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GP Österreich

Formel-1-Liveticker: Das Qualifying in Österreich in der Chronologie

Aktuell im Formel-1-Liveticker: +++ Ferrari blamiert sich im Qualifying +++ Mercedes in Qualifikation in eigener Welt +++ Red Bull hofft auf Reifenvorteil im Rennen +++

20:06 Uhr

Ferrari gesteht: Schwieriger als erwartet

Da dieses Thema nun vom Tisch ist, schauen wir noch einmal auf Ferrari. Sportdirektor Laurent Mekies erklärt im Hinblick auf das Debakel: "Wir wussten, dass es schwierig wird. Es war aber schwieriger als erwartet. Unser Rückstand ist schwierig zu verstehen. Wir müssen das sehr sorgfältig analysieren, und das packen wir jetzt an. Wenn das erledigt ist, werden wir hoffentlich wissen, was zu tun ist."

"Wir wollen uns nichts vormachen. Das Rennen ist das Rennen. Ein langes Rennen, 71 Rennen. Ein paar Kleinigkeiten können wir noch ändern. Und das Feld liegt sehr eng beisammen. Abgesehen von Mercedes. Aber dahinter wird es ein harter Kampf. Darin sind Charles und Sebastian sehr gut. Wir hoffen, dass uns die Temperaturen für den Renntrimm entgegenkommen. Aber es wird schwierig", so Mekies.

22:37 Uhr

Das war's für heute!

Damit drehen wir den Ticker für heute auch zu. Die letzten Worte gehören dem Mann, der morgen von Pole starten wird ;-) Hab noch einen schönen Abend, schlaf dich aus und bis morgen!


21:30 Uhr

Das Ferrari-Debakel in Zahlen

Wir haben schon darüber gesprochen, dass Ferrari und auch die beiden Kundenteams deutlich langsamer waren als 2019 in Spielberg. Die Formel 1 liefert uns mit dieser Grafik freundlicherweise auch die Zahlen dazu. Ein ziemlich brutaler Absturz - vor allem wenn man sich anschaut, dass fast alle anderen Teams (deutlich) zugelegt haben!


20:56 Uhr

"Podium" in der Formel 2

Übrigens gab es in der Formel 2 einen leicht anderen Ablauf als in der Formel 3. Dort fand das "Ersatzpodium" (siehe früherer Eintrag) nicht im Parc Ferme sondern direkt auf der Zielgeraden statt, wie man in diesem Video am Ende sehen kann. Wir gehen davon aus, dass es sich dort auch morgen nach dem Formel-1-Rennen befinden wird.


20:48 Uhr

Williams: Einzug in Q2 hätte klappen können

Unter anderem hat George Russell im Williams heute beide Alfa-Piloten geschlagen. Der Brite verrät: "Mit einem perfekten Windschatten hätte es [mit dem Einzug in Q2] klappen können. In der Session davor hat mir Alex einen perfekten Windschatten spendiert. So war ich zwar insgesamt gesehen auf die Runde schneller, aber auf den Geraden haben zwei Zehntel gefehlt."

"Ganz ehrlich: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir so konkurrenzfähig sein würden", zeigt sich Russell zufrieden und ergänzt: "Fühlt sich gut an, mal nicht 19. zu sein! Wir haben schon gewusst, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben. Aber ich dachte, dass wir trotzdem in der letzten Reihe stehen würden." Eine positive Überraschung neben McLaren als auch für das andere Traditionsteam.


20:40 Uhr

Bitteres Kimi-Fazit: "Bei weitem nicht da, wo wir sein wollen"

Von Gewinner McLaren zu Verlierer Alfa Romeo. Die Plätze 18 und 19 sind - ebenso wie bei Motorenpartner Ferrari - eine Katastrophe. Das weiß auch Kimi Räikkönen, der erklärt: "Nach den Trainings war uns schon klar, dass es kein einfacher Tag wird. Aber da stehen wir halt. Wir müssen das Auto schneller machen. Wir sind nicht so gut wie vergangenes Jahr. Es ist das erste Rennen. Wir sind bei weitem nicht da, wo wir sein wollen. Aber das ist die Realität." Und die tut ziemlich weh.


