Formel-1-Newsticker

Formel-1-Liveticker: Leclerc und Norris lassen Training in Spielberg aus

F1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Leclerc und Norris lassen Training in Spielberg aus +++ Macht es Antonelli wie Piastri? +++ Toto Wolff: Müssen Geduld haben +++

Beganovic ersetzt Leclerc

Zweiter Formel-1-Einsatz für Dino Beganovic in diesem Jahr: Wie auch schon in Bahrain wird der Ferrari-Junior Charles Leclerc am Freitag in Spielberg im ersten Training ersetzen. Das hat die Scuderia eben offiziell bestätigt.

Bis 2024 musste jedes Formel-1-Stammcockpit nur einmal pro Saison mit einem Nachwuchsfahrer besetzt werden, 2025 hat sich der Einsatz auf zwei pro Auto und damit vier pro Team erhöht.

Die Übersicht über alle Freitagsfahrer in diesem Jahr findet ihr hier.

Feierabend

Und damit sind wir auch am Ende unseres ersten Tickertags in dieser neuen Rennwoche angekommen. Schon morgen melden wir uns wie gewohnt mit einer neuen Ausgabe zurück.

Habt noch einen schönen Rest-Montag, kommt gut in die neue Woche und bis dann.


So half Pirelli den F1-Filmemachern

Mit der Öffnung der Formel 1 gegenüber Hollywood und der Integration der F1-Filmcrew in das Paddock hatte offenbar jeder Beteiligte seinen Anteil an der Realisierung des Projekts - auch Reifenlieferant Pirelli.

Der italienische Reifenhersteller stattete die Produktion mit speziellem Gummi aus, der Filmaufnahmen bei deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten als im Rennbetrieb ermöglichte.

"Ich erinnere mich, dass ich sie zum ersten Mal vor zwei Jahren in Bahrain beim Vorsaisontest getroffen habe", verrät Mario Isola und ergänzt: "Sie kamen mit diesem geheimen Projekt zu mir und sagten: 'Wir brauchen Reifen.'"

Die komplette Story könnt ihr hier nachlesen.


Kein Sprint

Ein kleiner Hinweis noch im Hinblick auf das kommende Wochenende: Zum ersten Mal seit 2021 wird es in Spielberg keinen Sprint geben. In den vergangenen drei Jahren war das immer der Fall.

In allen drei Sprints siegte übrigens Max Verstappen. Aber: Das Rennen gewann der Niederländer in den vergangenen drei Jahren lediglich einmal, nämlich 2023.

2022 setzte sich Charles Leclerc am Sonntag gegen Verstappen durch, 2024 siegte George Russell, nachdem Verstappen mit Lando Norris kollidiert war.

Könnt ihr auch alles noch einmal in unserer großen Datenbank nachlesen.


Zur falschen Zeit am richtigen Ort

In der Formel 1 kommt vieles auf das Timing an. Manche Piloten sind in ihrer Karriere am richtigen Ort - allerdings zur falschen Zeit. Beispiele für solche Fälle findet ihr in unserer neuen Fotostrecke:


Fotostrecke: Formel-1-Piloten zur falschen Zeit am richtigen Ort


Lindblad testet in Imola

Wir hatten ja in der Vorwoche bereits angekündigt, dass Red-Bull-Junior Arvid Lindblad in Imola einen Test einlegen würde. Inzwischen war der 17-Jährige dort in der Tat in einem AlphaTauri AT04 aus der Saison 2023 auf der Strecke.

Unsere Kollegen der italienischen Edition von Motorsport.com melden, dass auch Ayumu Iwasa dort einige Kilometer abgespult hat. Der Japaner saß demnach am Nachmittag im Auto, Lindblad am Vormittag.

Der 17-jährige Formel-2-Pilot soll in diesem Jahr auch noch sein Debüt an einem offizielle Formel-1-Wochenende geben. Noch ist aber nicht bestätigt, wann genau das passieren wird.


"Bestanden!"

