GP Bahrain

Bahrain-Donnerstag in der Analyse: Jetzt packt Aston Martin aus!

Fo1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Gegner haben Aston Martin auf der Rechnung +++ Alonso: Keine Ahnung, wo wir stehen +++ Leclerc sieht Red Bull aktuell vorne +++

Der Donnerstag in der Analyse

In Bahrain ist es bereits kurz nach 21:30 Uhr, der erste Medien-Donnerstag 2023 endet damit langsam. Wir drehen unseren Ticker daher auch erst einmal zu. Morgen melden wir uns dann mit einer neuen Ausgabe zu den ersten beiden Trainings der neuen Saison zurück.

FT1 steht dieses Mal um 12:30 Uhr unserer Zeit an, FT2 um 16:00 Uhr. Dazwischen gibt es um 14:00 Uhr die PK der Teamchefs. Zum Abschluss des Tages noch einmal der Hinweis auf unsere Videoanalyse zum Medientag mit Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll.

Viel Spaß damit und bis morgen!


Medientag Bahrain: Jetzt packt Aston Martin aus!

Fernando Alonso gesteht: Er ist 2022 ein paar Rennen mit gebrochenen Knochen gefahren! Warum, das haben wir im Livestream erklärt. Weitere Formel-1-Videos


Bottas: Können wieder so gut wie 2022 starten

Damals wurde Bottas Sechster in Bahrain und punktete in sieben der ersten neun Saisonrennen. "Ich denke, es ist möglich", antwortet er auf die Frage, ob so ein guter Beginn auch 2023 wieder möglich sei.

Zwar sei das Mittelfeld "sehr eng" und es sei schwierig, nach den Tests konkrete Prognosen abzugeben. "Aber wir sind definitiv dabei", sagt der Finne und erklärt: "Ich hoffe wirklich, dass wir in der Mittelfeldgruppe vorne sind."

"Aber ich weiß es nicht. Es gibt noch zu viele Fragezeichen", bremst er die Erwartungen etwas. Optimistisch ist er aber.


Surer: Nur Aero-Handicap kann Red-Bull-Dominanz verhindern

Die Formel-1-Experten sind sich einig: Red Bull wird als Topfavorit in die neue Saison gehen, nachdem das Weltmeisterteam des Vorjahres bei den Testfahrten in Bahrain einen starken Eindruck hinterlassen konnte.

Mit dem Aerodynamik-Handicapsystem stellt sich jedoch die Frage, ob die Bullen über den Saisonverlauf von der Konkurrenz geschluckt werden könnten. Unser Experte Marc Surer glaubt, dass das die einzige Chance für die Gegner ist.

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier. Oder in unserem Video:


Keine Chance? Favorit "kann nur Red Bull sein"!

Für Marc Surer steht fest: Der Weg zur WM führt nur über Verstappen. Wir erklären, warum die Pirelli-Reifen für Red Bull und gegen Ferrari sprechen. Weitere Formel-1-Videos


Alonso: Habe keine Ahnung, wo wir stehen

Während die Konkurrenten Aston Martin teilweise über den grünen Klee loben, gibt sich Alonso selbst bewusst zurückhaltend. "Ich weiß es nicht. [...] Ich habe keine Ahnung, auf welcher Position wir sind", sagt er im Hinblick auf die Chancen in der neuen Saison.

"Das Ziel war es, mit diesem Auto einen Schritt nach vorne zu machen. Und ich denke, das haben wir geschafft", so Alonso, der betont, man habe "eine gute Plattform, um das Auto während [des Jahres] weiterzuentwickeln".

Ziel sei es dann, "nächstes Jahr" größere Ziele anzuvisieren. "Schritt für Schritt", stellt Alonso klar. Demut oder bewusste Tiefstapelei ...?


Hamilton: Aston Martin kann vorne mitkämpfen

Wir bleiben im Mittelfeld unterwegs. Oder zählt Aston Martin da womöglich schon gar nicht mehr dazu? "Soweit wir wissen, sind sie voll im Kampf [vorne] dabei", betont Lewis Hamilton und erklärt: "Ich freue mich wirklich sehr, dass Aston einen solchen Schritt nach vorne gemacht hat."

Zwar wisse man nach den Tests noch nicht sicher, wer genau wie schnell sei. "Aber es sieht so aus, dass sie sehr, sehr stark sind. Sie könnten ganz vorne mitkämpfen. [...] Ich kann nicht sagen, ob sie vor uns sind oder wir hinter ihnen. Wir werden es herausfinden", so Hamilton.

