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"Plattform hat sich gut entwickelt": Wer sind die Köpfe hinter dem DTM-Boom?
Steigende Zuschauerzahlen, wachsende Reichweite und neue Zuversicht: Seit der ADAC-Übernahme Ende 2022 geht es mit der DTM aufwärts, aber wer steckt dahinter?
(Motorsport-Total.com) - Die DTM befindet sich im Aufwind: Nach den schwierigen Corona-Jahren und dem Wechsel auf das GT3-Reglement im Jahr 2021 hat sich das Zuschauerinteresse in den vergangenen Jahren positiv entwickelt, wie nicht nur ein Blick auf die Tribünen zeigt, sondern auch die Zahlen beweisen: 2025 gab es erneut ein sattes Plus von fast zehn Prozent, seit dem ersten ADAC-Jahr 2023 sogar um rund 20 Prozent.
© ADAC Motorsport
Tolle Kulisse auf dem Nürburgring: Die DTM erlebte 2025 einen Besucherzuwachs Zoom
Eine Entwicklung, die auch den Herstellern nicht entgangen ist. "Wir freuen uns, dass sich die Plattform in den vergangenen drei Jahren unter dem ADAC so gut entwickelt hat und hoffen, dass es so weitergeht", meinte Thomas Jäger, der bei Mercedes-AMG als sportlicher Leiter für den DTM-Bereich fungiert, beim gut besuchten DTM-Saisonfinale 2025 in Hockenheim.
Aber nicht nur vor Ort ist eine Art Aufbruchstimmung spürbar. Auch medial vermeldet der ADAC starke Zahlen: Seit dem Jahr 2023 hat sich die mediale Gesamtreichweite der Serie weltweit um 25 Prozent verbessert. Auch auf Social Media ist die Entwicklung spürbar: Mittlerweile folgen mehr als zwei Millionen Menschen den Kanälen der DTM. Das sind um 53 Prozent mehr als Anfang 2023.
Für die Verantwortlichen des ADAC sind das gute Nachrichten, denn als man die Serie im Dezember 2022 von Gerhard Berger übernommen hatte, standen sie vor einer Herkulesaufgabe: Nur wenige Monate blieben, um die Serie neu aufzustellen. Aber wer sind eigentlich die Architekten der aktuellen DTM?
ADAC-Sportpräsident Ennser besitzt Formel-1-Erfahrung
An oberster Stelle steht ADAC-Sportpräsident Gerd Ennser, der im Mai 2025 wiedergewählt wurde und damit in seine zweite Amtszeit geht, die erneut vier Jahre andauert. Unter der Leitung des 66-jährigen Passauers, der früher Rechtsanwalt war und auch als Sportkommissar in der Formel 1 und der Formel E agiert, hat der ADAC die Traditionsserie übernommen.
© ADAC Motorsport
Gerd Ennser gibt als ADAC-Sportpräsident bei der DTM die Richtung vor Zoom
Seitdem liegt der Fokus klar auf dem Kernland Deutschland, mittelfristig ist aber auch eine Erweiterung des Kalenders mit internationalen Rennen vorstellbar. Zudem wurde der optische Auftritt der Serie geändert und 2025 der synthetische Kraftstoff eingeführt.
Motorsportchef Voss kennt Team- und Streckenperspektive
Nach der Übernahme der DTM hat der ADAC mit der GTM GmbH eine eigene Betreibergesellschaft gegründet. Geschäftsführer der 100-Prozent-Tochter des ADAC ist mit Thomas Voss der Motorsportchef des Automobilklubs, der in Abstimmung mit Ennser die Richtung bei der DTM vorgibt.
© ADAC Motorsport
ADAC Motorsportchef Thomas Voss vor dem neuen DTM-Logo Zoom
Voss war in den 1990er-Jahren Teamkoordinator bei Abt, übernahm danach die Geschäftsführung und Leitung der populären BERU-Top-10-Events, in dessen Rahmen auch die Silhouetten-Serie V8 Star ausgetragen wurde.
Von 2008 bis 2016 fungierte er beim Kurs in Oschersleben als Geschäftsführer, ehe er beim ADAC als Nachfolger von Lars Soutschka den Motorsport- und den Klassikbereich übernahm. Durch seine Vita kennt Voss auch die Team- und Rennstrecken-Perspektive, was in seiner Rolle kein Nachteil ist.
Ansprechpartner der Teams fuhr 19 Mal das 24h-Rennen
Für das sportliche DTM-Tagesgeschäft ist Michael Rebhan zuständig. Der Oberpfälzer leitet den Sport- und Event-Bereich der Traditionsserie und ist - wie davor im ADAC GT Masters - der direkte Ansprechpartner für die Teams und Rennstrecken.
Und der 39-Jährige hat selbst Benzin im Blut. Erst 2025 war Rebhan wieder beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife am Start - zum insgesamt bereits 19. Mal. Während er die Rennaktivitäten inzwischen als reines Hobby betreibt, startete er 2009 beim 24-Stunden-Klassiker sogar für das BMW-Werksteam von Franz Engstler im BMW Alpina B6 GT3.
Sponsoring-Leiter bereits bei DTM-Neugründung an Bord
Während Rebhan für sportliche Themen zuständig ist, kümmert sich Kay-Oliver Langendorff um den kommerziellen Bereich. Der ehemalige Journalist ist für Serienpartnerschaften, Kooperationen und Sponsoring zuständig und war bereits im Jahr 2000, als es zur DTM-Neugründung kam, Teil des Fahrerlagers.
Damals fungierte Langendorff neben der Formel 1 auch in der DTM als Mercedes-Benz-Pressemann. Von 2004 bis 2008 leitete er die Kommunikation der früheren DTM-Dachorganisation ITR, ehe er die Pressearbeit bei der deutschen Fußball-Bundesliga übernahm.
2012 zog es ihn zurück in den Automobilbereich - und damit zum ADAC, wo er zunächst den Kommunikationsbereich leitete und seit 2015 immer mehr Sponsoring- und Marketing-Agenden übernahm. Direkter Ansprechpartner für die DTM-Medienvertreter ist inzwischen Oliver Runschke. Der Ex-Journalist leitet auch die Pressekonferenzen der DTM nach den Rennen.


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