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Die große Rennanalyse mit Mario Theissen

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen über Heidfelds tolle Fights, das großartige Kubica-Comeback und den Vergleich zur Konkurrenz

(Motorsport-Total.com) - Robert Kubica beim Comeback nach dem Horrorcrash in Montréal Vierter, Nick Heidfeld trotz Rückenbeschwerden Fünfter - das Lazarett des BMW Sauber F1 Teams schlug sich heute in Magny-Cours mehr als beachtlich: "Neun Punkte - das ist das beste Ergebnis, das wir je erreicht haben. Damit kann man schon zufrieden sein", strahlte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Mario Theissen

Kann heute sehr zufrieden sein: BMW Motorsport Direktor Mario Theissen Zoom

"Es war ein tolles Wochenende für uns", fügte er in der Analyse beim TV-Sender 'RTL' an. "Nach den Schwierigkeiten in Übersee - dem Unfall, den Verletzungen - hat Robert schon am Samstag gezeigt, dass er voll wieder da ist. Heute sind beide Fahrer perfekt durchgekommen. Wir haben begeisternde Zweikämpfe von Nick mit Fernando Alonso gesehen, wie wir es lange nicht mehr gesehen haben. Das war klasse."#w1#

Begeisterung beim Duell Heidfeld/Alonso

"Ich habe es genossen, denn da sind absolute Profis am Werk." Mario Theissen

"Wir hatten auch ein paar bange Momente", fügte der Deutsche zum Duell Heidfeld/Alonso an, "aber ich habe es genossen, denn da sind absolute Profis am Werk. Da kann man davon ausgehen, dass die sich nicht gegenseitig ins Auto fahren. Einer von beiden wird am Ende die Nase vorne haben, aber der andere wird gerade mal einen Platz verlieren, nicht mehr. In so einer Situation kann man es wirklich genießen."

"Der Schlüssel war, dass Nick Alonso mehrere Runden hinter sich halten konnte, denn so konnte er nicht davonfahren. Dadurch funktionierte unsere Strategie", verwies Theissen auf die Tatsache, dass "Quick Nick" als Fünfter ins Ziel kam, der Doppelweltmeister als Siebenter. Das schreit doch nach einer Vertragsverlängerung für Heidfeld, oder? "Da müsste ich irgendwann auch mal drüber nachdenken, aber wir haben jetzt zunächst mal Silverstone, wir haben ordentlich zu tun. Dazu werden wir die Zeit dann finden", meinte er vielsagend.

Viel Applaus für Kubicas Comeback

"Er hat den Crash nicht so dramatisch erlebt wie wir vor dem Bildschirm." Mario Theissen

Aber auch Kubica wurde mit Applaus bedacht: "Es freut mich besonders für Robert, dass er nach dem Unfall hier so einen starken Auftritt hatte", so Theissen gegenüber 'Premiere'. "Er hat den Crash nicht so dramatisch erlebt wie wir vor dem Bildschirm, das hat er mir gesagt, aber trotzdem war das eine blitzsaubere Vorstellung. Offensichtlich stimmt das auch, er war jedenfalls von der ersten Runde am Freitag an voll da. Im Qualifying hat er sogar die beste Leistung bisher abgeliefert. Wahrscheinlich ist er stärker als vorher."

Der Minifight des Polen gegen Lewis Hamilton sei "ein Duell zweier Profis" gewesen, "denn man musste keinerlei Bedenken haben, dass sie miteinander kollidieren. Robert hat knapp die Oberhand behalten, hatte aber die schlechteren Karten, weil Hamilton mit neuen Reifen aus der Box kam - und gleich der erste Angriff hat dann auch gepasst. Das war aber kein Problem, es war nicht zu eng und das Rennen hat sich dann auch ganz normal weiterentwickelt."

"Robert hat jederzeit die vierte Position locker im Griff gehabt. Das war ein tolles Rennen von ihm", analysierte der BMW Motorsport Direktor. An den Fahrern kann es also nicht liegen, dass der erste Siegerpokal noch nicht im Trophäenschrank steht: "Wir haben von beiden Fahrern tolle Leistungen gesehen. Wenn unser Auto eine halbe Sekunde schneller ist, dann gewinnen wir auch Rennen", analysierte er.

Starts bleiben eine Stärke des F1.07

Nick Heidfeld vor Fernando Alonso

Nick Heidfeld hielt Fernando Alonso heute lange sehr gekonnt in Schach Zoom

Auch die Starts, die ja als Stärke des BMW Sauber F1.07 gelten, klappten wieder einmal genau nach Plan: "Bei Robert war es okay, der ist planmäßig auf Platz vier reingekommen in die erste Kurve. Nick hatte die Chance, einen Platz gegen Kovalainen zu gewinnen, ist aber auf der Innenseite eingeklemmt worden und hat sich dann eben auch auf seinen siebenten Platz eingereiht", analysierte Theissen.

Ein Wehrmutstropfen sei nur, dass die beiden Topteams "klar vor uns" sind, denn an Ferrari hatte man in Nordamerika schon ein wenig geschnuppert. Aber: "Ferrari hatte zwei enttäuschende Überseerennen - es war sogar so, dass wir schon dran waren. Sie haben sich hier aber eindrucksvoll zurückgemeldet, McLaren überholt und sicher und verdient diesen Doppelsieg nach Hause gefahren", analysierte der 54-Jährige nüchtern.

Keine Angst vor Renault

"Hier in Magny-Cours sind die Zeitabstände grundsätzlich gering." Mario Theissen

Renault sei "näher herangekommen, man darf das aber nicht überbewerten. Die Abstände sind sicher geringer gewesen als bisher, aber das gilt auch für die anderen Teams. Hier in Magny-Cours sind die Zeitabstände grundsätzlich gering. Und im Rennen haben wir ja ein klares Statement abgegeben, denn den Punktevorsprung haben wir deutlich ausgebaut", gab Theissen selbstbewusst zu Protokoll.

Nun geht es weiter zum Grand Prix von Großbritannien in Silverstone, wo von der Papierform her eine ähnlich starke Leistung möglich sein müsste. Den weiß-blauen Boliden schmecken nämlich besonders Hochgeschwindigkeitspassagen - und davon gibt es auf der Insel eine ganze Menge. Theissen blickt dem kommenden Sonntag daher optimistisch entgegen: "Ich hoffe auf eine Wiederholung dieser Performance in Silverstone."

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