"Aber ich habe immer gehofft, dass es mehr als nur zwei oder drei Teams geben wird [die an der Spitze kämpfen]. Ich denke, dass sich das jetzt endlich abzeichnet, was positiv ist", betont der Rekordchampion.


Gasly: Alpine wird schneller sein als bei den Wintertests

Alpine sah bei den Tests auch nicht berauschend aus - zumindest bei den Shortruns. Aber da verzichteten die Franzosen auch auf die weichen Reifenmischungen, weshalb Gasly vor dem Auftakt angekündigt: "Wir werden schneller sein als bei den Tests."

"Wo wir damit stehen, das weiß ich selbst aber noch nicht", gesteht er. Man sei aber "ziemlich zuversichtlich", denn: "Bei den Probefahrten gab es positive Anzeichen, was die Leistung anbelangt."

"Wir wissen bereits, dass unser Paket passt", betont er. Wir sind gespannt, denn Alpine ist nach dem Test noch so eine kleine Wundertüte ...


Steiner gesteht: Longruns waren "nicht gut"

Der Haas-Teamchef räumt ein, dass die Longruns beim Test "nicht gut" gewesen seien. "Aber ehrlich gesagt wissen wir nicht wirklich, wo wir stehen", betont er. Denn in Bahrain sei eine Einschätzung schwierig, weil sich Dinge wir Temperatur oder auch Wind regelmäßig ändern.

Daher könne man nach den Tests kein echtes Fazit ziehen. Zudem sei Bahrain keine repräsentative Strecke für den weiteren Saisonverlauf. "Es ist ein spezielles Rennen", so Steiner. Daher werde man nun erst einmal das Wochenende abwarten und danach weiterschauen.

Oscar Piastri hat übrigens verraten, dass er McLaren ungefähr auf einem Level mit Haas sieht.


Livestream

Nicht vergessen: In Bahrain ist es gleich bereits 20:00 Uhr, deswegen melden sich Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll jetzt auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit ihrer Liveanalyse zum ersten Medien-Donnerstag der neuen Saison!

Gesprochen wird unter anderem über die Topteams, Aston Martin und Kanalmitglieder haben wie immer die Möglichkeit, auch selbst Fragen zu stellen.


Wetter: Die aktuelle Prognose für den Auftakt in Bahrain

Spoiler: Regnen wird es an diesem Wochenende nicht ;-) Trotzdem ist ein Blick in unsere Wetterprognose interessant, denn während die Temperaturen sich nicht sonderlich vom Test unterscheiden, könnte vor allem der Wind eine Rolle spielen.

Unsere komplette Prognose findet ihr hier!


Leclerc: Ferrari ist "eine Art Kompromiss eingegangen"

Die Scuderia hat für 2023 beim Topspeed nachgebessert. Leclerc erklärt dazu: "Wir sind [beim Auto] eine Art Kompromiss eingegangen. Wir haben das aber bewusst gemacht. Denn 2022 war der Topspeed wahrscheinlich eine Schwäche."

"Deshalb haben wir uns etwas mehr darauf konzentriert. Wir haben in diesem Bereich auch zugelegt, wenngleich wir etwas Speed in den Kurven verloren haben. Insgesamt aber haben wir gute Arbeit geleistet", zeigt er sich zufrieden.

"Wir haben nämlich bei allen Schwächen des vergangenen Jahres Verbesserungen erzielt. So gesehen bin ich ermutigt, dass wir ein gutes Auto haben. Wie viel wir gewonnen haben? Das sehen wir am Samstag im Qualifying", so Leclerc.


Norris: Saison startet für uns erst in Baku

Der Brite verrät außerdem, dass er bereits "vor drei Monaten" erfahren habe, dass es ein schwieriger Saisonstart werden würde. "Da wussten wir genau, welches Auto wir haben würden, wie viel Abtrieb wir finden und so weiter", erklärt er.

Das Problem sei, dass sich die Gegner eben teilweise stark verbessert hätten. Und laut Norris könnte McLaren in den ersten drei Rennen hinterherfahren. "Das, was wir in Baku bekommen, sollte das sein, womit wir in die Saison starten", berichtet er.

Die Teile, die beim vierten Saisonrennen an den MCL60 kommen sollen, bräuchte man gleich von Beginn an, wenn man zu den Topteams gehören wolle, so Norris, der erklärt: "Bis dahin werden wir einfach das Beste aus dem machen, was wir jetzt haben."

