Mehr als 100 Formel-1-Rennen, aber nie ein Sieg: Diese zehn Pechvögel durften in der "Königsklasse" nie ganz oben auf dem Podium jubeln ... (Stand: Saisonende 2025)
#10: Eddie Cheever (132 Starts, 9 Podestplätze, 1978 bis 1989)
Der US-Amerikaner ist vor allem in seiner Heimat erfolgreich und gewinnt 1998 unter anderem das legendäre Indianapolis 500. In der Formel 1 steht er immerhin neunmal auf dem Podium und holt 1982 und 1983 sogar zwei zweite Plätze. Ganz oben auf dem Treppchen kann er in der "Königsklasse" aber nie jubeln.
#9: Jean-Pierre Jarier (134 Starts, 3 Podestplätze, 1971 bis 1983)
Der Franzose steht in den 1970er-Jahren mit Shadow und Tyrrell dreimal auf dem Podest. 1975 in Brasilien verpasst er seine beste Chance auf einen Sieg, als er klar in Führung liegt und wenige Runden vor Schluss der Cosworth-Motor in seinem Shadow DN5 schlappmacht. Auch danach reicht es nie zu einem Sieg.
#8: Derek Warwick (146 Starts, 4 Podestplätze, 1981 bis 1993)
Der Brite fährt insgesamt elf Saisons in der Formel 1 und erlebt 1984 bei Renault sein bestes Jahr: Viermal steht er auf dem Podium, ein Sieg ist allerdings nicht drin. Für 1985 lehnt er ein Cockpit bei Williams-Honda ab - die wohl größte Fehlentscheidung seiner Karriere. Auf dem Podest steht er anschließend nie wieder.
#7: Martin Brundle (158 Starts, 9 Podestplätze, 1984 bis 1996)
Der heutige TV-Experte gewinnt in zwölf Formel-1-Saisons nie ein Rennen. Als er für 1994 bei McLaren unterschreibt, befindet sich das Team nach vielen glorreichen Jahren gerade auf dem absteigenden Ast. In dieser Saison kann man in Woking erstmals seit 1980 keinen einzigen Sieg bejubeln - sinnbildlich für Brundles Karriere.
#6: Romain Grosjean (179 Starts, 10 Podestplätze, 2009 und 2012 bis 2020)
Als Nelson Piquet jun. während der Saison 2009 bei Renault rausfliegt, bekommt der Franzose seine Chance - und nutzt sie zunächst nicht. Erst 2012 kehrt in die Formel 1 zurück, und holt für Lotus in den folgenden Jahren immerhin zehn Podestplätze. Ein Sieg ist aber - wie auch ab 2016 bei US-Team Haas - nie drin für Grosjean.
#5: Nick Heidfeld (183 Starts, 13 Podestplätze, 2000 bis 2011)
"Quick Nick" bringt es auf zwölf Jahre in der "Königsklasse". 13-mal steht er in dieser Zeit auf dem Treppchen, davon sogar achtmal auf Platz zwei! Kein anderer Formel-1-Pilot steht so oft auf der zweithöchsten Stufe des Podiums, ohne je ein Rennen zu gewinnen. Alleine 2008 wird der Pechvogel im BMW viermal Zweiter.
#4: Kevin Magnussen (185 Starts, 1 Podestplatz, 2014 und 2016 bis 2020 sowie 2022 bis 2024)
Der Däne fährt 2014 für McLaren - und gleich auf das Podium. Es sollte sein einziger Podestplatz bleiben. Denn sowohl bei Renault ab 2016 als auch bei Haas ab 2017 bleiben weitere Top-3-Ergebnisse aus. Aber: Magnussen hält sich über Jahre in der Formel 1 und erarbeitet sich den Ruf, ein besonders hartnäckiger Gegner zu sein.
#3: Lance Stroll (189 Starts, 3 Podestplätze, seit 2017)
Der Kanadier erzielt gleich in seiner ersten Formel-1-Saison ein Überraschungspodium für Williams und schafft es bei Racing Point erneut auf das Podest. Doch ein Sieg gelingt dem Unternehmer-Sohn nicht. Im Gegenteil: Meist steht er deutlich im Schatten seiner Teamkollegen - so wie bei Aston Martin neben Fernando Alonso.
#2: Andrea de Cesaris (208 Starts, 5 Podestplätze, 1980 bis 1994)
Obwohl der Italiener nie ein Rennen gewinnt, hält er sich 15 Jahre in der Formel 1! In der Saison 1982 ist der Sieg ausgerechnet beim legendären Rennen in Monaco zum Greifen nah, doch seinem Alfa Romeo geht in der letzten Runde der Sprit aus. Er wird noch als Dritter gewertet, doch mit einen Sieg klappt es auch danach nicht.
#1: Nico Hülkenberg (250 Starts, 1 Podestplatz, seit 2010)
2025 schafft es der Deutsche: endlich ein Podestplatz! Im Sauber fährt Hülkenberg in Silverstone als Dritter ins Ziel und wird damit einen unbeliebten Formel-1-Rekord los. Einen anderen hält er aber immer noch: den für die meisten Grand-Prix-Teilnahmen ohne Rennsieg, und das deutlich.
Mehr als 100 Formel-1-Rennen, aber nie ein Sieg: Diese zehn Pechvögel durften in der "Königsklasse" nie ganz oben auf dem Podium jubeln ... (Stand: Saisonende 2025)