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Formel-1-Autos 2016: Sauber präsentiert den C35

Als letztes Team hat Sauber seinen neuen Boliden für die Formel-1-Saison 2016 vorgestellt: Mit dem C35 möchten sich die Schweizer im Mittelfeld etablieren

(Motorsport-Total.com) - Wird was lange währt, endlich gut? Als letztes Team hat Sauber heute seinen neuen Boliden für die Formel-1-Saison 2016 vorgestellt. Einen Tag vor der zweiten Woche der Wintertestfahrten in Barcelona ließen die Schweizer die Hüllen von ihrem Sauber-Ferrari C35 fallen und präsentierten das erneut in Blau und Gelb (durch Sponsor Banco do Brasil) gehaltene Auto auf ihrer Internetpräsenz, bevor man morgen erstmals damit auf die Strecke gehen wird.

Sauber C35

Der Sauber C35-Ferrari ist der neue Bolide für die Saison 2016 Zoom

Die Zielsetzung mit dem neuen Herausforderer ist für Teamchefin Monisha Kaltenborn eindeutig: "Wir wollen uns deutlich steigern", erklärt sie. "Natürlich haben wir eine gewisse Platzierung als Wunsch. Doch zuerst einmal ist es wichtig, sich im Mittelfeld zu etablieren. Erst dann werden wir uns auf einzelne Platzierungen fokussieren." Sauber tritt auch 2016 mit den Piloten Marcus Ericsson und Felipe Nasr an.

Der neue C35, der unter der Regie des neuen Technischen Direktors Mark Smith entstand, soll eine deutliche Weiterentwicklung des Vorgängers sein, mit dem Rang acht erreicht werden konnte. Vor allem auf drei Schlüsselfaktoren fußt das neue Konzept der Schweizer: erstens, auf der gegenüber 2015 unterschiedlichen Konzeption bei der Aerodynamik. Zweitens, auf den Anpassungen und Veränderungen in der Struktur des Antriebsstrangs. Drittens, auf der Reduzierung des Gesamtgewichts.


Präsentation des Sauber-Ferrari C35

"Bei der Entwicklung des Sauber C35-Ferrari gingen wir dieses Mal einen etwas anderen Weg", erklärt Smith. "Wir änderten unsere Philosophie in Bezug darauf, wie wir das Auto aerodynamisch weiterentwickeln wollen. Das klingt zunächst nicht nach viel, die Auswirkungen auf die Entwicklung des Autos sind aber signifikant. Dem neuen Sauber-Auto ist anzusehen, dass es eine Evolution darstellt."

Vor allem die Strukturveränderungen durch die Power-Unit von Ferrari sind sichtbar, denn die Einheiten sind nun kompakter und zentraler in der Fahrzeugmitte platziert. Das diesjährige Getriebe von Ferrari verschaffte den Designern und Ingenieuren so den Vorteil von mehr Kompaktheit, was die aerodynamische Effizienz erhöht. Auch die Seitenkästen sind kompakter und schmaler, als beim Vorgängermodell C34. Dies wiederum hat einen Einfluss auf das Kühlsystem, das ebenfalls enger und kompakter aussieht.

Mit dem neuen Boliden rechnen sich die beiden Piloten mehr aus als noch 2015: "Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem neuen Auto einen Schritt vorwärts machen, um konstanter und aus eigener Kraft in die Punkteränge fahren zu können", erklärt Marcus Ericsson und findet Zustimmung bei Teamkollege Felipe Nasr: "Das gesamte Team hat sehr hart daran gearbeitet, um die Bereiche im Auto zu eruieren, die wir verbessern können. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass uns ein Fortschritt gelungen ist. Wo wir uns damit platzieren können, wird die Saison zeigen."

In der ersten Testwoche in Barcelona war Sauber noch mit dem Vorjahresmodell unterwegs, was den Zeitplan für die Arbeit mit dem neuen Boliden ziemlich eng strickt. Lediglich vier Tage bleibt der Traditionsmannschaft aus Hinwil, um sich auf die Formel-1-Saison 2016 einzustellen. Das Rollout findet morgen im Rahmen der Testfahrten statt.

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