Echte Fortschritte erwartet er aber erst ab Baku.


Norris: Sind nicht schlecht, nur nicht besonders gut ...

So kann man es nach dem durchwachsenen Test natürlich auch ausdrücken! Der Brite erklärt: "Ich denke nicht, dass wir in einer schlechten Position sind. [...] Ich denke, dass wir nur nicht so gut dastehen, wie es alle erwartet hatten und wie wir es wahrscheinlich von uns selbst erwartet hatten."

Man sei also nicht da, wo man sein wolle, gesteht Norris. Aber das Auto sei nicht schlechter als 2022. "Wir haben nur keinen Schritt nach vorne gemacht", so Norris. Wenn das allerdings den anderen gelungen ist, dann bedeutet das natürlich zwangsläufig, dass man im Feld zurückfällt ...


Wolff: Werden wahrscheinlich aufholen müssen

Auch der Mercedes-Teamchef sieht seinen Rennstall für Bahrain nicht in der Favoritenrolle. "Der Wintertest in Bahrain verlief nicht ganz reibungslos. Wir hatten einige Zuverlässigkeitsprobleme und kämpften am zweiten Tag mit der Fahrzeugabstimmung", erinnert er.

"Aber das Hauptziel war es, etwas über das Auto zu lernen, und wir haben viel gelernt", betont er und erklärt: "Angesichts des Saisonabschlusses im vergangenen Jahr waren unsere Erwartungen, dass wir wahrscheinlich auf die Spitze würden aufholen müssen. Das scheint bisher der Fall zu sein."

"Dennoch sind wir zuversichtlich, dass wir ein Auto haben, mit dem wir arbeiten können, und dass wir in einer stärkeren Position sind als vor zwölf Monaten", gibt sich Wolff kämpferisch. Geht in die gleiche Richtung wie Hamiltons Aussagen.


Auch Häkkinen zweifelt an Hamiltons Zukunft

Obwohl der Rekordchampion selbst betont, an den Rücktrittsgerüchten sei nichts dran, schlägt mit Mika Häkkinen ein weiterer ehemaliger Weltmeister in die gleiche Kerbe. "Ich denke, er wird sehr motiviert sein", sagt er in einem Video für 'Unibet'.

Aber: "Es wird interessant sein, wie lange er noch Geduld für die Formel 1 hat. Es gibt so viel Kritik und so viele Kritiker. Ich bin mir sicher, dass er gerne eine Million Dinge sagen würde. Aber wer weiß, was für Diskussionen das auslösen würde?"

"Wenn das Auto gut ist und gewinnt, dann ist alles in Ordnung", weiß der Finne aus eigener Erfahrung. Wenn das nicht der Fall sei, dann brauche man eine große "mentale Stärke", erklärt der Champion von 1998 und 1999.

Auch er kann sich daher vorstellen, dass Hamilton irgendwann die Lust verliert.


Hamilton: Immerhin haben wir kein Bouncing

Auch zur Performance des eigenen W14 hat sich Hamilton geäußert und erklärt: "Ich wusste von dem Moment an, als ich das Auto [zum ersten Mal] fuhr, wo wir stehen und welche Herausforderungen auf uns zukommen würden."

"Positiv ist, dass wir in diesem Jahr kein Bouncing mehr haben, was ein großer Vorteil ist." Denn 2022 habe das Bouncing viele Probleme überdeckt. "Das haben wir jetzt also nicht mehr. Jetzt können wir uns auf die reine Performance konzentrieren", so Hamilton.

"Wir sind natürlich nicht da, wo wir eine Saison beginnen wollten", gesteht er. "Aber das ist immer noch ein Team und eine Gruppe von Menschen, die mehrere Meisterschaften gewonnen haben. Also glaube ich an sie."


Hamilton: Verstappen wird nicht nachlassen

Der Brite selbst gewann zwischen 2017 und 2020 vier WM-Titel in Serie. Und hätte Nico Rosberg ihn 2016 nicht geschlagen, wären es ab 2014 sogar sieben Titel in Folge gewesen. Folglich glaubt er auch nicht, dass Max Verstappen nach zwei Titeln nun nachlassen wird.

"Ich glaube nicht, dass er Fehler machen wird. Er ist ein Weltmeister. Ich würde seine Entschlossenheit oder seinen Fokus also nicht in Frage stellen. Ich denke, er wird genauso konzentriert sein wie immer", so Hamilton.