20:30 Uhr

McLaren: Seidl rechnete nicht einmal fest mit Q3!

Für den Teamchef kam der vierte Platz von Lando Norris wohl ziemlich überraschend! Er verrät: "Nach Freitag sind wir eigentlich davon ausgegangen, dass es eng werden könnte, ins Q3 zu kommen, weil das Feld so dicht zusammenliegt." Auch deshalb gibt er sich weiter zurückhaltend. "Ich wäre froh, wenn wir gute Punkte mitnehmen können. Das wäre eine gute Basis für die nächsten Rennen", so Seidl bescheiden.

"Am Freitag haben wir gesehen, dass einige der Autos um uns herum und hinter uns ein sehr starkes Renntempo gehen können. Wir dürfen nicht abheben. Wir wissen, wo unsere Schwächen liegen, und wir wissen auch, dass wir erstmal abliefern müssen im Rennen. [...] Und Racing Point und Ferrari werden im Rennen sicher stark sein", prophezeit er. Ein Extralob gibt es für Norris.

"Es war eine brillante Runde von ihm. Besonders nachdem er den ersten Q3-Run abbrechen hat müssen, wegen eines Sensorproblems, das wir beheben mussten. Aber nicht einmal das hat ihn aus dem Rhythmus geworfen. Er ist ruhig und gelassen geblieben. Das zeigt, dass er über den Winter einen guten Schritt gemacht hat. Er hat sich gemeinsam mit den Ingenieuren gut auf die Saison vorbereitet und auch als Persönlichkeit einen guten Schritt gemacht", lobt Seidl.


20:22 Uhr

Pole-Runde im Video

Zumindest heute war Mercedes auf jeden Fall nicht zu schlagen. Passend dazu gibt es hier die Pole-Runde von Valtteri Bottas noch einmal im Video:


20:14 Uhr

Unterschiedliche Reifen: Spannungsfaktor am Sonntag?

Red Bulls Chefingenieur Paul Monaghan erklärt im Hinblick auf das Thema: "Der C4 [Soft] hat am Freitag bei manchen ziemlich stark abgebaut. Der gelbe Reifen scheint ein bisschen haltbarer zu sein. Und wenn die Wettervorhersage stimmt, wird es morgen noch wärmer als heute. Was es für den C4 nochmal schwieriger macht, gut zu überleben. Also haben wir versucht, für den ersten Stint einen besseren Reifen zu wählen."

"Wenn der C4 eingehen sollte, sind wir mit Max auf dem C3 [Medium]. Sollte es umgekehrt kommen, sind wir mit Alex auf dem C4. Wir haben alle Optionen. Und es ist immer gut, wenn du schon zwei Positionen hinter der Pole stehst, wenn du wenigstens nicht auf den gleichen Reifen bist", so Monaghan. Für Andrew Shovlin von Mercedes war der Medium-Reifen dagegen "nicht wirklich" eine Option.

"Wir hatten darüber gesprochen, und wir verstehen, warum es Red Bull so macht. Sie dachten wahrscheinlich auf Basis der Freitagsdaten, dass wir vorne liegen. Und wenn du hinten startest, ist es manchmal besser, auf die alternative Strategie zu setzen. Aber wir befinden uns in einer ungewöhnlichen Situation, weil hier alle drei Reifen wirklich gut funktionieren. Sie sind einander sehr ähnlich", betont er.

"Der große Unterschied ist: Je härter der Reifen, desto länger die Lebensdauer. Was sie vielleicht probieren werden: Wenn wir an die Box kommen und wechseln müssen, werden sie vielleicht länger draußen bleiben und auf den Offset gehen, um gegen Ende des Rennens frischere Reifen zu haben und vielleicht überholen zu können", so Shovlin. Hoffen wir mal, dass es spannend wird!


19:59 Uhr

Die komplette Begründung im Wortlaut ...

... gibt es hier.


19:53 Uhr

Begründung

Hamilton gab an, dass er in Kurve 5 an einem grünen Lichtsignal neben der Strecke vorbeifuhr. Aus den Onboardaufnahmen geht hervor, dass gleichzeitig gelbe und grüne Signale gezeigt wurden und der Fahrer daher sich widersprechende Signale sehen konnte. Angesichts dessen haben die Kommissare entschieden, von weiteren Maßnahmen Abstand zu nehmen.

