Die Planungen für die DTM-Saison 2026 laufen auf Hochtouren: Welche Teams in den Startlöchern stehen und wieso selbst eine neue Marke nicht ganz auszuschließen ist
Emil Frey Racing: Bei der Schweizer Ferrari-Truppe steht noch nicht fest, ob 2026 wie bisher drei Autos zum Einsatz kommen oder man auf zwei reduziert. Klar ist jedenfalls, dass Jack Aitken wegen seines Hypercar-Doppelprogramms bei Cadillac nicht mehr DTM fährt. Als heißester Kandidat für die Nachfolge gilt der Italiener Matteo Cairoli.
Comtoyou Racing: Den belgischen DTM-Neueinsteigern gelang beim Saisonfinale die erste Pole. 2026 möchte man erneut mit dem Aston Martin an den Start gehen. Bei den Fahrern könnte es dazu kommen, dass Aston-Martin-Werksfahrer Nicki Thiim nach zwei Lamborghini-Jahren neben Nicolas Baert, Sohn des Teambesitzer, endlich im Vantage sitzt.
Schubert Motorsport: Das BMW-Team hat erst 2025 von drei auf zwei M4 GT3 reduziert. Alles deutet darauf hin, dass man auch 2026 bei zwei Boliden bleibt. Rene Rast hat seinen DTM-Abschied verkündet und wird aller Voraussicht nach keine Rolle rückwärts machen. Kelvin van der Linde wird als heißer Kandidat für seine Nachfolge gehandelt.
Landgraf Motorsport: Trotz der bärenstarken Saison gab es nach dem Finale ein Fragezeichen, ob das Landgraf-Team 2026 in der DTM bleibt. Aktuell hört man aber positive Signale. Wenn es so kommt, sollte sich nicht viel ändern: Zwei Mercedes-AMG GT3 wären geplant - mit Vizemeister Lucas Auer und Tom Kalender als aussichtsreichste Fahrer.
Manthey Racing: Beim Porsche-Topteam kommt es 2026 zu einer Reduktion. Statt drei kündigt man zwei neue Porsche 911 GT3 R Evo an. Thomas Preining gilt als gesetzt, aber wer sitzt im zweiten Auto? Als Ersatz für Meister Ayhancan Güven darf sich Ricardo Feller die größten Hoffnungen machen. Morris Schuring fährt 2026 wohl nicht mehr DTM.
Winward Racing: Das texanisch-deutsche Mercedes-AMG-Team hat die Karten bereits auf den Tisch gelegt. Weiterhin sollen zwei Mercedes-AMG GT3 zum Einsatz kommen - bei der Fahrerwahl sieht es wie 2025 nach den beiden Performance-Fahrern Maro Engel und Jules Gounon aus.
Grasser Racing Team: Das Lamborghini-Topteam hat einen Markenwechsel nach dem Saisonende nicht ausgeschlossen, die Zeichen stehen aber auf Verbleib mit zwei Autos. Das könnte auch damit zu tun haben, dass sich nach dem Abschied von Jordan Pepper zu BMW das Grasser-Comeback von Mirko Bortolotti abzeichnet.
Land-Motorsport: Das Traditionsteam von Wolfgang und Christian Land hat mit dem Audi in Spielberg gewonnen, inzwischen wurde aber die Rückkehr zu Porsche bestätigt. Und auch das DTM-Projekt für 2026 mit Porsche-Youngster Bastian Buus ist offiziell. Man darf gespannt sein, ob es gelingt, das Budget für einen zweiten Porsche aufzustellen.
Paul Motorsport: Beim Team von Maximilian Paul sieht es nach dem DTM-Abschied aus. Das liegt daran, dass Lamborghini 2026 den neuen Temerario bringt - und für die Dresdner Truppe offenbar kein neues Auto eingeplant ist. Und Lamborghini will nicht, dass der Huracan in der DTM parallel zum Temerario fährt. Geht Paul zu einem andere Team?
Team Rosberg: Die langjährige Audi-Truppe aus Neustadt an der Weinstraße, die 2022 das bislang letzte Mal in der DTM am Start war, ist seitdem ein potenzieller Kandidat für ein Comeback. Schon im Vorjahr hieß es, dass sogar ein exotisches Auto wie die Corvette Thema sein könnte. Das wäre die ganz große Überraschung.
Haupt Racing Team: Das ehemalige AMG-Team setzt seit 2025 auf den Ford Mustang GT3 - und kommt 2026 in den Genuss des Evo-Pakets. Geplant sind zwei Fahrzeuge. Interessant wird die Fahrerwahl: Arjun Maini und Fabio Scherer haben sich gut geschlagen, aber geht man 2026 mit einem Topmann wie Dennis Olsen aufs Ganze?
Abt Sportsline: Nach dem enttäuschenden Jahr 2025, als man in der DTM von Audi zu Lamborghini wechselte, sieht es 2026 nach einem Neustart aus. Thomas Biermaier übernimmt die Führung des Teams von Martin Tomczyk, bei beiden Fahrern sieht es nach Abschied aus. Es wird spannend, welches Duo Abt für 2026 aus dem Hut zaubert.
Dörr Motorsport: Das Dörr-Team hat schon beim Saisonfinale klargestellt, dass man auch 2026 mit dem McLaren und den Fahrern Timo Glock und Ben Dörr DTM fahren will. Die Frankfurter erhoffen sich mehr Werks-Support, zudem spielt Volker Strycek als GT3-Leiter jetzt eine Schlüsselrolle. Gelingt so der nächste Schritt?
Die Planungen für die DTM-Saison 2026 laufen auf Hochtouren: Welche Teams in den Startlöchern stehen und wieso selbst eine neue Marke nicht ganz auszuschließen ist