wir und unser Experte Marc Surer die Piloten in Abu Dhabi bewertet haben.
Später folgt dann wie gewohnt noch die große Endauswertung, in die auch eure Noten einfließen.
Alonso: Gibt in der Formel 1 keine "Wunder"
Aston Martin beendete die Saison am Ende auf P5 und damit so ein bisschen im Niemandsland der WM. 2025 möchte man wieder nach vorne kommen, doch Fernando Alonso warnt vor überzogenen Erwartungen.
"In der Formel 1 gibt es nicht viele Wunder", stellt er klar und betont: "Man muss geduldig sein, man muss den Sweet Spot im Auto finden, man muss das Upgrade finden, das wirklich alles in diesen Bodeneffekt-Autos zum Leben erweckt."
Letztendlich müsse man von Teams wie McLaren "lernen", denn Anfang 2023 hätten die noch ganz am Ende der Startaufstellung gestanden. Und keine zwei Jahre später ist Alonsos Ex-Team nun Weltmeister.
"Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie es gehen kann. Wir werden versuchen, diesen Winter einen Neustart zu machen und stärker zurückzukommen", betont er. Wunder dürfe man dabei aber nicht erwarten.
Mittelfeld-WM
Von hinten hatte Aston Martin in der WM in diesem Jahr nie Druck. Aber wie hätte die Weltmeisterschaft eigentlich ausgesehen, wenn nur die fünf Teams hinter Aston Martin daran teilgenommen hätten?
Die Antwort gibt es in dieser Fotostrecke:
Piastri: Werde im Winter am Qualifying arbeiten
Das Qualifying war in diesem Jahr eine der Schwächen des Australiers. Das interne Duell gegen Lando Norris verlor er klar mit 4:20. Da kommt es wenig überraschend, dass er für 2025 genau daran arbeiten möchte.
2024 habe er im Qualifying regelmäßig "zu viele Positionen" verloren, weiß er selbst und erklärt: "Ich glaube nicht, dass ich mir das Leben in dieser Hinsicht bei den Rennen jemals wirklich leicht gemacht habe."
Darauf liege im Winter also "der große Fokus", betont er und erklärt, er wolle in der Qualifikation in Zukunft auch noch die "letzten Zehntel" herausholen. Davon abgesehen ist er mit seiner Saison recht happy.
"Ich habe das Gefühl, dass ich in allen anderen Bereichen zeigen konnte, wozu ich fähig bin, und dass ich mich auch verbessert habe", so Piastri, der erklärt: "Jetzt geht es nur noch darum, alles zusammenzufügen."