Über Red Bull sagt er: "Sie haben im vergangenen Jahr ein großartiges Auto entwickelt. Sie haben alle Rekorde in so ziemlich jedem Bereich weggeblasen. Und ich glaube, sie haben am Ende nicht einmal mehr gepusht und waren trotzdem weit vorne."

Es liege nun an Mercedes selbst, Red Bull und Verstappen einzuholen.


Perez: Sind noch nicht Weltmeister ...

Einige sehen Red Bull nach dem guten Test jetzt schon als Weltmeister. "Nein", stellt Sergio Perez klar und betont, man müsse "geduldig" sein. "Ich denke, niemand weiß wirklich, wo alle stehen", betont er. Zudem sei Bahrain "eine sehr einzigartige Strecke".

"Die Strecke verändert sich über den Tag sehr", erklärt er. Daher müsse man nun erst einmal abwarten, bis am Samstag erstmals alle unter gleichen Bedingungen auf der Piste seien. Der RB19 fühle sich aber auf jeden Fall wie ein guter Schritt nach vorne an.

Zu seinem Ex-Team Aston Martin sagt er übrigens: "Sie sind ein tolles Team. Ich würde mich sehr für sie freuen, wenn sie vorne dabei wären." Auch das bleibt aber zunächst noch abzuwarten.


Alonso: Bin 2022 mit Knochenbrüchen gefahren

Der Spanier glaubt nicht, dass sein Teamkollege an diesem Wochenende große Probleme haben wird, obwohl er kürzlich operiert wurde. Er selbst war vergangenes Jahr in Australien im dritten Qualifying des Jahres nämlich in die Mauer gekracht.

Der zweifache Weltmeister verpasste zwar kein Rennen, trug aber bis zum Großen Preis von Monaco Bandagen an seinem Handgelenk. Im Vorfeld des Saisonauftakts 2023 erklärt er nun, dass er noch bis August unter den Folgen eines Knochenbruchs in der Hand litt.

Die komplette Story gibt es hier!


Hamilton genervt von Rücktrittsgerüchten

Jenson Button sagte bei 'Sky' jüngst über seinen Ex-Teamkollegen Hamilton, dass er sich vorstellen könnte, dass dieser die Formel 1 verlassen werde, wenn Mercedes ihm erneut kein Siegesauto hinstellen könne. Sky-Kollege Damon Hill äußerte sich ähnlich.

"Es hilft nie, wenn Leute ohne Fakten Gerüchte in die Welt setzen", ärgert sich Hamilton über die beiden Ex-Weltmeister und erklärt: "Man würde annehmen, dass beide mich inzwischen kennen." Er habe nämlich keine Angst vor einer Herausforderung.

"Ich bin ein Kämpfer und wir kämpfen als Team. Ich liebe die Herausforderung, Lösungen zu finden", so Hamilton, dessen Mercedes-Vertrag Ende 2023 ausläuft. Er sei deswegen aber "ganz entspannt" und sehe auch keinen Zeitdruck.

Einen Abschied von Mercedes plane er auf jeden Fall nicht. "Ich habe eine großartige Beziehung zu Toto und zu Mercedes. Wir unterstützen uns gegenseitig und ich freue mich auf die gemeinsame Zukunft", so Hamilton.


Sainz: Genaue Prognosen sind unmöglich

Auch über Aston Martin hinaus hat sich der Spanier zum Kräfteverhältnis in der Formel 1 geäußert und erklärt: "Es ist kein Geheimnis, dass [die Top 3 und Aston Martin] am stärksten aussehen, wobei Red Bull wahrscheinlich die Nase vorn hat."

Allerdings könne man nicht genau sagen, wie die Reihenfolge innerhalb dieser großen Gruppe aussehe. Denn niemand wisse nach dem Test, wie "die letzten zwei oder drei Zehntel" aussehen, wie viel die Teams also noch im Tank haben.

"Aber am Ende sind in der Formel 1 die letzten zwei oder drei Zehntel am wichtigsten. Denn zwei oder drei Zehntel sind in dieser Welt eine große Zahl", erinnert er und betont: "Jetzt wollen wir sehen, wo wir in diese Matrix passen."

Die Antwort darauf wird es aber erst am Wochenende geben.


