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Formel-1-Newsticker

Formel 1 Baku 2019: Der Donnerstag in der Chronologie

Aktuell im Formel-1-Live-Ticker: +++ Ferrari mit Updates und vorsichtigem Optimismus +++ Alfa Romeo kassiert Rückversetzung in der Startaufstellung +++

11:24 Uhr

Weiter geht's mit der Formel 1!

Hallo und herzlich willkommen zum Formel-1-Live-Ticker! Wir melden uns zum Vorprogramm für den Aserbaidschan-Grand-Prix in Baku. Schön, dass Du wieder mit dabei bist!

Für Dich im Ticker-Einsatz ist heute und für den Rest des Wochenendes Stefan Ehlen. Bei Fragen, Anregungen und Kommentaren erreichst Du mich am besten via Twitter unter @stefan_ehlen oder über das Kontaktformular auf unserer Webseite.

Vor Ort in Baku ist dieses Mal auch unser Chefredakteur Christian Nimmervoll. Er und unsere vielen weiteren Kollegen von Motorsport Network werden uns am Wochenende mit aktuellen Informationen und Stimmen aus dem Fahrerlager versorgen. Und damit fangen wir direkt heute an! ;-)


11:28 Uhr

Startplatzstrafe für Alfa Romeo

Geht nicht gut los für Alfa Romeo in Baku: Antonio Giovinazzi und Kimi Räikkönen müssen an ihren Boliden jeweils eine neue Steuerelektronik einbauen lassen. Für Räikkönen ist es die zweite Einheit, für Giovinazzi aber schon die dritte. Letzteres hat Konsequenzen: Weil pro Saison nur zwei Sätze der Steuerelektronik verwendet werden dürfen, wird Giovinazzi in der Startaufstellung in Baku um zehn Positionen zurückversetzt. So steht es im Reglement.


11:49 Uhr

Der Hintergrund zur Alfa-Romeo-Strafe

Die Steuerelektronik von Alfa Romeo stammt von Ferrari, dem Motorenpartner des Teams. Und die Ferrari-Steuerelektronik bereitet in dieser noch jungen Saison schon viele Probleme: Nach dem Technikdefekt bei Charles Leclerc in Bahrain hatte Ferrari seinen Kunden Haas und Alfa Romeo für das dritte Rennen in China einen Wechsel der Steuerelektronik nahegelegt, doch Alfa Romeo verzichtete "aus Sicherheitsgründen" auf den Austausch. Prompt ereilte Antonio Giovinazzi im Qualifying ein Elektronikschaden, im Rennen musste Kimi Räikkönen zittern. Vor Baku hat Alfa Romeo reagiert – und sich damit die erste Komponentenstrafe des Jahres eingehandelt.


12:05 Uhr

Antriebskomponenten: Was ist erlaubt, was nicht?

Nutzen wir doch die Gelegenheit und werfen einmal einen Seitenblick auf das, was in diesem Jahr in der Formel 1 erlaubt ist. Konkret: Wie viele Antriebskomponenten dürfen verwendet werden? Das ist im Reglement genau festgelegt. Hier die Übersicht:

je 3 Einheiten
Verbrennungsmotor, MGU-H, Turbolader

je 2 Einheiten
Energiespeicher, Steuerelektronik, MGU-K

Und der dazugehörige Strafenkatalog sieht so aus:

- Bei Verwendung einer vierten/dritten Einzelkomponente: +10 Startplätze
- Bei jeder weiteren zusätzlichen Einzelkomponente: +5 Startplätze
- Ab einer Strafversetzung um 15 Startplätze: ans Ende der Startaufstellung


12:17 Uhr

Und sonst so?

Jetzt haben wir ausführlich von Alfa Romeo gesprochen, und von der ersten Startplatzstrafe in diesem Jahr. Aber: Auch anderen Teams drohen Rückversetzungen in der Startaufstellung. Toro Rosso etwa setzt in Baku für seine beiden Fahrer schon den jeweils dritten Verbrennungsmotor ein und alle Renault-Autos sind bereits mit der letztmöglichen MGU-K-Einheit vor einer Strafe unterwegs.

Auf Fahrerseite ist vor allem Formel-1-Neuling Alexander Albon gehandicapt: Er ist bereits bei allen Komponenten am zulässigen Maximum angekommen (!) und wird in den restlichen Rennen im Kalender sicher noch mehrere Male strafversetzt werden.

