Ein wichtiger Tag ist dieser Montag nach Abu Dhabi für alle Fans von Red Bull, denn dort findet heute ein großes Treffen statt, bei dem darüber entschieden werden soll, wer 2025 an der Seite von Max Verstappen fährt.
Helmut Marko bestätigt, dass man heute über "alle Fakten" diskutieren und wohl auch eine Entscheidung treffen werde. Über eine Bekanntgabe sagt er allerdings: "Ich denke nicht, dass es am Montag sein wird."
Heißt: Eine Entscheidung wird es heute wohl geben, verkünden wird man diese aber erst in den kommenden Tagen. Auf Nachfrage, ob denn noch in dieser Woche damit zu rechnen sei, antwortet Marko: "Ja, das ist der Plan."
Bei dem Treffen wird übrigens nicht nur über das zweite Red-Bull-Cockpit entschieden, sondern auch darüber, wie die Fahrerpaarung bei den Racing Bulls 2025 aussehen wird.
Formel-1-Newsticker
Formel-1-Liveticker: Red Bull entscheidet heute über zweites Cockpit
Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Red Bull entscheidet über zweites Cockpit +++ Verkündung später in dieser Woche +++ Rückblick auf den Abu-Dhabi-GP +++
Red Bull entscheidet heute über zweites Cockpit
Feierabend
Die Uhren ticken bei uns noch immer etwas nach Abu-Dhabi-Zeit, wo morgen der letzte Test des Jahres stattfindet. Dementsprechend melden wir uns dann auch etwas früher als gewohnt zurück und verabschieden uns für heute erst einmal.
Habt noch einen schönen Rest-Montag, kommt gut in die neue Woche und bis morgen zum finalen Test 2024.
Was Gasly Hoffnung für 2025 macht
Alpine startete katastrophal in die Saison 2024, bekam am Ende aber noch halbwegs die Kurve. Und genau das macht Pierre Gasly Hoffnung, dass man 2025 deutlich besser aus den Startlöchern kommen wird.
"Am meisten freue ich mich über die Tatsache, dass wir anscheinend eine sehr gute Korrelation zwischen dem, was wir in der Fabrik finden, und der Leistung auf der Strecke haben", verrät er.
"Jedes Mal, wenn wir [in der Theorie] etwas gefunden haben, hat es zu mehr Performance geführt. Das zeigt, dass die Arbeit, die wir mit unserem Windkanal, CFD und allem, was die Jungs tun, machen, zuverlässig ist."
Und das dürfte laut Gasly zu einem enormen Schub an Selbstvertrauen bei Alpine führen. "Ich freue mich definitiv auf die nächste Saison", grinst er.
Sainz: Regeln sollten stabil bleiben
Carlos Sainz ärgert sich ein bisschen darüber, dass es in der Formel 1 in gut einem Jahr ein komplett neues Reglement geben wird. Der Spanier glaubt, dass das der Show in der Königsklasse eher schaden wird.
"Ich denke, die Formel 1 befindet sich im Moment in einer guten Situation", so Sainz, denn momentan sei das Feld ziemlich ausgeglichen. "Ich denke, dass die Teams mehr Chancengleichheit im Kampf haben", erklärt er.
"Und in gewisser Weise ist es schade, dass man 2026 [mit den neuen Regeln] alles zurücksetzt, denn ich habe das Gefühl, dass die Formel 1 zum ersten Mal seit sehr, sehr langer Zeit gleiche Bedingungen für alle Teams und alle Fahrer schafft."
Aktuell spiele das Budget nicht mehr so eine große Rolle und man könne als Fahrer einen echten Unterschied machen, weil das Feld so eng beieinander liege. Er fürchtet, dass das 2026 erst einmal nicht mehr so sein wird.
Wolff: Kein Problem mit McLaren-Titel
Für Mercedes müsste es eigentlich besonders bitter sein, in der WM ausgerechnet von einem Kundenteam geschlagen worden zu sein. Laut Teamchef Toto Wolff ist das aber keinesfalls so.
"Um ehrlich zu sein, wenn wir als Werksteam nicht gewinnen können, ist es mir viel lieber, wenn wir von einem Kundenteam geschlagen werden. Damit habe ich kein Problem, denn es zeigt uns, wo die Messlatte liegt", so Wolff.
Denn dadurch wisse man, dass der eigene Motor auf jeden Fall gut genug für den Titel sei. "Wenn sie ein besseres Chassis oder eine bessere Ausführung oder bessere Fahrer haben, dann ist das für uns völlig in Ordnung", stellt Wolff klar.