Eine Strafe gab es übrigens für sein anderes Vergehen. Da wurde Hamilton in der Tat nachträglich eine Rundenzeit gestrichen. Das ist aber deshalb egal, weil diese erste Runde in Q3 sowieso langsamer als seine zweite war. Am Ergebnis ändert sich damit nichts.


19:50 Uhr

Gelbe Flaggen: Keine Strafe gegen Hamilton!

Das Ergebnis ist da: No further action - also keine Strafe für Hamilton! Mehr dazu gleich.


19:43 Uhr

Dieses Bild sorgt für Ärger

In den sozialen Medien verbreitete sich heute ein Bild, auf dem zu sehen ist, wie Sebastian Vettel mit Helmut Marko und Christian Horner spricht. Das Problem: Dabei wird keine Maske getragen und auch der Sicherheitsabstand nicht eingehalten. Das geht natürlich nicht! Deswegen gibt es laut der Kollegin Jennie Gow von der 'BBC' nun Ärger für Red Bull und Ferrari. Der COVID-19-Delegierte der FIA werden beide Teams noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, die Corona-Maßnahmen zu respektieren. Eine Strafe müssen beide Teams aber nicht erwarten.


19:29 Uhr

Wolff: Keine Lust mehr auf Ferrari-Diskussionen

Bleiben wir doch gleich einmal beim Thema. Toto Wolff hat dazu in seiner (Online-)Medienrunde ziemlich klare Worte gefunden. "Ich möchte dazu nichts mehr sagen. Ich denke, es wurde genug dazu gesagt. Ich möchte nicht über Ferrari sprechen", so Wolff. Besonders Teamchef Binotto bekommt es ziemlich ab. Eine Frage dreht sich darum, dass Ferrari die (mehr als offensichtlichen) Rückschritte im Vergleich zu 2019 kleinrede.

"Nicht sie reden es klein - Mattia hat das getan. Ich kann mir das nicht mehr anhören", winkt er ab. Ein weiteres Beispiel: Wolff wird gefragt, ob er Binotto heute Abend - angesichts der schlechten sportlichen Leistung - aufmuntern würde. "Ich würde gerne alle bei Ferrari aufmuntern, denn sie sind ein fantastisches Unternehmen mit fantastischen Leuten. Aber ich habe keinen Grund, Mattia aufzumuntern." Peng!


19:15 Uhr

Dramatischer Ferrari-Einbruch

Und damit meine ich nicht nur das Werksteam. Auch die Kundenteams Alfa Romeo und Haas waren heute im Nirgendwo. Alle drei Teams waren deutlich langsamer als 2019 in Spielberg. Da liegt die Vermutung natürlich sehr nahe, dass das etwas mit dem Antrieb zu tun hat. "Fragt Ferrari", entgegnet Haas-Pilot Grosjean, als er darauf angesprochen wird. Es sei zudem schwierig, unterschiedliche Jahre miteinander zu vergleichen.

Trotzdem räumt auch der Franzose ein: "Insgesamt sind alle [Teams mit] Ferrari-Power-Unit im Qualifying etwas zurückgefallen - oder die anderen haben sich verbessert. Aber ich denke, dass wir im vergangenen Jahr einen Vorteil hatten, den wir jetzt nicht mehr zu haben scheinen." Noch einmal zur Erinnerung: Bei Ferrari betont man weiterhin, 2019 im Bereich des Motors nicht betrogen zu haben.

Dass man nun 2020 deutlich langsamer ist, daraus soll einfach jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.


19:03 Uhr

Bottas: Auto kurz vor Quali "in Einzelteile zerlegt"

Andrew Shovlin verrät: "Das dritte Training verlief relativ gut, aber kurz vor dem Qualifying mussten wir einen Kabelbaum am Getriebe von Valtteris Auto austauschen. Es ist immer etwas beunruhigend, wenn das Auto kurz vor dem Qualifying in seine Einzelteile zerlegt wird. Aber die Mechaniker haben fantastische Arbeit abgeliefert und wir waren zum Beginn der Qualifikation startbereit." Und am Ende hat es dann ja sogar zur Pole gereicht. Ob es am Sonntag eine komplette erste Mercedes-Startreihe gibt oder nicht, das wird dann die Untersuchung gegen Hamilton klären ...