Die Übersicht der bisher verwendeten Komponenten findest Du hier. Achtung: Wir aktualisieren die Liste erst, sobald mit den getauschten Komponenten auch gefahren wurde.


12:30 Uhr

Vor einem Jahr in Baku

Bevor vorausschauen auf das Rennwochenende 2019, hier ein kleiner Rückblick auf 2018: Du erinnerst Dich noch an den Baku-Grand-Prix im vergangenen Jahr? Es könnte dieser Moment gewesen sein, der Valtteri Bottas aus der Riege der WM-Titelkandidaten hat ausscheren lassen ... Was für ein Pech!


12:39 Uhr

Einer fängt in Baku ganz bei null an ...

Kaum zu glauben, aber wahr: In Baku ist Robert Kubica ein Formel-1-Neuling. Denn der Kurs wurde erst während seiner Auszeit in den Kalender aufgenommen, nämlich 2016. Und Kubica hat schon seit 2010 kein Stadtrennen mehr bestritten. "Für mich ist alles komplett neu", meint er.

Was Kubica bei der Vorbereitung auf Baku nicht geholfen hat: der Williams-Simulator. "Leider ist die Strecke in unserer Simulation nicht besonders repräsentativ", erklärt er. "Baku ist da einfach nicht auf dem Niveau, auf dem es sein sollte. Ich muss daher bei null anfangen."

Er denke deshalb noch gar nichts an das Rennen am Sonntag. "Für mich geht es jetzt erst einmal darum, ein gutes Gefühl auf diesem Stadtkurs aufzubauen. Dann sehen wir weiter."


12:54 Uhr

Punkte für Williams? Kubica winkt ab

Auch im vierten Rennen sei es nicht wahrscheinlich, dass Williams eine Top-10-Chance habe, sagt Robert Kubica. "Wir liegen zu weit zurück, um auch nur darüber nachzudenken." Andererseits gelte Baku als ein Rennen, das besonders turbulent verlaufen könne. "Da ist vieles möglich. Wenn etwas passiert, kannst du weiter vorne landen." Planen lasse sich dergleichen aber nicht.

2017 hatte Lance Stroll als Williams-Fahrer für eine Überraschung gesorgt, als er in Baku den dritten Platz belegte. Es war sein zweites Punkteergebnis überhaupt und nur eines von vier Top-10-Resultaten in diesem Jahr. Stroll erzielte auch 2018 mit Platz acht Punkte in Baku und fuhr danach nur noch ein weiteres Mal in die Top 10.


13:01 Uhr

Regen in der "Stadt der Winde"

Derzeit regnet es leicht in Baku. Doch Prognosen zufolge soll es am Wochenende größtenteils trocken bleiben beim Grand Prix in Aserbaidschan. In unserem aktuellen Wetter-Update erfährst Du mehr dazu – und warum Baku seinem Beinamen "Stadt der Winde" speziell am Samstag und am Sonntag gerecht werden wird …


13:27 Uhr

Es tut sich schon was in Baku

Donnerstag ist Medientag in der Formel 1. Und deshalb reiht sich am Nachmittag ein Interview an die nächste Gesprächsrunde. Von Robert Kubica haben wir gerade schon gehört, seine Fahrerkollegen äußern sich im Moment oder im weiteren Verlauf dieses Donnerstags.

Und die ersten Fotos aus dem Fahrerlager gibt es ebenfalls schon. Unsere Agenturen LAT und Sutton haben unsere Bildergalerie bereits mit einigen Aufnahmen vom Kaspischen Meer bestückt. Also gleich mal reinschauen, Baku als Kulisse für einen Grand Prix kann sich echt sehen lassen!


Fotos: Grand Prix von Aserbaidschan, Pre-Events



13:45 Uhr

Formel-1-Neuling bewertet sich selbst mit "60 Prozent"

Mein Kollege Scott Mitchell kommt gerade zurück von einer Gesprächsrunde mit McLaren-Fahrer Lando Norris. Letzterer ist einer der Formel-1-Neulinge in diesem Jahr. In Baku wurde er nach einer Selbstbewertung gefragt. Seine persönliche Einschätzung liege bei 60 Prozent. Er sei vor allem vor seiner Grand-Prix-Premiere in Australien überaus angespannt gewesen und habe den Formel-1-Einstand daher gar nicht richtig genossen.


