Mercedes-AMG-Zukunft in der DTM geklärt, Personalrochade bei Landgraf!

Wie viele Mercedes-AMG-Boliden 2026 in der DTM an den Start gehen werden, wieso Vizemeister Lucas Auer einen Schlüsselmann verliert und wer die Lücke schließt

(Motorsport-Total.com) - Wie geht es bei Mercedes-AMG in der DTM weiter? Ende 2025 stand im Raum, dass die Marke mit dem Stern ihr Engagement von zwei Teams auf eines reduzieren könnte. Man wähnte sich bei der Balance of Performance mit einem zweiten Rennstall im Nachteil, zudem stand über der Zukunft des Landgraf-Team in der DTM ein Fragezeichen. Und das trotz der starken Comeback-Saison des Teams mit Vizemeister Lucas Auer.

Titel-Bild zur News: Lucas Auer

Vizemeister Lucas Auer verliert 2026 in der DTM einen Schlüsselmann Zoom

Wie Motorsport-Total.com aber nun aus sicherer Quelle erfahren hat, gibt es endlich positive Neuigkeiten: Die Mannschaft von Klaus Landgraf hat - wie man hört - ihr Paket für 2026 geschnürt und wird erneut als zweites Team neben Winward für Mercedes-AMG in der DTM am Start sein, wodurch der Einsatz von vier Autos gesichert ist. Dennoch müssen sich die Fans auf Änderungen einstellen.

Während bei den Fahrern keine Änderungen geplant sind, sollen die Landgraf-Boliden 2026 nicht mehr im pink-roten BWT-Windhager-Design unterwegs sein, sondern mit einer neuen Optik an den Start gehen. Außerdem gab es beim Team im Dezember 2025 eine überraschende Personalrochade.

Landgraf-Team verliert Schlüsselmann

Mit Marius Avemarg verliert Landgraf ausgerechnet jenen Mann, der erst 2025 zur Truppe aus Gensingen stieß und AMG-Werksfahrer Auer als Renningenieur beinahe zum Titel geführt hätte.

Das hatte auch damit zu tun, dass der Österreicher und Avemarg, der davor bei Toksport WRT und HRT gearbeitet hatte und viel Erfahrung mit dem Mercedes-AMG GT3 mitbrachte, von Anfang an hervorragend harmonierten. So gelangen Auer gleich an den ersten zwei Saisonwochenenden die einzigen Mercedes-AMG-Siege der Saison.

Die Führung in der Meisterschaft hielt mit kleinen Unterbrechungen bis zum denkwürdigen Finale in Hockenheim, bei dem ihm Manthey-Porsche-Pilot Ayhancan Güven die Krone mit seinem Manöver drei Kurven vor Schluss abknöpfte.

"Bewusst geworden, dass ich DTM-Pause benötige"

Aber wieso verlässt Avemarg nun völlig unerwartet das Team? Die Enttäuschung, im letzten Moment mit Auer den Titel verloren zu haben, und die Hängepartie beim Landgraf-Team Ende 2025, ob das DTM-Projekt zustande kommt, dürften Spuren hinterlassen haben.


Fotostrecke: DTM 2026: Diese Teams sind die Kandidaten für die neue Saison

"Mir ist in den letzten Wochen bewusst geworden, dass ich eine Pause von der DTM benötige", sagt Marius Avemarg auf Nachfrage von Motorsport-Total.com. "Ich gehe mit Klaus und allen bei Landgraf Motorsport im Guten auseinander und wünsche ihnen viel Erfolg in der kommenden Saison."

Der Deutsche wechselt nun zum Winward-Team, wird dort aber nicht für die DTM, sondern für die GT-World-Challenge Europe zuständig sein - und auch beim geplanten Nordschleifen-Projekt soll er eine Rolle spielen.

Wer neuer Renningenieur von Lucas Auer wird

Aber wie schließt das Landgraf-Team die Lücke? Auch das ist bereits geklärt, denn laut Informationen von Motorsport-Total.com wechselt Avemargs schwäbischer Landsmann Dennis Nägele von HRT zur Landgraf-Truppe und wird 2026 für Auers DTM-Boliden zuständig sein.

Lucas Auer

2026 darf man beim Landgraf-Team mit einer neuen Optik rechnen Zoom

Nägele ist einer der erfahrensten Ingenieure in der DTM und arbeitete bereits von 2012 bis 2018 in der Hersteller-Ära der DTM als HWA-Renningenieur für Piloten wie Robert Wickens, Daniel Juncadella oder Maro Engel. In der GT3-Ära fungierte er bei HRT lange als Renningenieur für Luca Stolz, 2025 war er für Arjun Mainis HRT-Ford zuständig.

Eine Änderung zeichnet sich auch beim zweiten Landgraf-Mercedes ab: Denn auch bei Renningenieur Dirk Martin, der 2025 für Tom Kalender zuständig war, stehen die Zeichen auf Abschied. Wer ihm nachfolgt, ist aktuell unklar.