Der McLaren-Titel sei "ein Erfolg für Mercedes Motorsport, ein Erfolg für Mercedes und ein Erfolg für HPP", stellt er klar. Trotzdem wäre es ihm natürlich lieber, mit dem Werksteam zu gewinnen, betont er auch.
Fahrernoten: Wieder anderes Ergebnis als bei F1-Voting
Wie versprochen ist inzwischen auch die große Endauswertung unserer Noten online. Und während Charles Leclerc gestern zum offiziellen Fahrer des Tages gewählt wurde, gibt es bei uns heute ein anderes Ergebnis.
Wie das aussieht, das erfahrt ihr hier!
Ein kurzes Video ...
Aron testet für Alpine
Alpine hat bekanntgegeben, dass Paul Aron, der 2025 Ersatzfahrer des Teams sein wird, morgen auch am Young-Driver-Test für die Franzosen teilnehmen wird. Im zweiten Auto, das einen Reifentest für Pirelli absolviert, wird Jack Doohan sitzen.
Alle bislang bestätigten Fahrer für den Test findet ihr hier!
Sainz bringt Sponsor mit
Passend dazu hat Williams eben mit Santander einen neuen Sponsor vorgestellt. Die spanische Bank war bislang Sponsor von Ferrari und wechselt nun zu Williams - so wie eben auch ein gewisser spanischer Fahrer.
In der offiziellen Pressemitteilung heißt es dazu unter anderem:
"Um die Bekanntgabe der Partnerschaft zu feiern, wird das Branding von Santander auf dem FW46 beim Saisonabschlusstest in Abu Dhabi zu sehen sein, bei dem der Spanier Carlos Sainz zum ersten Mal am Steuer eines Williams sitzen wird."
Sicher kein Zufall ...
Sainz im Williams
Piastri: Werde im Winter am Qualifying arbeiten
Das Qualifying war in diesem Jahr eine der Schwächen des Australiers. Das interne Duell gegen Lando Norris verlor er klar mit 4:20. Da kommt es wenig überraschend, dass er für 2025 genau daran arbeiten möchte.
2024 habe er im Qualifying regelmäßig "zu viele Positionen" verloren, weiß er selbst und erklärt: "Ich glaube nicht, dass ich mir das Leben in dieser Hinsicht bei den Rennen jemals wirklich leicht gemacht habe."
Darauf liege im Winter also "der große Fokus", betont er und erklärt, er wolle in der Qualifikation in Zukunft auch noch die "letzten Zehntel" herausholen. Davon abgesehen ist er mit seiner Saison recht happy.
"Ich habe das Gefühl, dass ich in allen anderen Bereichen zeigen konnte, wozu ich fähig bin, und dass ich mich auch verbessert habe", so Piastri, der erklärt: "Jetzt geht es nur noch darum, alles zusammenzufügen."
Mittelfeld-WM
Von hinten hatte Aston Martin in der WM in diesem Jahr nie Druck. Aber wie hätte die Weltmeisterschaft eigentlich ausgesehen, wenn nur die fünf Teams hinter Aston Martin daran teilgenommen hätten?
Die Antwort gibt es in dieser Fotostrecke:
Alonso: Gibt in der Formel 1 keine "Wunder"
Aston Martin beendete die Saison am Ende auf P5 und damit so ein bisschen im Niemandsland der WM. 2025 möchte man wieder nach vorne kommen, doch Fernando Alonso warnt vor überzogenen Erwartungen.
"In der Formel 1 gibt es nicht viele Wunder", stellt er klar und betont: "Man muss geduldig sein, man muss den Sweet Spot im Auto finden, man muss das Upgrade finden, das wirklich alles in diesen Bodeneffekt-Autos zum Leben erweckt."
Letztendlich müsse man von Teams wie McLaren "lernen", denn Anfang 2023 hätten die noch ganz am Ende der Startaufstellung gestanden. Und keine zwei Jahre später ist Alonsos Ex-Team nun Weltmeister.
"Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie es gehen kann. Wir werden versuchen, diesen Winter einen Neustart zu machen und stärker zurückzukommen", betont er. Wunder dürfe man dabei aber nicht erwarten.
Die Noten sind da!
Zur Mittagsstunde ist jetzt auch die obligatorische Fotostrecke mit unseren Noten zum gestrigen Rennen online. Wir verraten euch, wie wir und unser Experte Marc Surer die Piloten in Abu Dhabi bewertet haben.