13:52 Uhr

Worum es Honda beim Motoren-Update geht

Bei den Medienrunden von Red Bull und Toro Rosso war mein Kollege Adam Cooper ein aufmerksamer Zuhörer und hat erfahren, weshalb Honda bereits beim vierten Rennen des Jahres eine Motoren-Ausbaustufe zündet. Alle Piloten haben unisono betont: Es gehe dabei vor allem um die Zuverlässigkeit, nicht so sehr um eine Leistungssteigerung.

Dass Honda mit verfrühten Motorenwechseln Gefahr laufen könnte, am Saisonende einige Startplatzstrafen zu erhalten, sehen die Fahrer bisher nicht. Die bisher verwendeten Antriebe könnten schließlich auch in Zukunft noch eingesetzt werden. Und Max Verstappen meint: Solange sich die Leistung verbessert, könne er sich nicht beschweren.


14:07 Uhr

Zwischendurch: Pirelli benennt Österreich-Reifen

Eigentlich dreht sich ja gerade alles um Baku und den Aserbaidschan-Grand-Prix. Aber Formel-1-Reifenlieferant Pirelli hält diesen Donnerstag für den idealen Termin, sein Material für den Österreich-Grand-Prix in Spielberg Ende Juni vorzustellen, nämlich die Mischungen C2, C3 und C4. Dabei handelt es sich um die mittleren Reifen aus dem Pirelli-Portfolio, das insgesamt fünf Reifentypen umfasst.

C2, C3 und C4 ist die bisher am häufigsten verwendete Kombination in diesem Jahr. So fuhr die Formel 1 schon in Australien und in China. Auch in Aserbaidschan ist diese Aufstellung dabei, genau wie in wenigen Wochen in Frankreich und eben in Österreich.

Die härteste Mischung C1 kam bisher nur in Bahrain zum Einsatz und wird in Spanien erneut gebraucht. Die weichste Mischung C5 gibt in Monaco ihr Saisondebüt und ist anschließend auch in Kanada dabei.


14:24 Uhr

Albon: Unfallmotor noch in Untersuchung

Toro-Rosso-Fahrer Alexander Albon weiß bisher nicht, ob er den in China bei seinem Trainingscrash beschädigten Honda-Antrieb noch einmal verwenden kann. "Der Motor wird noch immer untersucht", sagte er in Baku. "Sicher sind wir uns noch nicht, aber es ist ziemlich wahrscheinlich, dass der Motor okay ist. Vielleicht verwenden wir ihn wieder, um Kilometer abzuspulen." Zumindest einen Einsatz an einem Formel-1-Freitag stuft Albon für den Unfallmotor als "möglich" ein.

Das Bild zeigt das Unfallauto von Albon direkt nach dem Crash im dritten Training in Schanghai.

Alexander Albon Toro Rosso Red Bull Toro Rosso Honda F1 ~Alexander Albon (Toro Rosso) ~

14:35 Uhr

Gasly verspricht "gute Fortschritte" im Red Bull

Red-Bull-Fahrer Pierre Gasly glaubt, in Baku werde es ihm schon "viel leichter" fallen, den Red Bull RB15 ans Limit zu bringen. "Nach China haben wir ein paar gute Lösungen gefunden", meint er. "Die Leistung dürfte schon an diesem Wochenende besser sein. Und auf Platz sechs mit der schnellsten Rennrunde lässt sich aufbauen. Ich weiß, was ich an meinem Fahrstil ändern muss, um dem Auto noch mehr entgegen zu kommen." Er erwarte daher "gute Fortschritte" in Aserbaidschan.

Bisher hat Gasly eine stetige Verbesserung erzielt: Im Qualifying war er dieses Jahr bereits 17., dann 13. und schließlich Sechster, im Rennen Elfter, Achter und Sechster. Zufrieden sei er damit aber noch nicht, denn sein Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen hole noch mehr aus dem Auto heraus. "Er hat aber natürlich auch den Vorteil, dass er die Leute um sich herum schon kennt. Für mich ist es immer noch eine neue Umgebung mit neuen Ingenieuren. Da braucht es etwas Zeit, bis es stimmig zusammenpasst", sagt Gasly.