Stroll: So schlimm ist seine Verletzung wirklich

Am heutigen Medientag hat sich auch Lance Stroll den anwesenden Journalisten gestellt und über seine Verletzung gesprochen. Dabei bestätigte er, was weitgehend akkurat berichtet wurde. Beim Fahrradunfall in Spanien hat er sich das rechte Handgelenk gebrochen und das linke ebenfalls verletzt.

Am Mittwoch saß er in England erstmals im Simulator. Das habe sich "gut" angefühlt, sagt er, "was den Lenkeinschlag und meine Bewegungsmobilität betrifft. Wir haben den Lenkwiderstand sogar nach oben gedreht, aber es fühlte sich trotzdem gut an. Und wir haben auch Bodenwellen simuliert."

Was er sonst noch verraten hat, das könnt ihr hier nachlesen!


SF-23: Hat sich Ferrari wegen der neuen Reifen verzockt?

Wo wir gerade bei Ferrari sind: Unserem Experten Marc Surer ist bei den Testfahrten einiges am neuen SF-23 aufgefallen. Er hat gesehen, dass Ferrari zwar auf den Geraden schneller als im Vorjahr war, dafür aber etwas am Handling eingebüßt hat.

"Mir ist aufgefallen, dass das Heck immer ziemlich lose war. Und ich könnte mir vorstellen, das hängt mit den neuen Reifen zusammen", sagt er.

Seine kompletten Aussagen gibt es hier! Oder in unserem Video:


Keine Chance? Favorit "kann nur Red Bull sein"!

Für Marc Surer steht fest: Der Weg zur WM führt nur über Verstappen. Wir erklären, warum die Pirelli-Reifen für Red Bull und gegen Ferrari sprechen. Weitere Formel-1-Videos


Sainz: Aston-Martin-Pace keine Überraschung

Für viele Formel-1-Fans war die starke Performance von Aston Martin beim Test eine Überraschung. Für Carlos Sainz allerdings nicht. "Schon seit Dezember hört man die Gerüchte, dass Aston Martin dieses Jahr schnell sein wird", verrät er.

"Wir wissen alle, dass ihre Zahlen im Windkanal und im Simulator sehr gut waren", so Sainz. Bahrain habe daher nur "bestätigt", was man eh schon vermutet habe. Er gehe daher davon aus, dass Aston Martin 2023 vorne dabei sein werde.

"Und ich denke, das sind tolle Neuigkeiten für die Formel 1 und für Fernando [Alonso]", so der Spanier. Er freue sich darauf, dass dieses Jahr noch ein weiteres Team vorne mitmischen werde.

Ich persönlich bin da ja etwas skeptischer und warte erst einmal das erste Rennen ab ...


Hülkenberg: Kein Problem mit Magnussen

Haas hat 2023 eine spannende Fahrerpaarung, denn in der Vergangenheit waren sich Hülkenberg und Magnussen nicht immer ganz grün. Doch der Deutsche betont: "Tatsächlich haben wir hier [in Bahrain] vor einem Jahr das Eis gebrochen."

"Ich bin damals für Seb [Vettel] eingesprungen. Am Sonntagmorgen gab es das Fahrerfoto und wir standen zufälligerweise hintereinander. Da dachte ich mir: Es ist an der Zeit, das Eis zu brechen", erinnert er sich.

"Also reichte ich ihm lächelnd die Hand und sagte ihm seine Worte in sein Gesicht. Damit hat unsere Beziehung gewissermaßen begonnen. Seither läuft es ziemlich gut", so Hülkenberg. Im Winter habe man zusammen einige Medienaktivitäten absolviert.

"Ich sehe da keine Spannungen oder Reibungspunkte zwischen uns. Er ist ebenfalls ein Vater. Wir befinden uns also in einer ähnlichen Lebensphase. Ich freue mich, mit ihm zu arbeiten", betont er.


Neues Intro!

Darauf habe ich persönlich mich ja fast am meisten gefreut vor der neuen Saison: Die Formel 1 hat das offizielle Intro für 2023 veröffentlicht! Beim Stil ist man dabei ziemlich nah an der Version aus 2022 geblieben.

Aber ich will gar nicht zu viel quatschen, seht einfach selbst:


Bei dem Thema ...

... fällt mir direkt diese Fotostrecke ein. Es sind in der Formel-1-Geschichte nämlich sogar schon Fahrer Weltmeister geworden, die noch einen schlechteren Start als Verstappen 2022 hatten!


