Die hellblau-orangefarbene Lackierung des Sponsors Gulf zählt zu den Ikonen des Motorsport: Wir zeigen alle Formel-1-Autos, die mit diesem Design gefahren sind
Die hellblau-orangefarbene Lackierung des Sponsors Gulf zählt zu den Ikonen des Motorsport. Auch in der Formel 1 fuhren schon einige Autos im Design der Mineralölmarke. Unsere Fotostrecke zeigt, welche es bisher waren.
Scuderia Gulf Rondini (1976): Eine spezielle Gulf-Lackierung erschien erstmals in der Formel 1 während der Saison 1976, als der Privatfahrer Alessandro Pesenti-Rossi vier WM-Rennen mit einem Tyrrell 007 unter der Nennung "Scuderia Gulf Rondini" bestritt.
Das Debüt des Italieners fand beim 10. Saisonlauf am Nürburgring statt, wo er in den dunkelblauen Gulf-Farben antrat - allerdings völlig chancenlos war und Letzter der Qualifizierten wurde. Pesenti-Rossi lag 42 Sekunden hinter Polesitter James Hunt, konnte sich im Rennen aber etwas steigern und kam als 14. von 15 Fahrern ins Ziel.
Für seine restlichen drei Rennen in Österreich, den Niederlanden und Italien wechselte er zu einer helleren Lackierung. Pesenti-Rossi verpasste in Zandvoort die Qualifikation, startete aber in den beiden anderen Grands Prix, wobei Platz 11 am Österreichring sein bestes Ergebnis blieb - somit blieb er punktelos.
McLaren (2021): McLaren sorgte für Aufsehen, als das Team zum Großen Preis von Monaco 2021 eine auffällige blau-orange Gulf-Lackierung präsentierte und damit die ikonischen Farben zurück in die Formel 1 brachte. Das Gulf-Logo war bereits seit 2020 auf dem papayafarbenen McLaren zu sehen.
Das Team aus Woking untermauerte die Show auch mit Leistung: Lando Norris sicherte sich als Dritter hinter Max Verstappen und Carlos Sainz seinen zweiten Podestplatz der Saison.
Daniel Ricciardo konnte seinen Teamkollegen hingegen nicht erreichen - der Australier startete und beendete das Rennen auf Platz 12. Die Gulf-Lackierung kam bei den Fans so gut an, dass McLaren im darauffolgenden Jahr in Monaco ein auffälligeres Auto einsetzte - allerdings in den regulären Teamfarben.
Williams (2023): Nach dem Ende der McLaren-Partnerschaft Ende 2022 ging Gulf ab 2023 eine Zusammenarbeit mit Williams ein. Das Team aus Grove setzte daraufhin eine Sonderlackierung ein, ähnlich der McLaren-Version von Monaco, die bei den Grands Prix von Singapur, Japan und Katar zum Einsatz kam.
Die Auswahl erfolgte über eine Fan-Abstimmung, bei der vier von der Williams-Marketingabteilung entworfene Designs zur Wahl standen: Heritage, Contemporary, Visionary und Bolder than Bold. Letzteres gewann knapp gegen "Heritage" mit über 180.000 abgegebenen Stimmen und debütierte in Singapur.
Das erste Rennen verlief jedoch nicht erfolgreich. Alex Albon verpasste als Elfter knapp die Punkte, Logan Sargeant wurde 14.. Auch in Japan blieb das Team ohne Punkte, doch in Katar holte Albon zwei Zähler durch Platz sieben im Sprintrennen.
Williams (2025): Die spezielle Gulf-Lackierung kehrt beim Großen Preis von Brasilien 2025 für Williams zurück - erneut im Rahmen eines Fanprojekts. Dieses wurde im Juli bei einem Event in London vorgestellt, bei dem Fans Begriffe einreichen konnten, die am besten beschreiben, was Williams und Gulf für sie bedeuten.
Die Aktion erhielt den Namen "Driven by Words" (Angetrieben von Worten) und war von Anfang an für den Einsatz in Brasilien geplant. Über 140.000 Stimmen wurden abgegeben, und die eingereichten Wörter wurden in das Design integriert - das meistgenannte war "legacy" (Vermächtnis) mit 7.700 Stimmen.
"Als ein ikonisches Formel-1-Team mit einer meisterschaftsgekrönten Geschichte und einem klaren Plan, wieder zu siegen, wissen wir, dass Williams für Millionen von Fans auf der ganzen Welt eine große Bedeutung hat", sagte Teamchef James Vowles. "Diese unglaubliche Kampagne mit Gulf hat das wirklich zum Leben erweckt."
Die hellblau-orangefarbene Lackierung des Sponsors Gulf zählt zu den Ikonen des Motorsport: Wir zeigen alle Formel-1-Autos, die mit diesem Design gefahren sind