18:53 Uhr

Wolff: Deswegen wurde die Strategie nicht gesplittet

Wir wollen die Wartezeit nutzen, um ein weiteres Thema des Tages aufzulösen. Warum setzte Mercedes in Q2 nicht einen der beiden Piloten auf den Medium-Reifen? Wolff verrät: "Auch wir haben über eine solche Strategie nachgedacht, aber es besteht das Risiko, am Start Zeit zu verlieren. Wir glauben trotzdem, dass hier eine Ein-Stopp-Strategie möglich ist, dann stellt der härtere Reifen nicht unbedingt einen Vorteil dar."

"Da es Verstappen ein bisschen an Pace auf einer schnellen Runde gefehlt hat, war es die richtige Entscheidung für ihn, im Q2 auf die Medium-Reifen zu setzen. Für morgen sind viel höhere Temperaturen vorhergesagt, was die Aufgabe nicht einfacher machen wird. Für morgen hoffen wir auf eine starke Zuverlässigkeit und darauf, dass unsere Pace gut genug ist, um vorne zu bleiben. Ich freue mich auf den Kampf.", so Wolff.


18:43 Uhr

Das sagt Hamilton selbst

Der Weltmeister betont, keine gelben Flaggen gesehen zu haben. "Ich fuhr um die Kurve, ging aufs Gas und dachte, dass Valtteri vielleicht neben die Strecke gekommen und später wieder darauf zurückgefahren sei. Ich schaute also nach Kies oder einem Auto auf der Strecke - aber da war nichts, als machte ich [mit einer schnellen Runde] weiter." Erst später haben er dann bemerkt, was passiert sei.


18:28 Uhr

Spielberg: Kein gutes Pflaster für Hamilton

Kurios: Es wäre für Hamilton im Fall der Fälle bereits die dritte Strafe in den vergangenen vier Jahren in Spielberg. 2017 musste er in der Startaufstellung fünf Positionen nach hinten, weil sein Getriebe gewechselt werden musste. 2019 waren es drei Plätze, weil er Kimi Räikkönen blockierte. Und 2020? Wir warten ab. Die Anhörung läuft seit 18:15 Uhr.


18:22 Uhr

Rückblick: Hamiltons Runden in Q3

Der Weltmeister fuhr zwei gezeitete Runden in Q3. Die erste (bei der er entweder in der Runde selbst oder in der Runde davor zu weit draußen war) war eine 1:03.061. Seine zweite Runde (die er möglicherweise unter Gelb gefahren ist) war mit 1:02.951 minimal schneller. Sollte man ihm also die ersten Rundenzeit streichen, wäre das grundsätzlich kein Problem. Aber: Wenn man ihm auch die zweite Zeit noch streicht, weil unter Gelb gefahren, dann hätte er plötzlich gar keine Rundenzeit in Q3 mehr ...


18:16 Uhr

Zweites Vergehen

Und Hamilton muss sich gleich noch für ein weiteres Vergehen verantworten. In seinem ersten Run in Q3 war er in Kurve 10 einmal zu weit draußen. Im schlimmsten Fall könnte ihm damit seine Rundenzeit nachträglich gestrichen werden. Das könnte nach gestern wieder ein spannender Abend werden ...


18:13 Uhr

Untersuchung gegen Hamilton

Jetzt könnte es auch noch Ärger für den Weltmeister geben! Er wurde zu den Rennkommissaren zitiert, weil er [in der Bottas-Situation] die gelben Flaggen missachtet haben soll. Sollte das stimmen, dann könnte eine Rückversetzung in der Startaufstellung drohen. Beispiel: Im Vorjahr in Mexiko musste Verstappen für ein ähnliches Vergehen drei Plätze zurück.


18:08 Uhr

Renault: "Sollten etwas besser sein"

Bei den Franzosen ist man mit P10 (Ricciardo) und P14 (Ocon) ebenfalls nicht übermäßig glücklich. "Wir sollten etwas besser sein als P10. Morgen können wir aber versuchen, noch etwas mehr zu zeigen", erklärt Ricciardo, der verrät: "Ich habe in Q1 ziemlich viel Randstein mitgenommen, aber das Auto ist dabei nicht auseinandergefallen. Ich hätte da leicht schon raus sein können, mit gebrochenem Querlenker oder so."