Fotostrecke: Formel-1-Weltmeister nach einer Nullnummer beim Auftakt


Sainz: WM wird nicht in Bahrain entschieden

Teamkollege Leclerc sieht Red Bull aktuell vor Ferrari, doch der Spanier spürt deswegen keinen zusätzlichen Druck. Denn 2022, als Leclerc zwei der ersten drei Rennen gewann, habe gezeigt, dass das für die WM gar nichts heißen müsse.

Und umgekehrt: "Wenn man im ersten Rennen mit zwei Autos ausfällt, bedeutet das nicht, dass man die Meisterschaft verliert. Denn genau das ist vergangenes Jahr mit uns und Red Bull passiert", erinnert Sainz.

Er betont daher: "Die Meisterschaft wird nicht in diesem ersten Rennen gewonnen oder verloren. Es sind noch 22 übrig." Man müsse daher einfach bei seinem Plan bleiben und dürfe sich nicht aus der Ruhe bringen lassen - ganz unabhängig vom Resultat.


"Sportswashing": Politiker fordern F1 und FIA zum Handeln auf

Seit 2004 steht der Große Preis von Bahrain im Formel-1-Kalender - und das wegen der Menschenrechtslage im Land nicht immer ohne Kritik. Einige Politiker kritisieren, indem die Formel 1 in Ländern wie Bahrain fahre, verstoße sie gegen ihre eigenen Grundsätze.

Mehrere britische Parlamentsabgeordnete haben gegenüber der FIA und den Formel-1-Chefs "ernste Bedenken" über deren Rolle beim "Sportswashing" im Vorfeld der in Bahrain und Saudi-Arabien beginnenden Saison 2023 geäußert.

Die komplette Story gibt es hier!


Albon: Williams in Bahrain das langsamste Team

Während sich fast alle einig sind, dass Red Bull als Favorit ins Auftaktrennen geht, sieht Alexander Albon seinen Rennstall aktuell ganz hinten in der Hackordnung. "Ich bin vielleicht etwas pessimistischer als optimistisch", so der Williams-Pilot.

"Ich denke, dass wir [...] das zehntschnellste Team sind", so Albon. Also das langsamste. "Man muss realistisch sein. Wir haben definitiv ein besseres Auto [als 2022] gebaut. Aber in Bezug auf die Pace hat das jeder, es ist also alles relativ", erinnert er.

Mit Punkten werde es daher schwer werden. "Damit das klappt, muss definitiv etwas passieren", so Albon. Mit anderen Worten: Wenn es weiter vorne im Feld keine Zwischenfälle gibt, wird Williams wohl ohne Zähler aus Bahrain abreisen.

Im Vergleich zu den anderen Teams sei man nämlich "etwas hinten".


PK vorbei

Damit endet die erste Fahrer-PK des Jahres auch. Die interessanten Aussagen waren ehrlich gesagt überschaubar, was aber natürlich auch kein Wunder ist, weil sich im Vergleich zum letzten Testtag am Samstag nicht mehr so viel getan hat.

Hier im Ticker geht es gleich weiter mit Aussagen aus den zahlreichen anderen Medienrunden und weiteren Infos und Geschichten aus dem Paddock in Bahrain!


Fotos: F1: Grand Prix von Bahrain (Sachir) 2023, Pre-Events



Russell: 2022 spielt keine Rolle

Im vergangenen Jahr schloss der Brite die WM vor seinem Teamkollegen ab. Er betont aber, dass diese Statistik "ziemlich irrelevant" sei, denn 2022 sei ein schwieriges Jahr gewesen, und Hamilton werde 2023 sicher zurückschlagen.

Zudem sei es bei Mercedes nicht das Ziel, nur den Teamkollegen zu schlagen. Man wolle schließlich ganz vorne um Siege und Titel kämpfen. Daher spielt der Sieg über Hamilton für ihn keine Rolle.


Russell: Kalender könnte Mercedes helfen

Warum? Weil Mercedes aktuell noch Rückstand hat. Daraus macht man kein Geheimnis. Russell erklärt, da sei es ein Vorteil, dass es zu Beginn der Saison nicht so viele Rennen gebe. Denn bis Ende April wird nach der China-Absage lediglich in Bahrain, Saudi-Arabien und Australien gefahren.

Russell hat daher die Hoffnung, dass Mercedes dadurch genug Zeit hat, um ab dem vierten Saisonrennen in Baku besser aufgestellt zu sein, wenn der Kalender knackiger wird.