14:48 Uhr

Haas: Baku wird nur Schadensbegrenzung

Nach den schwachen Rennleistungen in Bahrain und in China hat Haas nachgebessert. Laut Teamchef Günther Steiner sollen Updates dem VF-19 auf die Sprünge helfen und das Auto schon in Baku wieder konkurrenzfähig machen. "Wir haben neue Teile produziert, nachdem wir das Problem erkannt hatten. Wir konnten es klar und deutlich in den Daten sehen", sagt Steiner. "Am Freitag finden wir heraus, ob unsere neuen Teile auch die Lösung sind. Wir haben in jedem Fall etwas gelernt."

Er könne trotzdem nicht versprechen, dass die Haas-Probleme damit erledigt seien. "Für das Rennen", sagt Steiner, "bin ich nicht sehr optimistisch. Wir werden möglicherweise wieder Schwierigkeiten damit bekommen, die Reifen im idealen Arbeitsfenster zu halten. Deshalb geht es für uns darum, auch hier in Baku möglichst viel für die restliche Saison zu lernen. Hier geht es für uns nur ums Durchkommen und um Schadensbegrenzung."

Zur Erinnerung: Haas hat nur beim Auftakt in Australien gepunktet und ist seither in der WM-Tabelle hinter Renault und Alfa Romeo zurückgefallen.


15:01 Uhr

Jetzt: Die Pressekonferenz in Baku

Um 15 Uhr (MESZ) beginnt die Pressekonferenz vor dem vierten Formel-1-Saisonrennen. Mit dabei sind: Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo), Kevin Magnussen (Haas), Lance Stroll (Racing Point), Nico Hülkenberg (Renault) und George Russell (Williams).

Die wichtigsten Aussagen kriegst Du wie immer alsbald hier in diesem Ticker serviert.


15:11 Uhr

Verstappen: Woran es bei Red Bull noch hapert

Formel-1-Fahrer Max Verstappen erklärt vor dem Rennen in Baku, wo sein Red-Bull-Team mit dem RB15 noch Nachholbedarf hat. "Ich denke nicht, dass mit dem Auto grundsätzlich etwas falsch läuft. Aber wir brauchen einfach noch mehr Grip", sagt Verstappen. "Die Mannschaft arbeitet aber bereits an neuen Teilen für das Fahrzeug. Und wenn jeder sein großes Update gemacht hat, dann werden wir sehen, ob wir damit bessere Arbeit geleistet haben als die Konkurrenz."

Aus seiner Sicht positiv zu sehen sei, wie sehr sich Honda als Motorenlieferant gesteigert habe. "Wir sind jetzt näher an Mercedes dran", meint Verstappen. Ferrari sei aber inzwischen zur neuen Topspeed-Messlatte aufgestiegen. "Der Abstand zu ihnen ist gewaltig, allerdings für alle hier. Sie scheinen da irgendwie richtig gut gearbeitet zu haben. Und wir müssen uns noch mehr ins Zeug legen, um den Rückstand wettzumachen."


15:16 Uhr

Russell fehlt krankheitsbedingt

Eigentlich hätte Williams-Fahrer George Russell in Baku an der Pressekonferenz teilnehmen sollen, doch dort wurde der Brite kurzfristig entschuldigt. Wie mein Kollege Adam Cooper auf Nachfrage erfahren hat, fühle sich Russell "schon seit ein paar Tagen" unwohl und habe es deshalb vorgezogen, nicht vor die Journalisten zu treten. Details zum Zustand von Russell wurden bisher nicht genannt.

Für den Fall, dass Russell in Aserbaidschan nicht fahren kann, hätte Williams mit Nicholas Latifi theoretisch einen Ersatzpiloten zur Hand. Latifi hat bereits für das Team getestet und zählt in der Nachwuchsklasse Formel 2 zu den Spitzenpiloten. Problem dabei: Er hat nicht genug Punkte für die Formel-1-Superlizenz ...


15:30 Uhr

Ferrari: Baku wird kein "Schicksalsrennen"

Klappt's im vierten Anlauf? Das ist die Frage, die sich vor dem Rennen in Baku mit Blick auf Ferrari stellt. Denn nach bisher drei Mercedes-Doppelsiegen wird eine Antwort aus Maranello erwartet. Charles Leclerc zeigt sich auch betont zuversichtlich, dass eine eben solche erfolgen werde: "Von jetzt an haben wir ein Paket, das in die richtige Richtung geht. Es sollte um einiges besser sein, zumindest ist es das auf dem Papier", meint der neue Ferrari-Fahrer.