In Q3 regte er sich dann am Funk lautstark über die von Bottas verursachte Staubwolke auf. "Ich habe mich vielleicht zu sehr reingesteigert", grübelt er und berichtet: "Ich hatte Staub gesehen. Ich vermutete aber, da war jemand einfach mit seinem Hinterrad [über den Randstein] hinausgekommen. Das ist möglich in Kurve 4, ohne Probleme. Und dann sah ich gelbe Flaggen und dachte, man hatte überreagiert."

"Offensichtlich aber ist [Bottas] wirklich abgeflogen. Das hatte ich nicht gesehen. Egal. Wenn es so war, dann hatte ich eben Pech", so Ricciardo, der darauf hofft, am Sonntag noch etwas nach vorne kommen zu können. Leicht wird das im engen Mittelfeld - zu dem offenbar auch Ferrari zählt - aber nicht werden.


17:59 Uhr

Racing Point erwartet engen Kampf im Mittelfeld

Für Perez (P6) und Stroll (P9) sind die Platzierungen an sich natürlich gut. Andererseits dürfte man etwas enttäuscht sein, hinter McLaren gelandet zu sein. Perez erklärt: "Es ist mir nicht gelungen, noch mehr Zeit zu finden in Q3. Wahrscheinlich hat mir da ein bisschen Windschatten gefehlt. Einen solchen hatte ich nicht in Q3. Ich fuhr alleine. Ein bisschen Pech [war auch im Spiel], denn ich fuhr die gleiche Rundenzeiten wie Albon."

"Leider hat er seine Rundenzeit zuerst erzielt. Ansonsten war es eine gute Leistung, finde ich. Es war eine saubere, gute Runde. Ohne Windschatten lässt du aber auf den Geraden etwas Zeit liegen. Wir haben aber eine gute Ausgangslage für den Sonntag. Der Renntrimm sollte konkurrenzfähig sein. Wir sollten dazu in der Lage sein, von der ersten Runde an nach vorne zu gelangen", zeigt er sich optimistisch.

"Wir hatten die McLaren in unserer Region erwartet. Was bisher passiert ist, war aber nur Training. Morgen sollten wir dazu in der Lage sein, die Fans zuhause zu unterhalten", kündigt er an, und ergänzt: "Ich gehe davon aus, dass wir einen starken Renntrimm haben werden. Natürlich: Das Rennen wird eine große Unbekannte, weil niemand weiß, wer wo steht. Wir können aber sicher mitmischen."

Stroll erklärt: "Ich habe gesehen, dass es Seb [Vettel] nicht ins Q3 geschafft hat. Es ist wirklich eng. Jede Runde kannst du fünf oder sechs Positionen aufholen oder verlieren. Es ist toll für die Fans und uns Fahrer. Wir wollen enge Zeiten sehen, und das sehen wir. Das sollte eine wirklich aufregende Saison werden."


17:48 Uhr

Enttäuschung für Mick Schumacher

Wir biegen ganz kurz einmal ab und schauen, wie das erste Rennen der Formel 2 in Spielberg aus deutscher Sicht ausgegangen ist. Die gute Nachricht: Mick Schumacher konnte lange um den Sieg mitkämpfen und lag zwischenzeitlich sogar in Führung. Die schlechte Nachricht: Nach einem Fehler fiel er auf Platz zwei liegend weit zurück und beendete das Rennen schließlich nur auf P11. Zumindest die Performance bis zu seinem Ausritt war aber vielversprechend! Morgen gibt es noch ein zweites Rennen im Formel-1-Unterbau.


17:40 Uhr

Zweite Startreihe: McLaren positiv überrascht

P4 für Lando Norris ist mit Sicherheit eine der positivsten Überraschungen an diesem Samstag. Bei 'Sky' erklärt er: "Wir hatten [vor dem Saisonstart] unsere Erwartungen, wo wir sein wollen. Und von Beginn an waren die Racing Points wirklich sehr schnell. Daher dachten wir nicht, dass wir an ihnen dran sein, oder sie gar schlagen würden. Aber als wir mit weniger Sprit gefahren sind, wurde das Auto immer besser."