Nach seinem Podium in Kanada musste der 18-jährige Kimi Antonelli erst noch einmal die Schulbank drücken. Die gute Nachricht: Er hat seinen Schulabschluss jetzt in der Tasche, wie er uns mit diesem Eintrag in den sozialen Medien mitteilt.

Voller Fokus auf die Formel-1-Karriere also ab jetzt.


Reifen in Spielberg

Am Wochenende kommen die Mischungen C3 bis C5 in Österreich zum Einsatz - wie auch schon in den Vorjahren. Pirelli erklärt: "Die Fahrbahnoberfläche des Red Bull Rings ist relativ alt und sehr rau, aber der Verschleiß ist kein entscheidender Faktor."

"Da es nur sehr wenige Kurven gibt, ist die Strecke hinsichtlich der auf die Reifen einwirkenden Querkräfte nicht besonders anspruchsvoll, während der Verschleiß hauptsächlich thermischer Natur ist, was auf die Streckenführung mit mehreren starken Brems- und Beschleunigungspunkten zurückzuführen ist."

"Die Überhitzung der Reifen, insbesondere an der Hinterachse, zu kontrollieren, ist eine große Herausforderung", heißt es von den Italienern. Alle weiteren Infos zu den Gummis am Wochenende findet ihr in dieser Grafik:


Abgang von de Meo: Was das für Alpine bedeutet

Als Luca de Meo im Sommer 2020 CEO von Renault wurde, hatte der Konzern gerade einen Verlust von 7,3 Milliarden Euro verbucht und stand durch die Pandemie-Wirtschaftskrise am Abgrund. De Meo drehte die Lage mit seiner sogenannten "Renaulution" und neuen Modellen komplett.

Doch jetzt fragt sich jeder, was aus diesen Kindern der Renaulution wird, denn de Meo verlässt die Automobilindustrie, um Chef beim französischen Luxuskonzern Kering zu werden, der unter anderem die Marke Gucci besitzt.

Und uns interessiert natürlich vor allem die Frage: Was bedeutet sein Abschied für das Formel-1-Projekt des Konzerns? Hier findet ihr eine Einordnung zu diesem Thema.


Hülkenberg: Topteams auch 2026 im Vorteil

Bei Audi hat man immer wieder vor überzogenen Erwartungen im ersten Formel-1-Jahr 2026 gewarnt. Auch Nico Hülkenberg schlägt in die gleiche Kerbe und erklärt gegenüber Formula1.com, dass Vorhersagen quasi "unmöglich" seien.

"Es ist ein Neustart und ein leeres Blatt Papier, von dem aus jeder beginnt", erinnert er und erklärt: "Die vier großen Teams haben einen Vorteil in Bezug auf die Infrastruktur und all diese Dinge."

Daher erwartet er nicht, dass die aktuelle Hackordnung komplett über den Haufen geworfen wird, "aber es ist eine gute Gelegenheit, denn es ist ein Neustart, ein Neuanfang für alle mit diesen neuen Regeln."

"Es ist extrem spannend und eine gute Gelegenheit für alle, auch für uns selbst. Wir müssen hart arbeiten, wir müssen uns darauf konzentrieren und hoffentlich werden wir am Ende auf der Gewinnerseite stehen", so Hülkenberg.


Auch Norris lässt FT1 aus

Die nächste News des Tages liefert uns McLaren. Auch hier lässt ein Stammpilot das erste Training am Freitag aus, in diesem Fall Lando Norris. Der Brite wird von Formel-2-Pilot Alex Dunne aus dem McLaren-Nachwuchs ersetzt.

Der 19-jährige Ire wird zum ersten Mal an einer offiziellen Formel-1-Session teilnehmen. Wie Beganovic geht auch er in diesem Jahr in der Formel 2 an den Start - und führt die Meisterschaft aktuell sogar an.


Ferrari F80 laut Hamilton "schnellstes Straßenauto"

Das neue Ferrari-Hypercar steuerte der Rekordchampion zusammen mit seinem Teamkollegen Charles Leclerc jüngst über die hauseigene Teststrecke in Fiorano.

