Wird das eine Erleichterung, wenn Williams sich endlich für einen zweiten Fahrer entscheidet und die Spekulationen ein Ende haben werden. Noch müssen wir aber im Dunkeln tappen und uns dabei selbst zusammenreimen, wohin die Reise gehen könnte. Der heißeste Kandidat auf das Massa-Cockpit ist und bleibt Robert Kubica. Doch so sehr sich manche Motorsport-Romantiker auch das Comeback des Polen herbeisehnen, die Kritiker halten dagegen.
"Was ist, wenn beim Start vor ihm ein Auto fast stehenbleibt oder ein Wagen sich vor ihm dreht, und er mit einem abrupten Manöver dem Hindernis ausweichen muss? Ich bezweifle, dass dies mit der Kraft einer Hand überhaupt geht", wird Ex-Pilot Jacques Villeneuve von der 'Auto Bild' zitiert. "Wir hatten diese Situation in Brasilien. Ricciardo drehte sich kurz nach dem Start und einer der Sauber musste extrem verreißen, um den Frontalaufprall zu verhindern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass du dazu zwei voll funktionsfähige Hände brauchst. Hätte Kubica das auch geschafft?"
Ein weitere ehemaliger Kollege äußert seine Kritik gleichermaßen unverblümt. "Ehrlich gesagt ist das Ganze ein Witz", so Juan Pablo Montoya. "Ich bin mir sicher, dass Robert nicht mehr hundertprozentig in der Lage ist, ein Formel-1-Auto so am Limit zu bewegen, wie es sich gehört. Wie soll das in seiner Situation funktionieren?"
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