"Ich habe mich gut gefühlt. Im Vorjahr waren wir schon sehr gut auf dieser Strecke. Wir waren voller Selbstvertrauen und der Kurs liegt uns einfach. Hoffentlich läuft das Rennen morgen gut. Wir fahren hier zwei Rennen, daher hoffen wir, dass wir das wiederholen können", so Norris, der allerdings im Hinblick auf Racing Point warnt: "Sie waren definitiv schneller als wir am Freitag."

"Das Rennen ist dann wieder eine ganz eigene Geschichte", bremst er die Erwartungen. Teamkollege Sainz ergänzt: "Ich bin wirklich besonders glücklich damit, wie das Team heute abgeliefert hat. Ich denke, das sind großartige Neuigkeiten, das Team auf einem so hohen Niveau performen zu sehen. Es zeigt, dass sich das Auto verbessert hat, das ist ebenso toll." Der Spanier selbst wurde "nur" Achter.

"Ich persönlich hatte kein einfaches Wochenende bislang", erklärt e und ergänzt: "Wir wissen noch nicht warum, aber ich habe mich in den schnellen Kurven bislang noch nicht so wohlgefühlt. Das schauen wir uns an. Das müssen wir verbessern. Ich bin dennoch auf einem gebrauchten Reifensatz auf P8 gefahren, das bedeutet, dass wir weiterhin pushen können und morgen ein noch besseres Rennen haben sollten."


17:30 Uhr

Das Vettel-Aus im Video

Hier ist auch noch einmal gut zu sehen, dass Vettel in seiner entscheidenden Runde in Q2 bereits in Kurve 1 einen Fehler machte. Aber selbst wenn er es in Q3 geschafft hätte: Das Ergebnis für Ferrari wäre wohl nur minimal besser ausgefallen. Das Aus in Q2 ist aber natürlich die Höchststrafe gewesen.


17:21 Uhr

Die letzten Momente des Qualifyings ...

... gibt es hier noch einmal im Video. Im Hinblick auf Bottas' Ausritt erklärt Wolff im 'ORF': "Das wird [Hamilton] sicher beeinflusst haben, aber Valtteri war auch schneller unterwegs. Er war zwei Zehntel schneller als seine vorherige Runde bis zu dem Zeitpunkt. Die Strecke liegt ihm, das wissen wir. Wir wissen natürlich nicht, wie das Endresultat gewesen wäre, aber die beiden sind generell stark gefahren." Hamilton selbst sagte ja dagegen unmittelbar nach Ende, dass es für ihn keine Rolle gespielt habe.


17:11 Uhr

Gegner rechnen am Sonntag noch mit Ferrari

Wobei mit "Gegner" dieses Mal nicht Mercedes und Red Bull sondern Renault und McLaren gemeint sind ... Lando Norris erklärt bei 'Sky': "So gern ich auf das Rennen vorausblicke, stehen da schon einige Autos hinter uns [die schnell sind], speziell Ferrari. Ihre Rennpace sieht sehr stark aus. Aus welchen Gründen auch immer, sind sie im Qualifying weit zurück, aber so auch der Racing Point."

Und Daniel Ricciardo erklärt: "Ich habe mich dieses Wochenende nicht so sehr mit den Longruns beschäftigt. Man würde erwarten, sie [Ferrari] sehen im Longrun ein bisschen besser aus. Klar ist: Derzeit sind sie nicht superschnell. Ich würde sagen, ab P4, Lando, ist es ziemlich eng. Da liegen acht bis zehn Fahrer innerhalb von ein bis zwei Zehntel im Renntrimm. Hoffentlich wird es also lustig im Rennen."

Bei Ferrari wird man das sicher nicht so "lustig" finden.


17:01 Uhr

Reifenwahl: Wolff lobt Red Bull

Auch bei Mercedes ahnt man, dass die Reifensituation am Sonntag eine Rolle spielen könnte. Im 'ORF' erklärt Wolff: "Verstappen wird morgen ein Thema sein mit dieser Offset-Strategie mit dem Medium. Das ist unheimlich clever, wenn du weißt, dass es ein bisschen fehlt an der Performance auf einer Runde. Er kann morgen wesentlich länger fahren. Aber so soll es ja sein, spannend."