Unnötig zu sagen, dass die beiden Ferrari-Angestellten nur Positives über das leistungsstärkste Serienfahrzeug der Italiener zu berichten hatten.

Doch Hamilton bezeichnete das Hypercar als das "schnellste Straßenauto, in dem ich je gesessen habe".

Unseren kompletten Artikel dazu findet ihr hier.

 ~~  Lewis Hamilton, Charles Leclerc, and the Ferrari F80

Der nächste Ferrari-Pilot?

Der 21-jährige Beganovic geht in diesem Jahr in der Formel 2 an den Start und bildet damit aktuell die Speerspitze des Ferrari-Nachwuchsprogramms. Die aussichtsreichsten Junioren aller Formel-1-Teams findet ihr in dieser Fotostrecke:


Fotostrecke: Die aussichtsreichsten Junioren der Formel-1-Teams 2025


Bottas spielt mit Gerüchten

Wir haben ja vorhin schon über die noch freien Plätze für 2026 gesprochen. In diesem Zusammenhang wird Valtteri Bottas, der im kommenden Jahr in die Startaufstellung zurückkehren möchte, auch immer wieder mit einem Platz bei Neueinsteiger Cadillac in Verbindung gebracht.

In diesem Video spielt der Finne ganz bewusst ein bisschen mit den Gerüchten:


Heute vor 23 Jahren ...

.. gewann Rubens Barrichello sein zweites Formel-1-Rennen. Der Brasilianer triumphierte beim Großen Preis von Europa 2002, nachdem er seinen ersten Grand-Prix-Sieg in der Saison 2000 in Hockenheim fast zwei Jahre zuvor geholt hatte.

Passend dazu fällt mir diese Fotostrecke ein:


Fotostrecke: Top 10: Die meisten Rennen bis zum zweiten Formel-1-Sieg


Haas: Müssen für Mitarbeiter "attraktiv" sein

In der Formel 1 gibt es zwischen den Teams ständig einen Kampf um die besten Mitarbeiter. Haas-Teamchef Ayao Komatsu erklärt in diesem Zusammenhang: "Wenn wir nur die Hardware und die Kosten betrachten, können wir nicht mithalten."

Denn andere Teams sind in der Fabrik besser ausgerüstet als Haas und zudem in der Lage, höhere Gehälter zu zahlen. "Also müssen wir uns überlegen, wie wir attraktiver werden können", erklärt der Teamchef.

Er verrät: "Wir hatten schon viele Leute, die das Team verlassen hatten, aber wieder zurückkommen wollten. Warum? Einfach weil ihnen bestimmte Dinge an der Arbeit in unserem Team gefallen, was wirklich schön ist."

"Sowohl das Gute als auch das Schlechte müssen wir als Team verstehen und dann dafür sorgen, dass wir uns weiter verbessern, damit unser Teamumfeld insgesamt attraktiv und angenehm ist", so Komatsu.


Wie man das Kommissar-Problem lösen könnte

Und noch einmal Russell: Am Sonntag vor einer Woche dauerte es bis tief in die Nacht hinein, bis sein Sieg in Kanada endlich offiziell bestätigt wurde.

Der Hauptgrund für die Verzögerung - abgesehen davon, dass Red Bull seinen Protest nicht sofort einreichte - war, dass die Kommissare zusätzlich nicht nur die Kollision der beiden McLaren-Fahrer untersuchen mussten.

Es gab auch mehrere Verstöße während der Safety-Car-Phase, die die Rennleitung bereits angezeigt hatte.

Was man in Zukunft tun könnte, um solche Situationen zu vermeiden, das erfahrt ihr hier.


Welche Plätze sind noch frei?

Hintergrund der Aussagen von Schumacher ist unter anderem, dass George Russell aktuell noch keinen Vertrag für 2026 unterschrieben hat. Dementsprechend sorgt die "Silly Season" da natürlich für einige Gerüchte.