Leclercs Teamkollege Sebastian Vettel dagegen will noch nicht zu viel versprechen, deutet aber sichtbare Updates am Ferrari SF90 an: "Wir haben einige Neuerungen, die am Auto zu sehen sind." Man werde jedoch das Freitagstraining abwarten müssen, um eine Zwischenbilanz dazu ziehen zu können.

Vettel will den öffentlichen Druck auf Ferrari nicht noch mehr ansteigen lassen. "Ich weiß, dass viele Leute das hier als eine Art Entscheidungsrennen ansehen. Aber wir haben noch viele Rennen vor uns. Ich wünschte, dass wir am Ende der Saison sagen können, dass [Baku] der Wendepunkt gewesen ist. Aber momentan weiß ich es nicht, und es ist mir auch egal."


15:41 Uhr

Hamilton denkt "nicht zu sehr" an WM-Vorsprung

Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton macht sich nicht zu viel aus der aktuellen Situation in der WM-Gesamtwertung. "Wir hatten gerade mal drei Rennen. Ich denke also nicht zu sehr darüber nach", sagte der Titelverteidiger in Baku. "Aber ja: Der Saisonstart lief viel besser als wir das erwartet hatten. Doch es ist noch ein weiter Weg."

Er wolle sich auch nicht in Spekulationen ergehen über mögliche WM-Rivalen, so Hamilton weiter. "Dafür ist es einfach noch zu früh. Ich kann es nicht einschätzen. Ich weiß nur: Wir werden mitmischen. Und wir tun alles dafür, dass wir am Ende vorne stehen."


15:52 Uhr

Leclerc "nicht besessen" vom ersten Formel-1-Sieg

Nachdem ihn ein technischer Defekt in Bahrain den scheinbar sicheren Sieg kostete, will Charles Leclerc so schnell wie möglich diesen ersten Formel-1-Erfolg nachholen. "Ich bin aber nicht davon besessen", versichert der Ferrari-Pilot.

Viel wichtiger sei es ihm, die maximale Leistung aus dem SF90 herauszuholen. "Dann werden die Ergebnisse schon kommen", meint Leclerc. "Aber ich fiebere schon darauf hin, sofern es je passiert. Ich arbeite dafür, allerdings nicht wie ein Besessener. Denn nur ans Gewinnen zu denken, das wäre keine gute Herangehensweise für ein Rennwochenende."


16:00 Uhr

Vettel klärt Funkspruch aus Schanghai auf

"Wir hatten es! Wir hatten es! Aber wir wissen schon warum. Wir wissen warum."

So hatte sich Ferrari-Pilot Sebastian Vettel im Anschluss an das Qualifying in Schanghai geäußert, als er von seiner Platzierung hinter den beiden Mercedes-Piloten erfuhr. Was er mit seinem Funkspruch genau meinte? Das erklärte Vettel in Baku:

"Der Wind hat sich ziemlich gedreht. Zugegeben: Im ersten Streckenabschnitt habe ich extrem davon profitiert, aber nicht mehr im zweiten Teil des Kurses. Deshalb hast du automatisch das Gefühl: Wenn das nicht gewesen wäre … Denn der Wind drehte von Rücken- auf Gegenwind." Er habe "etwa zwei Zehntel" auf der Gegengeraden verloren. "Das ging aber anderen Piloten genauso", sagt Vettel. "Aber in dem Moment dachte ich, es hätte nur mich erwischt. Deshalb hatte ich geglaubt, wir hätten es [schaffen können]." Doch am Ende fehlten 0,278 Sekunden auf die Pole-Zeit von Lewis Hamilton.


16:14 Uhr

Hülkenberg & Renault: Ein bisschen Frust spielt mit …

Renault-Fahrer Nico Hülkenberg hat eingeräumt, dass sich bei seinem Team nach der mangelnden Zuverlässigkeit in den ersten Rennen ein bisschen Frust eingestellt habe. Andererseits ziehe man auch Zuversicht aus der ansonsten soliden Leistung, meint der Deutsche. "Natürlich ist es nie schön, wenn du solche Probleme oder sogar Ausfälle hast. Besonders nicht in einem so frühen Stadium der Saison. Da ist es wichtig, gute Punkte zu holen. Aber andererseits: Die Geschwindigkeit stimmt. Wir glauben, eine gute Basis zu haben."