Im Hinblick auf noch wärmere Temperaturen am Sonntag erklärt er: "Das wird dann schwierig für uns, weil natürlich der Soft früher eingehen wird als der Medium, und deswegen war der Schachzug sicher clever." Bleibt natürlich die Frage, warum man bei Mercedes nicht auch einen Fahrer auf Medium gesetzt hat. Möglicherweise, um Chancengleichheit zu gewährleisten? Den Speed für diese Strategie in Q2 hätte man nämlich ziemlich sicher gehabt.


16:53 Uhr

Schumacher: Kritik an Ferrari-Führung

Bleiben wir einmal bei der Scuderia. Dort gibt es nach dem heutigen Ergebnis weitere Kritik an Teamchef Binotto. Ralf Schumacher erklärt bei 'Sky': "Wenn man sich mal überlegt, wie das Ganze angefangen hat. Thema Weltmeisterschaft letztes Jahr, und das war alles sehr schwierig, dann die ganzen Querelen intern, dann das Thema Motor, jetzt die zweite Chance."

"Und jetzt fahren halt Teams wie Racing Point und McLaren, die sie im Moment überholt haben", kritisiert er. Nick Heidfeld ergänzt: "Das hat sich bei den Tests ein bisschen abgezeichnet. Für mich trotzdem überraschend. Das ist mit Sicherheit nicht der Anspruch, den man hat, dass man gerade so in Q3 reinkommt und auf einer Strecke wie Spielberg eine Sekunde Abstand hat."

Für Schumacher hat Ferrari vor allem ein strukturelles Führungsproblem. "Zu Michaels Zeit waren es drei federführende Menschen, und ich würde behaupten, dass es bei Mercedes insgesamt fünf sind. Und wenn die sich verstehen unter der Oberleitung von Toto Wolff, dann ist das vielleicht möglich. Aber man hat das Gefühl, dass es bei Ferrari nicht ganz so ist. Eine One-Man-Show [wie bei Binotto] wird in dem Bereich nicht mehr funktionieren", so Schumacher.


16:42 Uhr

Leclerc gibt sich positiv

Auch für den Monegassen war das Qualifying mit P7 ein Debakel. "In solchen Momenten muss man positiv gestimmt sein, auch wenn es schwerfällt, etwas Positives zu finden", sagt er bei 'Sky' und ergänzt: "Ich meine aber, das ist die richtige Arbeitseinstellung, wenn man versuchen will, aus diesen schwierigen Zeiten herauszukommen. Ja, es ist schwierig. Wir müssen aber als Team arbeiten und können morgen hoffentlich möglichst stark sein, um zu versuchen, alle ein bisschen aufzuheitern."

Heute Abend dürfte die Stimmung bei der Scuderia aber ziemlich am Boden sein.


16:36 Uhr

Red Bull hofft auf wärmere Temperaturen

Verstappen hat es bereits angedeutet, Helmut Marko unterstreicht diese Aussage nun. Im 'ORF' erklärt er: "Wir haben uns steigern können, aber im entscheidenden letzten Lauf ist kein guter Run gelungen. Der Abstand zu den Mercedes ist relativ groß. Positiv ist: Max startet als einziger Fahrer in den Top 10 mit dem Medium. Wenn die Temperaturen weiter so ansteigen, könnte das glaube ich ein ganz entscheidender Faktor werden."

Man habe auch "noch nicht" das Maximum aus dem RB16 herausgeholt. "Wir haben kein optimal liegendes Auto. Das sind immer noch Feinabstimmungen, aber die kommen mit mehr Kilometer - aber die Richtung stimmt", zeigt sich Marko zuversichtlich und ergänzt: "Es wundert mich bei der Überlegenheit, dass sie [Mercedes] nicht zumindest ein Auto auch auf den gelben Reifen [Medium] gestellt haben. Aber uns soll das recht sein."

Er ist überzeugt: "Wenn der Reifenverschleiß nur annähernd so bleibt, wie wir ihn berechnet haben, dann kann das im Rennen ein gewichtiger Vorteil sein."