Manthey stellt reduziertes DTM-Aufgebot 2026 vor: So tritt das "Grello"-Team an
Das Porsche-Team Manthey geht mit geänderten Vorzeichen in das Jahr der DTM-Titelverteidigung: Was 2026 anders wird, wer im Cockpit sitzt und was das Ziel ist
(Motorsport-Total.com) - Das Meisterteam Manthey hat am Dienstag als drittes Team (alle bisher vorgestellten Fahrer und Teams) seine DTM-Aufstellung für die Saison 2026 bekanntgegeben: Die Porsche-Truppe wird ihr Programm - wie bereits berichtet - von drei auf zwei Boliden kürzen und in dieser Saison mit zwei 911 GT3 R mit dem neuen Evopaket starten. Da die Land-Truppe ebenfalls einen Neunelfer einsetzt, ist erstmals seit 2023 wieder mehr als ein Porsche-Team am Start.
© Manthey Racing
Der Manthey-Porsche mit dem neuen Evo-Paket für die DTM wurde noch nicht foliert Zoom
Im Manthey-Boliden mit der Startnummer 91 wird wie in den vergangenen drei Jahren der Österreicher Thomas Preining sitzen, der Porsche 2023 den ersten DTM-Titel bescherte. Im Auto mit der Nummer 90 wird der Schweizer Ricardo Feller, der im Vorjahr noch im Land-Audi saß, DTM-Champion Ayhancan Güven ersetzen.
Der 28-jährige Türke, der in den vergangenen zwei Jahren für Manthey in der DTM am Start war, wurde von Porsche aus der Traditionsserie abgezogen und soll dieses Jahr auf seinen Einstieg beim Porsche-Werksprogramm in der Formel E Ende 2026 vorbereitet werden, für den er aber noch die fehlenden Lizenzpunkte benötigt.
Manthey hält DTM-Designs zurück
Die soll Güven in der Langstrecken-WM (WEC) holen, in der er in der LMGT3-Klasse erneut für Manthey am Start ist. Warum Manthey kein drittes Auto mehr in der DTM einsetzt? Das hat damit zu tun, dass der niederländische Rookie-Champion Morris Schuring 2026 die DTM verlässt und ein anderes Programm absolviert.
Die Designs der zwei DTM-Boliden für das Jahr der Titelverteidigung - Manthey holte 2025 neben Fahrer- und Rookietitel auch den Sieg in der Teamwertung - hält die Truppe aus Meuspath am Nürburgring noch zurück. Man darf aber davon ausgehen, dass Preining wie in den vergangenen Jahren im "Grello" sitzen wird und Feller mit dem grünen Design in die Saison gehen wird (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!).
Was Manthey zum Abschied von Güven und Schuring sagt
"2025 war für uns ein außerordentlich erfolgreiches Jahr in der DTM", blickt Teamchef Nicolas Raeder auf die sieben Saisonsiege und die zusätzlichen vier Podestplätze zurück - und zeigt sich "unfassbar stolz. Wir haben uns nach den Erfolgen aber nicht ausgeruht, sondern wollen genauso gut vorbereitet und motiviert in die neue Saison starten. Ich bin gespannt, was wir gemeinsam mit Thomas und Ricardo erreichen können."
Natürlich hätte man sich "gefreut, mit Ayhancan und Morris in eine weitere Sprintsaison zu starten, nachdem wir gemeinsam drei Meistertitel einfahren konnten", stellt Patrick Arkenau klar, der bei Manthey als Renneinsatzleiter fungiert. "Dennoch bin ich froh, dass sie beide unserem Team erhalten bleiben und nun in der WEC und IMSA an den Start gehen."
Man darf gespannt sein, wie sich Neuankömmling Feller, der bisher drei DTM-Siege und sieben Podestplätze einfuhr und 2023 mit Abt Dritter in der Meisterschaft wurde, in seinem ersten Porsche-Jahr in der DTM schlagen wird.
Feller über Manthey-Wechsel: "Traum geht in Erfüllung"
Der 25-jährige Porsche-Vertragsfahrer aus der Schweiz wäre bereits 2025 für den Einsatz des Allied-Teams mit dem 911 GT3 R vorgesehen gewesen, erhielt aber von seinem Arbeitgeber die Freigabe für das Land-Audi-Projekt, weil Allied kurzfristig Insolvenz anmeldete. Die Manthey-Truppe kennt der Aargauer bereits von seinem Einsatz beim 24-Stunden-Klassiker Ende Januar in Daytona.
© Manthey Racing
Ungewohnter Anblick: Ricardo Feller in Daytona im Manthey-Outfit Zoom
"Ich freue mich riesig, auch weiterhin Teil der DTM zu sein, inzwischen bereits in meiner fünften Saison", sagt Feller. "Mit dem Wechsel zu Manthey geht für mich ein Traum in Erfüllung. Ich glaube, jeder Porsche-Fahrer möchte gerne für dieses Team fahren und die Erfolge - zwei Titel in drei Saisons DTM - sprechen für sich."
Unabhängig von den sportlichen Ergebnissen begeistert den Schweizer "aber auch das Team selbst, die Menschen und die Professionalität, die Manthey auszeichnen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass wir gemeinsam eine starke und erfolgreiche Saison erleben werden."
Preining vor viertem Manthey-Jahr: "Abläufe hervorragend eingespielt"
Während sich Feller noch eingewöhnen muss, zählt der 27-jährige Preining inzwischen zum Inventar bei Manthey. "Die Zusammenarbeit mit dem Team ist über die Jahre immer enger geworden und die Abläufe sind inzwischen hervorragend eingespielt", bestätigt der österreichische Porsche-Werksfahrer und DTM-Spezialist, der mit Manthey neben dem Titel bereits sechs Siege und zusätzliche zehn Podestplätze in der Traditionsserie einfuhr.
"In den vergangenen drei Jahren haben wir gezeigt, dass wir konstant um die Meisterschaft kämpfen können. Ob am Ende alles klappt, lässt sich nie vorhersagen, aber ich bin guter Dinge, habe großen Spaß an der Arbeit mit dem Team und an der DTM insgesamt und freue mich schon auf das erste Rennen!"
Und das wird am 25. April ausgerechnet auf dem Red-Bull-Ring stattfinden, wodurch der Österreicher mit einem Heimrennen in die Saison geht (DTM-Kalender 2026).


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