Später folgt dann wie gewohnt noch die große Endauswertung, in die auch eure Noten einfließen.
Stella: Besonderes Lob an die Boxencrew
Wir haben ja vorhin schon darüber gesprochen, dass McLaren bei Lando Norris gestern den schnellsten Boxenstopp des Tages abgeliefert hat. Deswegen gibt es von Teamchef Andrea Stella noch einmal ein ganz besonderes Lob.
"Die ganze Saison hing an dem letzten Boxenstopp", betont er, denn: "Ein Problem beim Boxenstopp und wir hätten eine Position an Carlos [Sainz] verlieren können - und damit die Meisterschaft."
Trotz des Drucks hätte das Team "einen der besten Boxenstopps der Saison hingelegt", lobt Stella. Denn in der Tat kam Norris nach seinen Boxenstopp weniger als zwei Sekunden vor Sainz wieder auf die Strecke.
Ein kleiner Fehler hätte also gereicht, damit der Ferrari vorbeizieht.
Sainz: War ein emotionaler Abschied
Obwohl es sein letztes Rennen für Ferrari war, wirkte Carlos Sainz am ganzen Wochenende relativ cool. Er selbst hat allerdings verraten, dass das nur äußerlich so wirkte.
Auf die Frage nach dem Rennen, ob er irgendwann noch emotional werde, antwortet er: "Vielleicht war ich das schon. Und ihr wisst es einfach nicht. Und ihr habt es nicht gesehen. Vielleicht war es unter dem Helm."
"Vielleicht war es in den zehn Minuten vor dem Rennen, als ich im Auto saß. Vielleicht war es auf der Inlap. Vielleicht werdet ihr es nie erfahren. Ich kann nur sagen, dass ich heute irgendwann emotional wurde."
Er werde aber nicht verraten, wann genau es passiert sei. "Dieses Gefühl hebe ich für mich und mein Team auf", so Sainz.
Neuer Simulatorfahrer für Aston Martin
Aston Martin hat eben bekanntgegeben, Daniel Juncadella als Simulatorfahrer verpflichtet zu haben. Der 33-jährige Spanier ist kein Unbekannter, denn bereits 2014 war er Ersatzfahrer für das Team, das damals noch Force India hieß.
Juncadella gewann 2012 den Titel in der Formel-3-Euroserie gegen Piloten wie Carlos Sainz oder Pascal Wehrlein, in der Formel 1 brachte er es aber lediglich auf einige Einsätze als Freitagsfahrer in der angesprochenen Saison 2014.
In den folgenden Jahren ging er zum Beispiel in der DTM oder in der Langstrecken-WM (WEC) an den Start. Nun also die "Rückkehr" zu Aston Martin.
Horner: Arbeitsfenster muss breiter werden
Ganz unabhängig davon, wer 2025 der Teamkollege von Max Verstappen bei Red Bull sein wird: Teamchef Christian Horner betont, dass das nächstjährige Auto unbedingt ein breiteres Arbeitsfenster brauche.
Er erinnert: "Das [diesjährige] Auto hat mit Max am Steuer neun Rennen gewonnen." Das Problem sei also nicht fehlende Performance. Es sei aber sicher nicht "das leichteste Auto" gewesen, gesteht Horner.
"Der RB20 war mit Sicherheit eines der anspruchsvolleren Autos, die wir produziert haben. Sein Betriebsfenster für maximale Leistung war sehr, sehr eng, und das ist etwas, woran wir im nächsten Jahr arbeiten werden, um es zu erweitern", kündigt er an.
Wer dann neben Verstappen im Auto sitzen wird, das verrät er aber natürlich noch nicht.
Vasseur: Darum wird Hamilton uns helfen
Nicht alle Experten sind sich sicher, ob Lewis Hamilton bei Ferrari wirklich an alte Erfolge anknüpfen kann. Teamchef Frederic Vasseur geht aber fest davon aus, dass der Rekordweltmeister ein Gewinn für die Scuderia sein wird.
"Ich bin überzeugt, dass Lewis mit seiner eigenen Erfahrung kommt, mit dem Hintergrund von 18 Jahren in der Formel 1, mit ein paar Titeln", erinnert er und erklärt, Hamilton habe den Anspruch, "überall ein bisschen besser zu sein."