Das große Renault-Ziel, den Anschluss zur absoluten Spitze herzustellen, muss aber wohl erneut verschoben werden. "Im Mittelfeld geht es überaus eng zu", sagt Hülkenberg. "Doch die Top 3 haben immer noch einen großen Vorsprung …"


16:29 Uhr

Italiener bekommt Testchance im Formel-1-Ferrari

Der 22-jährige Italiener Antonio Fuoco darf im Anschluss an den Spanien-Grand-Prix in Barcelona den aktuellen Ferrari SF90 testen. Der Ferrari-Junior hat bereits Probefahrten in Formel-1-Autos absolviert, aber noch keine Grands Prix bestritten. Deshalb kann er für die vorgeschriebenen Young-Driver-Tage eingesetzt werden – im Gegensatz zu den erfahrenen Ferrari-Simulator-Piloten Brendon Hartley und Pascal Wehrlein.

In Bahrain hatte Ferrari bereits Mick Schumacher eine Testmöglichkeit geboten. Wenn auch Fuoco seine Probefahrt absolviert hat, dann ist Ferrari seinen Young-Driver-Pflichten für 2019 vollständig nachgekommen.

Fuoco hat zuletzt in der Formel 2 Rennen gewonnen, bestreitet in diesem Jahr aber nur die italienische GT-Meisterschaft in einem Ferrari-Sportwagen – parallel zu seinen Aufgaben im Formel-1-Simulator des Traditionsteams.


16:52 Uhr

Formel-1-Technik: Ganz nah dran in Baku

Unsere Fotografen von LAT und Sutton sowie Giorgio Piola haben in der Boxengasse in Baku bereits einige interessante Technikaufnahmen angefertigt. Diese Detailfotos solltest Du Dir nicht entgehen lassen!

Selbstverständlich aktualisieren wir unsere Technik-Fotostrecke im weiteren Verlauf des Aserbaidschan-Grand-Prix regelmäßig mit neuen Bildern.


Fotostrecke: Formel-1-Technik: Detailfotos beim GP Aserbaidschan


17:02 Uhr

Hamilton über Leclerc: "Sehe viel von mir in Charles"

Ein junger Fahrer der dem Weltmeister gehörig Dampf macht. Die Situation bei Ferrari zwischen Charles Leclerc und Sebastian Vettel kommt Lewis Hamilton gut bekannt vor – und erinnert ihn an sein erstes Jahr bei McLaren an der Seite von Fernando Alonso. "Ich sehe viel von mir in Charles", sagt Hamilton. "Er ist ein bisschen jünger, als ich es damals war. Aber natürlich willst du als junger Bursche so schnell wie möglich in die Formel 1 und dann auch möglichst schnell einen Sieg."

"Ich wollte unbedingt den Weltmeister in meinem Team schlagen", erklärt Hamilton weiter. Leclerc habe genau die gleiche Einstellung. "Und er leistet bisher klasse Arbeit. Er fährt sehr gut, und das trotz der hohen Erwartungen bei einem Topteam wie Ferrari. Er muss einfach so weitermachen wie bisher, dann wird es klappen [mit dem ersten Sieg]."

Hamilton selbst hatte gleich in seiner Debütsaison 2007 mehrere Siege erzielt, den ersten davon schon in seinem sechsten Rennen. Außerdem verpasste Hamilton damals den WM-Titelgewinn nur knapp – auch, weil er sich mit Alonso ein beinhartes Teamduell geliefert hatte, das beide McLaren-Fahrer Punkte kostete.


17:09 Uhr

Racing Point: Spanien-Update zeigt wahre Stärke

Sergio Perez glaubt: Erst beim Europa-Auftakt in Spanien macht sich die neue Struktur bei Racing Point bemerkbar. Denn das erste große Update der Saison 2019 entstand gänzlich unter der Regie der neuen Eigentümer. "Es wird erstmals zeigen, wohin die Reise gehen kann", meint Perez. "Für uns wird das ein sehr wichtiges Wochenende."

Bisher habe Racing Point noch mit etlichen Altlasten gekämpft. "Die neue Geschäftsführung stieß erst spät im Jahr [2018] zum Team. Wir liegen daher etwas hinter unserem Zeitplan. Doch wir holen auf. Und wenn unsere Updates so funktionieren, wie wir das planen, dann sollten wir gute Fortschritte machen."


