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DTM-Zukunft: So sehen die neuen GT3-Autos für 2026 aus
Ein komplett neues GT3-Auto und drei Evo-Pakete erstmals bei öffentlichem Test: Wie ermutigend Lamborghinis Entwicklung läuft und wieso der Ford noch nicht final ist
(Motorsport-Total.com) - Der offizielle IMSA-Test in Daytona am vergangenen Wochenende sorgte für die Premiere von gleich vier neuen oder überarbeiteten GT3-Autos, die ab der Saison 2026 auch in der DTM eingesetzt werden: Allen voran Lamborghini mit dem neuen Temerario GT3, der nach zehn Jahren den Huracan ersetzt und davor nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit getestet wurde.
© Getty Images
Erster öffentlicher Testauftritt für den neuen Lamborghini, dahinter das Mustang-Update Zoom
Doch der IMSA-Test zwingt die Hersteller mit ihren neuen Boliden aus der Deckung, denn die US-Rennserie benötigt Daten und Erfahrungswerte für die Erstellung der Balance of Performance (BoP), zumal der Saisonauftakt in Daytona bereits im Januar steigt.
Neben Lamborghini mit dem neuen, erstmals komplett unter eigener Führung entwickelten Turboboliden, der beim Test vom kanadischen Pfaff-Team eingesetzt wurde, waren gleich drei verschiedene Boliden mit neuen Evo-Paketen am Start: der Ford Mustang GT3, der Ferrari 296 GT3 und der Porsche 911 GT3 R. Wir haben die ersten Bilder in einer Fotostrecke analysiert.
Entwicklungsfahrer lobt Lamborghini: "Hut ab!"
Alle vier Hersteller befinden sich mit ihren Fahrzeugen gerade in einer entscheidenden Phase, da die Entwicklungsphase durch die Homologation der FIA kurz vor dem Ende ist, nach der die Konfiguration der Autos eingefroren wird. Und alle vier stehen 2026 vor einem DTM-Einsatz.
Im Lamborghini-Lager ist großer Optimismus spürbar, obwohl das Auto mit deutlicher Verspätung fertig wurde. Das liegt daran, dass die erwarteten Kinderkrankheiten eines komplett neuen Autos bisher auch beim Dauertest in Le Castellet am 14. und 15. Oktober ausblieben.
"Was die Systeme angeht, ist das Auto ganz anders als der Huracan", sagt Entwicklungsfahrer Andrea Caldarelli bei Sportscar365. "Wir haben viele neue Systeme, die wir immer noch abstimmen und versuchen zu verstehen." Der italienische Werksfahrer lobt die gute Zuverlässigkeit und richtet seinen Landsleuten in der Lamborghini-Fabrik aus: "Hut ab, denn das waren sehr harte und komprimierte Monate."
Caldarelli lobt neuen Turbomotor: "Einfach abzustimmen"
Abgesehen davon sei das Auto viel einfacher zu fahren als der Huracan und reagiere sehr berechenbar auf Änderungen. "Es fährt sich anders, obwohl ich sagen muss, dass es sich seit dem ersten Tag so anfühlt, als hätten wir eine sehr solide Basis, auf der sich aufbauen lässt. In nur vier Testtagen kamen wir mehr oder weniger zu der Kalibrierung, die wir jetzt im Auto haben."
Das zeige, wie gut die Basis des neuen Turbomotors sei "und wie einfach es ist, ihn zu fahren und ihn abzustimmen", freut er sich. Das sei ganz anders als beim Huracan mit seinem Saugmotor.
Aber auch das Temerario-Chassis stelle andere Anforderungen an die Piloten: "Es fährt sich ein bisschen weniger körperlich anspruchsvoll, was eine andere Herangehensweise beim Fahrstil ist, aber wir lernen es immer noch kennen", so Caldarelli.
Mustang-Update noch nicht final
Diese Woche soll es in Sebring mit Testfahrten weitergehen, wo dann auch im März die Rennpremiere des Temerario geplant ist. Denn beim 24-Stunden-Klassiker in Daytona setzt Lamborghini noch auf den Huracan.
Auch das nach wie vor nicht offiziell präsentierte Update des Ford Mustang GT3 wurde beim Test mit Spannung erwartet. "Wir haben immer noch nicht die finale Homologation und probieren Kleinigkeiten aus", offenbart Ford-Werksfahrer Mike Rockenfeller bei Sportscar365.
Ob sich die Änderungen bezahlt gemacht haben, sei schwierig zu sagen. "Ich sage, es fühlt sich ein bisschen besser an", so der Ex-DTM-Champion. "Es gibt Potenzial." Er erkennt eine Verbesserung an der Bremse, die als Sorgenkind gilt, ortet aber auch etwas mehr Luftwiderstand.

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