Vasseur, der in den Nachwuchsserien vor rund 20 Jahren bereits mit Hamilton gearbeitet hat, erklärt, dass dieser gerne an "kleinen Details" arbeite. Und genau um diese gehe es für Ferrari im nächsten Jahr.
Denn der Kampf gegen McLaren und Co. entscheide sich aktuell oft nur um wenige Hundertstelsekunden. Vasseur betont daher: "Wir brauchen diese Einstellung, um in jedem einzelnen Bereich das letzte Tausendstel zu erreichen."
"Und ich denke, dass Lewis dabei eine gute Hilfe sein wird", so der Teamchef.
Filmtag
Und noch eine kleine Erinnerung: Carlos Sainz wird heute bereits sein Debüt für Williams geben. Er absolviert in Abu Dhabi einen Filmtag im FW46, morgen wird er für sein neues Team dann auch am Test teilnehmen.
Sollten wir bereits Aufnahmen vom heutigen Filmtag bekommen, dann findet ihr die natürlich hier!
Hamilton schlägt Russell
Das Mercedes-Teamduell 2024 hat George Russell zwar für sich entschieden. Aber: Über die gesamten vergangenen drei Jahre gesehen hat Lewis Hamilton minimal mehr Punkte geholt als sein Landsmann.
Damit gibt es weiterhin nur einen Teamkollegen in Hamiltons Formel-1-Karriere, der es geschafft hat, über so einen langen Zeitraum mehr Punkte als der Rekordweltmeister zu holen.
Wer das ist, das erfahrt ihr in dieser Fotostrecke:
Schnellster Boxenstopp
McLaren hat gestern nicht nur das Rennen und damit die WM gewonnen. Ein letztes Mal in diesem Jahr absolvierte man auch den schnellsten Boxenstopp bei einem Grand Prix. Lando Norris wurde in 2,08 Sekunden abgefertigt.
Kevin Magnussen hat sich derweil mit der schnellsten Runde aus der Formel 1 verabschiedet. Einen Punkt hat der Däne dafür aber nicht bekommen, weil er außerhalb der Top 10 gelandet ist.
Es wäre ohnehin das letzte Mal gewesen, dass es einen Bonuspunkt für die schnellste Runde gibt, denn ab der Saison 2025 entfällt dieser generell.
Die Übersichten über all diese Dinge findet ihr natürlich wie immer auf unserem Schwesterportal Motorsport.com:
Formel 1 2024: Fahrer des Tages
Die schnellsten Rennrunden der Formel 1 2024
Die schnellsten Boxenstopps der Formel 1 2024
Die Qualifying-, Sprint- und Rennduelle der Formel-1-Saison 2024
Stella: Dürfen jetzt nicht nachlassen
Gut geschlafen hat er vielleicht, aber Andrea Stella selbst betont, dass das Team nach dem gewonnen WM-Titel nun nicht nachlassen dürfte - im Gegenteil.
"Es wäre sehr naiv und arrogant zu denken, dass wir etwas erreicht haben, dass wir perfekt sind und uns jetzt entspannen können, weil wir Weltmeister sind", betont Stella.
"Die beste Philosophie ist, dass man so anfängt, als hätte man verloren. Das ist es, was wir in der Vorbereitung auf die nächste Saison tun werden", kündigt er an.
Denn nach dem Titel in der Konstrukteurs-WM möchte McLaren 2025 ja auch in der Fahrer-WM so richtig angreifen.
Schlecht geschlafen?
Angesichts der aktuellen Situation dürfte Sergio Perez vermutlich nicht die beste Nacht gehabt haben. Mein Kollege Frederik Hackbarth hat sich in seiner Kolumne heute allerdings für einen anderen Protagonisten entschieden.
Unsere beiden beliebten Montagskolumnen und die große Videoanalyse zum Rennen findet ihr hier:
Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Brad Pitt
Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Andrea Stella
WM-Finale: Verstappen beschimpft FIA wüst!
Das war's noch nicht!
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Newstickers. Ja, die Saison 2024 endete gestern offiziell in Abu Dhabi. Aber das heißt nicht, dass wir unseren Ticker jetzt direkt in die Winterpause schicken.
Unter anderem erwarten uns in dieser Woche ja noch der Abu-Dhabi-Test (Dienstag) und die große FIA-Gala in Ruanda (Freitag). Deshalb sind wir hier im Ticker auch in den kommenden Tagen noch einmal für euch am Start.
Ruben Zimmermann begleitet euch auch heute wieder durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube. Auf geht's!
Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen!