Hier mal ein Blick auf alle für 2026 bereits bestätigten Fahrer:

Red Bull: Max Verstappen / ?
Mercedes: ? / ?
Ferrari: Lewis Hamilton / Charles Leclerc
McLaren: Lando Norris / Oscar Piastri
Aston Martin: Fernando Alonso / ?
Alpine: Pierre Gasly / ?
Williams: Alexander Albon / Carlos Sainz
Racing Bulls: ? / ?
Audi: Nico Hülkenberg / Gabriel Bortoleto
Haas: Oliver Bearman / Esteban Ocon
Cadillac: ? / ?

Einige Plätze sind also noch offen, wobei Russell selbst immer betont hat, dass er bei Mercedes bleiben möchte.


Schumacher: Nach Verstappen "lange nichts"

Apropos George Russell: Obwohl dieser aktuell einen guten Job macht und das vergangene Rennen in Kanada gewann, ist er laut Experte Ralf Schumacher noch nicht auf einer Stufe mit Max Verstappen.

"Max Verstappen macht immer noch den Unterschied", erklärt Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse von Sky und ergänzt: "Er holt immer das Maximum aus der Situation heraus, kann Rennen lesen wie kein Zweiter."

"Verstappen ist der Fahrer Nummer 1, den jedes Team sofort nehmen würde. Danach kommt erst mal lange nichts und dann kommt der Rest bestehend aus Oscar Piastri, Russell, Charles Leclerc", so Schumacher.

"George macht im Moment alles richtig", betont der sechsmalige Grand-Prix-Sieger zwar und erklärt: "Russell ist einer der heißeren Kandidaten für alle Teams, die jetzt [für 2026] noch einen guten Fahrer suchen."

Im Zweifel würde man sich als Teamchef aber laut Schumacher immer für Verstappen entscheiden.


Alle Formel-1-Rookies der vergangenen 20 Jahre ...

... findet ihr übrigens in der Fotostrecke:


Fotostrecke: Die Formel-1-Rookies der vergangenen 22 Jahre


Macht es Antonelli wie Piastri?

Das ist zumindest die Hoffnung von Toto Wolff. Aktuell hat George Russell bei Mercedes noch klar die Oberhand gegen seinen jungen Teamkollegen, der zuletzt in Kanada zum ersten Mal auf dem Podium stand.

Laut Wolff war das aber zu erwarten. Im Podcast Bloomberg Hot Pursuit! erklärt der Mercedes-Teamchef: "Es ist [in der Formel 1] sehr schwierig geworden, die Reifen zu managen. Es geht nicht nur um Geschwindigkeit."

Das sei die größte "Limitierung", die junge Fahrer heutzutage hätten. "Ein gutes Beispiel ist Piastri, der derzeit die Meisterschaft anführt", zieht Wolff einen Vergleich. Er betont: "Er hat anderthalb Jahre gebraucht, um Lando Norris einzuholen."

"Und dies ist das erste Jahr, in dem er einen Vorsprung vor ihm hat. Und das liegt meiner Meinung nach einfach am Reifenmanagement", so Wolff. Denn in der Tat hatte Norris bei McLaren vor allem im ersten Jahr die Nase noch klar vorne.

2023 setzte sich Norris intern mit 205:97 WM-Punkten mehr als deutlich durch. Im Vorjahr war der Abstand mit 374:292 Punkten dann bereits kleiner und in dieser Saison liegt Piastri aktuell 22 Punkte vor Norris.


Raceweek

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Newstickers. Das freie Wochenende liegt hinter uns und die Königsklasse startet damit in die elfte Rennwoche des Jahres 2025.

In Österreich und Silverstone steht ein "Double-Header" auf dem Plan und wir steigen mit Vollgas ein in die neue Woche und liefern euch hier wie gewohnt den besten Mix aus News und Unterhaltung.

Ruben Zimmermann begleitet euch an dieser Stelle durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube.

Hier gibt es unseren Liveticker vom vergangenen Freitag noch einmal zum Nachlesen.