Folge uns jetzt auf Instagram und erlebe die schönsten und emotionalsten Momente im Motorsport zusammen mit anderen Fans aus der ganzen Welt
Entscheidung bei HRT: Wer sitzt 2026 in der DTM im Ford Mustang?
Während ein Ford-Mustang-Cockpit in der DTM so gut wie vergeben ist, gibt es für den zweiten Sitz einige Anwärter: Wer 2026 bei HRT die besten Chancen hat
(Motorsport-Total.com) - Wie geht es beim Ford-Team HRT nach dem ersten Jahr mit dem Mustang GT3 weiter? Die Truppe von Ulrich Fritz besitzt laut Informationen von Motorsport-Total.com einen Dreijahresvertrag mit dem US-amerikanischen Autohersteller und weitet sein Programm mit dem Bathurst-Werkseinsatz und der Intercontinental GT Challenge sogar aus. Aber an wen gehen dieses Jahr die zwei DTM-Cockpits?
© Gruppe C Photography
Objekt der Begierde: Das Ford-Mustang-Cockpit von Fabio Scherer in der DTM Zoom
"In der Fahrerfrage sind wir noch nicht weitergekommen", meint Teamchef und Geschäftsführer Ulrich Fritz im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Es ist denke ich sehr wahrscheinlich, dass Arjun Maini weiterfährt. Alles andere ist offen."
Tatsächlich zählt der Inder inzwischen zum HRT-Inventar: Der 28-Jährige aus Bangalore fährt seit 2022 für die am Nürburgring ansässige Truppe, lebt in der Nähe von Köln und ist regelmäßig in der Werkstatt des Teams. Aber wer könnte im zweiten Ford Mustang GT3 sitzen?
Scherer über Verbleib: "Noch nicht alle Puzzleteile zusammen"
Ein Kandidat ist definitiv Fabio Scherer, der bereits 2025 im Cockpit saß und in Spielberg beinahe den ersten Ford-Podestplatz in der DTM eingefahren hätte. "Wenn man bedenkt, dass er 0,0 GT3-Erfahrung hatte und wir mit ihm auch nicht testen konnten, weil die Entscheidung so spät fiel, dann hat er einen sehr ordentlichen Job gemacht", ist Fritz mit der Leistung des 26-Jährigen sehr zufrieden.
"Außerdem macht die Zusammenarbeit mit ihm Spaß, und er ist ein Charakter. Daher wäre die logische Schlussfolgerung, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Aber wir haben nur zwei Cockpits - und es ist auch eine Frage der wirtschaftlichen Verhältnisse und Sponsoren", sagt der Teamchef.
Und auch Scherer selbst würde gerne 2026 bei HRT in der DTM bleiben. "Wir arbeiten daran, dass es weitergeht, es sind aber noch nicht alle Puzzleteile zusammen", so der Schweizer auf Nachfrage von Motorsport-Total.com. (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!)
Ford-Werkspilot Olsen: US-Programm in IMSA intensiviert
Aber wer sind seine Cockpitrivalen? Schon im Vorjahr wurde Ford-Werksfahrer Dennis Olsen, der zu den Toppiloten im Ford Mustang GT3 zählt, als heißer Anwärter gehandelt. Der große Vorteil: Der Ex-Porsche-Pilot kennt die DTM und ihre Strecken aus den Jahren 2022 und 2023 und müsste sich nicht eingewöhnen.
Olsen wird aber 2026 nicht wie im Vorjahr nur die fünf Langstreckenrennen der IMSA-Serie bestreiten, sondern die gesamte US-Saison. In der Langstrecken-WM (WEC) wird der 29-Jährige dieses Jahr zwar nicht im Ford sitzen, dafür aber bei HRT auf der Nürburgring-Nordschleife.
"Man muss sich überlegen, wie viel man in einem Jahr fahren kann", sieht Fritz bei Olsen das intensive US-Programm als Hürde. Eine Rückkehr in die DTM im HRT-Ford sei für den Norweger daher "nicht völlig ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich".
Fritz über Schumacher: Eher Kandidat für Langstrecke?
Aber wie sieht es für 2026 mit David Schumacher aus? Der Sohn von Ralf Schumacher ist seit einem Jahr Ford-Werksfahrer, fährt für HRT und meinte Mitte September 2025 als DTM-Co-Kommentator bei ran.de in Spielberg, dass er neben anderen GT3-Serien auch "sehr gerne wieder die DTM" fahren würde.
"Er hat wieder einen sehr guten Job gemacht, was sowohl für die GT-World-Challenge als auch für die Nordschleife gilt", sagt Teamchef Fritz über Schumachers zweites Jahr mit HRT. Doch auch bei ihm sehe es 2026 nicht nach Comeback aus: "Ich sehe ihn im Moment aber eher im Langstrecken-Sport".
ADAC-GT-Masters-Champion Wiebelhaus: Gelingt DTM-Sprung?
Dann wäre da aber noch HRT-Ford-Youngster Finn Wiebelhaus, der 2025 im ADAC GT Masters mit Teampartner Salman Owega den Titel holte und - wie man hört - großes Interesse an einem DTM-Cockpit hat. Der 19-Jährige aus Obertshausen würde dem Team als Gewinner des Road-to-DTM-Programms 2026 auch seine DTM-Nenngebühr von 109.000 Euro plus Umsatzsteuer ersparen, aber der Schritt in die DTM ist groß.
© Gruppe C Photography
Finn Wiebelhaus und Salman Owega beim ADAC-GT-Masters-Triumph 2025 Zoom
Das hat der Aufstieg von ADAC-GT-Masters-Champion Tom Kalender 2025 zu Landgraf in die DTM gezeigt. "Der Unterschied ist aber, dass Finn bereits zwei Jahre GT-Masters hinter sich hat, letztes Jahr zusätzlich die komplette GT-World-Challenge gefahren ist und auch ein bisschen abgeklärter ist", sieht Fritz einen Unterschied zu Kalender. Und gibt zu, dass ein DTM-Cockpit für Wiebelhaus "in der Diskussion" sei.
"Wenn Nachwuchsförderung und dieses Pyramidensystem des ADAC funktionieren soll, dann hat Finn jedes Recht, dort auch zu fahren", verweist Fritz auf das Road-to-DTM-Programm. Noch sei aber nicht entschieden, ob der Sprung in die DTM gelingt.
Denn laut Einschätzung von Motorsport-Total.com ist Scherer weiterhin der Favorit auf das Cockpit, auch wenn sich Wiebelhaus realistische Hoffnungen machen darf. Am Ende wird sich aller Voraussicht nach zwischen den beiden entscheiden, wer 2026 Mainis HRT-Teamkollege wird.


Neueste Kommentare