17:21 Uhr

Ferrari schließt nächste Stallregie nicht aus

Viertes Rennen, wieder Stallregie? Das schließt Ferrari in Baku zumindest nicht aus. "Priorität hat, unsere Punkte zu maximieren", sagt Sebastian Vettel. "Es ist doch normal, wenn man alles dafür tut, gut abzuschneiden. Das machen alle so." Er könne aber verstehen, weshalb das Thema Teamorder hohe Wellen schlage. "Es ist nur leider unmöglich zu wissen, wo wir in ein paar Monaten oder einem halben Jahr stehen. Das kann nur die Zeit zeigen." Sprich: Sollten Ferrari am Ende Punkte fehlen, weil es keine Stallregie gab, dann wäre der Ärger über die Niederlage umso größer.

Dass Stallregie nicht immer funktioniere, liegt laut Vettel in der Natur der Sache. "Von außen und nach einem Rennen betrachtet, ist es immer einfacher zu sagen."


17:36 Uhr

Sainz: McLaren-Topspeed ist teuer erkauft

Warum McLaren auf den Geraden so schnell ist? Das hat laut Carlos Sainz einen einfachen Grund: "Wir fuhren in den ersten drei Rennen mit etwas weniger [steilen] Flügeln als unsere direkten Gegner. Wenn also jemand ebenfalls auf wenig Abtrieb setzt, so wie wir in China oder in Bahrain, dann könnte uns dieser Vorteil genommen werden. Darauf müssen wir gefasst sein und mit noch weniger Abtrieb kontern, damit wir auf den Geraden konkurrenzfähig bleiben", meint Sainz.

Er selbst zeigt sich aber zufrieden mit der aktuellen Entwicklung: "Es ist ganz ehrlich das erste Mal in meinen fünf Formel-1-Jahren, dass ich auf den Geraden ordentlich unterwegs bin." Mit Ausnahme von 2016, als Toro Rosso Ferrari-Motoren verwendete, hat Sainz seine bisherige Karriere ausschließlich mit Renault-Antrieben bestritten.


17:46 Uhr

Räikkönen: Teamkollege kann nicht fair eingeschätzt werden

Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen hat sich schützend vor seinen Teamkollegen bei Alfa Romeo gestellt. Antonio Giovinazzi habe bisher noch nicht zeigen können, wozu er imstande sei. "Leider hatte er viele Probleme mit dem Auto. Dazu kommt natürlich seine geringe Erfahrung. Und je mehr Kilometer du abspulst, umso besser. Doch leider hat ihn die Zuverlässigkeit im Stich gelassen. Das war keine Hilfe."

"Hoffentlich kriegt er jetzt mal ein sauberes Wochenende. Dann kann man ihn viel besser einschätzen", meint Räikkönen. "Im Augenblick ist es nicht fair, ihn abzuschreiben. Denn ich glaube, er kann schnell sein. Aber wenn du an einem Rennwochenende auch nur eine Trainingseinheit verpasst, dann ist es ein Albtraum, dieses Handicap aufzuholen."

Alleine in Schanghai hatte Giovinazzi eine komplette Trainingseinheit verpasst und war nach einem Defekt im Qualifying ebenfalls nicht zum Fahren gekommen. Im Gegensatz zu Räikkönen, der in allen drei bisherigen Rennen gepunktet hat, ist Giovinazzi 2019 noch ohne WM-Zähler.


18:08 Uhr

Ricciardo: Perez ist das Vorbild in Baku

Was macht Sergio Perez in Baku anders? Das bleibt vorerst das Geheimnis des Mexikaners. Doch in Baku läuft es meist gut für ihn: Er ist der einzige Formel-1-Fahrer, der dort bereits mehrfach auf dem Podium stand, nämlich 2016 und 2018 jeweils als Dritter. "Für jeden aus den Mittelfeldteams ist er die Inspiration schlechthin in Baku", sagt Renault-Fahrer Daniel Ricciardo anerkennend. "Er ist das beste Beispiel. Denn bei einem solchen Grand Prix musst du einfach zur Stelle sein und deine Chancen nutzen."

Er selbst werde versuchen, für eine Überraschung zu sorgen, sagt Ricciardo, der Baku-Sieger von 2017. "Alles ist möglich, also hoffentlich wird es ereignisreich. Baku ist ja ein bisschen das Macau der Formel 1. Aufgrund der langen Gerade gibt es einen gewaltigen Windschatten, das schiebt das Feld zusammen und sorgt für enges Racing."

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